Donnerstag, 23. April 2026

Der Vier-Dörfer-Grenz-Treff

Am Montag sind wir auf unserer Wanderung über den Tiersteinberg an einem ganz speziellen Punkt vorbeigekommen, dem Vier-Dörfer-Grenz-Treff. So wird er auf einer Infotafel bezeichnet, auf welcher die Situation erklärt wird.



Die Grenzen der vier Gemeinden Gipf-Oberfrick, Schupfart, Wegenstetten und Wittnau treffen hier an einem Punkt aufeinander. Der Punkt ist auf der Karte mit der Höhenangabe 703 gekennzeichnet. Die Grenzlinien treffen nicht in Form eines Kreuzes aufeinander, sondern in der Form einer Gabel, wie sie auf dem Kartenausschnitt zu sehen ist. Die beim Punkt 703 zusammentreffenden Wege bilden gleichzeitig die Grenzlinien.
Vier-Gemeinden-Grenzstein, das W steht für Wittnau

Interessant ist die auf der Karte eingetragene Bezeichnung "Berg-Fazedelle" gleich neben Punkt 703. Dabei handelt es sich um eine historische Bezeichnung für diesen wichtigen Grenzpunkt, wo es gemäss Google früher einen Köhlerplatz gab. Was sich hinter dem seltsamen Begriff "Fazedelle" versteckt entzieht sich meiner Kenntnis.

Übrigens, Punkte an welchen vier Gemeinden zusammentreffen sind in der Schweiz sehr selten, es gibt nur noch zwei andere. Der eine am Chlihörnli, wo die Gemeinden Steg, Bauma, Fischingen und Mosnang sowie die Kantone ZH, TG und SG zusammentreffen. Und der andere im Flussbett der Emme mit den Berner Gemeinden Kirchberg, Utzenstorf, Rüdtligen-Alchenflüh und Aefligen.

Mittwoch, 22. April 2026

Wanderung Martinsbrunnen

Datum: 20. April 2026
Dauer:
 3h40
Länge: 14.0 km
Wetter: sonnig
Route: Wittnau-Pt. 544-Hornhof-Buschberg-Tiersteinberg - Burgruine Alt-Tierstein - Farschberg-Bahnhof Frick
Charakteristik: einfache Wanderwege


Wittnau

Lourdes-Grotte

Martinsbrunnen

ein bäumiger Weg (nicht markiert)

Burgruine Alt-Tierstein

Unsere Montagswanderung beginnt relativ spät, erst um 20 nach 11 kommen wir mit dem Bus im aargauischen Wittnau südwestlich von Frick an. Es ist aber trotz ungehindertem Sonnenschein noch ziemlich frisch. Aber schon bald können wir eine erste Schicht ablegen, denn es geht gleich zur Sache bezüglich Höhenmetern. Unser Weg steigt ordentlich steil an und wir sind froh, bei der Lourdes-Grotte einen Moment verschnaufen zu können.

Nach einem weiteren, kurzen Aufstieg verlassen wir den mit der Nummer 42 markierten Aargauer Weg und biegen auf einen nicht markierten breiten Weg ein, auf welchem wir nach gut 10 Minuten den Martinsbrunnen erreichen. Aus einem Wasserhahn sprudelt Quellwasser, welches sauber aussieht, aber nicht getrunken werden sollte, da die Qualität nicht geprüft wird. Immerhin habe ich mir damit die Hände erfrischt.

Gleich neben dem Brunnen zweigt ein auf der Karte gestrichelt eingezeichneter Weg ab, welchen wir als Abkürzung zurück zum markierten Weg wählen. Abgesehen von vielen über dem Weg liegenden Baumstämmen und Ästen bietet er keine Schwierigkeiten.

Wenig später machen wir einen kurzen Abstecher zu einer römischen Festungsanlage mit einigen Mauerresten. Dann geht es immer leicht ansteigend via Buschberg hinauf auf den Tiersteinberg mit seinen 750 müM. Dabei kommen wir an einem Punkt vorbei, wo die Grenzen von vier Gemeinden zusammentreffen.

Auf dem höchsten Punkt hat es einen Aussichtspunkt mit schönem Blick Richtung Rhein und Deutschland und wenig später einen weiteren mit Blick nach Osten über Frick. Der Weg hinunter nach Frick ist abgesehen von einem kurzen steilen und steinigen Stück problemlos.

Dienstag, 21. April 2026

Nochmals Frühlingswandern im Aargau

Nach dem Samstag ging es gestern Montag gleich nochmals in den Aargau auf eine Frühlingswanderung. Auch diesmal spielte sich diese im Grossraum Frick ab mit Start in Wittnau und Ziel in Frick.

Martinsbrunnen

römische Mauern

Und wieder wurden wir von Thomas Widmer inspiriert. In der aktuellen Ausgabe der Schweizer Familie macht er Vorschläge zu Ausflügen oder Wanderungen mit dem Thema "Quellen". In einem der Vorschläge geht es um den Martinsbrunnen bei Wittnau. Das Wasser einer kleinen Quelle wird gefasst und sprudelt aus einem Hahnen. Trinken sollte man das Wasser nicht, die Qualität wird nicht kontrolliert.

auf dem Tiersteinberg

kurz vor Frick

Auf unserem Weg trafen wir zudem auf eine Lourdes-Grotte, römische Mauern, eine Burgruine sowie auf einen geographisch interessanten Punkt, wo die Grenzen von vier Gemeinden zusammentreffen. Insgesamt also eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderung.

Montag, 20. April 2026

Wanderung Cheisacherturm

Datum: 18. April 2026
Dauer:
 3h25
Länge: 13.3 km
Wetter: sonnig
Route: Effingen-Geisshalde-Sennhütten-Dimmis-Cheisacherturm-Pt. 573-Pt. 516-Bürersteig
Charakteristik: einfache Wander- und andere Wege


Blick Richtung Effingen, in der Mitte das
Wölkli des KKW Gösgen

ein multifunktionaler Weg

Blick vom Chisacherturm Richtung Nordost,
in der Mitte das Wölkli des KKW Leibstadt

der Turm von unten

Wie schon gestern erwähnt war der in Thomas Widmer's Blog erwähnte Cheisacherturm im Aargau für die samstägliche Wanderung verantwortlich, er war sozusagen das Ziel der Wanderung. Dass wir in Effingen starteten und die Route beim Bürersteig endete, dafür ist unser Wandernetzwerk verantwortlich. Wenn immer möglich planen wir die Route so, dass sie an einem von uns schon bewanderten Ort startet und endet. Das liess sich im Aargau gut realisieren, denn in diesem Kanton haben wir schon ein recht dichtes Netzwerk.

17 Minuten brauchte das Postauto für die Fahrt vom Bahnhof Brugg nach Effingen, wo wir gleich loslegen. Wir verlassen das Dorf in nordöstlicher Richtung und sind schon bald im Grünen. Ja, gegenüber unserer letzten Wanderung sieht die Landschaft viel grüner aus, die meisten Bäume tragen schon hellgrüne Blätter und auch die Wiesen spüren den Frühling.

Wir steigen zu einem Rebberg auf und folgen dem Waldrand, bevor es im Wald des Bränngarten genannten Hügels nach Norden zu den Sennhütten geht. Bei diesen könnte man an diversen schön beschatteten Tischen etwas trinken, wir sehen aber kein Service-Personal.

Weiter geht es rauf und runter vorbei am Dimmis und hinauf zum Cheisacherturm auf knapp 700 Metern Höhe. Wobei die Aussichtsplattform aufgrund der Turmhöhe von 25 Metern oberhalb von 700 Metern liegen dürfte. Die Rundumsicht über die Aargauer Hügellandschaft ist sehr schön und lässt einen fast vergessen, dass der Blick in die Berge ziemlich verschleiert ist.

Der Weg vom Turm zum Bürersteig ist sehr angenehm und er verläuft meistens im Wald. Mit dem Postauto geht es zurück zum Bahnhof Brugg, wo wir einen schlanken Anschluss nach Zürich haben.

Sonntag, 19. April 2026

Aargauer Frühlingswanderung

Schönes Wetter mit frühlingshafter Temperatur - diese Wetterprognose für den Samstag motivierte uns für eine Wanderung. Bei der Wahl der Route liessen wir uns von einem Eintrag in Thomas Widmer's Blog inspirieren, in welchem der Cheisacherturm der Hauptdarsteller war.

Kästhal



der rauchende Cheisacherturm

Die Wanderung von Effingen zum Bürersteig war mit 13 Kilometer nicht zu lang und trotz einigen Auf- und Abstiegen nirgends schwierig. Und aufgrund der schon fast sommerlichen Temperatur konnten wir alles Unnötige schon zu Beginn ablegen.

Samstag, 18. April 2026

Auf dem See

Auf See ist man ja, wenn man mit einem Schiff über das Meer fährt. Und auf dem See, wenn man "nur" auf einem See fährt, so wie ich gestern. Immerhin war es ein grosser See, der Bodensee. Dieser ist auch unter dem Namen "Schwäbisches Meer" bekannt, insofern ist man dort sowohl auf dem See als auch auf See. Aber das ist jetzt wirklich eine Wortklauberei. So oder so, nach unserer Südsee-Kreuzfahrt war ich gestern zum ersten Mal wieder auf Wasser.

das MS Säntis in Romanshorn

Ausfahrt aus dem Romanshorner Hafen

kurz vor Friedrichshafen, auch der Zeppelin war unterwegs

Mit dem Zug fuhr ich nach Romanshorn, um dort die Fähre nach Friedrichshafen zu nehmen. Normalerweise fährt die Autofähre im Stundentakt. Nicht so gestern, denn eine der beiden Autofähren wird in der Werft überholt. Deshalb wurde alternativ eine Autofähre und ein Passagierschiff (bei mir war es das MS Säntis) ohne Autotransport eingesetzt.


Grund für meine Seefahrt war die Absicht, wieder einmal beim Bodensee-Fischer in Friedrichshafen vorbeizuschauen, wo wir letztes Jahr auf einer Wanderung superfeinen geräuchten Aal gekauft hatten. Auch diesmal konnte ich dem Aal nicht widerstehen, ausserdem landeten Hechtfilets in meinem Rucksack, das Tier wurde gestern Morgen gefangen.


Zurück ging es dann mit der Autofähre "Friedrichshafen".

Freitag, 17. April 2026

GV Gurit

Es ist immer wieder interessant zu erleben, wie unterschiedlich die diversen GVs organisiert werden und dann dementsprechend ablaufen. Wenn ich zum Beispiel die GV der BVZ (Brig Visp Zermatt Bahn) in Andermatt mit der gestrigen GV der Gurit Holding in Zürich vergleiche könnten sie fast nicht unterschiedlicher sein. Während die offiziellen Teile noch einigermassen vergleichbar waren gibt es beim anschliessenden inoffiziellen Teil riesige Unterschiede. In Andermatt war es das pure Chaos mit 300 Teilnehmern, welche sich in einem kleinen Raum auf den Füssen herumstanden und unendlich lange auf etwas Essbares warten mussten. Bei Gurit verteilten - oder verloren sich fast - 46 Aktionäre in einem etwa doppelt so grossen Raum und Speis und Trank standen schon bereit.

GV im SIX Convention Point an der Pfingstweidstrasse in Zürich

Ich berichtete hier schon von meinem letzten Besuch der Gurit-GV, ich möchte einfach nochmals daran erinnern, dass die in Wattwil ansässige Firma auf die Produktion von Verbundwerkstoffen spezialisiert ist. Diese werden hauptsächlich in den Bereichen Windenergie, Marine und Luftfahrt eingesetzt.

In den letzten etwa 10 Jahren kämpfte die Firma immer wieder mit diversen Herausforderungen. Einmal vermiesen die Wechselkurse das Geschäft, dann gab es marktbedingte Umsatzrückgänge oder Konkurrenz aus China. Das wirkte sich zunehmend negativ auf den Aktienkurs aus und ich zweifelte immer mehr, ob sich die Firma wird halten können.



Der Verwaltungsrat initiierte im letzten Jahr ein Strukturbereinigungs-Projekt mit dem Ziel, wieder mehr Wachstum und bessere Margen zu erzielen. Unrentable Geschäftszweige wurden aufgegeben, Tochterfirmen teilweise verkauft und die Organisation gestrafft. Das resultierte für 2025 in einem im Vergleich mit dem Vorjahr bedeutend besseren Resultat und die Aussichten für das laufende Jahr haben sich weiter verbessert. Das gefiel auch den Investoren, der Aktienkurs von Gurit ist im laufenden Jahr stark gestiegen.