Dienstag, 11. August 2026

And the Winner is - Me!!!

Seit einigen Jahren habe ich das Magazin "Transhelvetica" abonniert. In der sechsmal jährlich erscheinenden Zeitschrift wird in jeder Ausgabe ein spezielles Thema behandelt. In den letzten drei Ausgaben lauteten die Themen "Esel", "Stammtisch" und "Duft", in der aktuellen Ausgabe geht es um die "Fifties". Das jeweilige Thema wird auf die Schweiz projiziert und in einer ganzen Serie von Artikeln behandelt. Dabei lerne ich immer wieder für mich neue, interessante Aspekte kennen.

Und in jeder Ausgabe hat es ein Rätsel in Form eines Bildes und einer dazugehörigen Geschichte mit der abschliessenden Frage, wo in der Schweiz sich die Geschichte abspielte. Wer die Antwort herausfindet kann sie einschicken und auf den Gewinn eines Preises hoffen. Meistens habe ich die Antwort gefunden, manchmal war es für mich aber zu schwierig.

In der letzten Ausgabe mit dem Thema "Duft" wurde ein Ort an einem See gesucht mit einem runden Holzsteg (siehe Bild). Meine Nachforschungen ergaben, dass es sich bei dem Bild um eine Anlage im Schwimmbad von Cologny am Genfersee handeln muss.


Vor einigen Tagen erhielt ich Post von Transhelvetica, mit welcher sie mir zum Gewinn des Preises gratulierten. Dieser besteht aus zwei Übernachtungen in einem B&B in den Rebbergen von Salgesch im Wallis östlich von Sierre hart an der Sprachgrenze. Mit dabei ist ein Winzerfrühstück, eine Weindegustation und eine Führung durch das Weingut "Mathier & Bodenmann". Wir freuen uns auf einen Ausflug ins Wallis.

Montag, 10. August 2026

GV Ems Chemie

Viele GVs von Schweizer Unternehmen verändern sich über die Jahre, mindestens was das Rahmenprogramm oder den Versammlungsort betrifft. Oft leider in eine für Aktionäre negative Richtung. Aus einem gediegenen bedienten Essen wird plötzlich ein Apéro Riche oder gar nur noch ein Glas Wein und ein paar Chips. Und im Extremfall wird die GV nur noch virtuell durchgeführt wie zum Beispiel bei der Swatch oder Barry Callebaut.


das Bergwaldchörli Enggenhütten in Aktion

Das müssen die Aktionäre der Ems Chemie bis auf weiteres nicht befürchten. Seit ich vor 18 Jahren Aktien dieser Gesellschaft kaufte verläuft die GV jedes Jahr nach dem gleichen Muster und in der gleichen Reihenfolge:

  1. Die eintreffenden Aktionäre erhalten Kaffee und Gipfeli
  2. Um 10:30 wird die GV durch eine Musikgruppe mit zwei bis drei Stücken eröffnet (die Musikgruppe wechselt von Jahr zu Jahr, dieses Jahr war es das Bergwaldchörli Enggenhütten aus Appenzell)
  3. Der VR-Präsident begrüsst die Aktionäre und Gäste und verdankt den Auftritt der Musikgruppe
  4. Der resp. die CEO gibt einen Überblick über die Geschäftszahlen
  5. Mitarbeitende inklusive Lehrlinge präsentieren neue Produkte der Ems Chemie in einer theatermässigen Aufführung
  6. Der VR-Präsident führt die Versammlung durch die Traktandenliste und es wird abgestimmt
  7. Die Musikgruppe hat ihren zweiten Auftritt
  8. Die Tambouren aus Domat/Ems machen eine Runde durch das Zelt und spielen auf der Tribüne ein paar Stücke
  9. Erst jetzt wird das Mittagessen serviert, ein Dreigänger mit Wasser und Rotwein (auch das Menu ändert von Jahr zu Jahr)

Die GV-Tradition hat bei der Ems Chemie eben einen hohen Stellenwert. Hauptverantwortlich dafür ist natürlich die Familie Blocher mit Vater Christoph, Mutter Silvia und Tochter Magdalena Martullo-Blocher.




Und seit ich an dieser GV teilnehme findet sie immer Anfang August im grossen Festzelt auf dem Fabrikareal in Domat/Ems statt. Meistens war das Wetter sehr sommerlich mit hoher Temperatur, so wie auch dieses Jahr. Der Aufenthalt im Zelt war aber erträglich, die Temperatur wurde durch Zufuhr von gekühlter Luft und durch Besprengen des Zeltes mit Wasser nach oben beschränkt. Noch die Teilnehmerzahl: 2163 Aktionäre waren anwesend, dazu kam noch eine stattliche Anzahl von Gästen.

Sonntag, 9. August 2026

Casa Caminada

Am Freitagabend stand ja wie angekündigt mein Nachtessen in der Casa Caminada in Fürstenau gleich neben dem Schloss Schauenstein, welches das mit drei Michelin-Sternen und 19 GaultMillau-Punkten dekorierte Gourmetrestaurant von Andreas Caminada beherbergt.

Schloss Schauenstein...

...und gleich daneben die Casa Caminada (links)

Ich treffe pünktlich um 18 Uhr im Restaurant ein und werde als erster Gast des Abends an meinen Tisch geleitet. Der Raum ist modern eingerichtet ohne Schnickschnack und wenig Farben. Aus der übersichtlichen Speisekarte wähle ich als Vorspeise die Randen-Gazpacho und als Hauptspeise den Zander aus. Für das Abendmenu mit vier oder fünf Gängen habe ich zu wenig Hunger, was auch mit der anhaltenden Hitze zusammenhängt.

Schon bald wird meine Vorspeise serviert, die kalte Randensuppe mit ein paar Randenstücken schmeckt sehr gut und kühlt etwas ab. Das Brot aus der eigenen Bäckerei und die Kräuterbutter passen dazu ausgezeichnet.

Und auch beim Zanderfilet mit Kartoffeln merkt man, dass hier auf hohem Niveau gekocht wird. Und ich bin froh, dass das Filet nicht grösser als mein Hunger ist. Allerdings würde die Portion einen allfälligen Bärenhunger nur ansatzweise stillen.

mein Dessert

Immerhin hatte ich nach den zwei leichten Gängen noch Platz für eine Kugel Mascarpone-Glacé, was bei mir selten der Fall ist. Die Rechnung fällt inklusive Weiss- und Rotwein und Wasser erträglich aus, obwohl die Preise doch etwas über dem Durchschnitt liegen. Aber verglichen mit dem Schluss Schauenstein sind die Preise sehr fair.

Freitag, 7. August 2026

Zwei Tage Bündnerland

Heute Nachmittag nehme ich den Zug nach Chur, wo ich eine Nacht verbringen werde. Auf dem Programm stehen zwei Sachen:

Fürstenau

Heute Abend habe ich in der Casa Caminada reserviert. Das ist das Zweit-Restaurant gleich neben dem berühmten Schloss-Restaurant von Andreas Caminada in Fürstenau im Domleschg. Dort ist es etwas einfacher und erschwinglicher als im Schloss, aber gekocht wird natürlich auch auf hohem Niveau. Ich bin gespannt.

GV 2025

Und morgen Samstag findet für mich der Höhepunkt des GV-Jahres statt, die Ems-Chemie Holding AG wird wieder um die 2'000 Aktionäre zu einer weiteren legendären GV empfangen. Der Anlass könnte auch als SVP-Parteiversammlung durchgehen, die Firma wird ja von Magdalena Martullo-Blocher geleitet und ich nehme an, dass auch ihr Vater präsent sein wird. Ich freue mich auf eine GV mit einem unterhaltsamen Rahmenprogramm, dies trotz der auszuhaltenden Hitze im grossen Festzelt.

Über das Erlebte werde ich dann am Sonntag schreiben.

Donnerstag, 6. August 2026

Mehr zur Klausenfahrt

Wir als GA-Abonnenten würden die Klausenfahrt, welche wir am Dienstag machten, normalerweise mit dem öV machen. Der Grund dafür, dass wir von der Normalität abwichen war, weil ich mit dem Mitsubishi Grandis, meinem neuen Auto, einmal eine etwas längere Strecke fahren wollte. Bisher war ich eher im Nahbereich unterwegs, noch nie war ich mehr als eine halbe Stunde am Stück unterwegs. Und vor der Klausenfahrt zeigte der Kilometerzähler erst etwa 450 km an.

Nebst dem Komfort auf längeren Fahrten wollte ich auch ein paar für mich neue Funktionen ausprobieren wie zum Beispiel den E-Save Modus. Damit kann man zum Beispiel auf Autobahnstrecken verhindern, dass das Auto mit dem Elektromotor fährt und so die Batterieladung für Strecken in Städten und Dörfern "sparen". Auf Autobahnen ist die Fahrt mit dem Benzinmotor sowieso effizienter.

Oder die Position "B" des Schalthebels, welche nebst "P", "D", "R" und "N" zur Verfügung steht. Diese Position kann bei Talfahrten verwendet werden, um einerseits die Bremsen zu schonen, indem der Motor in einem kleineren Gang als Bremse verwendet wird und damit andererseits gleichzeitig die Bewegungsenergie des Autos rekuperiert wird, um die Batterien aufzuladen. Das konnte ich auf der Talfahrt vom Klausenpass nach Linthal optimal einsetzen.

Ausserdem wollte ich die Navigation mithilfe von Google Maps ausprobieren. Wenn mein Handy im Auto ist wird dieses automatisch  auf das Infosystem des Autos gespiegelt, der Inhalt des Handy wird dann auf dem grossen Bildschirm neben dem Armaturenbrett (kann man dem heutzutage überhaupt noch so sagen?) angezeigt. Grundsätzlich funktionierte die Navigation gut, ich hatte aber mit der von mir vorgegebenen Rundfahrt mit diversen Via-Punkten Probleme, das System zeigte die Distanz und Fahrzeit immer nur bis zum nächsten Via-Punkt an. Aber wahrscheinlich habe ich da etwas falsch gemacht, ich muss das nochmals genau anschauen.

Nach der Klausenfahrt zeigt der Kilometerzähler jetzt 729 km an. Getankt habe ich noch nie und gemäss Anzeige kann ich immer noch weitere 200 km fahren. Ist doch eine sehr beachtliche Reichweite, finde ich.

Mittwoch, 5. August 2026

Klausenfahrt

Gestern waren wir fast sieben Stunden mit meinem neuen Auto, dem Mitsubishi Grandis, unterwegs. Höhepunkt der Rundfahrt war der Klausenpass. Der Klausen zählt mit seinen 1948 Metern nicht zu den höchsten Schweizer Pässen, ich finde die Fahrt durch die wild zerklüftete Landschaft aber immer wieder eindrücklich.

unsere ungefähre Route

kurz vor der Passhöhe

ein Gewitter braut sich zusammen

Blick über den Urnerboden

Auf der Rundfahrt machten wir auf dem Pass, auf dem Urnerboden und in Glarus Halt, wir deckten uns mit Alpkäse, Kalberwürsten, Brot und Pasteten ein.

Dienstag, 4. August 2026

Die türkische Migros

Letztes Jahr schrieb ich in einem Eintrag über eine Migros-Filiale in Istanbul, welche ich im Jahr 1972 auf einer meiner ersten Reisen fotografierte. Damals war ich höchst überrascht, fern der Heimat auf eine Migros-Filiale zu stossen.

Istanbul 1972

Letzte Woche las ich im Migros-Magazin einen Artikel über die Geschichte der türkischen Migros, war sehr interessant. Gegründet wurde sie in meinem Geburtsjahr, also 1954, von Gottlieb Duttweiler höchstpersönlich. Wie in der Schweiz fuhren anfänglich Migros-Verkaufswagen in die Quartiere, um die Bevölkerung mit guten und günstigen Lebensmitteln zu versorgen.

Die Migros ist heute einer der wichtigsten Detailhändler in der Türkei, sie betreibt über 3800 Filialen. Im Vergleich mit den 659 Schweizer Migros-Filialen ist das sehr gross, aber das Land ist ja auch viel grösser.  Ausser dem Namen gibt es keine Verbindungen mehr zur Schweizer Migros, sie gehört zur Anadolu-Unternehmensgruppe, zu welcher auch Wasserkraftwerke und Brauereien gehören. Deshalb kann man in den türkischen Filialen im Gegensatz zur Schweiz auch Bier kaufen.


Es gibt in der Türkei übrigens immer noch mobile Migros-Filialen. Im Südwesten des Landes verkehren drei Schiffe entlang der touristischen Küsten und machen in der Nähe von Stränden Halt.