Donnerstag, 23. Juli 2026

Nostalgie-Minigolf

Eineinhalb Monate nach meiner Geburt geschah Geschichtsträchtiges: Die weltweit erste Minigolf-Anlage wurde in Ascona eröffnet. Und wer hat's erfunden? Genau, ein Schweizer natürlich. Der Genfer Gartenarchitekt Paul Bongni baute 18 Betonbahnen mit standardisierten Hindernissen und liess die Anlage mit der Bezeichnung "Minigolf" patentieren.

Und nur gute zwei Jahre später, im Juli 1956, entstand in Winterthur eine Kopie der Asconer Minigolf-Anlage. Und diese ist nach genau 70 Jahren immer noch in Betrieb und zwar immer noch mit den gleichen Bahnen. Wahrscheinlich mussten die Bahnen schon mehrmals repariert und ausgebessert werden, aber es lässt sich darauf uneingeschränkt spielen.


neben dem Loch ist das Eröffnungsdatum "Juli 1956" erkennbar

Am Dienstag war die Familie Brauchli dort am Spielen. Nur die kleine Rya, unser fünf Monate junges Enkelkind, musste noch zuschauen. Oder besser durfte, denn sie hat uns und den anderen Leuten neugierig zugeschaut und sich ob der vielen kleinen Bälle gewundert.


Minigolf-Anlagen haben sich ja weltweit verbreitet und es gibt sie in unendlich vielfältigen Varianten. Besonders die USA ist sehr kreativ mit unglaublich phantasievollen Anlagen. Auch in Winterthur beim Schützenhaus hat es eine etwas neuere Anlage mit vielen übergrossen Tierfiguren. Wir fanden aber die nostalgische Bahn im Winterthurer Breite-Quartier fast schöner.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Wanderung Alp Sanaspans

Datum: 12. Juli 2026
Dauer:
3h05
Länge: 10.1 km
Wetter: sonnig
Route: Scharmoin-Pt. 1825-Alp Sanaspans-Pt. 1879-Lenzerheide
Charakteristik: einfache bis mittlere Berg- und Wanderwege


kurz vor der Alp Sanaspans, oben rechts das Dach der Hütte


sehr steiler Abstieg

die verdiente Erfrischung

Nach der Panoramawanderung von Scharmoin nach Lenzerheide hatte es zwischen Scharmoin und dem Rest unseres Wandernetzwerkes eine Lücke. Das war Grund genug für eine zweite Wanderung mit Start bei Scharmoin. Diesmal aber in die andere Richtung, nach Süden.

Diesmal nehmen wir beide die Gondelbahn und wir staunen wieder darüber, wie viele Biker wieder anstehen, alle mit Hightech-Bikes und krassen Anzügen und Helmen, fast wie Astronauten.

Unser erstes Ziel ist der Wasserfall, welchen man von der Lenzerheide aus ausmachen kann, wenn man genau weiss, wo er sich befindet. Der Wegweiser bei Scharmoin gibt dafür 50 Minuten an. Der Bergweg ist sehr angenehm, meist ist man am Schatten und es hat nur wenig Steigung oder Gefälle.

Beim Wasserfall angekommen sehen wir nur den allerobersten Teil davon, viel weniger als aus der Ferne aber immerhin etwas näher. Wir möchten noch etwas mehr davon sehen und steigen auf dem Weg Richtung Alp Sanaspans auf. Schon bald merken wir aber, dass wir nicht mehr vom Fall sehen, sondern gar nichts mehr. Nur das Rauschen ist noch zu hören. Wir haben aber keine Lust umzukehren und steigen weiter auf.

Jetzt wird der Weg ziemlich happig. Wir müssen hohe, in den Fels geschlagene Stufen sowie ein steiles, rutschiges Wegstück überwinden. Nach etwa 20 Minuten sind wir froh, das Gröbste überstanden zu haben, bis zur Alp Sanaspans ist der Weg wieder einfach.

Bei der bewirteten Hütte verweilen wir einen Moment und geniessen die Aussicht und das kühle Lüftchen auf etwa 2000 müM. Für den Abstieg steht zum Glück eine einfache Alternative zur Auswahl, auf dem gleichen Weg abzusteigen wäre noch schwieriger gewesen.

Auf dem anfänglich sehr steilen Fahrsträsschen geht es in grosszügigen Zickzacks immer weiter talwärts und die Temperatur steigt mit jedem Zick und Zack an. Die ursprüngliche Absicht, noch bis Lenz zu wandern, geben wir angesichts der Temperatur auf und nehmen den direkten Weg zu unserem Hotel.

Dienstag, 21. Juli 2026

Seehasenfest

Die Stadt Friedrichshafen wurde im Zweiten Weltkrieg buchstäblich in Schutt und Asche gelegt, besonders die Industriebetriebe waren wichtige Angriffsziele. Nach dem Kriegsende im Jahr 1949 fand dort das erste Seehasenfest statt, man wollte den Kindern damit eine Freude bereiten und wieder einmal unbeschwert festen.

Einfahrt in den Hafen

Damals dauerte das Fest einen einzigen Tag, mittlerweile wurde es aber auf fünf Tage ausgedehnt, es beginnt jeweils an einem Donnerstag im Juli und endet an einem Montag, so wie gestern.

Friedrichshafen ist aufgrund seiner Südlage an den Gestaden des Schwäbischen Meers immer wieder eine Reise wert, die entspannte Anreise mit der Fähre ab Romanshorn wertet den Besuch sogar noch auf. Für mich besonders reizvoll ist der Besuch während des Seehasenfestes, wenn die ganze Stadt in Feierlaune ist und die ganze Seepromenade ein riesiger Festplatz ist.

Überall kann man feine Sachen kaufen oder sich in einem der Festzelte niederlassen um sich vom aufgestellten Personal verwöhnen zu lassen. Und wer wie ich die bayrische oder schwäbische Musik mag kommt auch auf seine Rechnung.

Zeppeline im Formationsflug

An einem Samstag oder Sonntag war ich noch nie an diesem Fest, dann hätte es für mich zu viel Volk. Gestern Nachmittag hatte es überall noch genügend Platz und es gab nie ein Gedränge.

Montag, 20. Juli 2026

Wanderung Familienweg Lenzerheide

Datum: 11. Juli 2026
Dauer:
 3h20
Länge: 12.9 km
Wetter: sonnig
Route: Lenzerheide-Heidsee Bad-Pt. 1656-Spoina-Briula-Heidsee (Umrundung im Gegenuhrzeigersinn)-Heidsee Bad-Lenzerheide
Charakteristik: einfache Berg- und Wanderwege


auf der Seeumrundung



der See lockte bei der Hitze viel Volk an

Am Ende der Wanderung vom Heidbühl nach Lenzerheide sind wir am Heidsee vorbeigekommen und haben uns im dortigen Schwimmbad umgesehen. Wir waren beeindruckt von der schönen, grossen Anlage, welche ein grosses Angebot für Familien mit Kindern bietet. Darunter hat es Wasserrutschen und viele Spielgeräte, einige davon im Wasser. Und der Strand ist flach abfallend, man kann weit hinausgehen ohne schwimmen zu müssen. Die ganze Anlage ist übrigens frei zugänglich und gratis benutzbar.

Am Samstag stand dann der Heidsee sozusagen im Zentrum unseres Wandergeschehens. Wir wählten den markierten Weg rund um den See aus, er ist mit der Nummer 745 markiert. Der Weg umrundet den See und führt auf der Westseite etwa 200 hm hinauf und macht einen weiten Bogen zum Weiler Spoina und wieder zum See hinunter.

Nach der Wanderung hatte Marlise noch Lust auf eine Runde mit dem SUP (Stand Up Paddle) auf dem See. Gleich neben dem Schwimmbad hat es ein Wassersport-Zentrum, wo man SUPs, Kanus, Pedalos und andere Geräte mieten kann. Marlise war dann eine ganze Stunde auf dem Brett unterwegs. Meine Absicht, ein Bad im See zu nehmen, musste ich aufgrund der eher mässigen Wassertemperatur dann annullieren.

Sonntag, 19. Juli 2026

Wanderung Heidbüel - Lenzerheide

Datum: 10. Juli 2026
Dauer:
3h55
Länge: 10.5 km
Wetter: sonnig
Route: Heidbüel-Pt. 2153-Pt. 1980-Tgantieni-Speichersee Vallos-Heidsee-Lenzerheide
Charakteristik: einfache Bergwege


Blick zur Alp Stätz

in der Bildmitte Scharmoin mit dem Parpaner Rothorn

unterwegs auf dem Globiweg

Nach der temperaturmässig grenzwertigen Hängebrücken-Wanderung wollten wir am dritten Wandertag wieder etwas höher hinaus. Zuerst ging es aber hinunter nach Churwalden zur Talstation der Gondelbahn zum Heidbüel. Diese Bahn ist eine von vielen Möglichkeiten, ins Skigebiet Lenzerheide/Arosa zu gelangen. Und im Sommer ist sie auch für Wanderer geöffnet.

Bei der Bergstation weht uns ein frischer Wind entgegen, wir sind immerhin auf 1926 Metern Höhe. Nach dem Auftragen der Sonnencrème geht es gleich los, zuerst hinunter Richtung Alp Stätz, dort kann man sich im Winter in einem grossen Restaurant verpflegen. Dann folgen wir dem Wegweiser mit der Nummer 738, das ist die Nummer der Route, welche wir ausgelesen haben.

Ein paar Hundert Meter später realisieren wir, dass wir nicht auf dem richtigen Weg sind, der Wegweiser schickte uns in eine falsche Richtung auf einen weiter oben verlaufenden Weg. Ein Blick auf die Karte verrät uns, dass wir etwa nach vier Kilometern wieder auf dem richtigen Weg sein werden. Also gibt es keinen Grund für eine Umkehr und wir bleiben auf dem eingeschlagenen Kurs.

Beim Punkt 2153 erreichen wir den höchsten Punkt der Route und beginnen den Abstieg Richtung Tgantieni, dort ist die Mittelstation der Sesselbahn auf den Piz Scalottas. Beim Punkt 1980 trennen wir uns, denn Marlise möchte noch auf eben diesen Berg, dies aber zu Fuss und nicht mit der Sesselbahn.

Bei Tgantieni warte ich auf Marlise, um die Knie zu schonen nimmt sie die Sesselbahn. Gemeinsam geht es vorbei am Speichersee Vallos hinunter zum Heidsee und zurück zu unserem Hotel im Zentrum der Lenzerheide.

Samstag, 18. Juli 2026

Wanderung Hängebrückenweg Lenz

Datum: 09. Juli 2026
Dauer:
 3h10
Länge: 11.1 km
Wetter: sonnig
Route: Lenz-Pt. 1414-Hängebrücke Val Meltger-Val da Runcalatsch-Pt. 1608-Roland Arena-Crap la Tretscha-Lenz
Charakteristik: einfache Bergwege


Lenz

hinten links das Rutschgebiet von Brienz


Sicht vom Crap la Tretscha

Die zweite Wanderung unserer Wanderwoche spielte sich höhenmässig etwas unterhalb der Lenzerheide statt, mindestens was den Start- und Zielpunkt angeht. Dieser war in Lantsch/Lenz auf etwas über 1300 müM, wohin wir mit dem Postauto fuhren.

Normalerweise sind Wanderungen für mich ab etwa 25° tabu, diesmal war die Temperatur wahrscheinlich gerade so um diesen Grenzwert, Tendenz mit dem Tagesverlauf steigend. Aber eine Wanderpause bei dem schönen Wetter wäre ja auch nicht so toll.

Auf einem Feldweg geht es in östlicher Richtung vom Dorf Lenz weg und schon bald sind wir im Wald an der Flanke des Piz Linard (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Berg bei der Silvretta-Gruppe). Dort sind wir nur wenige Hundert Meter vom Rutschgebiet oberhalb von Brienz entfernt.

Wenig später stehen wir vor der kurzen Hängebrücke im Val Meltger, welcher der Weg seinen Namen verdankt. Bei der Überschreitung schwankt die Brücke etwas mehr als wir erwartet hatten, was einen kurzen Adrenalinausstoss auslöst.

Nach einem Aufstieg bis zum Punkt 1608 steigen wir zur auf der Karte mit "Roland Arena" bezeichneten Biathlon-Arena ab, in welcher Biathlon-Sportler ihr Sommertraining absolvieren. Auf einer Zusatzrunde geht es noch zum Crap la Tretscha, einem schönen Aussichtspunkt auf einem Felsen.

Freitag, 17. Juli 2026

Wanderung Scharmoin - Lenzerheide

Datum: 08. Juli 2026
Dauer:
 4h05
Länge: 15.3 km
Wetter: sonnig
Route: Scharmoin-Pt. 1980-Obersäss-Untersäss-Rathus-Uf em Tschugga-Kuonrigenhus-Pt. 1613-Got da Lai-Lenzerheide
Charakteristik: einfache Bergwege


Valbella

Speichersee für die Schneekanonen

beim Untersäss

Parpan

Bei der Planung unserer Wanderungen auf der Lenzerheide achteten wir darauf, nach Möglichkeit Routen auszuwählen, welche wir noch nie bewanderten. Schliesslich soll unser Wandernetzwerk weiter wachsen. Dabei half uns die von der Tourismus-Oranisation Arosa/Lenzerheide herausgegebene Wanderkarte, auf welcher viele Vorschläge eingetragen sind.

Für die erste Wanderung am Mittwoch lasen wir den mit der Nummer 751 markierten Panoramaweg auf der Ostseite des Tals aus. Dieser beginnt und endet offiziell gleich neben unserem Hotel und weist eine Länge von 19 km auf. Für mich wäre aber der Aufstieg von der Lenzerheide zur Alp Scharmoin bei der schon morgens hohen Temperatur zu anstrengend gewesen und auch die Länge der Route wollte ich etwas abkürzen. Deshalb entschloss ich mich, mit der Gondelbahn nach Scharmoin zu fahren und die Wanderung dort zu beginnen. Für Marlise war das aber keine Option, sie wollte dort hinaufwandern.

Nachdem beide auf Scharmoin angekommen sind geht es gleich los. Bei angenehm frischem Wind geht es in nördlicher Richtung zur Alp Scharmoin, dann rund um einen Speichersee herum und leicht aufsteigend zum Obersäss, wo der Abstieg via Untersäss zum Rathus beginnt. Von einem Rathaus sehen wir weit und breit nichts und wir fragen uns, woher dieser Name stammt.

Jetzt macht unser Weg fast eine 180°-Drehung nach Süden und es geht talwärts an verschiedenen Höfen und Ferienhäusern vorbei. An erhöhter Lage geht es vorbei an den Dörfern Parpan und Valbella und wenig später erreichen wir nach gut 15 km unser Hotel.