Wer in Baden in einen Bus der Linie Null einsteigt muss sich auf viel Überraschungen gefasst machen. Die Linie Null hat keinen Fahrplan und keine festgelegte Route. Die Abfahrtszeiten ab dem Badener Bahnhof sind zwar festgelegt, danach ist aber alles offen. Der Busfahrer entscheidet spontan, wohin die Reise geht. Oder er erfüllt den Wunsch eines Passagiers, an einen bestimmten Ort gefahren zu werden.
Die Linie Null ist natürlich keine offizielle Buslinie, vielmehr handelt es sich um ein Projekt der St. Galler Künstler Frank und Patrik Riklin. Und das Projekt ist schon bald zu Ende, gefahren wird nur noch diesen Freitag und Samstag um 11:30 und 15:30. Ein Ticket muss man nicht lösen, wenn genügend Platz vorhanden ist kann man einfach einsteigen und irgendwo und irgendwann wieder aussteigen.
Die bisherigen Fahrten haben viel Neugierige angezogen, einmal musste sogar ein zweiter Bus bereitgestellt werden, um die Nachfrage zu befriedigen. Auf einer Fahrt war auch ein Ehepaar dabei, welches den Hochzeitstag mit Champagner feierte. Frank Riklin erklärte das grosse Interesse damit, dass für viele Leute der Tag von A bis Z durchgetaktet und durchorganisiert sei und die Linie Null Gelegenheit biete, aus diesem Korsett auszubrechen.























