Vor einer Woche besuchten wir in Unteruhldingen am Überlingersee das Pfahlbau-Museum. Dies auf dem Weg von Nussdorf nach Hagnau, der zweitletzten Etappe unserer Bodensee-Umwanderung. Es ist das älteste Freilichtmuseum Deutschlands, es wurde vor über 100 Jahren gebaut.
Das Museum verdankt seine Existenz der Tatsache, dass im seichten Uferbereich Überreste einer Pfahlbau-Siedlung gefunden wurden. Dabei handelte es sich um letzte Resten von Holzpflöcken, welche im lehmigen Untergrund nicht verrotteten, Scherben von Gefässen, Knochen, Schmuckgegenstände, Werkzeuge und vieles andere. Die Archäologen errechneten aufgrund der Funde, dass sich dort Pfahlbauer vor über 6'000 Jahren ansiedelten.
Viele der Fundgegenstände sind im Museum ausgestellt, uns interessierte aber vor allem der Aussenbereich mit dem nachgebauten Pfahlbaudorf. Dieses besteht aus 23 über dem Wasser gebauten Häusern aus verschiedenen Epochen. Verbunden sind sie durch Holzstege. In einigen der Häuser sind Ausstellungen zu diversen Themen im Zusammenhang mit dem Pfahlbau zu sehen.
N.B. Als wir in den Aussenbereich traten wurden wir beim Anblick der Pfahlbauten sofort an die Overwater-Bungalows erinnert, welche wir auf unserer Südseereise oft sahen, so zum Beispiel auf Bora Bora oder Moorea.
Für uns sind diese keine Erfindung der Neuzeit mehr, die Erfindung liegt schon 6'000 Jahre in der Vergangenheit. Sie tragen heute einfach einen moderneren Namen.



























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