Dienstag, 5. Mai 2026

Pfahlbau-Museum

Vor einer Woche besuchten wir in Unteruhldingen am Überlingersee das Pfahlbau-Museum. Dies auf dem Weg von Nussdorf nach Hagnau, der zweitletzten Etappe unserer Bodensee-Umwanderung. Es ist das älteste Freilichtmuseum Deutschlands, es wurde vor über 100 Jahren gebaut.

Das Museum verdankt seine Existenz der Tatsache, dass im seichten Uferbereich Überreste einer Pfahlbau-Siedlung gefunden wurden. Dabei handelte es sich um letzte Resten von Holzpflöcken, welche im lehmigen Untergrund nicht verrotteten, Scherben von Gefässen, Knochen, Schmuckgegenstände, Werkzeuge und vieles andere. Die Archäologen errechneten aufgrund der Funde, dass sich dort Pfahlbauer vor über 6'000 Jahren ansiedelten.


Viele der Fundgegenstände sind im Museum ausgestellt, uns interessierte aber vor allem der Aussenbereich mit dem nachgebauten Pfahlbaudorf. Dieses besteht aus 23 über dem Wasser gebauten Häusern aus verschiedenen Epochen. Verbunden sind sie durch Holzstege. In einigen der Häuser sind Ausstellungen zu diversen Themen im Zusammenhang mit dem Pfahlbau zu sehen.

N.B. Als wir in den Aussenbereich traten wurden wir beim Anblick der Pfahlbauten sofort an die Overwater-Bungalows erinnert, welche wir auf unserer Südseereise oft sahen, so zum Beispiel auf Bora Bora oder Moorea.

moderne Pfahlbauten auf Moorea

Für uns sind diese keine Erfindung der Neuzeit mehr, die Erfindung liegt schon 6'000 Jahre in der Vergangenheit. Sie tragen heute einfach einen moderneren Namen.

Montag, 4. Mai 2026

Die Bodensee-Tracks

Unsere Bodensee-Umwanderung umfasst 17 Etappen mit total 312 Kilometern. Hier die einzelnen Etappen ich chronologischer Reihenfolge:


Die ersten drei Etappen machten wir nicht im Rahmen des Bodensee-Projektes, sondern der Wanderung entlang des Rheins, welche in den Jahren 2012 und 2013 von Altenrhein bis nach Basel führte. Das eigentliche Bodensee-Projekt begann dann im Herbst 2024.

Und hier noch die Karte mit den eingezeichneten Tracks (alle anderen Tracks sind ausgeblendet):


So, jetzt werde ich mich wieder einmal den ehemaligen Gemeinden zuwenden, dieses Projekt war in letzter Zeit im Standby-Mode.

Sonntag, 3. Mai 2026

Wanderung Hagnau - Friedrichshafen

Datum: 29. April 2026
Dauer:
 4h35
Länge: 17.6 km
Wetter: erst bedeckt, später sonnig
Route: Hagnau-Seemoos-Kippenhorn-Immenstaad-Helmsdorf-Fischbach-Manzell-Seemoos-Friedrichshafen
Charakteristik: einfache Wanderwege


die Schwaben, unser Schiff nach...

...Hagnau

Schloss Kirchberg

Modell des ersten LS Zeppelin

Schlosskirche Friedrichshafen

Für die Anfahrt zum Startpunkt der letzten Etappe der Bodenseeumwanderung nehmen wir nicht den Bus, sondern das Schiff. Dieses fährt zu einem für uns idealen Zeitpunkt. Die Fahrt dauert nur 15 Minuten, sie ist aber viel attraktiver als eine Busfahrt.

Vom Hagnauer Hafen aus müssen wir noch die Verbindung zur Wanderung vom Dienstag machen, welche wir bei der Bushaltestelle beendeten. Danach geht es durch einen schönen Park mit vielen Blumenbeeten und auf den Wanderweg Richtung Friedrichshafen.

Schon bald sehen wir linkerhand das Schloss Kirchberg inmitten eines grossen Weinberges. Und schon bald erreichen wir die ersten Häuser von Immenstaad, einem langgezogenen Dorf mit gepflegten Villen. Am östlichen Ende des Dorfes verlassen wir das Seeufer und gehen auf einem geteerten Wanderweg zur Hauptstrasse.

Die nächste halbe Stunde verläuft unser Weg direkt neben der sehr stark befahrenen Verbindungsstrasse und wir versuchen, die Immissionen etwas auszublenden. Auf der rechten Seite befindet sich ein grosses Industriegebiet, in welchem die Airbus eine Entwicklungsabteilung für Raumfahrt und Rüstung betreibt.

In Fischbach wird es wieder ruhiger und so bleibt es auch bis zum Ziel in Friedrichshafen. Wir sind immer direkt oder sehr nah am Ufer. Kurz vor dem Ziel kommen wir noch am Schloss Friedrichshafen vorbei, bevor wir dann auf der belebten Uferpromenade unser Projektziel am Hafen erreichen.

Samstag, 2. Mai 2026

Wanderung Nussdorf - Hagnau

Datum: 28. April 2026
Dauer:
 5h15
Länge: 17.8 km
Wetter: sonnig
Route: Nussdorf-Kloster Birnau-Seefelden-Unteruhldingen-Meersburg-Wetterkreuz-Hagnau
Charakteristik: einfache Wanderwege


Klosterkirche Birnau


Seefelden

Pfahlbaudorf, links im Hintergrund die Klosterkirche Birnau

der Zeppelin über den Rebbergen von Meersburg

Nach dem Frühstück nahmen wir am Dienstagmorgen wieder den gleichen Bus nach Nussdorf wie schon am Montag. Ein Ticket mussten wir nicht lösen, denn im Hotel erhielten wir einen öV-Pass mit freier Fahrt in der Region.

Auf einem breiten Naturweg geht es von der Bushaltestelle entlang der Eisenbahnlinie flach zum Kloster Birnau, was etwa eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Schon von weitem erblicken wir die barocke Klosterkirche mit dem hohen Turm.

Die Kirche - oder genauer Basilika, diesen Rang wurde ihr 1971 von Papst Paul VI zugesprochen - wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im Barock-Stil gebaut. Der Innenraum ist üppig dekoriert mit unzähligen Statuen, Fresken, verzierten Balustraden, Stuckaturen, Säulen, Engeln und astronomischen Elementen. Ein überwältigender Anblick.

Wir haben aber den grössten Teil unserer Wanderung noch vor uns und folgen dem markierten Weg Richtung Meersburg. Und schon bald folgt ein weiterer Höhepunkt. In Unteruhldingen liegt das Pfahlbau-Museum direkt an unserer Route. Das müssen wir uns natürlich ansehen.

Im Museumsgebäude sind in diversen Räumen Relikte aus der Zeit des Pfahlbaus ausgestellt. Am interessantesten ist aber das im flachen Wasser nachgebaute Pfahlbaudorf, in den diversen Pavillons wird die Geschichte des Pfahlbaus erklärt. Das verdient aber einen eigenen Blog-Eintrag, welchen ich demnächst schreiben werde.

Weiter geht es durch das langgezogene Dorf Unteruhldingen und durch einen schönen, schattigen Wald nach Meersburg, welches wir nördlich umwandern. Zwischen Meersburg und Hagnau geht es dann auf meist geteerten Nebenstrassen durch weiträumige Rebberge. Wir staunen ob der Grösse derselben. Mit dem Bus geht es in etwas mehr als 10 Minuten zurück nach Meersburg.

Freitag, 1. Mai 2026

Wanderung Ludwigshafen - Nussdorf

Datum: 27. April 2026
Dauer:
 4h45
Länge: 17.0 km
Wetter: sonnig
Route: Ludwigshafen-Sipplingen-Schwenkental-Hödingen-Goldbach-Überlingen-Nussdorf
Charakteristik: einfache bis mittlere Wanderwege


rechts Ludwigshafen

es war auch eine Blustwanderung

St. Sylvster-Kapelle in Goldbach mit uralten Fresken

das Bier haben wir uns verdient

Für dir drittletzte Etappe unserer Bodensee-Umwanderung müssen wir uns von Meersburg nach Ludwigshafen verschieben. Mit dem Bus geht es zum Bahnhof von Nussdorf und mit der S-Bahn weiter nach Ludwigshafen, wo wir am 12. November letzten Jahres die Wanderung von Langenrain beendeten.

Bei ungehindertem Sonnenschein und angenehmer Temperatur machen wir uns auf den Weg. Zuerst folgen wir dem Uferweg, bevor wir ein kurzes Stück aufsteigen und auf einem etwas erhöhten Weg mit schöner Seesicht weitergehen. Sipplingen umwandern wir auf der nördlichen Seite. Danach folgt bis Goldbach ein Abschnitt mit einigen Auf- und Abstiegen. Darunter ist auch ein etwas anspruchsvolleres Stück auf einem schmalen Pfad in steilem Gelände. Dort ist Trittsicherheit erforderlich.

Von Goldbach bis Nussdorf ist es wieder flach, wir folgen dem Uferweg und sind immer ganz oder fast am See unterwegs. Hier macht mir nach doch schon einigen Stunden die Sonne zu schaffen und ich versuche, schattige Stellen soweit wie möglich auszunützen. 

Donnerstag, 30. April 2026

Kreis geschlossen

Es ist vollbracht, gestern Nachmittag um etwa 14:30 schloss sich der Kreis um den Bodensee in Friedrichshafen, das Ziel unseres Projektes "Bodensee-Umwanderung" ist erreicht.

Meersburg liegt hinter uns

Hagnau

ein geschichtsträchtiger Ort bei Friedrichshafen

Nach dem Frühstück nahmen wir das Schiff von Meersburg nach Hagnau, eine kurze Fahrt von 15 Minuten. Bei bedecktem Himmel und frischem Wind machten wir uns gut eingepackt auf den Weg nach Osten, gemäss Wegweiser fehlten uns noch 16 Kilometer bis zum Ziel.

Schlosskirche Friedrichshafen

Ziel erreicht!

Viele Sehenswürdigkeiten gab es auf dem Weg nicht, aber wir waren meistens recht nah am Ufer, zu unserer Rechten konnten wir immer wieder über den See zum Schweizer Ufer blicken. Der Höhepunkt war natürlich dann die Ankunft im Hafen von Friedrichshafen und die Gewissheit, dass wir es geschafft haben. Wir belohnten uns dann mit einem feinen Znacht auf der schönen Terrasse unseres Hotels direkt am See.

Mittwoch, 29. April 2026

Die Zweitletzte

Für die zweitletzte Etappe der Bodensee-Umwanderung setzten wir am Ziel vom Montag an, also in Nussdorf. Von dort ging es via Kloster Birnau, Unteruhldingen mit dem Pfahlbaumuseum und Meersburg nach Hagnau.

Kloster Birnau

Pfahlbaudorf Unteruhldingen

Höhepunkte waren gestern die Klosterkirche Birnau und natürlich das nachgebaute Pfahlbaudorf in Unteruhldingen. Aber natürlich genossen wir auch wieder den Blick über den See, diesmal hatten wir die Insel Mainau im Blickfeld.

Unteruhldingen

Auch auf dieser Etappe gab es ein paar Auf- und Abstiege, allerdings war sie einiges flacher als die drittletzte und es gab nirgends schwierige Abschnitte. Und die Sonne störte mich auch weniger als am Montag, sie war meistens etwas verschleiert.

weiträumige Rebberge bei Meersburg

Hagnau

Und wenn alles klappt können wir das Projekt heute abschliessen und auf viele schöne Etappen rund um den drittgrössten See Mitteleuropas zurückblicken.