Dienstag, 13. Oktober 2026

Zum Martinsbrünneli

Gestern konnte ich eine Wander-Pendenz abhaken, welche schon seit Februar dieses Jahres auf meiner To-do-Liste stand. Im Landboten las ich einen Artikel über einen Bergsturz, welcher vor 16 Millionen Jahren die Landschaft in der heutigen Nordostschweiz nachhaltig veränderte. Ein Zeuge davon ist das Martinsbrünneli, welches gestern auf meiner Route lag.

Ritterhaus Bubikon

Schwarzbach-Fall bei Rüti

Martinsbrünneli

Pilzzeit

Ich brauche für den Wanderbericht und einen separaten Eintrag für das Martinsbrünneli noch etwas Zeit, heute deshalb nur ein paar Bilder von gestern.

Sonntag, 11. Oktober 2026

Salen(s)tein

Noch ein Nachtrag zu unserer Hochzeitstagswanderung vom 3. Oktober:

Nach der Wanderung feierten wir den Hochzeitstag im argentinischen Steakhouse beim Bahnhof Winterthur. Passend zu unseren feinen Steaks aus Argentinien lasen wir einen aus dem selben Land stammenden Rotwein, einen Malbec, aus.

Als die Flasche am Tisch geöffnet wurde stutzten wir ob dem Namen des Weingutes auf der Etikette: "Salentein". Das erinnerte uns sofort an die fast gleichnamige Gemeinde Salenstein mit dem Schloss an erhöhter Lage.

Ich fragte mich, ob das Weingut vielleicht einen Zusammenhang mit dem Ort am Bodensee haben könnte und fragte KI danach. Hier die Antwort:

Nein, die Bodega Salentein in Argentinien hat historisch und namentlich nichts mit der Schweizer Gemeinde Salenstein zu tun.
Der Name des berühmten argentinischen Weinguts geht stattdessen auf ein historisches Anwesen in den Niederlanden zurück: [1, 2]
  • Der Ursprung: Gegründet wurde das Weingut Bodegas Salentein im Jahr 1996 von dem niederländischen Unternehmer Mijndert Pon.
  • Die Namensgebung: Pon benannte die Bodega nach dem historischen Landsitz seiner Familie – dem „Landgoed de Salentein“ in der niederländischen Stadt Nijkerk, welchen die Familie Pon 1980 erworben hatte. [1, 2, 3]
Die Ähnlichkeit zum Namen der Thurgauer Gemeinde Salenstein am Bodensee ist also rein zufällig. Die einzige Verbindung zur Schweiz besteht heute darin, dass die Spitzenweine aus dem argentinischen Uco-Tal über Weinhändler wie Zweifel 1898 oder von Salis in die Schweiz importiert und dort verkauft werden. [1, 2]

Und natürlich wollte ich auch noch wissen, wo genau der erwähnte Landsitz in Holland liegt, auch das fand ich im Nu heraus, diesmal mithilfe von Google Maps:

Nijkerk liegt ca. 30 km östlich von Amsterdam



Freitag, 9. Oktober 2026

Rassegna-Saison

Der Herbst ist jetzt definitiv da und damit die Saison der Tessiner Rassegnas, das sind die Gastronomie-Festivals, welche sich über mehrere Wochen erstrecken und an welchen jeweils eine ganze Reihe von Restaurants oder Grottis teilnehmen.

die Grottostrasse ist mit Kastanienbäumen gesäumt

Den Anfang macht das Rassegna Gastronomica Mendrisiotto e Basso Ceresio, das ist die Gegend am äussersten Südzipfel der Schweiz. Dorthin reiste ich gestern entspannt mit erstaunlich viel Platz in den Fernzügen.


Als Ziel suchte ich mir das Antico Grotto Ticino in Mendrisio aus. Dieses ist relativ einfach mit der S-Bahn ab Lugano und einem lokalen Bus erreichbar. Es befindet sich etwas ausserhalb des Zentrums in einer Grotto-Strasse, wo sich früher ein Grotto ans nächste reihte. Auch heute hat es dort noch etwa fünf Grotti.

Auf der speziellen Rassegna-Karte hat es zwei Gerichte zur Auswahl, ich entschied mich für den Rehrücken, welcher in zwei Gängen serviert wird. Die Wahl bewährte sich, der Rehrücken war reich garniert mit Spätzli, Rotkraut, Kastanien, Steinpilz, Rosenkohl und einer halben Birne mit Preiselbeeren. Allerdings musste ich auf den zweiten Teller verzichten, denn der erste war schon sehr grosszügig belegt. Immerhin bot mir die Serviceangestellte an, den zweiten Teller als Takeaway mitzunehmen, worauf ich aber dankend verzichtete.

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Wandermännchen

Auf den gelben Wanderwegweisern, welche nur die Richtung ohne Ziele anzeigen, ist ein schwarzes Wandermännchen abgebildet. Es könnte aber auch ein Frauchen sein, finde ich.

Irgend jemand hat aber gefunden, dass die abgebildete Person zu männlich sei und dass dies geändert werden soll. Das habe ich kürzlich im Wandermagazin "Das Wandern" gelesen. Und im Artikel hatte es auch ein Bild vom bisherigen Männchen und vom neuen - aber wie soll man dem jetzt sagen? Vielleicht Neutronchen? Anyway, das ist für mich jetzt wieder eine völlig unnötige Anpassung an den ebenso unnötigen Zeitgeist.


Dienstag, 6. Oktober 2026

Die Murg

Unsere Hochzeitstagswanderung zur Murgquelle war das letzte Teilstück entlang dieses 32 Kilometer langen Flusses, welcher auf Gemeindegebiet von Mühlrüti SG entspringt, dann zeitweise die Grenze zwischen St. Gallen und Thurgau bildet und nördlich von Frauenfeld in die Thur mündet.

Wobei man eher von einem Flüsschen sprechen sollte, besonders im oberen Teil ist die Murg nicht viel mehr als ein Rinnsal, dies besonders bei der gegenwärtig trockenen Witterung. Und auch kurz vor der Mündung könnte man wahrscheinlich überall in der Murg stehen. Ausgenommen natürlich bei Unwettern, dann wird der Pegelstand sicher massiv steigen.

Vier Wanderungen führten entlang der Murg:

  • Hemishofen nach Frauenfeld am 27. Juni 2015
  • Frauenfeld nach Münchwilen am 9. Februar 2026
  • Dussnang nach Münchwilen am 6. April 2026
  • Fischingen nach Sternenberg am 3. Oktober 2026

Montag, 5. Oktober 2026

Vier Gemeinden und drei Kantone

Auf unserer Hochzeitstagswanderung sind wir am Samstag auch an einem aus geographischer Sicht sehr speziellen Punkt vorbeigekommen. Etwa 800 m nördlich des Hörnligipfels treffen vier Gemeinden und drei Kantone aufeinander:

  • Bauma ZH
  • Fischenthal ZH
  • Mosnang SG
  • Fischingen TG




In der Schweiz gibt es nur zwei andere Punkte, an welchen vier Gemeinden zusammentreffen. Der eine am Tiersteinberg AG und der andere im Flussbett der Emme bei Kirchberg BE. Derjenige beim Hörnli ist der einzige, an welchem gleichzeitig mehrere Kantone zusammentreffen.

Sonntag, 4. Oktober 2026

Wanderung Murgquelle

Datum: 03. Oktober 2026
Dauer:
 4h45
Länge: 15.0 km
Wetter: leicht bewölkt
Route: Fischingen-Murg-Bruederwald-Bennenmoos-Schlattberg-Silberbüel-Hörnli-Gfell-Sternenberg
Charakteristik: einfache Wander- und andere Wege



Kloster Fischingen

ein spezieller Wanderweg

die Murg ist fast ausgetrocknet

bei der Murgquelle

es geht zum Hörnli (mit Turm)

auf dem Hörnli

am Ziel in Sternenberg

Alle Jahre wieder feiern wir am 3. Oktober unseren Hochzeitstag - und seit 14 Jahren wird an diesem Tag gewandert. Die regelmässigen Leser meines Blogs wissen natürlich, dass wir uns 2012 vorgenommen hatten, jeden 3. Oktober zu wandern, und zwar jedes Jahr mit einer um einen Kilometer reduzierten Minimaldistanz. Dieses Jahr stand diese bei 11 Kilometern.

Dieses Jahr entschieden wir uns für eine Wanderung auf der Pendenzenliste: der Erwanderung der Quelle der Murg, dem Flüsschen, welches vom Schlattberg nach Norden fliesst und nördlich von Frauenfeld in die Thur mündet.

Mit Zug und Bus fahren wir nach Fischingen, dem Klosterdorf im Kanton Thurgau. Und gleich geht es los auf einer für uns weitgehend unbekannten Route. Zu Beginn folgen wir einem Wanderweg, verlassen diesen dann aber nach etwa 3 km.

Die nächsten 300 Meter sind etwas unangenehm, auf einer Hauptstrasse ohne Trottoir geht es Richtung Süden. Der Verkehr hält sich zwar in Grenzen, aber die wenigen Autos und Motorräder sind sehr sportlich unterwegs.

Dann biegen wir aber auf einen Waldweg mit Kiesbelag ein, welchem wir einige Kilometer bis Tobel folgen. Weiter geht es mal auf Strassen, mal auf Feld- oder Waldwegen hinauf zur Murgquelle bei Schlattberg. Die Quelle sehen wir nicht, sie versteckt sich unter einem undurchdringbaren Dickicht mit vielen Brennnesseln.

Nach einem anschliessenden Abstecher aufs Hörnli geht es via Gfell nach Sternenberg, von wo wir mit dem Bus hinunter nach Bauma fahren.