Montag, 14. September 2026

Wanderung Felben - Steckborn

Datum: 11. September 2026
Dauer:
 4h05
Länge: 15.8 km
Wetter: sonnig
Route: Felben - Bahnhof Felben-Wellhausen - Pfyn-Ratzebüel-Unterhörstetten-Oberhörstetten-Aspi-Tägermoos-Steckborn
Charakteristik: einfache Wanderwege


die durstige Thur

Pfyn...

...mit dem historischen "Städtli"

am Ginselbächli

unten Steckborn, hinten das deutsche Ufer

das verdiente Bier direkt am See

Für die Anreise zum jährlichen Swissair-Wanderwochenende benutzen wir normalerweise den öV. Diesmal bevorzugten wir aber das Auto, denn der Standort der Veranstaltung lag mit Steckborn nur eine halbe Fahrstunde entfernt. Der Vorteil mit dem öV wäre unbedeutend gewesen.

Die zusätzliche Flexibilität mit der privaten Anreise nutzten wir am Freitag für eine Wanderung. Wir parkierten das Auto beim Hotel in Steckborn und nahmen das Postauto zurück nach Felben östlich von Frauenfeld, um von dort nach Steckborn zu wandern.

Bei Sonnenschein mit nur wenigen Schleierwolken und hoher Temperatur nehmen wir die Wanderung in Angriff. Zuerst geht es aber in die falsche Richtung zum Bahnhof Felben-Wellhausen, um in unserem Wandernetzwerk eine Verbindung herzustellen.

Dann aber geht es nach Norden, nach kurzer Zeit sind wir an der Thur, welche wir überqueren und dabei feststellen, dass auch dieser Fluss an der langen Trockenheit leidet, was sich am tiefen Wasserstand und vielen Kiesbänken ablesen lässt.

Direkt nördlich der Thur liegt Pfyn mit seinem historischen, "Städtli" genannten Zentrum. Das Schulhaus ist in die alte Befestigungsanlage integriert. Ein Stadtrecht hatte Pfyn aber nie.

Etwas weiter nördlich sind wir froh, ein Stück im Wald zurücklegen zu können. Der Wald wird von einem munteren Bächlein mit natürlichen Steinformationen durchflossen, der Weg entlang des Baches ist sehr angenehm.

Weiter geht es via Unterhörstetten und Oberhörstetten auf Feldwegen zum höchsten Punkt der Wanderung beim Tägermoos, von wo wir einen ersten Blick über den Untersee erhaschen können und wenig später erreichen wir unser Hotel, das Feldbach in Steckborn direkt am Seeufer, welches früher ein Kloster war.

Samstag, 12. September 2026

Das neue Bild

Seit einigen Wochen ist auf dem Winterthurer Bahnhofareal das neue Bild zu sehen, welches jährlich an einen anderen Künstler vergeben wird.


Diesmal konnte Lionel David die mehrere Quadratmeter grosse Fläche nutzen, um sein Kunstwerk zu Bild zu bringen. Zu sehen ist eine liegende, schlafende Frau, sie soll ein Gegenpol sein zur Hektik am Bahnhof und die Passanten beruhigen.

Gegenwärtig ist es allerdings schwierig, sich an dieser Stelle beruhigen zu lassen, das Bild befindet sich mitten in einer Baustelle mit Abschrankungen und schweren Geräten und die Frau auf dem Bild ist in dieser Umgebung nicht zu beneiden. Ich hoffe, dass sie wenigstens nächtens etwas schlafen kann.

Freitag, 11. September 2026

Wanderung Seuzach - Frauenfeld

Datum: 10. September 2026
Dauer:
3h35
Länge: 15.0 km
Wetter: wechselnd bewölkt
Route: Seuzach-Mörsburg-Sulz-Römerhof-Menzengrüt-Kefikon ZH-Kefikon TG-Islikon-Rosenhuben-Almänt-Frauenfeld
Charakteristik: einfache Wander- und andere Wege


Hagelschaden im Rebberg

Mörsburg

die Zuckerrübenernte läuft


Schloss Kefikon

einmal etwas andere Wegweiser

Schloss Frauenfeld

Endlich wieder einmal eine Wanderung - nach fast zwei Monaten Pause höchste Zeit. Die letzte fand im Bündnerland statt von Davos Glaris nach Davos Wiesen.

20 Grad waren für den Donnerstag vorausgesagt, eine ideale Temperatur für eine Flachland-Wanderung. Ich wählte eine Route von zuhause in die thurgauische Hauptstadt Frauenfeld. Das machte ich zwar vor ein paar Jahren schon einmal, aber auf einer anderen, etwas südlicheren Route.

Diesmal ging es zuerst zur Mörsburg, dann weiter via Sulz vorbei an Marlise's Elternhaus via Römerhof nach Menzengrüt, von wo ich als Orientierungspunkt schon die Zuckerfabrik von Frauenfeld ausmachen konnte.

Weiter unter der Autobahn durch ins stattliche Kefikon mit dem eindrücklichen Schloss, in welchem eine Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen betrieben wird. Kefikon ist zweigeteilt, die Grenze zwischen den Kantonen Zürich und Thurgau verläuft mitten durch das Dorf.

Dann unter der Eisenbahnline durch nach Islikon und auf schönen Wanderwegen nach Frauenfeld.

Diese Wanderung war auch eine Vorbereitung für das Swissair-Wanderwochenende. Wie jedes Jahr wird mit ehemaligen Swissair-Kollegen gewandert, diesmal in Steckborn (auch Thurgau).

Donnerstag, 10. September 2026

Appenzell

Nach dem Hitzemittwoch mit 30° um 20 Uhr präsentierte sich der Donnerstag fundamental gegensätzlich. Die Temperatur halbierte sich über Nacht auf noch 15° und Petrus öffnete die Schleusen immer wieder. Temperaturmässig wäre nach langer Pause wieder einmal eine Wanderung möglich gewesen, aber die Nässe hatte etwas dagegen.

Statt zuhause Daumen zu drehen beschloss ich spontan, wieder einmal Appenzell einen Besuch abzustatten, um mich mit Leckereien einzudecken.

Käsereiladen

Wetter-Metzg

Drei Könige

Zuerst machte ich einen Stopp im Laden der Appenzeller Käserei, dort gibt es den feinen rässen Käse, welchen man in den Zürcher Supermärkten normalerweise nicht findet. Der zweite Stopp 50 Meter später in der Metzgerei Wetter. Dort gab es natürlich Südwürste und auch schon Wild, meine Nachfrage beantwortete der Metzger mit "aus dem Tirol, das einheimische Wild kommt etwas später". Und der dritte Stopp war bei der Bäckerei "Drei Könige", wo ich ein spezielles Brot mit Urdinkel und Gerste erwarb.

strömender Regen in Appenzell

Der anschliessende Rundgang beschränkte sich aufgrund des strömenden Regens auf wenige Minuten.

Dienstag, 8. September 2026

Abgedeckt

Über den schweren Hagelsturm, welcher am 28. August über Seuzach fegte und an unzähligen Gebäuden und Autos schwere Schäden anrichtete, berichtete ich ja schon. Auch unser Haus kam nicht ganz ungeschoren davon, im Vergleich mit anderen Häusern sind die Schäden aber überblickbar.

Gestern liessen wir das Dach von einem Dachdecker untersuchen. Wir wollten sicher sein, dass es keine undichten Stellen hat, wo bei Regen Wasser eindringen könnte. Wobei eine undichte Stelle auch für uns sichtbar war, das Dachfenster im Estrich wurde von riesigen Hagelkugeln eingeschlagen. Dieses wurde jetzt provisorisch mit einer Folie abgedeckt. Ansonsten wurden etwa 30 Ziegel beschädigt, welche ersetzt werden müssen.

das eingeschlagene Dachfenster (oben)...

...ist jetzt abgedeckt

Gestaunt habe ich über den Dachdecker und seine junge Begleiterin (ich nehme an es ist eine Lehrtochter), welche sich auf dem steilen Dach wie Geissen bewegten, ohne Sicherung wohlverstanden. Beim Zuschauen wurde mir fast etwas schwindlig.

Der Dachdecker kommt übrigens aus Bütschwil im Toggenburg, was ja nicht gerade in unserer Nachbarschaft liegt. Er ist jetzt aber täglich in Seuzach unterwegs und kann sich nicht über fehlende Aufträge beklagen. Er war auch bei unseren Nachbarn im Einsatz, deshalb wurde ich auf ihn aufmerksam.

Sonntag, 6. September 2026

Leonie-Moser-Brücke

Seit mehreren Jahren wird an der neuen Brücke über den Bahnhof Winterthur Grüze gebaut, sie ist auch unter dem Begriff "Querung Grüze" bekannt. Am Freitag wurde die Brücke offiziell eingeweiht und am Samstag wurde sie zum ersten Mal für das Publikum geöffnet im Rahmen eines Eröffnungsfestes.

Auf der Brücke konnte man sich an diversen Ständen über dies und das informieren, zum Beispiel über die Städtischen Werke, den ZVV, die Polizei oder den Winterthurer Klimatag, welcher am 13. September stattfindet. Wobei mir der Zusammenhang zwischen der Brücke und dem Klima nicht ganz klar ist. Der Bau der Brücke war sicher alles andere als klimafreundlich.


Zum ersten Mal fuhren gestern auch Busse über die Brücke. Dies aber nicht nach Fahrplan, denn die Brücke wird erst zum Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb gehen. Bis dann stehen noch letzte Ausbauarbeiten an. Auch ich fuhr mit einem der Extrabusse über die Brücke, gefolgt von einer Rundfahrt mit Fahrt durch das Busdepot im Grüzequartier.

Blick von der Brücke über das Gleisfeld

auch für das leibliche Wohl war gesorgt

Die Brücke hat jetzt auch einen offiziellen Namen erhalten: Leonie-Moser-Brücke. Leonie Moser (1897-1959) war eine der ersten Röntgenschwestern der Schweiz. Da es keine Ausbildung auf diesem Gebiet gab musste sie sich die Kenntnisse selbst aufbauen. Sie arbeitete zwischenzeitlich auch am Winterthurer Kantonsspital. Aufgrund der über die Jahre angehäuften Strahlenbelastung starb sie 1959 an Leukämie.

Übrigens, die Brücke ist für den Bus- Fahrrad- und Fussgängerverkehr reserviert. Für private Motorfahrzeuge ist sie gesperrt.

Samstag, 5. September 2026

Stuttgart 21

Am Donnerstag konnte ich am Stuttgarter Hauptbahnhof wieder einmal einen Blick auf die Grossbaustelle des Projektes "Stuttgart 21" werfen. Bei diesem Megaprojekt geht es ja darum, aus dem alten Sackbahnhof einen unterirdischen Durchgangsbahnhof zu machen. Im Jahr 2010 wurde mit den Bauarbeiten begonnen und bis 2021 (was für den Projektnamen verantwortlich ist) hätte der neue Bahnhof in Betrieb gehen sollen.

in der Passerelle zwischen dem provisorischen Bahnhof und der Innenstadt

Davon sind wir aber noch meilenweit entfernt. Wie schon seit einigen Jahren halten die Züge in einem provisorischen Bahnhof ausserhalb der Innenstadt. Die Passagiere müssen dann in gut fünf Minuten zu Fuss durch eine Passerelle Richtung Innenstadt gehen. Dabei können sie durch Öffnungen in der Abschrankung die Baustellen sehen.

Grossbaustelle seit 16 Jahren

Normalerweise bin ich jährlich ein- bis zweimal in Stuttgart und sehe den Fortschritt - oder eben auch nicht. Ich hatte am Donnerstag das Gefühl, dass die Baustelle noch ziemlich gleich aussieht wie vor drei oder vier Jahren. Kann schon sein, dass es unterirdische Fortschritte gab, aber auf der Oberfläche sind kaum Veränderungen zu erkennen.

Das Projekt erinnert mich an den Bau des neuen Berliner Flughafens, welcher mit mehrjähriger Verzögerung eröffnet wurde. Die Verspätungen wurden verursacht durch Planungsfehler, Verzögerungen auf der Baustelle und Projektänderungen. So scheint es auch dem Projekt "Stuttgart 21" zu ergehen. Gemäss aktuellem Stand kann der Durchgangsbahnhof nicht vor 2031 eröffnet werden. Das ist nicht nur für die Passagiere eine Zumutung, es hat auch gravierende finanzielle Konsequenzen.