Freitag, 1. Mai 2026

Wanderung Ludwigshafen - Nussdorf

Datum: 27. April 2026
Dauer:
 4h45
Länge: 17.0 km
Wetter: sonnig
Route: Ludwigshafen-Sipplingen-Schwenkental-Hödingen-Goldbach-Überlingen-Nussdorf
Charakteristik: einfache bis mittlere Wanderwege


rechts Ludwigshafen

es war auch eine Blustwanderung

St. Sylvster-Kapelle in Goldbach mit uralten Fresken

das Bier haben wir uns verdient

Für dir drittletzte Etappe unserer Bodensee-Umwanderung müssen wir uns von Meersburg nach Ludwigshafen verschieben. Mit dem Bus geht es zum Bahnhof von Nussdorf und mit der S-Bahn weiter nach Ludwigshafen, wo wir am 12. November letzten Jahres die Wanderung von Langenrain beendeten.

Bei ungehindertem Sonnenschein und angenehmer Temperatur machen wir uns auf den Weg. Zuerst folgen wir dem Uferweg, bevor wir ein kurzes Stück aufsteigen und auf einem etwas erhöhten Weg mit schöner Seesicht weitergehen. Sipplingen umwandern wir auf der nördlichen Seite. Danach folgt bis Goldbach ein Abschnitt mit einigen Auf- und Abstiegen. Darunter ist auch ein etwas anspruchsvolleres Stück auf einem schmalen Pfad in steilem Gelände. Dort ist Trittsicherheit erforderlich.

Von Goldbach bis Nussdorf ist es wieder flach, wir folgen dem Uferweg und sind immer ganz oder fast am See unterwegs. Hier macht mir nach doch schon einigen Stunden die Sonne zu schaffen und ich versuche, schattige Stellen soweit wie möglich auszunützen. 

Donnerstag, 30. April 2026

Kreis geschlossen

Es ist vollbracht, gestern Nachmittag um etwa 14:30 schloss sich der Kreis um den Bodensee in Friedrichshafen, das Ziel unseres Projektes "Bodensee-Umwanderung" ist erreicht.

Meersburg liegt hinter uns

Hagnau

ein geschichtsträchtiger Ort bei Friedrichshafen

Nach dem Frühstück nahmen wir das Schiff von Meersburg nach Hagnau, eine kurze Fahrt von 15 Minuten. Bei bedecktem Himmel und frischem Wind machten wir uns gut eingepackt auf den Weg nach Osten, gemäss Wegweiser fehlten uns noch 16 Kilometer bis zum Ziel.

Schlosskirche Friedrichshafen

Ziel erreicht!

Viele Sehenswürdigkeiten gab es auf dem Weg nicht, aber wir waren meistens recht nah am Ufer, zu unserer Rechten konnten wir immer wieder über den See zum Schweizer Ufer blicken. Der Höhepunkt war natürlich dann die Ankunft im Hafen von Friedrichshafen und die Gewissheit, dass wir es geschafft haben. Wir belohnten uns dann mit einem feinen Znacht auf der schönen Terrasse unseres Hotels direkt am See.

Mittwoch, 29. April 2026

Die Zweitletzte

Für die zweitletzte Etappe der Bodensee-Umwanderung setzten wir am Ziel vom Montag an, also in Nussdorf. Von dort ging es via Kloster Birnau, Unteruhldingen mit dem Pfahlbaumuseum und Meersburg nach Hagnau.

Kloster Birnau

Pfahlbaudorf Unteruhldingen

Höhepunkte waren gestern die Klosterkirche Birnau und natürlich das nachgebaute Pfahlbaudorf in Unteruhldingen. Aber natürlich genossen wir auch wieder den Blick über den See, diesmal hatten wir die Insel Mainau im Blickfeld.

Unteruhldingen

Auch auf dieser Etappe gab es ein paar Auf- und Abstiege, allerdings war sie einiges flacher als die drittletzte und es gab nirgends schwierige Abschnitte. Und die Sonne störte mich auch weniger als am Montag, sie war meistens etwas verschleiert.

weiträumige Rebberge bei Meersburg

Hagnau

Und wenn alles klappt können wir das Projekt heute abschliessen und auf viele schöne Etappen rund um den drittgrössten See Mitteleuropas zurückblicken.


Dienstag, 28. April 2026

Die drittletzte Etappe

Die drittletzte Etappe auf unserer Bodensee-Umwanderung führte uns von Ludwigshafen am nordwestlichen Ende des Überlingersees nach Nussdorf.

hinten links Bodan, rechts Ludwigshafen

Sipplingen

Die gut ausgeschilderte Route bot viel Natur und Aussicht, den See hat man fast immer im Blickfeld. Die letzten paar Kilometer waren dann etwas städtisch, aber auch der Uferweg im langgezogenen Überlingen war verkehrsfrei, einmal ausgenommen die vielen Fahrradfahrer.

die uralte St. Sylvester-Kapelle aus dem 8. Jh. in Goldbach

das Geburtstagskind im Schwung

Zum grössten Teil bot der Weg keine Schwierigkeiten, ausgenommen ein ein bis zwei Kilometer langer Abschnitt vor Überlingen. Dort ist der Weg schmal und fast etwas alpin. Auf dem teilweise abhäldigen Pfad in steilem Gelände war Trittsicherheit gefragt. Etwas zu schaffen hatte ich mit der Sonneneinstrahlung. Viereinhalb Stunden waren wir zum grossen Teil an der prallen Sonne unterwegs und ich war froh um jeden Meter am Schatten.

Montag, 27. April 2026

Meersburg

Unser Basislager für den Abschluss des Projektes "Bodensee-Umwanderung" ist in Meersburg, gestern haben wir uns im Hotel "Wilder Mann" direkt am See einquartiert. Die Fahrt von Seuzach via Konstanz und mit der Autofähre hinüber auf die nördliche Seeseite dauerte nur etwas mehr als eine Stunde, inklusive einer kurzen Irrfahrt in Konstanz, weil sich das Navi nicht zurechtfand.

an der Seepromenade reiht sich ein Restaurant ans andere


Nach dem Check-in hatten wir noch genügend Zeit für einen Rundgang durch das bezaubernde Städtchen mit der schönen Seepromenade, den mittelalterlichen Gassen und der Burg. Einer der schönsten Orte rund um den Bodensee. An einem sonnigen Sonntag im Frühling zieht das natürlich ganze Heerscharen von Leuten an, welche mit dem Auto, einem Schiff oder per Fahrrad anreisen und in den zahllosen Restaurants auch etwas essen und trinken wollen. So wie auch wir, auf der Terrasse am See genossen wir Felchenfilets mit Spargeln vom Bodensee und Kartoffeln.


im Hintergrund Säntis & Co.

unser Basislager

Heute steht die erste von drei noch fehlenden Etappen auf dem Programm, diese beginnt in Ludwigshafen am Überlingersee und endet etwa 15 km später in Nussdorf.

Sonntag, 26. April 2026

Noch 50 Kilometer

Etwa 50 Kilometer fehlen uns noch in unserem Projekt "Umrundung Bodensee". In den nächsten Tagen werden wir daran arbeiten, das Projekt abzuschliessen. Die 50 Kilometer liegen zwischen Ludwigshafen am Überlingersee und Friedrichshafen am Obersee, dem Hauptteil des Bodensees. Die Strecke haben wir in drei Tagesetappen aufgeteilt.

Ich werde hier in den nächsten paar Einträgen über den Fortschritt und unsere Erlebnisse berichten.

Samstag, 25. April 2026

GV Bell

Nach der bezüglich Grösse der Firma und an der GV teilnehmenden Anzahl Aktionäre überblickbaren Coltene-GV hatte die GV der Bell Food Group am Mittwoch eine ganz andere Dimension. Zum Vergleich: der Jahresumsatz für 2025 erreichte bei Coltene 240 Millionen, bei Bell fast 5 Milliarden Franken. Und bei Coltene fuhren am Dienstag 230 Aktionäre nach Widnau, bei Bell 1'934 nach Basel zur Messehalle.


Neben dem Eingang zur Messehalle standen etwa 15 bis 20 Aktivisten mit Plakaten, auf welchen sie gegen die industrielle Tierhaltung und die Tötung der Tiere protestierten. Sie verhielten sich zwar friedlich, aber den Vergleich der anstehenden Aktionäre mit Mördern und Aussagen wie "Blut klebt an euren Aktien" finde ich befremdend, wenn nicht übergriffig.

Joos Sutter on Stage, neben ihm ex-BR Leuthard

VR-Präsident Joos Sutter eröffnete den offiziellen Teil der GV pünktlich um 16 Uhr in der grossen Halle mit Konzertbestuhlung. In gewohnt speditiver Manier führte er durch die Traktandenliste. Unterbrochen wurde er von einigen Aktionären, welche sich zu Wort meldeten. Einer davon war Herr Tschopp aus Effretikon, ein an vielen GVs bekanntes Gesicht. Wenn er sich zu Wort meldet dauert es immer lange, bis er auf den Punkt kommt und oft wird er ziemlich ausfällig gegenüber dem Verwaltungsrat.


Vorspeise

Nach einer Stunde und 40 Minuten kam der Moment, auf den alle gewartet hatten: das Schlusswort von Joos Sutter. Von einem Moment zum anderen herrscht Aufbruchstimmung, denn fast 2'000 Teilnehmer müssen sich auf zwei Rolltreppen nach oben verschieben. Dabei herrscht ein unvermeidliches Gedränge, aber alle nehmen Rücksicht auf die anderen.


Nach etwa einer halben Stunde haben alle an einem der unzähligen runden gedeckten Tische ihren Platz gefunden und schon bald wurden Getränke serviert. Auch die Vorspeise in Form von Ravioli liess nicht lange auf sich warten. Bis zum Hauptgang dauerte es dann etwas, die Wartezeit konnte man überbrücken, indem man sich vor einem speziell organisierten Hotdog-Gefährt fotografieren liess.

Auch diesmal verzichtete ich auf das Dessert und machte mich zeitig auf den Heimweg.