Dienstag, 3. November 2026

Babysitting

Die kleine Rya, unsere Enkelin, ist jetzt schon über acht Monate alt und wir haben grosse Freude an ihr, bei einem Besuch werden wir immer mit einem herzigen Lächeln begrüsst. Und jedesmal steigen ihre Anforderungen bezüglich Unterhaltung, langweilig wird es uns nie.

Spiel-

Ihr Mami, also unsere Tochter, hat vor einem Monat wieder zu arbeiten begonnen, anfänglich nur mit einem kleinen Pensum, welches sie im Laufe der Zeit erweitern will. Das heisst, dass wir einmal alle zwei Wochen Babysitter-Dienst haben, was jeweils etwa drei Stunden dauert.

und Schlafphase

Gestern war unser zweiter Einsatz. Wie schon beim ersten Mal bestand das Babysitting aus verschiedenen Phasen. Einmal war Rya gut aufgelegt und spielte intensiv und mit Hingabe mit den Grosseltern. Es gab aber auch etwas schwierigere Phasen mit Tränen und etwas Lärm. Dies vor allem dann, wenn sie realisierte, dass das Mami nicht zur Stelle war. Aber ich nehme an, dass sie sich mit der Zeit daran gewöhnen wird, dass das Mami auch einmal fehlt. Und nach der Schreiphase kam dann noch die Schlafphase, in welcher wir uns etwas entspannen konnten. So oder so ist es für uns ein tolles Gefühl, wieder einmal für ein kleines Menschlein verantwortlich zu sein, wenn auch nur für kurze Zeit.

Sonntag, 1. November 2026

Die Bauwerke auf dem Stadtmauer-Rundweg

Wenn man in Fribourg den Stadtmauer-Rundweg abschreitet erlebt man die Geschichte der Zähringerstadt hautnah, auch wenn grosse Teile der ursprünglichen Gebäude verschwunden sind. Die Stadt wurde 1157 durch Herzog Berthold IV. von Zähringen auf einem Felsvorsprung über der Saane gegründet. Eine erste Ringmauer wurde errichtet.

Die Stadt wuchs kontinuierlich in alle Richtungen, was immer wieder neue Stadtmauern und Türme zur Befestigung erforderte. Im 15. Jahrhundert gab es fünf Eingangstore in die Stadt:

  • Porte de Berne
  • Porte de Morat
  • Porte de Gottéron
  • Porte de Bourguillon
  • Porte de la Maigrauge
Hier als Beispiele ein paar Details zu einzelnen Bauwerken:

Porte de Bourguillon (Bürglentor)


Befindet sich südlich der Stadt an erhöhter Lage, erbaut um 1367. Der 30 Meter hohe Turm besteht aus Tuff- und Sandstein.

Porte de Berne (Berntor) und Katzenturm

in der Mitte das Berntor, links der Katzenturm

Das Berntor und der Katzenturm stehen am östlichen Ende der Stadt am Saaneufer und wurden Ende des 13. Jh. gebaut. Der Katzenturm hat nichts mit dem Haustier zu tun, vielmehr mit einer militärischen Bezeichnung. Im Mittelalter wurden erhöhte militärische Anlagen als "Katze" bezeichnet.

Porte de Morat (Murtentor)

das Murtentor von der Land-...

...und von der Stadtseite

Der Turm des Murtentors mit 7 Stockwerken und 34 Metern Höhe ist das eindrücklichste Bauwerk auf dem Stadtmauer-Rundweg. Er wurde 1414 fertiggestellt.

Tour Henri (Thierryturm)


Blick vom Turm zum Bahnhof

1413 wurde der Thierryturm von Maurermeister Thierry fertiggestellt. Er steht im Westen der Stadt gleich nördlich des Bahnhofs Fribourg. Er hat 7 Stockwerke und eine Höhe von 31 Metern.


Fribourg hat übrigens eine sehr interessante und informative Tourismus-Website. Dort ist eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten gelistet. Viele davon kenne ich noch nicht, würde sie mir aber gerne einmal anschauen. Es gibt scheinbar noch viele Gründe für eine Reise in die interessante und sehr sehenswerte Stadt.

Falls jemand aus meiner Leserschaft auch den Blog von Thomas Widmer liest ist ihm/ihr wahrscheinlich aufgefallen, dass er in seinem gestrigen Eintrag über das Karlstor in St. Gallen berichtete, dem einzigen Stadttor, welches dort heute noch erhalten ist. Finde ich noch lustig, dass wir fast am gleichen Tag über Stadttore geschrieben haben. Mit 5 Toren in Fribourg hatte ich aber einiges mehr Arbeit.

Freitag, 30. Oktober 2026

Wanderung Stadtmauern Fribourg

Datum: 28. Oktober 2026
Dauer:
3h55
Länge: 10.7 km
Wetter: bedeckt
Route: Fribourg Bahnhof-Neuveville-La Maigrauge-Dürrenbuhl-La Palme-Les Neigles-Tour Henri-bio26-Fribourg Bahnhof
Charakteristik: einfache Wanderwege und Strassen


Am Mittwochmorgen waren die Strassen in Seuzach nass und es regnete leicht. Trotzdem packte ich meinen Rucksack und machte mich auf den Weg in die Romandie. Dies in der Hoffnung, dass es dort trocken ist. Und so war es dann auch, bedeckter Himmel ohne Sonnenstrahl während meiner Stadtwanderung.


Vom Bahnhof geht es durch das moderne Geschäftszentrum in östliche Richtung. Nach einem Kilometer ginge es entlang der Standseilbahn hinunter nach Neuveville, aber da die Seilbahn revidiert wird ist der Weg gesperrt, was einen Umweg erfordert.

An der Saane geht es entgegen der Fliessrichtung vorbei an einem noch aktiven Kloster und dann hinauf zum Bürglentor mit einem einmaligen Blick über die Stadt. Das Bürglentor mit dem Turm und der Stadtmauer ist offen und kann besichtigt werden.


Kloster in der Saaneschlaufe, 1255 gegründet

Der nächste Turm ist der (geschlossene) Dürrenbuhl-Turm, welcher einen Grashügel überragt. Dann geht es hinunter nach La Palme, wo der Gottéron in die Saane mündet. Gleich daneben steht ein eindrücklicher Gebäudekomplex mit dem Berntor, dem Katzenturm und einer begehbaren Galerie auf der Krone der Stadtmauer.

Sonnenbergtor


Auf einer Nebenstrasse geht es entlang der Saane zur Passerelle des Neigles, eine in Richtung Westen leicht ansteigende Hängebrücke über die Saane. Danach folgen viele Treppenstufen hinauf zum Murtentor. Dieses ist offen, ich verzichte jedoch auf eine Besichtigung von innen.



Vorbei an einer Reihe von weiteren Türmen geht es über die Bahnlinie zum alleinstehenden Tour Henri gleich neben den Bahngleisen. Wenn man mit dem Zug von Bern nach Fribourg fährt sieht man den Turm kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof auf der in Fahrtrichtung rechten Seite. Auch dieser Turm ist offen und ich besteige ihn bis zur obersten Etage.

Zum Schluss mache ich noch einen Abstecher zum "bio26" genannten Laden, wo ich Käse vom Mont Vully kaufe, welcher viele Auszeichnungen erhielt.

Donnerstag, 29. Oktober 2026

Autours Fribourg

Schon seit einigen Jahren stand der Stadtmauer-Rundgang in Fribourg auf meiner Pendenzenliste. Gestern fällte ich einen spontanen Entscheid, die Pendenz endlich abzuhaken. Es bestand zwar ein Regenrisiko, aber in der Stadt hätte ich den Rundgang ja jederzeit abbrechen können.



Das war aber nicht nötig, bei bedecktem Himmel blieb es trocken und ich konnte den Rundgang wie geplant absolvieren. Ideal war die Temperatur um die 10°, auf den vielen Auf- und Abstiegen geriet ich nie gross ins Schwitzen.



Auf dem 4stündigen Rundgang sah ich unglaublich viel Interessantes und Eindrückliches. Einerseits die unzähligen Türme und Resten der ursprünglichen Stadtmauer und andererseits die sich immer wieder ändernden Blicke über die Stadt. Einmal von oben von einem der Türme und dann wieder von unten am Saaneufer. Die Lage der Stadt ist wirklich einmalig.

Dienstag, 27. Oktober 2026

3'700 Velos pro Tag

Im linksgrünen Winterthur wird das Velofahren schon seit vielen Jahren gefördert. Mit viel Steuergeld werden Radwege neu gebaut oder verbreitert, grosse Parkhäuser für Velos gebaut, in welchen die Stahlesel gratis eingestellt werden können und in der Verkehrsführung werden Radfahrer prioritär behandelt.

Genau das Gegenteil widerfährt den Autofahrern. Strassen werden zugunsten von Radwegen verschmälert, Parkplätze aufgehoben und in der ganzen Stadt gibt es nur noch blau gekennzeichnete Parkplätze, auf welchen nur noch eine Stunde parkiert werden kann. Zudem werden die Gebühren in den Parkhäusern erhöht. Ein Albtraum vor allem für Handwerker, welche ihr Fahrzeug meistens länger als eine Stunde parkieren müssen.

Gestern fiel mir in der Nähe des Hauptbahnhofs in Winterthur ein Gerät auf, auf welchem die Anzahl durchgefahrener Radfahrer:innen angezeigt werden.1'136'555 wurden seit Anfang Jahr angezeigt, was etwa 3'700 pro Tag entspricht. Dieses Gerät ist für mich ein Sinnbild für die etwas einseitige Verkehrspolitik in der Eulachstadt. Und man möge mir das Sprachungeheuer "Radfahrer:innen" verzeihen, aber es passt einfach zum Thema.

Montag, 26. Oktober 2026

Fast wanderweglose Wanderung

Gestern hatte ich bei dem Sauwetter Zeit, um die restlichen Wanderungen zu ehemaligen Gemeinden zu planen. Oder vielmehr umzuplanen, weil die bereits geplanten Routen für mich nicht mehr stimmig waren.

In der Regel plane ich die Routen nach Möglichkeit entlang von markierten Wanderwegen, was aufgrund des dichten Wanderwegnetzes in der Schweiz meistens ohne grössere Umwege möglich ist. Aber es gibt auch Ausnahmen, so wie bei einer Route im Waadtland, welche zu fünf ehemaligen Gemeinden führt. Die 14.5 km lange Route enthält nur etwa zwei Kilometer auf Wanderwegen.

die wanderweglose Route

Meistens ist das aber auch kein Problem, es lässt sich auch auf nicht markierten Wegen in der Regel problemlos wandern. Aber es kann auch einmal Überraschungen geben, zum Beispiel unüberwindbare Abschrankungen oder total überwachsene Wege. Und bei den Strassen ist aufgrund der Karte schwer abzuschätzen, wieviel Verkehr zu erwarten ist. Aber es kann sogar reizvoll sein, in einer Gegend zu wandern, wo sonst kaum jemand unterwegs ist.

Diese Wanderung möchte ich demnächst absolvieren, über meine Erfahrungen wird man hier dann lesen können.

Samstag, 24. Oktober 2026

Die neue Migros im Rosenberg

Für uns ist das Einkaufszentrum Rosenberg in Winterthur mit dem Auto in etwa sieben Minuten erreichbar, wir sind dort oft am Einkaufen. Das Angebot an Läden ist gross und für Lebensmittel ist die Migros für uns erste Wahl.


In den letzten sechs Monaten jedoch gab es dort grosse Einschränkungen. Der ganze Laden wurde umgebaut und es stand immer nur etwa eine Hälfte der Ladenfläche zur Verfügung. Die bediente Metzgerei und Fischabteilung waren geschlossen, Fleisch und Fisch gab es nur in Selbstbedienung und das Angebot war sehr beschränkt. Zudem war der Lärmpegel zeitweise an der Grenze des Zumutbaren und auch Staubimmissionen beeinträchtigten das Einkaufserlebnis. Es gab für uns in dieser Zeit nur noch wenig Gründe, trotzdem dort einzukaufen.


Jetzt aber ist der Umbau mehr oder weniger beendet. Es steht wieder die ganze Fläche zur Verfügung und alles ist wieder auf dem neusten Stand. Gestern war ich zum ersten Mal wieder dort am Einkaufen. Gegenüber früher hat es grössere Freiflächen und obwohl viele Leute am Einkaufen waren gab es kaum Engpässe. Allerdings müssen sich die Kunden zuerst an den neuen Layout gewöhnen, nichts ist mehr am selben Ort wie vor dem Umbau.