Dienstag, 14. Juli 2026

Hoch hinaus

Gestern waren wir auf dem höchsten mit einer Bahn erreichbaren Punkt der Bergbahnen Lenzerheide/Arosa, dem Parpaner Rothorn auf 2'861 müM. Dorthin nimmt man zuerst die Gondelbahn von Lenzerheide nach Scharmoin und danach die Luftseilbahn zum Gipfel. Wobei das Parpaner Rothorn noch einen leicht höheren Gipfel hat, den Ostgipfel mit 2'896 müM.

links der Ostgipfel des Parpaner Rothorns

Wir haben aber nicht nur die Panorama-Aussicht (welche von Dunst etwas beeinträchtigt war) genossen, wir sind wie in den letzten Tagen natürlich auch gewandert. Für Wanderer und immer mehr auch für Biker gibt es dort ein grosses Angebot. Allerdings braucht es Minimalanforderungen bezüglich Fitness und Berggängigkeit, die Wege können dort oben schon recht anspruchsvoll sein.

Weitblick über Valbella, Parpan und Churwalden

Unsere Route führte via Gredigs Fürggli, Urdenfürggli und Urdensee zur Hörnlihütte, das waren gute 600 m Abstieg und 250 m Wiederanstieg. Mit 6.8 km Distanz war die Wanderung relativ kurz, aber aufgrund des alpinen Geländes doch recht anstrengend.

Blick zurück von der Hörnlihütte zum Urdenfürggli

Zurück zur Lenzerheide ging es mit dem Zug von Arosa nach Chur und von dort mit dem Postauto. Eine lange, aber interessante Rundreise.

Montag, 13. Juli 2026

Alp Sanaspans statt Wasserfall

Seit unserer Wanderung von Scharmoin auf dem Panoramaweg hinunter zur Lenzerheide hatte es auf unserem Wandernetzwerk bei Scharmoin einen Startort ohne Verbindung nach Osten. Diese Art Lücke haben wir gestern geschlossen. Diesmal fuhren wir beide mit der Gondelbahn nach Scharmoin. Bei der Talstation staunten wir ob den Massen an Bikern, welche wahrscheinlich den ganzen Tag rauf und runter sausen. Wir wussten nicht einmal, wie wir uns in der Schlange der Biker einordnen sollten, ohne diese zu stören.

Richtung Osten folgten wir dem Wegweiser zum Wasserfall, welcher in 50 Minuten auf einem schmalen, aber problemlosen Bergweg erreicht werden kann. Wir fragten uns, ob der Wasserfall bei dieser Trockenheit überhaupt Wasser führt, bei unserer Annäherung konnten wir ihn aber gut hören und auch ein Bisschen sehen. Um ihn besser zu sehen stiegen wir auf einem Weg weiter auf, es stellte sich aber heraus, dass wir ihn ganz aus den Augen verloren. Wahrscheinlich hätten wir uns ihm auf einem anderen Weg annähern sollen.

auf dem Weg zur Alp Sanaspans

Zurück wollten wir aber nicht und wir stiegen weiter auf Richtung Alp Sanaspans. Der Weg stellte sich aber als recht alpin heraus, es war eine anstrengende Angelegenheit mit vielen hohen Stufen und rutschgefährdeten Abschnitten.

Bei der bedienten Alphütte auf etwas über 2000 müM genossen wir die Aussicht und nahmen den Abstieg auf einer breiten Alpstrasse in Angriff. Je mehr Höhe wir verloren desto wärmer wurde es auf der Strasse fast ohne Schatten. Zurück im Hotel waren wir froh um eine Abkühlung im Pool. 


Sonntag, 12. Juli 2026

Um den Heidsee

Auch gestern Samstag waren wir auf einer der lokalen und gut markierten Wanderrouten unterwegs. Diesmal auf dem Familienweg Lenzerheide mit der Nummer 745. Einerseits wird auf dieser Route der Heidsee umrundet, sie enthält aber auch einen nicht zu unterschätzenden Auf- und Abstieg. Für Familien mit Kleinkindern und vielleicht sogar Kinderwagen müssen die Auf- und Abstiege aufgrund von einigen steilen Stellen recht mühsam sein.

Spoina, der höchste Punkt

Für uns war das aber kein Problem, nach bereits drei Wanderungen in Folge waren wir fit genug und wir haben uns auch schon ein wenig an die hohe Temperatur gewöhnt.

am Heidsee

Nach dem 20minütigen Marsch vom Hotel zum See entschieden wir, zuerst den strengeren Teil der Rundwanderung zu absolvieren, um uns danach mit einem Bad im See zu erfrischen. Auf dem gleichen Weg, auf welchem wir am Samstag zum See abgestiegen sind ging es diesmal hinauf bis zum höchsten Punkt auf 1708 müM, um dann in einem grossen Bogen wieder zum See abzusteigen.

viel los auf dem Heidsee

Nach einer Seeumrundung hatte Marlise Lust auf eine Runde mit dem SUP (Stand Up Paddle) auf dem See. Das für mich vorgesehene Bad im See fiel aber der mit 20° für mich zu tiefen Seetemperatur zum Opfer. Weiter als bis zu den Knien reichte es nicht.

Samstag, 11. Juli 2026

Auf der Westseite

Ein weiterer markierter Weg befindet sich auf der Westseite der Lenzerheide, er führt vom Heidbühl oberhalb von Churwalden nach Tgantieni, der Mittelstation der Sesselbahn zum Piz Scalottas. Der Weg verläuft so um die 2000 müM, einmal etwas darunter, einmal darüber.

mit der Gondelbahn von Churwalden nach Heidbühl

Kurz nach dem Start auf Heidbühl, wohin wir mit der Gondelbahn von Churwalden aus gelangten, folgten wir dem Wegweiser mit der Nummer 738. Etwas später realisierten wir aber, dass wir auf einem anderen Weg unterwegs waren, der etwas weiter oben liegt. Der Wegweiser war wahrscheinlich verdreht. Wir entschieden aber, auf dem Weg zu bleiben, obwohl wir mehr Höhenmeter überwinden mussten.

Valbella, Heidsee und Lenzerheide

Trotz der beachtlichen Höhenlage war der Aufstieg an der prallen Sonne recht anstrengend und schweisstreibend und wir waren froh, dass sich ab und zu eine Wolke vor die Sonne schob.

in der Mitte der Piz Scalottas

Marlise hatte aber noch genug Energie für einen Zusatz-Aufstieg zum Piz Scalottas, derweil ich Richtung besagtem Tgantieni talwärts zog. Wieder zusammen nahmen wir den Abstieg zum Heidsee in Angriff, wo Marlise ein erfrischendes Bad nahm.

Freitag, 10. Juli 2026

Über die Hängebrücke

Auf der Lenzerheide und Umgebung hat es einige Themenwanderungen wie zum Beispiel die Panoramawanderung, welche wir am Mittwoch auf dem Programm hatten. Oder wie gestern der mit der Nummer 749 sehr gut markierte, mit 8.4 km relativ kurze Hängebrückenweg mit Ausgangspunkt Lenz.

Lenz

hier sind wir ganz nah am Brienzer Rutschgebiet

Die Temperatur machte uns gegenüber dem Mittwoch etwas mehr zu schaffen. Sie lag in Lenz auf 1350 m natürlich höher als auf 2000 m am Rothorn. Und auf den 500 zu überwindenden Höhenmetern kamen wir schon etwas ins Schwitzen. Der grösste Teil der Route verläuft zwar im Wald, aber auf den breiten Waldstrassen hatte es wenig Schatten.


Blick vom Crap la Tretscha, unten Alvaschein

Der Höhepunkt war natürlich die Überquerung der Hängebrücke im Val Meltger. Sie war zwar mit etwa 50 Metern Länge recht kurz, aber sie wackelte ordentlich und liess den Adrenalinspiegel doch etwas ansteigen.

Wieder zurück in Lenz machten wir noch eine etwa 3 km lange Zusatzschlaufe zum Crap la Tretscha, einem schönen Aussichtspunkt.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Auf dem Panoramaweg

Unsere erste Lenzerheide-Wanderung spielte sich auf der östlichen Talseite ab, an der Flanke des Parpaner Rothorns, für Marlise begann sie bei unserem Hotel, für mich aber weiter oben bei der Mittelstation der Rothornbahn auf der Alp Scharmoin. Das ersparte mir einen Aufstieg über 400 hm. Da ich eine mehrwöchige Wanderpause hinter mir hatte wollte ich es nicht übertreiben.

Mittelstation der Rothornbahn auf Scharmoin

Diese Route war eine sehr gute Wahl. Einerseits aufgrund des nicht allzu alpinen Geländes und einem einfachen Weg mit mässig steilen Auf- und Abstiegen. Und andererseits - besonders in der ersten Hälfte - aufgrund der Offenheit des Geländes, welches eine ungehinderte Aussicht gewährte. Natürlich hatten wir immer die Gipfel auf der Westseite des Tals vor uns wie der Piz Scalottas oder das Stätzerhorn. Aber auch weiter entfernte Gipfel zeigten sich prominent.

unten Churwalden, hinten der Flimserstein

von links der Heidsee, Valbella, Parpan

Sehr angenehm benahm sich das Wetter. Es war zwar immer mehr oder weniger bewölkt, aber die Berggipfel waren nie in den Wolken versteckt. Und schwitzen mussten wir fast gar nicht, lange waren wir um die 2000-Meter-Grenze unterwegs mit einem feinen Windchen, welches uns abkühlen liess. Und im unteren Teil der Route versteckte sich die Sonne fast immer hinter den Wolken.

Alp Hennabüel

Nach für mich 15 und für Marlise 18 Kilometern erreichten wir wieder unser Hotel, den Schweizerhof und genossen wie für uns üblich ein kühles Bier.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Graubünden statt Tirol

Eigentlich wollten wir unserem östlichen Nachbarland einen Besuch abstatten, Mayrhofen im Zillertal wäre unser erstes Ziel gewesen. Kurzfristig haben wir aber umgeplant und uns auf der Lenzerheide einquartiert. Im Schweizerhof, dem wahrscheinlich besten Hotel des bekannten Ferienortes.

links das Parpaner Rothorn

im altehrwürdigen Schweizerhof logieren wir

eine erste Erfrischung nach der Anreise

Hier geniessen wir die etwas angenehmeren Temperaturen und wir beabsichtigen auch die eine oder andere Wanderung zu unternehmen, was im Flachland aufgrund der Hitze nicht ratsam ist.