Dienstag, 30. Juni 2026

Winterthur von A bis Z - S wie Sulzer

Kein anderes Industrieunternehmen hat die Stadt Winterthur und deren Umgebung mehr geprägt als die Sulzer. Über Generationen hinweg was sie der bedeutendste Arbeitgeber in der Eulachstadt und sie prägte mit ihren riesigen Fabrikhallen auch das Stadtbild nachhaltig. Ein Teil der Gebäude ist in der Zwischenzeit verschwunden, aber zum Beispiel das Sulzer-Hochhaus steht immer noch und es beherbergt nach einer umfassenden Renovation immer noch den Hauptsitz des Sulzer-Konzerns respektive was davon übrig blieb.

das Sulzer-Hochhaus neben dem Stadion Schützenwiese

Die im Jahr 1834 von Johann Jakob Sulzer als Eisengiesserei gegründete Firma entwickelte sich rasch zu einem weltweit tätigen Industriekonzern. Höchst erfolgreich war die Produktion von Dampfmaschinen, welche die weltweite Industrialisierung überhaupt erst ermöglichten. Und auch die berühmten Schiffsmotoren fanden reissenden Absatz und sind teilweise immer noch auf den Weltmeeren oder auch auf Schweizer Seen unterwegs.

Zeichnung eines Schiffs-Dieselmotors von Sulzer

Die Firmengeschichte von Sulzer ist mit derjenigen von Rieter vergleichbar. In den Boomjahren beschäftigte Sulzer weltweit über 30'000 Mitarbeiter. Im Rahmen des weltweiten Strukturwandels der Schwerindustrie wurde ab ca. 1980 die Fertigung in Winterthur reduziert und bis 2016 ganz eingestellt. 

Übrig geblieben ist von der Sulzer eine Firma, welche sich auf Strömungstechnologie spezialisiert hat und in diesem Nischenbereich sehr erfolgreich ist. Wo immer Flüssigkeiten aller Art fliessen, gemischt oder getrennt werden kommt die Strömungstechnologie von Sulzer ins Spiel. Weltweit arbeiten noch etwa 13'000 für Sulzer, produziert wird aber nur im Ausland.

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