Mit 28 Teilnehmern und einer Reiseleiterin war unsere Gruppe recht gross, fand ich. Der erste Treffpunkt war am Abreisetag vor dem Abfluggate im Flughafen Zürich. Dort sahen sich die Teilnehmer zum ersten Mal. So richtig kennengelernt hat man sich aber erst nach der Einschiffung auf die Scenic Eclipse II in Lautoka auf den Fiji-Inseln. Sowohl in Singapur als auch in Sydney und auf Fiji gab es keine gemeinsamen Aktivitäten, jeder konnte den Aufenthalt individuell gestalten.
Bei der Einschiffung wurden wir dann vom Personal des Schiffes herzlich mit Champagner in der Lounge empfangen. Das war der erste Moment, um sich gegenseitig zuzuprosten und vorzustellen. Natürlich duzten sich spätestens jetzt alle, die Geschlechtsnamen wurden gar nie verwendet.
Wir fühlten uns sofort wohl in der Gruppe. Mit unserem Alter lagen wir etwa in der Mitte oder etwas unterhalb des Durchschnitts aller Teilnehmer. Und alle waren erfahrene Reisende, welche sich wie wir einmal etwas Besonderes leisten wollten. Und niemand fiel durch ein besonderes Verhalten auf wie elitäres Gehabe, Besserwisserei oder Nörglerei. Natürlich gab es Teilnehmer mit etwas erhöhtem Kommunikations-Bedürfnis, aber nie wurde jemand unanständig oder ausfällig.
Speziell erwähnen möchte ich Walter (mit gleichem Jahrgang wie ich) aus Bauen, welcher die ganze Reise im Rollstuhl mitgemacht hat. Zusammen mit seiner Partnerin Iris hat er alle Herausforderungen problemlos gemeistert. In Busse ein- und aussteigen, Treppen hoch und runter, Kayakfahren, Schnorcheln: alles kein Problem und wir mussten nie auf ihn warten.
Zusammengeschweisst hat auch die Tatsache, dass sich alle aufgrund eines Inserates in der Coop-Zeitung vom Mai letzten Jahres für diese Reise entschieden haben. Die meisten liessen sich von der Eleganz der im Inserat abgebildeten Scenic Eclipse II anstecken. Das war auch bei mir der Fall: Als ich das Bild sah wusste ich sofort, dass ich unbedingt einmal damit fahren will.
















