Samstag, 4. April 2026

Unser Traumschiff

Der Höhepunkt unserer Weltreise war eindeutig die Fahrt mit unserem Traumschiff, der Scenic Eclipse II von Lautoka auf den Fiji-Inseln nach Papeete auf Französisch Polynesien. 12 Nächte verbrachten wir auf der Luxus-Yacht und genossen unsere grosszügige Suite (so werden die Kabinen auf diesem Schiff genannt) mit Veranda, die Mahlzeiten in den diversen Restaurants und die Drinks an der Bar in der Lounge oder in der Sky Bar auf Deck 10. Aber wir haben natürlich nicht nur geschlafen, gegessen und getrunken, wir nahmen auch an diversen Landgängen teil. Bei jedem Landgang hatte man die Auswahl zwischen verschiedenen Varianten. Für Sportliche gab es Kayak-Fahrten oder Wanderungen, für Geniesser Busfahrten, Besichtigungen von Vanille-Plantagen oder anderes.

unser Traumschiff vor Niue

Alle Leistungen an Bord sowie ein Ausflug pro Landgang waren im Pauschalpreis inklusive, dies gilt auch für Trinkgelder und den Butler. Die Kreditkarte brauchten wir praktisch nie, höchstens wenn wir an Land etwas kaufen wollten. Lokales Bargeld hatten wir übrigens nie dabei, alles konnte mit Karte bezahlt werden.

frühmorgends auf der Observation Platform am Bug

Die Scenic Eclipse II zählt mit einer Länge von 168 Metern, einer Breite von 21.5 Metern und lediglich 114 Suiten zu den kleinen Kreuzfahrtschiffen. Es ist als Expeditionsschiff konzipiert, welches oft in der Antarktis unterwegs ist, wo bei Landgängen maximal 200 Personen erlaubt sind. Zudem kann das Schiff Ziele ansteuern, welche für grosse Schiffe nicht geeignet sind. Gebaut wurde das Schiff übrigens in Rijeka / Kroatien, die Jungfernfahrt war am 13. April 2023.

mit zwei Tenderbooten gings an Land

Besonders hervorheben möchte ich, dass auf dem Schiff zwei Airbus-Helikopter und zwei Unterseeboote mitgeführt werden. Damit können nicht nur Ausflüge an Land, sondern auch solche in die Luft und unter Wasser durchgeführt werden. Das verleiht dem eh schon luxuriösen Schiff noch eine Portion Extravaganz. Wie hier zu lesen war haben wir das Angebot genutzt und einen wunderschönen Heliflug über Aitutaki absolviert. Das war für und dann auch die einzige kostenpflichtige Leistung auf dem Schiff.

die Brücke konnte meistens besichtigt werden

Für uns als Kreuzfahrt-Neulinge war das Schiff aber gross genug, wir fühlten uns nie eingeengt und auf den Decks hatte es grosszügige Flächen, wo man sich aufhalten konnte. Und auch das vielfältige gastronomische Angebot bot genug Abwechslung.

in der Lounge mit der schönen Bar

Zu erwähnen wäre noch das grosszügige Theater neben der Lounge auf Deck 4. Im halbrunden Saal finden alle Passagiere auf bequemen Ledersesseln Platz. Im Theater finden täglich mehrere Informations-Veranstaltungen und Vorträge statt zu diversen, der jeweiligen Kreuzfahrt angepassten Themen statt. In unserem Fall zum Beispiel über die Navigation der polynesischen Seefahrer, über tropische Vögel, die Geschichte der Pazifikinseln oder die Unterwasserwelt. Und täglich gab es vor dem Nachtessen einen Rückblick auf die Ereignisse des Tages und einen Ausblick auf den nächsten Tag. Dabei wurden wir immer von einem feinen Drink von der Bar gleich nebenan begleitet.

im Theater lauschten wir den interessanten Vorträgen zu

Zum festen Tagesprogramm gehörte - mindestens für mich, manchmal auch für Marlise - ein After Dinner Drink neben der wunderschönen Bar in der Lounge auf Deck 4. Das Angebot der Bar deckte fast alle Wünsche ab. Whiskey, Cognac, Rum und noch viel mehr. Und alles von vielen Herkünften und in bester Qualität. Mit dabei waren immer auch andere Leute aus der Schweizer Gruppe, mit welchen man die gewonnenen Erlebnisse austauschen konnte.

Mein Fazit: Die Scenic Eclipse II ist ein Traumschiff für Leute, welche bereit sind, für Luxus, gehobenen Service und grosszügige Einrichtungen etwas mehr auszugeben und bewusst auf Grösse, Betrieb und unnötige Aktivitäten verzichten wollen.

Freitag, 3. April 2026

Unsere Gruppe

Mit 28 Teilnehmern und einer Reiseleiterin war unsere Gruppe recht gross, fand ich. Der erste Treffpunkt war am Abreisetag vor dem Abfluggate im Flughafen Zürich. Dort sahen sich die Teilnehmer zum ersten Mal. So richtig kennengelernt hat man sich aber erst nach der Einschiffung auf die Scenic Eclipse II in Lautoka auf den Fiji-Inseln. Sowohl in Singapur als auch in Sydney und auf Fiji gab es keine gemeinsamen Aktivitäten, jeder konnte den Aufenthalt individuell gestalten.

Bei der Einschiffung wurden wir dann vom Personal des Schiffes herzlich mit Champagner in der Lounge empfangen. Das war der erste Moment, um sich gegenseitig zuzuprosten und vorzustellen. Natürlich duzten sich spätestens jetzt alle, die Geschlechtsnamen wurden gar nie verwendet.

Champagner-Empfang nach der Einschiffung

Wir fühlten uns sofort wohl in der Gruppe. Mit unserem Alter lagen wir etwa in der Mitte oder etwas unterhalb des Durchschnitts aller Teilnehmer. Und alle waren erfahrene Reisende, welche sich wie wir einmal etwas Besonderes leisten wollten. Und niemand fiel durch ein besonderes Verhalten auf wie elitäres Gehabe, Besserwisserei oder Nörglerei. Natürlich gab es Teilnehmer mit etwas erhöhtem Kommunikations-Bedürfnis, aber nie wurde jemand unanständig oder ausfällig.

Speziell erwähnen möchte ich Walter (mit gleichem Jahrgang wie ich) aus Bauen, welcher die ganze Reise im Rollstuhl mitgemacht hat. Zusammen mit seiner Partnerin Iris hat er alle Herausforderungen problemlos gemeistert. In Busse ein- und aussteigen, Treppen hoch und runter, Kayakfahren, Schnorcheln: alles kein Problem und wir mussten nie auf ihn warten.

das Inserat in der Coop-Zeitung

Zusammengeschweisst hat auch die Tatsache, dass sich alle aufgrund eines Inserates in der Coop-Zeitung vom Mai letzten Jahres für diese Reise entschieden haben. Die meisten liessen sich von der Eleganz der im Inserat abgebildeten Scenic Eclipse II anstecken. Das war auch bei mir der Fall: Als ich das Bild sah wusste ich sofort, dass ich unbedingt einmal damit fahren will.

Donnerstag, 2. April 2026

Die Zeitreise

Unsere Reise rund um den Globus war auch eine Zeitreise. Sieben Mal mussten wir unsere Uhren auf eine neue Zeit einstellen:

Zürich - Singapur + 7 Stunden
Singapur - Sydney + 3 Stunden
Sydney - Fiji + 1 Stunde
Fiji - Tonga + 1 Stunde
Tonga-Cook Islands + 1 Stunde
Papeete - Los Angeles + 3 Stunden
Los Angeles - Zürich + 9 Stunden

Zusammengezählt haben wir also 25 Stunden vorgestellt. Normalerweise wären es ja 24 Stunden, da während unseres Aufenthalts in Los Angeles aber in Europa auf Sommerzeit umgestellt wurde war es eine Stunde mehr.

Speziell war für uns der 17. März, welchen wir zweimal erleben durften, denn zwischen Tonga und Niue überquerten wir die Datumsgrenze in östlicher Richtung. Wir durften also unsere Uhren um einen ganzen Tag zurückstellen. Auf dem Schiff erhielten wir dafür sogar ein Zertifikat:



Die Datumsgrenze verläuft zwischen dem Nord- und dem Südpol entlang des 180. Längengrades. Allerdings nicht als gerade Linie, denn dadurch hätten diverse Inselstaaten zwei verschiedene Daten. Um das zu verhindern wurde die Datumsgrenze um Inselgruppen herum gelegt, was dazu führte, dass die Grenze ziemlich grosse Ausbuchtungen in westlicher oder östlicher Richtung hat.

Mittwoch, 1. April 2026

Die Flüge

Sechsmal ging es auf unserer Weltreise in die Luft:


Der erste Flug von Zürich nach Singapur war mit 12 Stunden und 2 Minuten der längste, der kürzeste mit 37 Minuten der Helikopterflug über die Insel Aitutaki mit Start und Landung auf der Scenic Eclipse II.

Airbus H130 (Bild Flightradar24)

Dieser Flug war auch der Höhepunkt der ganzen Reise, welche eh schon mit unzähligen Highlights vollgepackt war. Auf dem Flug durften wir die Insel Aitutaki und das sie umgebende Riff aus der Vogelperspektive geniessen und konnten uns an den unglaublichen Farben kaum sattsehen. Und dies 39 Jahre nach unserer Hochzeitsreise, auf welcher wir den Besuch der Insel aufgrund eines Streiks verpassten. Der Heli mit dem Typ Airbus H130 war bisher in meiner Flugstatistik nicht vertreten.

Bisher nicht vertreten war auch die für mich neue Airline Air Tahiti Nui.


Die Flugstatistik habe ich aufdatiert, sie kann online abgerufen werden.

Dienstag, 31. März 2026

Traumreise beendet

Mit dem Flug von Los Angeles nach Zürich ging gestern unsere Traumreise rund um den Globus zu Ende. Im Gepäck hatten wir unendlich viele schöne Erinnerungen an viele besuchte Orte, Begegnungen mit lokalen Bevölkerungen, neue Bekanntschaften in der Reisegruppe und auch an die luxuriöse Fahrt mit der Scenic Eclipse II durch die Südsee.



Jetzt müssen wir erst einmal den Jetlag und die Zeitdifferenz bewältigen, ich werde dann noch einige Einträge als Reisebericht schreiben.

Sonntag, 29. März 2026

Los Angeles

Der Freitag war ein langer Tag für uns. Frühstück im Hilton Moorea Lagoon, herumhängen an Pool und Beach bis 16 Uhr, Transfer zur Fähre nach Papeete, gemeinsames Nachtessen in Papeete, Transfer zum Flughafen, Flug mit Air Tahiti Nui um Mitternacht nach Los Angeles mit Landung um 10:40.

Hafen von Papeete vor der Abreise

Dann die mühsame Einreise in Los Angeles, wo wir 1 Stunde und 40 Minuten bei der Passkontrolle anstehen mussten. Ankunft dann im Hotel Fairmont Plaza am frühen Nachmittag.

Ankunft in Los Angeles

Abends gönnten wir uns in einem Steakhouse frische Austern und ein feines Steak. Zum Steakhouse wollten wir mit einem Taxi fahren, was sich aber als unpraktisch erwies. Taxis gibt es in L.A. fast keine mehr, deshalb mussten wir die Uber App herunterladen und ein Uber-Fahrzeug bestellen, was dann bestens klappte.


Heute Sonntag müssen wir unsere Koffer zum letzten Mal auf dieser Reise packen, abends geht es mit der Swiss wieder nach Hause, womit unsere Weltumrundung zu Ende geht.

Freitag, 27. März 2026

Relaxtag auf Moorea

Der freie Tag auf Moorea am Donnerstag spielte sich für uns in der Hotelanlage des Hilton Moorea Lagoon ab. Als wir morgens zum Frühstück gingen war es so heiss und schwül, dass wir keine Lust hatten, etwas ausserhalb des Resorts zu unternehmen.

der kleine Pool...

...und der ganz grosse

Unsere Aktivitäten beschränkten sich deshalb auf Frühstücken, abwechslungsweises Baden im Pool und im Meer, Standup Paddeln, Kanufahren, Spaziergang durch die Hotelanlage, Drink an der Bar und Nachtessen. Die meisten unserer Schweizer Gruppe hatten auch keine weitergehenden Pläne.

wenn man genau hinschaut sieht man Marlise auf dem SUP

Heute Freitag gibt es etwas mehr Stress. Um 16 Uhr werden wir im Hotel abgeholt, dann geht es mit der Fähre zurück nach Papeete und nach einem gemeinsamen Nachtessen erfolgt der Transfer zum Flughafen. Dort müssen wir vom Südsee-Paradies Abschied nehmen, unsere Reise wird mit Ziel Los Angeles weiterhin in östlicher Richtung verlaufen.