Donnerstag, 6. August 2026

Mehr zur Klausenfahrt

Wir als GA-Abonnenten würden die Klausenfahrt, welche wir am Dienstag machten, normalerweise mit dem öV machen. Der Grund dafür, dass wir von der Normalität abwichen war, weil ich mit dem Mitsubishi Grandis, meinem neuen Auto, einmal eine etwas längere Strecke fahren wollte. Bisher war ich eher im Nahbereich unterwegs, noch nie war ich mehr als eine halbe Stunde am Stück unterwegs. Und vor der Klausenfahrt zeigte der Kilometerzähler erst etwa 450 km an.

Nebst dem Komfort auf längeren Fahrten wollte ich auch ein paar für mich neue Funktionen ausprobieren wie zum Beispiel den E-Save Modus. Damit kann man zum Beispiel auf Autobahnstrecken verhindern, dass das Auto mit dem Elektromotor fährt und so die Batterieladung für Strecken in Städten und Dörfern "sparen". Auf Autobahnen ist die Fahrt mit dem Benzinmotor sowieso effizienter.

Oder die Position "B" des Schalthebels, welche nebst "P", "D", "R" und "N" zur Verfügung steht. Diese Position kann bei Talfahrten verwendet werden, um einerseits die Bremsen zu schonen, indem der Motor in einem kleineren Gang als Bremse verwendet wird und damit andererseits gleichzeitig die Bewegungsenergie des Autos rekuperiert wird, um die Batterien aufzuladen. Das konnte ich auf der Talfahrt vom Klausenpass nach Linthal optimal einsetzen.

Ausserdem wollte ich die Navigation mithilfe von Google Maps ausprobieren. Wenn mein Handy im Auto ist wird dieses automatisch  auf das Infosystem des Autos gespiegelt, der Inhalt des Handy wird dann auf dem grossen Bildschirm neben dem Armaturenbrett (kann man dem heutzutage überhaupt noch so sagen?) angezeigt. Grundsätzlich funktionierte die Navigation gut, ich hatte aber mit der von mir vorgegebenen Rundfahrt mit diversen Via-Punkten Probleme, das System zeigte die Distanz und Fahrzeit immer nur bis zum nächsten Via-Punkt an. Aber wahrscheinlich habe ich da etwas falsch gemacht, ich muss das nochmals genau anschauen.

Nach der Klausenfahrt zeigt der Kilometerzähler jetzt 729 km an. Getankt habe ich noch nie und gemäss Anzeige kann ich immer noch weitere 200 km fahren. Ist doch eine sehr beachtliche Reichweite, finde ich.

Mittwoch, 5. August 2026

Klausenfahrt

Gestern waren wir fast sieben Stunden mit meinem neuen Auto, dem Mitsubishi Grandis, unterwegs. Höhepunkt der Rundfahrt war der Klausenpass. Der Klausen zählt mit seinen 1948 Metern nicht zu den höchsten Schweizer Pässen, ich finde die Fahrt durch die wild zerklüftete Landschaft aber immer wieder eindrücklich.

unsere ungefähre Route

kurz vor der Passhöhe

ein Gewitter braut sich zusammen

Blick über den Urnerboden

Auf der Rundfahrt machten wir auf dem Pass, auf dem Urnerboden und in Glarus Halt, wir deckten uns mit Alpkäse, Kalberwürsten, Brot und Pasteten ein.

Dienstag, 4. August 2026

Die türkische Migros

Letztes Jahr schrieb ich in einem Eintrag über eine Migros-Filiale in Istanbul, welche ich im Jahr 1972 auf einer meiner ersten Reisen fotografierte. Damals war ich höchst überrascht, fern der Heimat auf eine Migros-Filiale zu stossen.

Istanbul 1972

Letzte Woche las ich im Migros-Magazin einen Artikel über die Geschichte der türkischen Migros, war sehr interessant. Gegründet wurde sie in meinem Geburtsjahr, also 1954, von Gottlieb Duttweiler höchstpersönlich. Wie in der Schweiz fuhren anfänglich Migros-Verkaufswagen in die Quartiere, um die Bevölkerung mit guten und günstigen Lebensmitteln zu versorgen.

Die Migros ist heute einer der wichtigsten Detailhändler in der Türkei, sie betreibt über 3800 Filialen. Im Vergleich mit den 659 Schweizer Migros-Filialen ist das sehr gross, aber das Land ist ja auch viel grösser.  Ausser dem Namen gibt es keine Verbindungen mehr zur Schweizer Migros, sie gehört zur Anadolu-Unternehmensgruppe, zu welcher auch Wasserkraftwerke und Brauereien gehören. Deshalb kann man in den türkischen Filialen im Gegensatz zur Schweiz auch Bier kaufen.


Es gibt in der Türkei übrigens immer noch mobile Migros-Filialen. Im Südwesten des Landes verkehren drei Schiffe entlang der touristischen Küsten und machen in der Nähe von Stränden Halt.

Sonntag, 2. August 2026

Museo Doganale

In der Schweiz gibt es ja für fast alles ein Museum, auch ein Zollmuseum. Dieses steht auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Gandria, welches seit 2004 zu Lugano gehört. Das Dorf Gandria ist ja auf der gleichen Seeseite wie Lugano, das Zollmuseum befindet sich aber auf der gegenüberliegenden Seite. Das Museum steht etwa 200 Meter westlich der Grenze zu Italien. Dorthin kommt man nur entweder zu Fuss auf einem Wanderweg oder mit dem Schiff von Lugano.

Anfahrt zum Museum

Nach dem Besuch im Grotto mit Nachmittags-Essen hatte ich noch Zeit für einen Besuch im Museum, es ist nur fünf Minuten vom Grotto entfernt. Ich wurde von einer freundlichen, uniformierten Zollbeamtin begrüsst. Ich stellte mir vor, dass sie wahrscheinlich froh um jeden Besucher ist an diesem abgelegenen Ort.

Schmuggel-Uboot

Die Ausstellung verteilt sich auf vier Stockwerke im schmalen Gebäude und auch im Garten sind ein paar Objekte zu sehen. Wie in einem Museum nicht anders zu erwarten ist wird die Geschichte des Zollwesens erklärt und anhand von vielen Objekten visuell sichtbar gemacht. Hauptthemen in der Ausstellung sind der Warenverkehr, die Schmuggelei, die Ahndung des Imports von verbotenen Gegenständen sowie die Migration.

Sammlung unerlaubter Gegenstände


Mir hat das Museum sehr gut gefallen, einerseits aufgrund seiner Lage, aber auch wegen den interessanten Ausstellungsstücken. Am besten gefiel mir das Schmuggel-Uboot im Garten und ich stellte mir vor, wie beengend es für die Schmuggler gewesen sein muss in der Mini-Kiste mit Fusspedal-Antrieb.

Samstag, 1. August 2026

Grotto Descanso

Wie gestern erwähnt wollte ich schon lange im Grotto gegenüber von Gandria, genannt Cantine di Gandria, einkehren. Dass ich das am Donnerstag endlich realisierte lag unter anderem an einem kürzlichen Eintrag von Thomas Widmer in seinem Blog "Widmer Wandert Weiter". Seine Bilder und die Beschreibung machten mich gluschtig auf einen Besuch am Luganersee.

Das Grotto mit dem Namen "Descanso" (spanisch für "Ruhe") ist nur per Schiff oder Pedes erreichbar, deshalb ist die Planung der Anreise wichtig. Für eine Wanderung dorthin war es mir zu heiss, deshalb kam für mich nur die Schiff-Variante in Frage. Aber nach der Konsultation des Fahrplans auf der Website der Schifffahrtsgesellschaft war ich etwas verunsichert, denn es sind nur wenig Verbindungen aufgeführt mit recht grossen Lücken, was die Planung etwas schwierig macht. Von Thomas Widmer wollte ich wissen, mit welchem Kurs er hin und zurück fuhr und er verwies mich auf den SBB-Fahrplan. Und auf diesem gibt es praktisch jede Stunde eine Verbindung.

Und so war es dann auch, ich nahm von Seuzach den Zug um 11:22 und war etwa um 15:15 am Ziel im Grotto. Allerdings fuhr das Schiff nicht das Grotto, sondern das Zollmuseum an, von wo man in fünf Minuten im Grotto ist.

Die Essenszeiten sind in den Tessiner Grotti nicht einheitlich geregelt, deshalb muss man sich vor einem Besuch informieren, ob es geöffnet ist und auch ein Koch vor Ort ist. Schon mehrmals stand ich vor geschlossenen Türen oder sah mich mit einer kleinen Karte ohne warme Mahlzeiten konfrontiert. Diesmal wollte ich aber auf Nummer sicher gehen und klärte das mit einer KI-Anfrage ab.

Bei meiner Ankunft im Grotto waren nur etwa vier Tische belegt und ich suchte mir einen möglichst schattigen Tisch aus. Aus der relativ kleinen Karte - was per se kein Nachteil sein muss - suchte ich mir zur Vorspeise einen Salametti und als Hauptgang die Luganigha - eine Tessiner Spiralwurst - aus, so wie Thomas Widmer, aber mit Kartoffeln statt Polenta.

Der grösste Andrang in diesem Grotto findet über den Mittag und vor allem abends statt. Als ich aufbrach waren alle Tische für den Abendservice gedeckt, ich schätzte die Anzahl Gedecke auf etwa 120. Abends hat es übrigens ein Grotto-Schiff, welches die Leute zu den diversen am See gelegenen Grotti bringt und sie nach dem Essen wieder einsammelt. Mindestens in der warmen Jahreszeit.

Freitag, 31. Juli 2026

Ab in den Süden

Schon lange wollte ich dem Grotto an den Gestaden des Luganersees gegenüber von Gandria einen Besuch abstatten, verbunden mit einer Besichtigung des nahen Zollmuseums. Gestern Nachmittag habe ich den Plan im Rahmen einer Kurzvisite im Südkanton realisiert.

Monte San Salvatore

Anfahrt zum Zollmuseum

Angesichts der herrschenden Bruthitze brauchte es allerdings etwas Überwindung. Ich habe den Ausflug aber gut überstanden, dies dank gut funktionierenden Klimaanlagen in den Zügen und dem leisen Lüftchen auf der Überfahrt mit dem Schiff und im Grotto. Ins Schwitzen geriet ich dann aber im Zollmuseum, dies trotz Ventilatoren, welche aber natürlich nur sehr beschränkt Kühlung verschaffen.

das Grotto 5 Gehminuten vom Museum

Gandria

Heute beschränke ich mich auf ein paar Impressionen, über das Grotto und das Zollmuseum folgen separate Einträge.

Donnerstag, 30. Juli 2026

Seit 10 Jahren am Bloggen




Genau heute vor 10 Jahren, also am 30. Juli 2016, schrieb ich meinen ersten Blog-Eintrag. Damals startete mein Projekt "Gemeindewandern Schweiz" und der erste Eintrag enthielt eine Liste mit der Anzahl noch fehlenden Gemeinden pro Kanton. Das schweizweite Total lag bei 872 fehlenden Gemeinden. Das Projekt ist ja schon seit sieben Jahren abgeschlossen und seit 2019 berichte ich über meine Erlebnisse in einem neuen Blog.

Total habe ich in den beiden Blogs schon über 3'000 Einträge aufgeschaltet und diese wurden etwa 270'000 mal aufgerufen. Das sind etwas über 70 Aufrufe pro Tag. Das ist nicht wahnsinnig viel aber für mich genug, um weiterhin über meine Aktivitäten und anderes zu berichten. Und für mich ist es auch eine Art Tagebuch mit dem Vorteil, dass ich meine Erlebnisse beim Schreiben der Einträge ein zweites Mal erleben kann.

Allen Lesern danke ich für das Interesse an meinem Blog.