Seit dem Beginn des Irankrieges ist der Luftraum über dem Iran gesperrt. Das hat Auswirkungen auf fast alle Flüge zwischen Europa und Asien. Die Piloten haben die Wahl zwischen einer Flugroute nördlich oder südlich um den Iran herum. Bei der südlichen Route, bei welcher Saudi Arabien überflogen wird, gibt es keine Einschränkungen. Bei der nördlichen jedoch schon, las ich gestern in der SonntagsZeitung.
Das Problem ist dort der Überflug von Afghanistan. Das von den Taliban regierte Land kann zwar nach Voranmeldung gegen eine Gebühr von 700 Franken überflogen werden, dies jedoch ohne Flugsicherung, denn das Land hat keine Fluglotsen. Die Piloten fliegen sozusagen im Blindflug. Aus Sicherheitsgründen müssen die Flugzeuge einen Abstand von 15 Minuten einhalten, was von den Fluglotsen der Nachbarländer kontrolliert wird. Ein Restrisiko bleibt aber: In einem Notfall müsste der Pilot selbständig zu einem geeigneten Flughafen in Afghanistan navigieren und hoffen, dass die für eine Notlandung geeignete Infrastruktur vorhanden ist. Eine Notlandung in Afghanistan wird im Zeitungsartikel mit einer Notwasserung auf dem offenen Meer verglichen.
Übrigens, auf unserem Flug nach Singapur mit der Singapore Airlines sind wir am 7. März auch über Afghanistan geflogen.



















