Samstag, 23. Mai 2026

GV Groupe Minoteries

Die GV der Groupe Minoteries SA ist in jeder GV-Saison ein Höhepunkt und ich versuche wenn immer möglich daran teilzunehmen. Die letzten beiden Jahre musste ich aber die Teilnahme auslassen, vorgestern Donnerstag klappte es aber wieder.

rechts das Weinfelder Rathaus

Die GVs der im Waadtland beheimateten GMSA finden jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Meistens in der Romandie, manchmal aber auch in der Deutschschweiz wie vor drei Jahren in Zürich. Und auch gestern musste ich nicht weit reisen, die Fahrt in meinen Heimatort Weinfelden TG dauerte weniger als eine Stunde.

Empfangen wurden die Aktionäre stilvoll im schönen Rathaus am Hauptplatz. Wie es sich für einen Müllerei-Betrieb gehört gab es zum Kaffee frische Gipfeli und Süssgebäcke. Und auch Steinmühlebrot konnte man probieren, wie der Name vermuten lässt wurde das Mehl mit Steinmühlen gemahlen.

Die Versammlung wurde im 1. Stock von der Verwaltungsratspräsidentin mit etwa 20 Minuten Verspätung eröffnet. Dies war dem Umstand zuzuschreiben, dass einige Aktionäre, welche an einer Führung bei der Zwicky-Fabrik in Müllheim teilnahmen, etwas verspätet eintrafen. Die Eröffnungsrede las die VR-Präsidentin von einem Manuskript auf Deutsch ab. Es ist ihr hoch anzurechnen, dass sie sich der Sprache der Mehrheit der Teilnehmer angepasst hat. Bei der Behandlung der Traktanden wechselte sie dann zwar aufs Französische, aber wer dieser Sprache nicht mächtig war konnte der Simultanübersetzung mit Kopfhörern lauschen.

Nach einigen meist unnötigen Wortmeldungen, welche die Sitzungsleiterin kompetent beantwortete wurde die Sitzung für geschlossen erklärt und die 186 Teilnehmer wurden zum Mittagessen im grossen Saal des Restaurants Trauben gleich gegenüber dem Rathaus eingeladen.


Das dreigängige Gericht und der passende Rot- und Weisswein vom Ottoberg wurden von den flinken Serviceangestellten professionell und speditiv serviert. Einzelne Aktionäre hatten es nach dem Hauptgang eilig, denn am Nachmittag standen noch andere GVs auf dem Programm. Ich genoss jedoch noch entspannt das Dessert und einen Kaffee.

Freitag, 22. Mai 2026

MehrSpur Zürich-Winterthur

Auf der Zugstrecke von Winterthur nach Zürich und umgekehrt bin ich oft unterwegs, wahrscheinlich sind es an die 200 Fahrten jährlich. Obwohl ich jeden Bahnhof und fast jedes Haus entlang der Strecke kenne schaue ich immer wieder gern nach draussen um zu sehen, ob es etwas Neues gibt. Und seit Anfang dieses Jahres schaue ich noch öfter raus, denn es gibt fast täglich etwas Neues. Dies vor allem in Winterthur-Töss und bei Dietlikon, Brüttisellen und Bassersdorf.

Zu sehen sind unzählige Baustellen entlang der Gleise, welche sich laufend verändern. Dass es so viele Baustellen hat ist kein Zufall, denn sie haben alle mit dem Bau des Brüttenertunnels zu tun. Über den Bau dieses Tunnels wurde seit Jahrzehnten diskutiert und nach einigen Projektänderungen erhielt die SBB im letzten Jahr die Baubewilligung. Nach dem Bau erhöht sich die Kapazität zwischen den beiden grössten Zürcher Städten deutlich. Bisher beschränkt sie sich auf eine Doppelspur, in welcher Effretikon der Engpass ist. Der 9 km lange Brüttnertunnel wird dann zwischen Winterthur-Töss und Dietlikon zwei separate Tunnelröhren haben und kurz vor Dietlikon wird ein Abzweiger im Tunnel nach Bassersdorf führen. Die Züge werden mit 160 kmh durch den Tunnel fahren und dafür 3 Minuten benötigen.

in diesem Bereich südlich von Töss...

wird die Tunnellinie auf die bestehende Linie treffen

Bis es soweit ist müssen wir allerdings noch etwas Geduld haben, die Eröffnung des Tunnels ist erst im Jahr 2037 geplant. Die Baustellen, welche man jetzt sieht stehen ganz am Anfang eines äusserst komplexen Bauvorhabens. Überall wird Gelände planiert um Platz zu schaffen für Installationsplätze, Materiallager oder eine geänderte Linienführung. Der Bau des eigentlichen Tunnels ist erst ab 2029 geplant.

Das Projekt beschränkt sich nicht nur auf den Tunnel, auch die Bahnhöfe Töss, Dietlikon, Bassersdorf und Wallisellen werden umfassend verändert. Zudem müssen viele die Bahnlinie kreuzende Wege und Strassen umgebaut, verlegt oder aufgehoben werden. Und auch die bestehende Bahninfrastruktur wie Fahrleitung oder Weichen wird angepasst oder total erneuert. 

auf diesem Feld östlich von Dietlikon entsteht das südliche Tunnelportal

Das Projekt heisst bei der SBB "MehrSpur Zürich-Winterthur". Alles Wissenswerte dazu kann man auf der Projekt-Website nachlesen.

Noch ein paar Worte zu den Kosten. Gemäss aktuellem Stand wird das Projekt etwa 4 Milliarden Franken kosten. Pro Tunnel-Kilometer sind das 444 Millionen, verglichen mit dem Gotthard-Basistunnel mit 214 Millionen pro Kilometer ein recht teurer Tunnel.

Donnerstag, 21. Mai 2026

Wenn ich den See seh brauch ich kein Meer mehr

Wenn ich den See seh brauch ich kein Meer mehr - dieses originelle Wortspiel stand im Zentrum der Präsidialansprache an der GV der SGV Holding AG am Dienstag in Luzern. SGV ist die Abkürzung für Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee, bestehend aus den drei Teilen Schifffahrtsbetrieb, dem Gastronomiebetrieb "Tavolago" und dem Bereich Schifftechnik "Shiptec".

Die SGV nimmt für sich in Anspruch, ein touristisch hochwertiges Produkt auf dem wahrscheinlich schönsten See der Schweiz anzubieten und dazu beizutragen, dass die Leute dieses Angebot vermehrt nutzen und sich zweimal überlegen, an irgendein Meer zu fahren.

Und das Angebot wird tatsächlich auch rege genutzt, das Geschäftsjahr 2025 war für die SGV sehr erfolgreich mit einem Nettogewinn von über 7 Millionen Franken. Eine Dividende wird vorläufig aber nicht ausgeschüttet, der Gewinn wird in diverse Projekte investiert. Zum Beispiel in Renovationen der Schiffe oder den Umbau des MS Saphir von Diesel- auf Wasserstoff-Antrieb. Bis 2050 will die Firma 100% CO2-neutral sein.

Apéro riche

Die GV in der grossen Messehalle war für die 412 Teilnehmer sehr angenehm. Sowohl während dem offiziellen Teil als auch beim anschliessenden Apéro riche hatte es viel Platz und es gab kein Gedränge.

Mittwoch, 20. Mai 2026

Mühle Wildbach Rorbas

Nur 10 Gehminuten lagen am Samstag zwischen der Haumüli in Embrach und der Mühle Wildbach in Rorbas. Ein Wegweiser mit der Aufschrift "Mühlentag" zeigte in Richtung des Restaurants "Mühle Wildbach", wo schon eine Traube von Leuten auf eine Führung warteten. Diese begann wenige Minuten nach meiner Ankunft.

Der Mühlenbesitzer himself machte es sich zur Aufgabe, dem Grüppli alles Wissenswerte zur Geschichte und zur Eigenart der Mühle zu erklären. 1868 sei die Mühle erbaut worden, nachdem das Wasserrecht eingeholt wurde. Dieses ist für den Betrieb einer Mühle erforderlich.

am Wildbach direkt unterhalb der Mühle

In der Mühle wurde nie Mehl gemahlen, sie trieb Maschinen für eine Küferei und einer Mosterei an. Die Mühle ist immer noch funktionsfähig, während der Führung wurde sie in Betrieb genommen. Sie hat aber keine Funktion mehr, es ist kein Gerät angeschlossen und die Welle dreht sich leer. Angetrieben wird die Mühle von einer Niederdruck-Francis-Turbine, was für diese Mühle eine Besonderheit darstellt.

Francis Cave, benannt nach der Francis-Turbine

im Transmissions-Raum

Fast mystisch war der etwa sechs Meter lange, begehbare Transmissions-Raum, durch welche die Welle führte, welche auf der anderen Seite die Maschinen antrieb. Die Wände sind feucht und sehen aus wie in einer Tropfsteinhöhle. In diversen Ausbuchtungen stehen brennende Kerzen, welche den fensterlosen Raum ein bisschen erhellen. Und auf diversen Gestellen stehen leere Gin- und Tonic-Flaschen. Dies erklärte der Führer damit, dass in diesem Raum ab und zu Gin & Tonic-Degustationen stattfänden.


Sehr schön fand ich auch die mit Tischen und Stühlen bestückte grosse Terrasse direkt am Ufer des Wildbachs. Dort an einem heissen Sommerabend etwas zu essen und trinken muss extrem schön und angenehm sein.

Dienstag, 19. Mai 2026

Haumüli Embrach

Als ich am Samstag auf meiner Wanderung am Wildbach bei der Haumüli im Norden von Embrach eintraf scharten sich viele Neugierige um die Mühle, welche am Schweizer Mühlentag in Betrieb war. Auffällig viele Familien mit Kleinkindern waren zugegen, für die Kinder war so eine alte Mühle höchst interessant. Schon vor über 800 Jahren gab es hier eine Mühle.

Und zugegebenermassen auch für mich, ich schaute mir die ganze Anlage an und beobachtete die in einer Art Müllertracht gekleideten Männer, welche die Mühle bedienten.

Die Haumüli besteht einerseits aus einer Mühle, in welcher immer noch Mehl gemahlen wird und andererseits aus einem Sägewerk, in welchem bei meinem Besuch gerade ein Baumstamm zu Brettern zersägt wurde.


Montag, 18. Mai 2026

Bierwanderung Wildbach

Datum: 16. Mai 2026
Dauer:
 3h05
Länge: 12.1 km
Wetter: stark bewölkt
Route: Lufingen-Embrach-Rorbas-Tössegg-Unterteufen
Charakteristik: einfache Wanderwege


Weiher Chlostergumpen zwischen Lufingen und Embrach

Embrach

am Wildbach


die letzten Meter des Wildbachs, hinten die Töss

Für die Samstagswanderung war in erster Linie ein Eintrag auf der Bierwandern-Website von Monika Saxer verantwortlich. Meine letzte Bierwanderung liegt schon einige Zeit zurück, sie führte am 9. März letzten Jahres von Gossau über den Schwänberg nach Herisau.

Für den Termin dieser Wanderung war in zweiter Linie das Datum des diesjährigen Mühlentages, welcher am Samstag stattfand, verantwortlich. Auf der Route lagen zwei Mühlen, welche am Samstag in Betrieb genommen wurden.

Von Lufingen geht es zuerst ein kurzes Stück auf einer Strasse, bevor es auf einer Brücke über den Itelbach geht, welchem ich ein paar Hundert Meter folge. Bei der Mündung des Itelbachs in den Wildbach beginnt der Wanderweg entlang des Wildbachs bis nach Rorbas, wo dieser in der Töss aufgeht.

Der Wanderweg durch das langgezogene Embrach und Rorbas ist sehr schön angelegt, nur selten ist man ein kurzes Stück auf einer Strasse. Vom starken Verkehr durch diese Dörfer spürt man kaum etwas.

Am nördlichen Ende von Embrach statte ich der Haumühle einen Besuch ab und nur etwa 800 m weiter auch der Mühle Wildbach in Rorbas. Mehr zu diesen Mühlen später. Die Mühle Wildbach steht nur etwa 400 m vor der Mündung in die Töss.

Der Weg von Rorbas bis zur Tössegg, wo die Töss in den Rhein mündet, verläuft meistens recht nah am östlichen Ufer der Töss. Von der Tössegg bis zum Ziel in Unterteufen geht es nochmals aufwärts. Leider war dann das Restaurant Wyberg, wo das Schlachthuus-Bier ausgeschenkt wird, aufgrund einer geschlossenen Gesellschaft geschlossen. Auf der Homepage der Brauerei habe ich aber gelesen, dass das Bier auch im avec in Oberwinterthur gekauft werden kann. Ich werde dann dort einmal vorbeischauen.

Sonntag, 17. Mai 2026

Am Wildbach

Nach den Regen- und in höheren Lagen sogar Schneetagen bot sich der Samstag für eine Wanderung an. Das Niederschlagsrisiko wurde von den Wetterschmöckern als moderat eingestuft.

der Wildbach in Embrach

Haumühle Embrach

Eisenbahnviadukt zwischen Bülach und Embrach

Und so war es auch auf meiner Wanderung am Wildbach zwischen Lufingen und der Tössegg. Anfänglich hingen bedrohliche Wolken über mir, nass wurde ich aber erst auf dem Nachhauseweg vom Bahnhof Seuzach.

Mühle Wildbach in Rorbas

Rorbas

an der Töss zwischen Rorbas und der Tössegg

Auf der flachen Route war ich meistens recht nah am Wildbach, der gestern gar nicht so wild war, unterwegs. Und dies auf überraschend schönen Wegen mit einem hohen Anteil an Natur. Interessant war auch der Besuch von zwei Mühlen, welche anlässlich des Mühlentags in Betrieb waren.

Samstag, 16. Mai 2026

Winterthur von A bis Z - P wie Pünten

Pünten gibt es nur in Winterthur. Das stimmt nicht ganz, denn Schrebergärten gibt es natürlich vielerorts, aber diese heissen in Winterthur eben Pünten. Sozusagen ein geschützter Name für die Eulachstädter Schrebergärten. Der Name leitet sich übrigens vom althochdeutschen Wort "biunta" ab, dabei handelt es sich um ein eingezäuntes Stück Ackerland oder Garten.

Pünten haben in Winterthur eine lange Tradition. Schon im 15. Jahrhundert gab es in Winterthur sogenannte Bürgergärten. Diese wurden rund um die Altstadt angelegt und versorgten die Bevölkerung mit frischem Gemüse und Früchten. Als sich die Stadt ausserhalb der Altstadt ausbreitete mussten die Bürgergärten weichen. Sie wurden aber nicht aufgehoben, sondern in die Aussenquartiere verlegt.

Die Stadt Winterthur ist heute noch Eigentümerin von etwa 2'500 Pünten und ein Teil davon wird auch von der Stadt bewirtschaftet. Wer eine Pünt pachten möchte muss bei der Stadt einen Antrag einreichen.

Alle Pünten unterliegen einem detaillierten, 18 Seiten starken Reglement. Darin ist festgehalten, welche Pflanzen erlaubt sind, welche Abstände einzuhalten sind, wie gross ein Cheminée sein darf, welche Materialien für das Gartenhaus verwendet werden dürfen und vieles mehr.

Die Bilder stammen von den Pünten neben dem EKZ Rosenberg.

Freitag, 15. Mai 2026

Linie Null

Wer in Baden in einen Bus der Linie Null einsteigt muss sich auf viel Überraschungen gefasst machen. Die Linie Null hat keinen Fahrplan und keine festgelegte Route. Die Abfahrtszeiten ab dem Badener Bahnhof sind zwar festgelegt, danach ist aber alles offen. Der Busfahrer entscheidet spontan, wohin die Reise geht. Oder er erfüllt den Wunsch eines Passagiers, an einen bestimmten Ort gefahren zu werden.

Bild TagesAnzeiger

Die Linie Null ist natürlich keine offizielle Buslinie, vielmehr handelt es sich um ein Projekt der St. Galler Künstler Frank und Patrik Riklin. Und das Projekt ist schon bald zu Ende, gefahren wird nur noch diesen Freitag und Samstag um 11:30 und 15:30. Ein Ticket muss man nicht lösen, wenn genügend Platz vorhanden ist kann man einfach einsteigen und irgendwo und irgendwann wieder aussteigen.

Hochzeitstag in der Linie Null (Bild TagesAnzeiger)

Die bisherigen Fahrten haben viel Neugierige angezogen, einmal musste sogar ein zweiter Bus bereitgestellt werden, um die Nachfrage zu befriedigen. Auf einer Fahrt war auch ein Ehepaar dabei, welches den Hochzeitstag mit Champagner feierte. Frank Riklin erklärte das grosse Interesse damit, dass für viele Leute der Tag von A bis Z durchgetaktet und durchorganisiert sei und die Linie Null Gelegenheit biete, aus diesem Korsett auszubrechen.

Donnerstag, 14. Mai 2026

GV Seilbahn Weissenstein

Nach der GV der Jungfraubahn am Montag und derjenigen der Burkhalter Holding am Dienstag war am Mittwoch eine Reise ins Solothurnische angesagt, die Seilbahn Weissenstein lud ihre Aktionäre auf den Jurahügel ins Hotel Weissenstein zur GV ein.

Ich traf punkt 11 Uhr am Ort des Geschehens ein und fand wie zu erwarten war einen voll besetzten Saal vor. Ich fand aber noch einen freien Platz und kaum abgesessen eröffnete der VR-Präsident die Versammlung mit den üblichen Feststellungen. Dass die Aktionäre rechtzeitig eingeladen worden seien, dass alle zwingend erforderlichen Personen anwesend seien und die Versammlung beschlussfähig sei.

Die Abstimmungen und Wahlen wurden zügig abgehandelt, es gab fast keine Wortmeldungen und nur wenig Enthaltungen oder Ablehnungen. Die meisten waren damit zufrieden, dass wieder eine Dividende ausgeschüttet wird.

Nach einer Stunde war alles erledigt und die Bahn frei für das Servicepersonal, welches Wasser, Weiss- und Rotwein in rauhen Mengen in den Saal brachte. Auf jeden Tisch wurden Wasser- und Weinflaschen verteilt, die Aktionäre konnten sich selbst bedienen und bei leeren Flaschen eine neue holen. Alles sehr unkompliziert.

Etwas Gedränge gab es dann beim Hauptgang, welches auf einem Buffet bereitgestellt wurde. Die Leute drängten von allen Seiten zum Buffet und standen sich im Weg, was aufgrund der engen Platzverhältnisse und 358 Teilnehmern nicht weiter erstaunte. Ich hoffe einfach, dass die Teilnehmerzahl im nächsten Jahr nicht viel höher sein wird, sonst wird es dann grenzwertig eng. Und wahrscheinlich hätte dann auch die Feuerwehr keine grosse Freude.

Mittwoch, 13. Mai 2026

GV Burkhalter

Das Kerngeschäft der Burkhalter Holding AG bestand früher aus Elektrotechnik, seit dem Zusammenschluss mit der Poenina im Jahr 2022 kam die Haustechnik (Heizung, Lüftung, Kühlung, Sanitärtechnik) dazu. Der Jahresumsatz 2025 belief sich auf etwas mehr als eine Milliarde Franken.


Die Firma wächst jährlich durch Zukäufe von Kleinbetrieben aus den erwähnten Branchen. Vor einem Kauf wird aber intensiv abgeklärt, ob der Betrieb gut integriert werden kann und ob ein Kauf wirtschaftlich Sinn macht.

Die gestrige GV im Mövenpick Hotel in Regensdorf fand im gewohnten Rahmen statt. Vor der GV gab es Kaffee und Gipfeli und nach dem offiziellen Teil einen Teller mit Zürcher Kalbsgeschnetzeltem und einen Schokoladekuchen zum Dessert, letzteren liess ich aber aus kalorientechnischen Gründen ausfallen.

Dienstag, 12. Mai 2026

GV Jungfraubahn

Acht Jahre waren seit meiner letzter Teilnahme an der GV der Jungfraubahn schon vergangen. Deshalb war es an der Zeit, dort wieder einmal dabeizusein, gestern machte ich mich deshalb auf den Weg nach Interlaken ins Kongresszentrum.

45 Minuten vor Beginn der GV stellte ich mich in der langen Schlange bei der Einlasskontrolle an, um mich zu registrieren und das Abstimmungsgerät, eine Flasche Wasser, eine Schokolade, den Gutschein für den Apéro sowie einen Gutschein für den Online-Shop der Jungfraubahn in Empfang zu nehmen.

der Counntdown läuft...

Im schon sehr gut besetzten Saal fanden ich und ein Swissair-Kollege mit seiner Frau ziemlich vorne noch freie Plätze. Die hinteren Plätze waren schon besetzt, diese haben den Vorteil, dass man schneller beim Apéro ist.

Der VR-Präsident, der CEO und der CFO konnten über ein erfolgreiches Jahr 2025 berichten. Das Ergebnis wurde bisher nur einmal übertroffen und die Aktionäre können sich auf eine erhöhte Dividende freuen. Der Ausblick für das laufende Jahr ist aber etwas durchzogen, aufgrund der Turbulenzen im Nahen Osten haben viele - vor allem asiatische - Reisende ihre Pläne für einen Europa-Besuch verschoben oder auch ganz gestrichen. Das hat bei der Jungfraubahn bereits zu spürbaren Umsatzrückgängen geführt.



Nach 95 Minuten schloss der VR-Präsident die Versammlung und lud die Teilnehmer zum traditionellen Apéro im Casino gleich nebenan ein. Der Apéro in den wunderschönen, reich dekorierten Hallen ist immer ein Höhepunkt. Nach zehn Minuten Anstehen hatte ich einen Schinkenteller mit Kartoffelsalat und ein Glas Wein in den Händen.

Etwas später traf ich dann noch auf einige andere Swissair-Kollegen, mit welchen ich auf vergangene Zeiten anstossen konnte.

Montag, 11. Mai 2026

Schipkapass

Heute liefere ich die Antwort darauf, was es mit der Schipkapass-Wanderung am letzten Freitag auf sich hat. Den Schipkapass gibt es tatsächlich, aber nicht in der Schweiz, sondern in Bulgarien. Der 1185 Meter hohe Gebirgspass überquert das Balkangebirge in Zentralbulgarien.

Streckenführung der Schipkapass-Bahn

Im Jahr 1877 ereignete sich am Schipkapass eine Schlacht im Rahmen des Russisch-Osmanischen Krieges, in welcher russische Truppen den Passübergang eroberten. Und im gleichen Jahr wurde in der Schweiz eine Eisenbahnlinie zwischen Bülach und Baden eröffnet. Deshalb wurde diese Bahn im Volksmund als Schipkapass-Bahn bezeichnet. Auf der Strecke von Bülach nach Baden musste die Bahn zwischen Oberhasli und Buchs den Schwänkelberg überwinden, weshalb die Bahn auch Schwänkelbergbahn genannt wurde.


Die Bahn wurde 1937 aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt. Es mangelte nicht nur an Passagieren, auch für Gütertransporte war sie aufgrund von starkem Gefälle zu wenig leistungsfähig. Die Gleise wurden zum grössten Teil entfernt, ein kurzes Stück davon wird bei Oberhasli noch als Abstellgleis verwendet. Ein nur wenige Meter langes Gleisstück ist aber im Wald zwischen dem Bösbuck und Steinacker erhalten geblieben. Dort gibt es eine Eisenbahnbrücke über den Wanderweg, auf welcher das Gleisstück noch zu sehen ist.