Samstag, 20. Juni 2026

Unser Zeppelin

Drei Zeppelin-Luftschiffe sind in Deutschland registriert, diese fliegen normalerweise ab Friedrichshafen, wo ja der Zeppelin im Jahr 1900 den Erstflug absolvierte. Drei weitere Zeppeline fliegen in den USA für das Reifen-Unternehmen Goodyear. Diese fliegen aber ohne Passagiere, sondern nur zu Werbezwecken. Zwischen den deutschen und den amerikanischen Zeppelinen gibt es einen entscheidenden Unterschied: Die Deutschen haben ein starres Innengerüst, welches das Luftschiff stabil und manövrierfähig macht, die amerikanischen bestehen nur aus der Hülle.

"Unser" Zeppelin war am Donnerstag derjenige mit der Aufschrift "ZF Next Generation Mobility" und dem Kennzeichen D-LZNT. Die beiden anderen haben eine Werbebemalung, der eine für den Europapark Rust und der andere für Goodyear.

unsere Flugroute

In der im Vergleich zur Grösse unseres Zeppelins kleine Kabine ist mit zwei Pilotensitzen im Cockpit und 12 Passagiersitzen ausgestattet und auch eine Toilette steht zur Verfügung. Durch die riesigen Fenster hat man fast immer einen Rundumblick. Auch nach vorne, denn das Cockpit ist offen, es hat keine Tür. Zwei der Fenster verfügen über eine Klappe, welche geöffnet werden kann, um spiegelungsfreie Bilder zu schiessen.

Schon beim Erreichen der Flughöhe auf rund 300 Metern über Grund darf man sich abschnallen und frei in der Kabine bewegen, was wir ausgiebig machten. Geflogen wird der Zeppelin von zwei Piloten, wobei der Copilot die meiste Zeit damit beschäftigt war, den Passagieren alles Interessante am Boden zu erklären. Nur für Start und Landung war er auf seinem Sitz.

Mündung des Neuen Rheins

Das Flugerlebnis im Zeppelin unterscheidet sich fundamental von Flugzeugen oder auch Helikoptern. Einerseits aufgrund der geringen Flughöhe, welche es erlaubt, auch Details am Boden zu erkennen. Und andererseits aufgrund der tiefen Geräuschkulisse. Die Motoren hört man zwar, es ist aber eher ein Surren als ein dröhnender Lärm. Es fühlt sich fast wie in einem grossen Segelflugzeug an. Mit etwa 80 kmh ist die Geschwindigkeit recht gemütlich.

Freitag, 19. Juni 2026

Bodensee von oben

Gestern gab es für uns eine aviatische Première: einen Flug mit dem Zeppelin. In zwei Stunden von Friedrichshafen eine Runde entlang dem Bodenseeufer und zurück nach Friedrichshafen. Ein wunderschönes Flugerlebnis war das bei perfektem Flugwetter. Da der Zeppelin nur etwa 300 Meter über Boden fliegt war die Sicht über den See und auf die Dörfer eindrücklich. Nur die Fernsicht war etwas eingeschränkt.


unser Zeppelin im Anflug

bereit zum Einsteigen

Friedrichshafen

Begegnung mit einem Schwesterzeppelin

Lindau voraus

Lindau

alter Rhein

Romanshorn

Konstanz

Mainau

Fürs erste hier ein paar Bilder, ich werde über das Flugerlebnis hier noch etwas ausführlicher berichten.

Donnerstag, 18. Juni 2026

Hallo Grandis

Gestern Morgen konnte ich mein neues Auto in der Grüze-Garage Winterthur abholen. Dabei handelt es sich um einen Mitsubishi Grandis mit einem Hybrid-Antrieb. Der Motor läuft entweder elektrisch oder mit Benzin, das Auto wählt die Antriebsart automatisch abhängig von Gelände, Geschwindigkeit und Ladestand der Batterien. Es ist aber kein Plugin-Hybrid, welcher an einer Ladestation mithilfe eines Kabels aufgeladen werden muss. Mit dem Grandis muss ich nur Benzin tanken, die Batterien werden im laufenden Betrieb automatisch aufgeladen. Der Benzinverbrauch ist ziemlich tief, der Hersteller gibt 4.7 Liter pro 100 km an.

Der Verkäufer der Grüze-Garage erklärte mir die wichtigsten Bedienungs-Elemente wie den Schalthebel, welcher etwas anders funktioniert wie bei allen Autos, welche ich bisher fuhr. Oder die Bedienung des Tempomaten, welchen ich wahrscheinlich nie verwenden werde, da der Verkehr in der Schweiz zu dicht ist, um ihn sinnvoll einsetzen zu können. Ganz neu für mich ist der Bordcomputer mit diversen Apps zum Radiohören oder für die Navigation. Der Computer mit seinem grossen Bildschirm kann auch mit dem Handy gekoppelt werden. Das muss ich mir dann alles noch etwas genauer ansehen.


Im Vergleich mit dem 25 Jahre alten RAV4 ist der Grandis vollgepackt mit Technik, welche ich auf der kurzen Fahrt nach Seuzach nur sehr oberflächlich erlebte. Aber jedenfalls fühlte sich die Fahrt verglichen mit dem RAV4 wie ein Quantensprung an.

Mittwoch, 17. Juni 2026

Tschüss RAV4

Anfang 2001, also vor über 25 Jahren, kaufte ich ein neues Auto, einen Toyota RAV4. Schon bei der Probefahrt hatte ich Spass an diesem Auto und mir war klar, dass ich es kaufen würde, obwohl es schon damals einen stolzen Preis hatte.

Aber die Investition hat sich gelohnt, ich konnte mich über all die Jahre auf meinen RAV4 verlassen. Und kaum jemals ging etwas kaputt, abgesehen von den periodischen Services in der Garage hatte ich wenig Auslagen. Insgesamt habe ich mit dem Auto knapp 200'000 Kilometer zurückgelegt.

Jetzt muss ich dem RAV4 aber tschüss sagen. Vor etwa einem Jahr begannen Probleme mit dem Automaten. Ab und zu gab es Fehlschaltungen, was zu einer ruckligen Fahrt führte. Ich liess es in der Garage überprüfen, aber eine nachhaltige Lösung konnten sie nicht anbieten und ein Austausch des Automaten wäre viel zu teuer für ein Auto mit diesem Alter gewesen.

Vor einem Monat verschlechterte sich die Situation zunehmend. Der Automat schaltete praktisch gar nicht mehr, was zu extremen Ruckbewegungen führte. Ich fühlte mich fast wie ein Cowboy auf einem bockigen Stier. Das war der Moment, um mich nach einem neuen Fahrzeug umzuschauen und in der Zwischenzeit habe ich auch eines gekauft, welches ich heute abholen kann. Es ist kein RAV4 mehr, denn das aktuelle Modell ist mir zu breit, zu lang und zu teuer.

Wie mein neues Auto aussieht und um welche Marke es sich handelt verrate ich später.

Dienstag, 16. Juni 2026

Flugstatistik 16. Juni

Die folgenden 11 Flüge sind für den heutigen 16. Juni in meiner Flugstatistik eingetragen:

1978

Von Zürich nach Wien mit der DC-9 OE-LDO der Austrian Airlines

1984

Mit der B-747 N221GF der Swissair von Zürich nach Boston und weiter nach Chicago. Damals hatte die Swissair die Jumbos von einer amerikanischen Firma geleast, deshalb trugen diese Flugzeuge amerikanische Kennzeichen wie in diesem Fall N221GF.

Von Chicago ging es noch weiter nach Kansas City mit der B-737 von United Airlines mit dem Kennzeichen N9027U.


das Westin Crown Center heute

Seit 1980 sammle ich übrigens alle Hotelrechnungen auf meinen Reisen. Ich habe in der Sammlung mal nachgeschaut und ich habe die Rechnung des Hotels Westin Crown Center in Kansas City gefunden, siehe Bild. Und das Hotel gibt es auch heute noch, natürlich sieht es heute etwas moderner aus als vor 42 Jahren.

1989

Von Zürich nach Stockholm mit der DC-9 SE-DDT der SAS und mit der DC-9 der Finnair mit dem Kennzeichen OH-LMC weiter nach Helsinki.

die beiden Jubilare


Auf dieser Reise waren wir in einer ganzen Gruppe von Swissair-Mitarbeitern unterwegs. Damals feierten ein Schweizer Kollege und eine Kollegin aus Finnland ihren 30. Geburtstag. Diesen feierten wir dann gemeinsam in der Gegend von Mikkeli ca. 200 Kilometer nordöstlich von Helsinki, eine wunderschöne Gegend inmitten von unzähligen Seen.

2017

Vor 9 Jahren waren wir an der Westküste der USA und in der Baja California (Mexiko) unterwegs. Am 9. Juni waren wir auf dem Erstflug der Edelweiss nach San Diego. Und nach unserem Abstecher in die Baja California war am 16. Juni der Rückflug mit einer B-737 der American Airlines von Los Cabos nach Los Angeles.

am Strand im Süden der Baja California

2018

Und auch vor 8 Jahren war die USA unser Ziel. Von Chicago aus machten wir eine Mietwagen-Rundreise bei den Great Lakes.

Am 16. Juni ging es dann noch in den Mittleren Westen, von Chicago nach Phoenix nahmen wir eine B-737 der United Airlines.

2023

Richtig geraten, auch vor 3 Jahren ging es über den grossen Teich.

Von Frankfurt nach Seattle mit der Lufthansa A-330 D-AIKM und weiter mit der Alaska Airlines nach Medford in Oregon, dies mit der Embraer E175 N643QX.

2024

Nein, diesmal nicht! Wir waren immer gerne in den USA unterwegs, aber es gibt ja noch viele andere schöne und interessante Gegenden, so wie die Spitzbergen in der Arktis, wo wir vor 2 Jahren die Mitternachtssonne genossen.

Eisbär im Flughafen Longyearbyen

Am 16. Juni war der Rückflug mit der SAS A-320 SE-RUB von Longyearbyen nach Tromsö.

Montag, 15. Juni 2026

GV Interroll

Die Firma Interroll hat ihren Sitz in Sant' Antonino in der Magadinoebene südwestlich von Bellinzona. Südlich der Bahnlinie hat es dort ein riesiges Industriegebiet. Das Unternehmen ist Marktführer für Produkte und Dienstleistungen im Bereich Fördertechnik. Die Produkte werden in Logistikzentren, Flughäfen oder Postzentralen für den Transport und die Sortierung von Behältern, Gepäck oder Paketen eingesetzt.



Am Freitag folgten 70 Aktionäre der Einladung zur diesjährigen GV im Palacinema an der Piazza Castello in Locarno, das ist ein Kinozentrum, in welchem das jährliche Filmfestival stattfindet. Auch ich war einer der 70 Teilnehmer, für mich das erste Mal seit 2019.

VR-Präsident Zumbühl, der CEO und CFO schilderten das Geschäftsjahr 2025 als herausfordernd. Besonders die geopolitischen Unsicherheiten führten dazu, dass viele Investitionen in die Fördertechnik verschoben wurden und die Umsatzzahlen etwas drückte. Insgesamt sei man aber mit dem Resultat zufrieden und man hoffe, dass die zurückgestellten Projekte demnächst nachgeholt würden.



Beim anschliessenden Apéro mit Prosecco, Weisswein und feinen Tessiner Produkten wie Rohschinken, Trockenfleisch, Salami und Käse mischten sich auch der VR-Präsident und der CEO unter die Aktionäre und man konnte sich ungezwungen mit ihnen unterhalten.

Sonntag, 14. Juni 2026

Schlachthuus-Bier

Am 16. Mai war ich auf einer Bierwanderung entlang des Wildbachs von Lufingen zur Tössegg und wollte anschliessend im Restaurant Wyberg in Unterteufen ein Bier der Brauerei Schlachthuus kaufen und zuhause trinken. Leider war aber das Restaurant wegen einer geschlossenen Gesellschaft zu.

Auf der Homepage der Brauerei sind Restaurants und Läden gelistet, in welchen deren Biere erhältlich sind. Der von Seuzach aus nächste Laden wäre der Avec beim Bahnhof Oberwinterthur. Ich schaute dort vorbei, das Bier war aber nicht erhältlich.


Beim dritten Versuch klappte es dann. Im Rio Getränkeladen in Embrach waren vier Sorten der kleinen Brauerei im Angebot. Nach meiner Pappelallee-Wanderung genoss ich dann zwei Sorten davon, ein feines, weil bitteres IPA und ein mildes Cream Ale.

Übrigens, das Bier heisst so weil es in Lufingen in einem ehemaligen Schlachthaus gebraut wird.