Montag, 2. Februar 2026

Winterthur von A bis Z - K wie Kesselhaus

Gleich neben dem Winterthurer Hauptbahnhof steht das Kesselhaus genannte alte Fabrikgebäude mit der Backstein-Fassade. Das am nördlichen Ende des ehemaligen Sulzer-Areals stehende Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Den Namen hat es von den grossen Dampfkesseln, mit welchen einerseits die grossflächigen Fabrikhallen geheizt wurden und andererseits Energie für die Maschinen erzeugt wurde. Damals wurden die Dampfkessel noch mit Kohle eingeheizt.

links das Kesselhaus mit dem Kamin im Jahr 1938...


...und heute

Diese Zeiten sind natürlich längst vorbei, das denkmalgeschützte Kesselhaus wurde schon vor vielen Jahren umgenutzt. Heute hat es dort ein grosses Kinozentrum, gastronomische Betriebe und diverse Läden. Die Bausubstanz wurde aber weitgehend erhalten, inklusive der beiden markanten Hochkamine.

Samstag, 31. Januar 2026

Nochmals ins Museum

Mein Museumspass lief gestern Freitag ab. Verlängern werde ich ihn vorläufig nicht, denn es gibt nur noch wenige Museen, welche mich interessieren, sie aber noch nicht besucht habe. Und in vielen bedeutenden Museen ist der Pass nicht gültig oder nur mit Rabatt.


Am Donnerstag war ich aber nochmals in einem Museum, dem Winterthurer Kunst Museum beim Stadthaus. Ausschlaggebend dafür war ein Artikel im Landboten über die Sonderausstellung mit Bildern des amerikanischen Malers Jack Goldstein. Der Künstler ist bekannt für seine grossformatigen, fast fotografisch genauen Bilder, auf welchen das Licht eine zentrale Rolle spielt.


Das Kunst Museum wird gegenwärtig umgebaut, deshalb stehen für die Ausstellung nur zwei Räume zur Verfügung. Es sind nur 8 Bilder ausgestellt, viel Zeit muss man für den Besuch also nicht einplanen. Ausser man besuche noch das Natur Museum gleich nebenan, dort ist gegenwärtig eine Sonderausstellung zum Thema Eichhörnchen zu sehen.

Freitag, 30. Januar 2026

Winterthur von A bis Z - J wie Jonas Furrer

Eine der bedeutendsten aus Winterthur stammenden Persönlichkeiten war der Politiker und Rechtsanwalt Jonas Furrer. Zwischen 1834 und 1847 war er im Zürcher Kantonsparlament sowie im Regierungsrat tätig. 1848 wurde er bei den ersten Bundesratswahlen gewählt und amtierte gleichzeitig als erster Schweizer Bundespräsident. Im Laufe seiner Amtszeit hatte er vermehrt gesundheitliche Probleme, 1861 verstarb er im Amt während eines Kuraufenthalts in Bad Ragaz im Alter von 56 Jahren.

links des Albani das Geburtshaus von Jonas Furrer

In Winterthur gibt es drei Orte, welche an den bedeutenden Politiker erinnern. Da ist einerseits die Statue in der Nähe des Bahnhofs, wo er auch begraben ist. Dann eine Tafel an seinem Geburtshaus an der Steinberggasse 18 in der Altstadt. Und die nach ihm benannte Strasse im Heiligberg-Quartier.

die Statue im Zentrum von Winterthur...

...und die Quartierstrasse im Heiligberg

Wer mehr über Jonas Furrer lesen möchte kann das im Winterthur Glossar machen.

Donnerstag, 29. Januar 2026

Wanderung Oberembrach

Datum: 27. Januar 2026
Dauer:
 3h00
Länge: 12.8 km
Wetter: anfangs sonnig, zunehmend bewölkt
Route: Oberembrach-Asp-Steichel-Steinmüri-Strubikon-Sonnenbühl-Unterwagenburg-Hausen-Oberembrach
Charakteristik: einfache Wege und Strassen, ab und zu schnee- und eisbedeckt


namenloser Weiher

elektrisierter Bergblick

Strubikon

in der Oberembracher Mühle wird noch gemahlen

Das kleine Oberembrach hat einen direkten öV-Anschluss vom und zum Flughafen, alle 30 Minuten fährt ein Bus. Dort beginnt und endet meine Rundwanderung am Dienstag.

Der Einstieg ist etwas schwierig, mein GPS-Gerät lotst mich auf einen Weg, welchen es vor Ort nicht gibt. Mittels gedruckter Karte, welche ich immer mitführe, finde ich ihn aber doch noch. Es geht zuerst auf einer Strasse bergauf, bevor der Wanderweg in den Asp-Wald einbiegt. Durch einige Kurven geht es mässig steil aufwärts zu einem Weiher am Rande eines Golfplatzes.

Kurz danach erreiche ich den Hof Steinmüri mit einem überraschenden Alpenpanorama in der Ferne. Gipfel wie Säntis, Churfirsten, Glärnisch oder Tödi sind gut zu erkennen. Dann geht es unter diversen Hochspannungsleitungen durch, welche hier fast zum Landschaftsbild gehören. Etwas weiter unten hat es eine grosse Elektro-Anlage, wo die Leitungen zusammenkommen.

Via Strubikon mit schönen Riegelhäusern geht es auf Feldwegen hinauf zum Sonnenbühl, dem höchsten Punkt der Wanderung (631 m). Dort muss ich mich entscheiden, ob ich auf der für Autos markierten Umleitung nach Oberembrach zurückwandern will oder auf der mit einer Sackgasse-Tafel versehenen Normalroute. Ich gehe das Risiko ein, bei einer Baustelle oder einem Hangrutsch umkehren zu müssen und wähle die Normalroute. Die Risikobereitschaft hat sich gelohnt, ausser einer Strassensperrung, welche als Fussgänger problemlos umgangen werden kann, gab es keine Hindernisse. Und dank der Sperrung hatte es natürlich auch keinen Verkehr.

Genau drei Stunden nach dem Start erreiche ich wieder die Bushaltestelle in Oberembrach, zeitgleich mit dem Bus, welcher in wenigen Minuten zum Flughafen fährt.

Mittwoch, 28. Januar 2026

Vierte Winterwanderung

Gestern stand die vierte Winterwanderung auf dem Programm. Wobei sie recht spontan stattfand. Ursprünglich plante ich einen Museumsbesuch, aufgrund des schönen Wetters entschied ich mich erst im Laufe des Morgens für eine Programmänderung.


Bergblick bei Steinmüri

trotz Umleitung riskierte ich den Weg links

ein Ort, von dem ich noch nie etwas hörte

Auch die Route kam auf spontane Art zustande. Auf meinem Wandernetzwerk entdeckte ich einen noch unbewanderten Flecken bei Oberembrach in der Nähe von Kloten. Mit einer Stunde An- und Rückreise war das problemlos am Nachmittag machbar.

Montag, 26. Januar 2026

Geduldige Rüben

Was mir auf meiner Wanderung am Mittwoch zwischen Seuzach und Winterthur auch aufgefallen ist: Es liegen noch tonnenweise Zuckerrüben auf den Feldern. Schön aufgehäuft und mit Planen abgedeckt, aber im Januar ein eher ungewöhnliches Bild.

Rübenberg beim Bahnhof Reutlingen...

...und beim Stinkberg

Das hängt natürlich mit dem temporären Ausfall der Frauenfelder Zuckerfabrik im letzten Spätherbst zusammen. Soweit mir bekannt ist läuft die Fabrik immer noch mit reduzierter Kapazität. Die Rüben müssen sich also noch etwas gedulden. Ideal ist das sicher nicht, das Herumliegen ist der Qualität kaum zuträglich. Und die Rübenbauern erhalten ihr wohl verdientes Geld wahrscheinlich erst, wenn die Rüben in Frauenfeld sind. Ob sie eine Versicherung für allfällige Ertragsausfälle haben weiss ich nicht.

Sonntag, 25. Januar 2026

Der Stinkberg

Gestern habe ich über den Goldenberg berichtet, ein passender Name für den schönen Aussichtspunkt mit dem gehobenen Restaurant. Am anderen Ende der Beliebtheitsskala dürfte der Stinkberg nördlich des Wallrüti-Quartiers liegen. Das ist der 30 Meter hohe Hügel, welchen ich am Mittwoch auf meiner Wanderung für etwas ungewöhnlich hielt. Sein unschmeichelhafter Name ist darauf zurückzuführen, dass dort bis ins Jahr 1965 Kehrichtabfälle deponiert wurden, was natürlich besonders in der warmen Jahreszeit zu entsprechenden Gerüchen führte. Dies wurde von den Anwohnern immer wieder kritisiert. Ab 1965 wurde der Kehricht dann in der neu gebauten KVA verbrannt.

der Stinkberg, links die Treppe

das Stinkberg-Areal ist eingekreist

Die Strasse, welche am Stinkberg vorbeiführt hiess früher übrigens offiziell "Stinkbergstrasse" und bis vor wenigen Jahren hatte sie auf Google Maps immer noch diesen Namen. Im Jahr 2003 wurde der Hügel auf "Rietberg" umbenannt und seither trägt auch die Strasse diesen Namen.

Interessanterweise wurden auf dem Hügel, welcher oben flach ist, Schrebergärten (in und nur in Winterthur heissen diese "Pünten") eingerichtet und vermietet. Ich bin aber nicht so sicher, dass ich den dort gezüchteten Salat oder das Gemüse so schmackhaft fände. Stinken tut es zwar nicht mehr, aber die Gewissheit, dass darunter 30 Höhenmeter alter Kehricht liegt, würde bei mir den Genuss beeinträchtigen.

der Stinkberg in früheren Jahren

In der Nähe des Hügels hat es übrigens immer noch eine Deponie, wo man Abfälle entsorgen lassen kann. Diese werden aber nicht wie früher wild entsorgt, sondern säuberlich getrennt und wenn möglich rezykliert.