Sonntag, 1. März 2026

Winterthur von A bis Z - N wie Neuhegi-Grüze

Neuhegi-Grüze wird das etwas ausserhalb des Zentrums gelegene Stadtgebiet zwischen den Bahnlinien Winterthur-Frauenfeld und Winterthur-Wil genannt. In früheren Jahren haben sich dort viele Industriebetriebe niedergelassen, so zum Beispiel Zimmer Biomet, Stadler Rail oder die Burckhardt Compression. Auch eine Giesserei von Sulzer stand früher in diesem Gebiet, diese wurde aber schon vor vielen Jahren geschlossen und zurückgebaut.


In den letzten Jahren wurden auch viele moderne Wohnblöcke aus dem Boden gestampft, gegenüber früher stieg die Einwohnerzahl deutlich an.

Neuhegi-Grüze gilt als Stadtentwicklungs-Gebiet. In den kommenden Jahren soll Wohnraum für 4'500 Einwohner entstehen und es sollen 8'000 neue Arbeitsplätze dazukommen. Insgesamt soll das Gebiet dichter genutzt werden und es wird eine Durchmischung von Wohnraum und Arbeitsplätzen angestrebt. Zudem soll die Attraktivität für die Einwohner verbessert werden.

Neuhegi-Grüze zwischen den Bahnlinien
nach Frauenfeld (oben) und Wil (unten)

Helfen soll bei der Entwicklung die gegenwärtig sich noch im Bau befindliche Querung Grüze, das ist eine Brücke über die Gleisanlagen beim Bahnhof Grüze. Dazu werde ich später einen separaten Eintrag schreiben.

Freitag, 27. Februar 2026

Treberwurst

Schon seit vielen Jahren gehört bei mir der Verzehr einer Treberwurst zum fixen Jahresprogramm. Um diese Wurst zu erwerben muss ich aber an den Bielersee reisen, bei uns ist sie nicht erhältlich. Gestern war ich in Ligerz beim Weingut Andrey, dort kann man von Januar bis März die traditionelle Wurst essen und einen feinen Wein dazu geniessen. Oder man kann - so wie ich - eine Wurst und eine Flasche Wein kaufen und mitnehmen.


Die Treberwurst wird im Brennkessel beim Brennen von Marc gegart, dadurch erhält sie einen feinen Geschmack von Weinbrand. Wobei Treber eigentlich der Abfall beim Bierbrauen ist, der Marc - auch Trester genannt - entsteht aus Abfällen bei der Weinkelterung.


Wie immer in dieser Jahreszeit kann man in der Region Bielersee überall Treberwürste essen. Eine bei uns kaum bekannte Tradition. Und zur Wurst wird an einem feinen Wein vom benachbarten Rebberg und einem Marc zum Dessert nicht gespart.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Wanderung Sihlwald - Müliberg

Datum: 24. Februar 2026
Dauer:
 4h15
Länge: 14.1 km
Wetter: bewölkt
Route: Station Sihlwald-Schnabellücken-Hochwacht-Albispass-Türlen-Setzihof-Müliberg
Charakteristik: einfache Wege


erste Frühlingsboten

auf der Hochwacht...

mit Blick nach Zürich, ganz links der Üetliberg...

und zum Zugersee

Wir stecken zwar offiziell noch im Winter, dieser macht aber gegenwärtig Pause. Deshalb war unsere Albiswanderung vom Dienstag ziemlich frühlingshaft. Das zeigte sich schon an der Station Sihlwald in Form von blühenden Märzenblüemli und dann aber auch im Aufstieg zum Albis, wo wir über die unzähligen sattgrünen jungen Bärlauchblätter staunten. Die sind dieses Jahr früher als üblich dran, dachten wir.

Bis zum "Schnabellücken" genannten Punkt auf der Albiskette müssen wir gut 300 hm überwinden. Dort können wir einen ersten Blick zum Zugersee erhaschen. Wir folgen dem Weg Richtung Üetliberg und stehen schon bald vor dem hölzernen Aussichtsturm bei der Hochwacht. Die Besteigung lohnt sich, von oben erblicken wir fast den ganzen Zürichsee und auf der anderen Seite einen Teil des Zugersees, welcher natürlich von den vielen Bergen überragt wird. Die Rigi mit seiner schroffen Nordseite ist frei sichtbar, während sich der Pilatusgipfel in Wolken verhüllt.

Weiter geht es bis zum Albipass, wo wir nach links Richtung Türlen abzweigen. Das Dorf gab dem Türlersee seinen Namen. Der See verdankt seine Existenz einem Bergsturz nach dem Gletscherrückzug, lesen wir auf einer Infotafel.

Wir folgen dem südlichen Seeuferweg auf dem Ämtlerwäg bis zum Hof Seehüsli und steigen nochmals etwas auf zum Aeugsterberg, welchem wir am Waldrand entlangwandern. Wenig später erreichen wir unser Ziel in Müliberg, wo wir am 3. Februar die 3. Etappe des Ämtlerwägs beendeten.

Damit ist unser Kleinprojekt "Ämtlerwäg" beendet und wir blicken auf vier schöne Wanderungen in einer reizvollen Gegend zurück.

Mittwoch, 25. Februar 2026

Frühlingswanderung

Nach der turbulenten Wetterphase wagten wir gestern wieder einmal eine Wanderung - eine Frühlingswanderung, wie sich herausstellte. Die milde Temperatur weit über dem Gefrierpunkt sorgte dafür, dass bei Aufstiegen einige Schweisstropfen flossen. Und wir waren überrascht, dass der Bärlauch schon im Februar einen Auftritt hat.

die Sihl bei der Station Sihlwald

Bärlauch à gogo im Sihlwald

Blick Richtung Zürich

am Türlersee

Abgespielt hat sich die schöne Wanderung am Albis. Zuerst durch den Sihlwald hinauf, dann auf dem Albis Richtung Üetliberg und via Türlersee nach Müliberg. Das war unsere letzte Etappe auf dem Ämtlerwäg.

Dienstag, 24. Februar 2026

Die KI-Ampel

In der letzten Wochenend-Beilage der NZZ erschien ein seitenlanger Artikel über eine spezielle Ampel in Konstanz, eine Ampel mit KI-Unterstützung. Normalerweise schalten Ampeln in fixen zeitlichen Abständen von Rot auf Grün und umgekehrt. Etwas intelligentere Ampeln haben Sensoren, mit welchen das Verkehrsaufkommen gemessen wird und das Umschalten davon abhängig machen.

Die Konstanzer Ampel misst aber nicht oder nicht nur den Autoverkehr, sondern das Fussgängeraufkommen. Eine spezielle Kamera erkennt sich nähernde Fussgänger und schaltet für diese erst auf Grün wenn sich diese vor der Ampel befinden. Aber sie können noch mehr: sie erkennen auch, ob ein Fussgänger mit einer Gehhilfe wie einem Gehstock oder einem Rollator unterwegs ist. Für diese wird die Grünphase entsprechend verlängert.

Gestern war ich in Konstanz und habe mir die Ampel angeschaut. Auf einer Infotafel habe ich gelesen, dass sich das KI-System im Moment noch in der Lernphase befinde. So richtig in Betrieb ist die Sache also noch nicht. Mal schauen, ob sie mich bei meinem nächsten Besuch in Konstanz erkennt und sofort auf Grün schaltet.

Montag, 23. Februar 2026

Ailsa Craig

Während den Olympischen Spielen verfolgte ich unter anderem auch ab und zu Curlingspiele, darunter auch den gestrigen Final der Frauen. Die Sportart ist zwar nicht so athletisch und spektakulär wie Alpin-Skirennen oder Skispringen, aber durchaus spannend. Ich staune immer wieder ob den von den Spielern angewendeten Taktiken und der Präzision beim Spielen der Steine.

ein Curlingstein wiegt etwa 19 kg und kostet 800 Euro

Vor dem Beginn des Finalspiels erklärte ein Fachmann die Beschaffenheit der Curlingsteine, dabei erwähnte er auch, dass fast alle von einer kleinen schottischen Insel stammen. Das wollte ich etwas genauer wissen und Google lieferte mir die Antwort prompt. Es handelt sich um die nur etwa einen Quadratkilometer grosse Insel Ailsa Craig vor der schottischen Westküste. Auf dieser Insel vulkanischen Ursprungs kommt eine seltene Granitart vor, welche für die Curlingsteine abgebaut wird. Der Stein zeichnet sich durch eine grosse Härte verbunden mit Wasserdichte aus. Da die unbewohnte Insel als Naturschutzgebiet gilt dürfen nur offene Steine abgebaut werden, es darf also nicht gegraben oder sogar gesprengt werden.

Ailsa Craig

Ich habe auch ein Bild der Insel gefunden und fand es lustig, dass die aus Distanz fotografierte Insel schon fast wie ein Curlingstein aussieht.

Sonntag, 22. Februar 2026

Flugstatistik 22. Februar

Vier Einträge habe ich in meiner Flugstatistik für den 22. Februar gefunden:

Im Jahr 1980 ging es mit dem legendären Swissair-Jumbo HB-IGA "Genève" von Zürich nach New York. Schon nach zwei Übernachtungen ging es wieder nach Hause. Das war eine meiner vielen Kurztrips in die USA. Das Retourticket auf Standby-Basis in der Economy Class kostete damals so um die 100 Franken.


1990 ging es wieder in die USA, die DC-10 HB-IHF der Swissair brachte uns von Zürich nach Chicago, wo wir einen Anschlussflug mit der American Airlines nach Denver hatten. Tags darauf ging es noch weiter mit der United Airlines nach Aspen. Dort genossen wir eine Woche lang das Skifahren auf amerikanische Art. Damals gab es noch kein Internet, deshalb war ich zwei Wochen zuvor schon einmal in Aspen, um vor Ort eine geeignete Unterkunft zu suchen und buchen.

Aspen

21 Jahre später ging es in die andere Richtung. Mit einer A-380 der Singapore Airlines ging es nach Singapur, gefolgt von einem Weiterflug mit einer B-777 nach Auckland in Neuseeland. Dort verbrachten wir drei Wochen auf der Nord- und der Südinsel. Ich habe sehr schöne Erinnerungen von diesem wunderbaren Land.

Wellington, Hauptstadt von Neuseeland

Und vor zwei Jahren waren wir auf der Rückreise von unseren Panama-Ferien. Am 22. Februar flogen wir mit der Swiss von Frankfurt nach Zürich. Dies als Anschlussflug nach dem Transatlantik-Flug mit der Lufthansa von Miami nach Frankfurt.