Viele GVs von Schweizer Unternehmen verändern sich über die Jahre, mindestens was das Rahmenprogramm oder den Versammlungsort betrifft. Oft leider in eine für Aktionäre negative Richtung. Aus einem gediegenen bedienten Essen wird plötzlich ein Apéro Riche oder gar nur noch ein Glas Wein und ein paar Chips. Und im Extremfall wird die GV nur noch virtuell durchgeführt wie zum Beispiel bei der Swatch oder Barry Callebaut.
Das müssen die Aktionäre der Ems Chemie bis auf weiteres nicht befürchten. Seit ich vor 18 Jahren Aktien dieser Gesellschaft kaufte verläuft die GV jedes Jahr nach dem gleichen Muster und in der gleichen Reihenfolge:
- Die eintreffenden Aktionäre erhalten Kaffee und Gipfeli
- Um 10:30 wird die GV durch eine Musikgruppe mit zwei bis drei Stücken eröffnet (die Musikgruppe wechselt von Jahr zu Jahr, dieses Jahr war es das Bergwaldchörli Enggenhütten aus Appenzell)
- Der VR-Präsident begrüsst die Aktionäre und Gäste und verdankt den Auftritt der Musikgruppe
- Der resp. die CEO gibt einen Überblick über die Geschäftszahlen
- Mitarbeitende inklusive Lehrlinge präsentieren neue Produkte der Ems Chemie in einer theatermässigen Aufführung
- Der VR-Präsident führt die Versammlung durch die Traktandenliste und es wird abgestimmt
- Die Musikgruppe hat ihren zweiten Auftritt
- Die Tambouren aus Domat/Ems machen eine Runde durch das Zelt und spielen auf der Tribüne ein paar Stücke
- Erst jetzt wird das Mittagessen serviert, ein Dreigänger mit Wasser und Rotwein (auch das Menu ändert von Jahr zu Jahr)






















