Nur 10 Gehminuten lagen am Samstag zwischen der Haumüli in Embrach und der Mühle Wildbach in Rorbas. Ein Wegweiser mit der Aufschrift "Mühlentag" zeigte in Richtung des Restaurants "Mühle Wildbach", wo schon eine Traube von Leuten auf eine Führung warteten. Diese begann wenige Minuten nach meiner Ankunft.
Der Mühlenbesitzer himself machte es sich zur Aufgabe, dem Grüppli alles Wissenswerte zur Geschichte und zur Eigenart der Mühle zu erklären. 1868 sei die Mühle erbaut worden, nachdem das Wasserrecht eingeholt wurde. Dieses ist für den Betrieb einer Mühle erforderlich.
In der Mühle wurde nie Mehl gemahlen, sie trieb Maschinen für eine Küferei und einer Mosterei an. Die Mühle ist immer noch funktionsfähig, während der Führung wurde sie in Betrieb genommen. Sie hat aber keine Funktion mehr, es ist kein Gerät angeschlossen und die Welle dreht sich leer. Angetrieben wird die Mühle von einer Niederdruck-Francis-Turbine, was für diese Mühle eine Besonderheit darstellt.
Fast mystisch war der etwa sechs Meter lange, begehbare Transmissions-Raum, durch welche die Welle führte, welche auf der anderen Seite die Maschinen antrieb. Die Wände sind feucht und sehen aus wie in einer Tropfsteinhöhle. In diversen Ausbuchtungen stehen brennende Kerzen, welche den fensterlosen Raum ein bisschen erhellen. Und auf diversen Gestellen stehen leere Gin- und Tonic-Flaschen. Dies erklärte der Führer damit, dass in diesem Raum ab und zu Gin & Tonic-Degustationen stattfänden.
Sehr schön fand ich auch die mit Tischen und Stühlen bestückte grosse Terrasse direkt am Ufer des Wildbachs. Dort an einem heissen Sommerabend etwas zu essen und trinken muss extrem schön und angenehm sein.
























