Montag, 31. August 2026

Wieder auf dem Festland

Gestern haben wir die Insel wieder verlassen und uns aufs Festland zurückgezogen. Dies zusammen mit vielen anderen Reisenden, das Edelweiss-Flugzeug von Calvi nach Zürich war fast voll besetzt. Und der kleine Flughafen im Nordwesten von Korsika geriet an seine Grenzen, viele Passagiere fanden in der Abflughalle keine Sitzplätze mehr.

ein letztes Bild in L'Isle Rousse mit der einfahrenden Fähre

Während unseres 8tägigen Aufenthaltes haben wir viel Schönes gesehen, seien es die feinsandigen, weissen Strände oder die charmanten Altstädte und Dörfer mit altehrwürdigem Charakter und fast keinen Bausünden. Auch gegessen und getrunken haben wir gut, besonders die frischen Fische und Meeresfrüchte schätzten wir zusammen mit einem korsischen Wein.

Calvi

Korsika wäre ein sehr schönes Wanderland, auf unseren Fahrten mit dem Mietwagen haben wir immer wieder Wanderwegweiser gesehen. Allerdings sind die Wege aufgrund der Topographie vielfach recht anspruchsvoll. Für eine Wanderung war es uns aber einfach viel zu heiss, die Temperatur lag meistens über 30°.

noch ein Blick zurück nach L'Isle Rousse

Angesichts solcher Temperaturen waren wir froh, dass unsere Unterkünfte über eine Klimaanlage verfügten. So konnten wir uns nach einer schweisstreibenden Besichtigungstour oder einem Abendessen in den heissen Gassen der Städte in ein herrlich kühles Zimmer zurückziehen. Und auch unser Auto hatte natürlich eine Klimaanlage, ohne diese hätten wir es kaum ausgehalten.

Sonntag, 30. August 2026

Ins Zentrum

Bisher hielten wir uns auf Korsika an den Küsten im Südosten und Nordwesten und den angrenzenden Gebieten auf. Gestern machten wir noch einen Abstecher ins Zentrum der Insel, nach Corte.

eine alte Bogenbrücke im Süden von Corte

Corte ist der einzige grössere Ort im Landesinnern von Korsika, mit knapp 8'000 Einwohnern ist er einwohnermässig etwa gleich gross wie Seuzach und deshalb immer noch recht klein. Auch bezüglich Höhe ist Corte mit Seuzach vergleichbar, beide liegen auf etwa 440 müM. Corte war von 1755 bis 1769 die Hauptstadt von Korsika, heute ist es Ajaccio an der Westküste. Corte ist übrigens die einzige Universitätsstadt Korsikas.

fünfarmiger Brunnen in Corte


Eindrücklich ist die auf einem Felssporn erbaute Zitadelle mit einer Burg. Leider ist diese nicht zugänglich, aber man kann sie von einem Aussichtspunkt aus bestaunen.


Samstag, 29. August 2026

Durch die Täler

Am Freitag wollten wir die umliegenden Täler und einige der darin versteckten Dörfer im Nordwesten von Korsika erkunden. Schon kurz nach dem Abbiegen in eine Nebenstrasse fühlten wir uns wie in einer anderen Welt ein paar Hundert Jahre in der Vergangenheit. Die kompakten Dörfer kleben an den Hängen oder thronen auf den Hügeln, vergleichbar mit Tessiner Dörfern in Tälern wie das Verzascatal oder Onsernonetal. Wenn man die vielen herumstehenden Autos ausblendet sehen die Dörfer noch genauso aus wie im Mittelalter, keine wuchernden Neubauten verunstalten das Bild.

Kloster bei Corbara

Pigna...

...mit dem Hotel Palazzo

Auf unserer Rundfahrt von L'Isle Rousse geht es durch Corbara, Pigna, Sant'Antonino, Feliceto und Speloncato zurück nach L'Isle Rousse. An einigen Orten halten wir an und machen einen (schweisstreibenden) Rundgang.

Sant'Antonino

Speloncato

Abends geniessen wir wie immer ein feines Nachtessen in der Altstadt direkt am Meer. Marlise hatte Austern, Salat und einen ganzen Fisch, ich ein Menu mit Schwertfisch-Carpaccio, Pulpo und Zitronen-Tarte.

P.S. Derweil wir hier schwitzend die Insel erkundeten ereignete sich zuhause in Seuzach ein dramatisches Unwetter mit Sturm und Hagel. Hier ein Bild vom Schriftzug der Migros Seuzach:


Auch unser Garten wurde in Mitleidenschaft gezogen, wir haben ein Video davon erhalten. Nach unserer Heimkehr werden wir zuerst einmal aufräumen müssen.



Freitag, 28. August 2026

Besuch in Calvi

Nur eine halbe Stunde Fahrzeit westlich von L'Isle Rousse entfernt liegt Calvi, eine mittelalterliche Stadt mit einem schönen, langen Strand. Bei der Anfahrt sieht man schon von weitem die auf einem Hügel erbaute Zitadelle.


Bei grosser Hitze erklimmen wir die Zitadelle und geniessen die Aussicht über den Hafen, das Meer und die Berge. Die Fernsicht ist allerdings aufgrund von saharastaubbelasteten Wolken stark eingeschränkt.



Auf der Rückfahrt machen wir noch einen Abstecher auf die Insel Rousse mit dem Leuchtturm. Auch hier kommen wir beim kurzen Aufstieg ordentlich ins Schwitzen.

Insel Rousse

Am meisten macht uns die Hitze aber beim Nachtessen in der Altstadt von L'Isle Rousse zu schaffen. Wie ein Bleideckel lastet sie über uns und wir kühlen sogar den Rotwein in einem Behälter mit Eiswasser. Aber zum Glück verfügt unser Zimmer im Hotel Liberata über eine leistungsfähige Klimaanlage, welche für einen erholsamen Schlaf sorgt.

Donnerstag, 27. August 2026

Von Südost nach Nordwest

Dreieinhalb Stunden dauerte die Fahrt mit dem Mietauto von Pinarello im Südosten von Korsika nach L'Isle Rousse im Nordwesten. Zuerst alles entlang der Ostküste bis zum Flughafen von Bastia und danach quer durch die Insel. Zu sehen gab es nicht viel, deshalb sind wir praktisch nonstop gefahren.

in der Mitte hinten die Insel Rousse

viel los am Strand

Die Szenerie an unserem neuen Standort unterscheidet sich grundlegend vom vorherigen. Im kleinen  Pinarello war es im Hotel direkt am Privatstrand ziemlich ruhig, am Strand und im Meer hatten wir viel Platz. Ganz anders in L'Isle Rousse, das Hotel ist zwar in Strandnähe, aber wir müssen eine Strasse und eine Eisenbahnlinie überqueren und am Strand liegen die Leute dicht an dicht am öffentlichen Strand. Im Meer wimmelt es von Schwimmenden. Und der Ort ist viel grösser, es hat sogar eine kleine Altstadt mit vielen Restaurants und Shops.

die Markthalle


unser Hotel

Einquartiert sind wir im altehrwürdigen Hotel Liberata in einer grosszügigen Suite mit direktem Meerblick. Und wir sehen auch die Insel Rousse, welche dem Ort den Namen gab.

Mittwoch, 26. August 2026

Abkühlen auf 1200 m

Gestern wollten wir der Hitze etwas entkommen, wenn auch nur für kurze Zeit. Dafür gibt es auf Korsika ja die vielen Berge, die Insel ist sehr zerklüftet und hat fast kein Flachland. Man muss also nie weit fahren, um etwas Höhenluft schnuppern zu können.

am Stausee auf 900 m

Wir wählten eine Rundfahrt zuerst zu einem Stausee auf 900 Metern und weiter über einen 1200 Meter hohen Pass wieder hinunter zur Küstenstrasse zurück zum Hotel.

Unsere Befürchtung, dass die Strasse sehr eng und schwierig sein wird war unbegründet. Mit Ausnahme von ein paar engen Brücken oder Felspassagen bot die Strecke keine Schwierigkeiten und wir konnten die schöne Strecke geniessen.

Vor allem die Strecke vom Pass hinunter zur Küste war sehr attraktiv, immer wieder durften wir die zerklüftete Landschaft mit den vielen Zacken bestaunen. Die Landschaft erinnerte uns etwas an amerikanische Nationalpärke im Westen der USA, so wie der Zion NP.

Heute verlassen wir unser Domizil im Süden von Korsika und transferieren in den Nordwesten, in der Nähe von Calvi steht unser nächstes Hotel.

Dienstag, 25. August 2026

Schwitzen in Bonifacio

Eine gute Stunde dauerte gestern Morgen die Fahrt von Pinarello nach Bonifacio im Südosten von Korsika. Die Strassen waren meist einfach, nur ab und zu etwas kurvig. Das Verkehrsaufkommen war aber recht hoch, was stellenweise zu etwas Stau führte.

eine Riesenyacht im Hafen

Eine Herausforderung war dann in Bonifacio die Suche nach einem Parkplatz. Gefühlt die halbe Insel war auf der Suche nach einem Stellplatz und nahe der Altstadt war längst alles ausgebucht. Ein Parkleitsystem, welches freie Parkplätze anzeigen würde gibt es nicht, wir drehten dann ein paar Runden ohne Erfolg. Wir fanden dann aber doch noch einen grossen Parkplatz mit vielen freien Plätzen, etwa 10 Minuten zu Fuss vom Hafen entfernt.

Blick von Aussichtspunkt zur Stadt...

...und Richtung Süd, im Hintergrund Sardinien

Die Stadt ist auf Kreidefelsen gebaut und sie erhebt sich etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel. Vom Hafen aus erklammen wir zuerst einen Aussichtspunkt mit schöner Sicht über die Stadt, den Hafen und das Meer. Der Aufstieg an der prallen Sonne war ziemlich schweisstreibend, nur ein leises Lüftchen erfrischte uns ab und zu ein wenig.



Schweiss floss auch beim Rundgang durch die Altstadt, obwohl es dort auch schattige Gassen gab. Wie nicht anders zu erwarten war strömten unzählige Touris durch die Stadt mit den unzähligen Restaurants und Shops. Jeder noch so kleine Raum wird kommerziell genutzt. Gestaunt haben wir ob den vielen Leuten, welche dicht gedrängt in einem Restaurant bei grosser Hitze etwas Deftiges assen.

Heute wollen wir etwas in die Höhe und wir hoffen, dass sich dort das Schwitzen in Grenzen halten wird.