Mittwoch, 18. Februar 2026

Schüblig-Ziischtig

Gestern war es wieder soweit, der traditionelle Schüblig-Ziischtig war in meinem Kalender eingetragen. Für Wurst-Liebhaber wie ich ein Freudentag, denn viele Metzgereien in der Gegend Zürcher Oberland und Tösstal produzieren für diesen Tag eine grosse Auswahl von Schübligen, darunter Sorten, welche nur an diesem Tag angeboten werden.

Der Schüblig-Ziischtig fällt immer auf den Tag vor Aschermittwoch, an welchem die bis Ostern dauernde Fastenzeit beginnt. Somit kann man sich noch einmal so richtig den Bauch mit feinen Würsten vollstopfen.

mein Einkauf: drei Sorten Schüblige

Wie schon in den Vorjahren bezog ich meine Schüblige von der Metzgerei Jucker in Kollbrunn am Eingang zum Tösstal. Diese sehr schöne Metzgerei mit einem grossen Angebot und professioneller Beratung ist auch für Einkäufe ausserhalb des Schüblig-Ziischtigs sehr zu empfehlen.

Dienstag, 17. Februar 2026

Freitag der 13. - ein Glückstag

Der vergangene 13. Februar - ein Freitag - war für unsere Familie ein Glückstag. Unsere Enkelin Rya erblickte das Licht der Welt. Alles ging gut und die stolzen Eltern sind froh, dass die mit 2770g kleine Rya gesund ist.

Jetzt sind wir Grosseltern und wir freuen uns darauf, das Aufwachsen der Enkelin miterleben zu dürfen. Gestern haben wir Rya zum ersten Mal gesehen und waren natürlich entzückt über das kleine Menschlein.

Sonntag, 15. Februar 2026

Wanderstatistik 15. Februar

Das Wandern macht bei uns gegenwärtig Pause, das unbeständige Wetter motiviert uns nicht, die Wanderschuhe zu schnüren. Stattdessen schauen wir etwas Skirennen oder andere, teils spektakuläre Sportarten an den Olympischen Spielen.

Oder ich werfe einen Blick in die Wanderstatistik und habe für den heutigen Tag drei Einträge gefunden:

2013 von Killwangen nach Altstetten

2014 von Bischofszell der Sitter entlang nach St. Gallen

2019 im Nordosten von Ibiza

Ibiza



Freitag, 13. Februar 2026

Winterthur von A bis Z - M wie Mörsburg

Nur etwa zwei Kilometer östlich von uns steht die Mörsburg auf Gebiet der Stadt Winterthur, in einer halben Stunde Fussmarsch können wir sie erreichen.

Über die ältere Geschichte der Burg ist nichts überliefert, es wird aber angenommen, dass dort im 11. Jahrhundert eine Holzburg errichtet wurde, welche im Laufe der Zeit durch ein Gebäude aus Stein ersetzt wurde. Irgendwann nisteten sich habsburgische Lehensnehmer ein, bevor die Burg im Jahr 1598 der Stadt Winterthur verkauft wurde. Seit 1900 beherbergt die Burg ein historisches Museum.


Auf Stadtgebiet von Winterthur stehen noch zwei andere Burgen, die Kyburg sowie das Schloss Hegi. Zwischen der Mörsburg und den beiden anderen Burgen besteht eine Sichtverbindung.

Bis 2000 wohnte im 3. Stock der Mörsburg ein Burgwart, seine Funktion wird heutzutage aber durch den Wirt des gleich nebenan stehenden Gasthauses Schlosshalde ausgeübt.

Mittwoch, 11. Februar 2026

Wanderung Frauenfeld - Münchwilen

Datum: 09. Februar 2026
Dauer:
 4h20
Länge: 16.5 km
Wetter: zuerst Hochnebel, später zunehmend sonnig
Route: Frauenfeld-Aumühle-Murkart-Matzingen-Jakobstal-Wängi-Rosental-Murgtal-Münchwilen
Charakteristik: einfache Wege und Strassen


Schloss Frauenfeld

die Murg ist fast überall kanalisiert

Alpacas bei Matzingen

Wohnsilo in Matzingen

Weiher in Wängi

Nicht einmal eine halbe Stunde dauert die Zugfahrt von Seuzach nach Frauenfeld mit Umsteigen in Oberwinterthur. Die Thurgauer Hauptstadt liegt sozusagen fast vor unserer Haustür. Wir waren auch schon einige Male in deren Umgebung im Wandermodus unterwegs. Noch nie aber auf der Route, welche wir für den Montag geplant hatten. Was schade ist, denn die Wanderung entlang der Murg ist sehr lohnenswert.

Unter der Bahnhofsunterführung hindurch geht es zur Nordseite des Bahnhofs und nach wenigen Schritten sind wir am Ufer der Murg. Wir folgen dem Uferweg flussaufwärts, schon bald geht es unter der Bahnlinie und einer Strasse hindurch und wenig später erblicken wir gegenüber das Schloss Frauenfeld.

Dann verlassen wir das Stadtgebiet Richtung Süden und folgen der Murg bis Matzingen. Wir staunen ob den grossen hölzernen Murgbahnen, welche wir alle paar hundert Meter antreffen. Für Familien mit Kleinkindern muss das ein sehr attraktiver Weg sein.

Auch zwischen Matzingen und Wängi sind wir meistens direkt am Murgufer unterwegs. In Wängi hat es ein längeres Stück Hartbelag durch ein Industriegebiet. Zum Glück hält sich der Verkehr dort in engen Grenzen.

Auf dem letzten Abschnitt von Wängi nach Münchwilen werden die Wanderer auf vielen Infotafeln über alles Wissenswerte der Gegend informiert. Nach etwas mehr als vier Stunden erreichen wir Münchwilen und sind uns einig, dass das eine sehr lohnenswerte Wanderung war. Und falls wir sie noch einmal machen werden nähmen wir Murmelkugeln mit.

Dienstag, 10. Februar 2026

An der Murg

Die Murg ist ein 34 Kilometer langer Nebenfluss der Thur, sie entspringt in der Nähe des St. Gallischen Mühlrüti und vermengt sich nördlich der Thurgauer Hauptstadt Frauenfeld mit der Thur.

Gestern folgten wir der Murg auf 16 Kilometern ab dem Bahnhof Frauenfeld bis Münchwilen. Natürlich war der Fluss der unbestrittene Hauptdarsteller der Wanderung, wir waren nie weit weg vom Ufer. Und wir bereuen die Wanderung nicht, ganz im Gegenteil. Der Murgweg ist grösstenteils ein bequemer Naturweg, einzig durch die Dörfer hat es Abschnitte mit Hartbelag.

Planetenweg

XXL-Murmelbahn


unübersehbare Infotafel in Wängi

Und es ist ein multifunktionaler Weg:

  • Zwischen Frauenfeld und Matzingen hat es immer wieder grosse, aus Holz gebaute Murmelbahnen in unterschiedlichsten Ausführungen. Leider hatten wir keine Murmeln dabei, gerne hätten wir die Bahnen ausprobiert.
  • Auf der gleichen Strecke hat es auch einen Abschnitt eines Planetenweges. Wir kamen aber nur an zwei Planeten vorbei.
  • Immer wieder sahen wir Tafeln mit der Bezeichnung "Gripspfad", auf diesen sind Gymnastikübungen beschrieben.
  • Im Bereich der Gemeinde Wängi hat es unzählige Infotafeln, auf welchen allerlei Wissenswertes über lokale Eigenheiten erklärt sind.

Sonntag, 8. Februar 2026

Winterthur von A bis Z - L wie Loki

Das Dialektwort Loki für Lokomotive wird in der ganzen Deutschschweiz einheitlich verwendet. Für die Einwohner der Agglomeration Winterthur hat das Wort aber noch eine zweite Bedeutung: Es wurde früher auch für die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik, kurz SLM, verwendet. Das Fabrikareal grenzte direkt an das ursprüngliche Sulzer-Areal im Zentrum von Winterthur.

Montagehalle um 1950

Gegründet wurde die SLM 1871 durch den Engländer Charles Brown, welcher bei Sulzer tätig war. Infolge von Meinungsverschiedenheiten in der Sulzer-Geschäftsleitung entschied er sich für einen Neuanfang. Aufgrund des zunehmenden Ausbaus der Eisenbahn-Infrastruktur in Europa bot sich die Gründung einer Lok-Fabrik an.

Heute hat es in der Loki ein Einkaufszentrum

hier wohnten die Angestellten gleich neben den Fabrikhallen

Die erste produzierte Lokomotive war die berühmte Lok 7, welche 1873 bei der Rigi-Bahn in Betrieb genommen wurde. Sehr speziell dabei war der stehende Dampfkessel. Diese Lok wird sogar heute noch ab und zu für Nostalgiefahrten eingesetzt.

Lok 7

Die meisten von der SLM produzierten Loks waren aber auf Normalspur-Linien für Passagier- und Güterzüge in ganz Europa unterwegs, unter anderem wurden extra starke Loks für den Gotthardverkehr gebaut, so zum Beispiel das berühmte Krokodil. Bei diesem war die SLM für den mechanischen Teil und die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) für den elektrischen Teil verantwortlich.