Am Mittwoch erschien im Landboten (und wahrscheinlich auch im Tages Anzeiger) ein seitenlanger Artikel über den Zugwinker von Henggart.
Seit 27 Jahren winkt Martin Horber von seinem direkt an der Linie Winterthur-Schaffhausen stehenden Einfamilienhaus jedem vorbeifahrenden Zug zu, und dies zwischen 5 Uhr 30 und 21 Uhr. Nur während der Mittagszeit macht er Pause, dann geht er normalerweise auswärts essen. Sein Haus ist gut erkennbar, es ist auf zwei Seiten mit je einer alten Bahnhofstafel von Henggart gekennzeichnet.
Die Lokführer, welche auf dieser Strecke unterwegs sind, kennen Herrn Horber natürlich und sie winken ihm freundlich zurück. Früher grüssten sie ihn sogar mit einem Lokipfiff, darüber waren aber die Nachbarn nicht begeistert. Ab und zu winken ihm auch Passagiere zu, welche regelmässig dort unterwegs sind. Auch ich bin ab und zu auf dieser Strecke unterwegs und schaue zum Fenster hinaus, schon oft habe ich Herrn Horber winken gesehen.
Der Zugwinker war aber nicht Eisenbahner von Beruf, sondern Monteur bei der Siemens. Schon früh begeisterte er sich aber für die Eisenbahnen und er ist das ganze Schweizer Bahnnetz schon mehrmals abgefahren.
Es gibt aber noch einen zweiten Bahnwinker in der Schweiz: In Wassen an der alten Gotthardstrecke winkt Xaver Andermatt mit einer Schweizerfahne regelmässig den Zügen zu. Herr Andermatt hat aber seit der Eröffnung des Basistunnels weit weniger zu winken als sein Kollege in Henggart mit 9 Zügen pro Stunde.
























