Montag, 2. Januar 2023

Mein 2022

2022 ist Geschichte, Zeit für eine stark gekürzte Zusammenfassung.

Gewandert bin ich - oder wir - an 73 Tagen, das sind genau gleich viel wie im Vorjahr 2021. Zurückgelegt habe ich etwas mehr als 1'000 Kilometer, insofern ist das Minimalziel erfüllt. Im Sommer gab es hitzebedingt einige längere Pausen. Auch in den Wintermonaten November und Dezember hielt ich mich etwas zurück. Nicht wegen der Temperatur, sondern eher wegen den kurzen Tagen.

Viele der Wanderungen führten zu ehemaligen Gemeinden, 64 davon besuchte ich im letzten Jahr. Auf meiner Pendenzenliste stehen aber immer noch 151, diese verteilen sich anteilsmässig wie folgt auf die Kantone:


Generalversammlungen waren nach zweijährigem Totalausfall wieder ein Thema, obwohl viele Firmen ihre GVs immer noch virtuell durchführen und dies teilweise beibehalten werden. An 14 GVs war ich dabei, das ist zahlenmässig auf viel tieferem Niveau als vor Corona.

Geflogen bin ich 2022 20 Mal, wobei ich jeden Start einzeln zähle, Hin- und Rückflug sind also zwei Flüge. Destinationen waren Genf, Zürich, Mailand, Malta, Bologna, Rhodos, Ecuador, Stuttgart und Wien. Insbesondere die grosse Ecuador-Reise mit dem Besuch der Galapagos-Inseln habe ich in bester Erinnerung.

Mein Projekt "Länderfliegen Europa" mit dem Ziel, alle Länder Europas besucht zu haben, hat 2022 keine grossen Fortschritte gemacht. Wir besuchten zwar Rhodos, Malta und San Marino und konnten damit drei Gebiete des TCC abhaken, es warten aber noch einige Länder auf meinen Besuch, insbesondere rund um die Ukraine und auch die Ukraine selbst. Wann in diesen Ländern wieder normal gereist werden kann ist völlig offen.

So, jetzt schaue ich wieder nach vorne und bin gespannt, was 2023 im Gepäck hat.


Sonntag, 1. Januar 2023

Schloss Landshut

Als Erstes wünsche ich allen ein gutes neues Jahr.

Der vierte Grund für die Mittwochswanderung war das Schloss Landshut etwas nördlich von Utzenstorf. In diesem Dorf bin ich schon einige Male durchgewandert, das Schloss liess ich aber immer links oder rechts liegen. Das lag aber daran, dass ich gar nicht wusste, dass es dort ein Schloss hat.

Jetzt hat es aber geklappt, ich drehte eine Runde um das schöne Schloss, welches im 13. Jahrhundert von den Zähringern erbaut wurde und von einem Wassergraben umgeben ist. Die Umgebung des Schlosses ist sehr schön gestaltet mit diversen Wegen, Bachläufen und Bepflanzungen.


Es beherbergt das Schweizerische Wild- und Jagdmuseum, dieses ist aber gegenwärtig im Winterschlaf und öffnet erst Mitte Mai wieder. Ins Schloss hinein konnte ich deshalb nicht, die Zugbrücke über den Wassergraben war hochgezogen.


Samstag, 31. Dezember 2022

Ramswurst

Die Mittwochswanderung war auch eine Wurstwanderung, womit wir beim dritten Grund für die Wanderung wären.

Mein kleines Projekt "Wurstwandern" ist die letzten zwei Jahre etwas ins Stocken geraten, Corona lässt grüssen. Jetzt möchte ich aber wieder daran arbeiten, von den 23 Würsten, welche vor einigen Jahren in der Schweizer Familie vorgestellt wurden, fehlen mir immer noch 16. Mein Ziel ist es, alle 23 Würste auf einer Wanderung entweder zu kaufen oder gleich in einem Restaurant zu geniessen.

Jede der Würste ist eine kantonale Spezialität, bei den Halbkantonen ist es nur eine Wurst für beide Halbkantone, deshalb sind es 23. Am Mittwoch war die Solothurner Wurst an der Reihe, sie heisst Ramswurst und ist eine saisonal sehr eingeschränkt erhältliche Wurst. Sie wird nur in den zwei letzten Wochen des Jahres verkauft.

Gekauft habe ich sie allerdings im bernischen Utzenstorf in der Metzgerei Aeschlimann. Ich musste ziemlich lange einen Provider suchen, im Kanton Solothurn wurde ich nicht fündig. Aber Utzenstorf ist auch nicht weit von der Kantonsgrenze entfernt.

die ordentlich dicken Ramswürste wiegen je 300 g

Hinter der Ramswurst versteckt sich eine alte Tradition. Vor allem zwischen Weihnachten und Neujahr wird in der Gegend zwischen dem Neuenburgersee und Sensegebiet geramst. Das ist ein lokal verankerter Jass mit eigenen Regeln. Gejasst wird in Restaurants im Rahmen eines Turniers und der Gewinner darf eine Ramswurst nach Hause nehmen oder sie gleich im Restaurant geniessen.

wir haben sie fast eine Stunde ziehen lassen

So, nun bleibt mir für dieses Jahr nur noch, allen Leser/innen meines Blogs einen guten Rutsch ins "Abenteuer 2023" zu wünschen.


Freitag, 30. Dezember 2022

nobile

Der zweite Grund für die Mittwochswanderung war nobile, so heisst eine kleine Schokoladen-Manufaktur in Bätterkinden. Sie ist aber nicht nur klein, sondern ebenso fein, so behaupten es jedenfalls die Inhaber auf ihrer Homepage. Und auch die Medien sind des Lobes voll, in einer Zeitung hatte ich davon gelesen, was mich für einen Besuch motivierte. Vor ein paar Jahren wurde die Manufaktur übrigens zur besten der Schweiz gekürt.

hier wird produziert und verkauft

Die Chocolatiers - oder Artisti del cioccolato, wie sie sich auf den Verpackungen nennen - verwenden für ihre Produkte nur das Beste, angefangen von nachhaltig produzierten Kakao-Bohnen bis zu Milch von im Entlebuch weidenden Kühen. Und natürlich wird alles in Handarbeit produziert, was mit dafür verantwortlich ist, dass die Preise für die Konsumenten weit über industriell gefertigten Produkten liegen.

Natürlich habe ich dort etwas gekauft, eine kleine Schachtel Pralinen, gefertigt mit ausschliesslich Schweizer Produkten, ausgenommen natürlich die Kakao-Bohnen. Probiert habe ich sie noch nicht, vielleicht gönne ich mir eines oder zwei davon zum Jahreswechsel.



Donnerstag, 29. Dezember 2022

Wanderung Bätterkinden - Gerlafingen

Datum: 28. Dezember 2022
Dauer: 2h55
Länge: 12.2 km
Wetter: sonnig
Route: Bätterkinden-Utzenstorf-Pt. 473-Burgerwald-Zielebach-Gerlafingen
Charakteristik: leichte Wanderwege und Strassen


der stattliche "Bären" in Utzenstorf, hier
speiste ich vor einigen Jahren vorzüglich

wärmebedingt matschige Wege,
Schnee und Eis wären mir lieber

interessanter Kirchturm in Gerlafingen

Gleich vier Gründe waren für die gestrige Wanderung verantwortlich. Einerseits die Wanderung an sich, es war die erste nach über einem Monat Pause, höchste Zeit also, wieder einmal die Wanderkleider anzuziehen. Was die anderen Gründe waren erfährt man hier ab morgen.

Vom Bahnhof Bätterkinden geht es in nordöstlicher Richtung durch das Dorfzentrum und schon bald überquere ich die Emme, welche hier die Grenze zwischen Bätterkinden und Utzenstorf bildet. In Utzenstorf drehe ich eine Schlaufe nach Norden, um mir einen der Gründe anzuschauen.

Bei der Durchquerung von Utzenstorf komme ich beim Bären vorbei. In diesem wie eine Festung im Dorf stehenden urgemütlichen Gasthaus liess ich mich vor einigen Jahren kulinarisch verwöhnen.

Jetzt verlasse ich das Siedlungsgebiet, auf einem schnurgeraden Feldweg geht es nach Osten bis zu einem Waldrand. Dort drehe ich nach links und folge dem Wegweiser nach Gerlafingen. Nach eineinhalb Stunden entlang des Waldes und durch den Wald erreiche ich den Bahnhof von Gerlafingen, welcher gleich neben den riesigen Industrieanlagen liegt. Das ehemalige Stahlwerk Von Roll beschäftigte in den besten Jahren über 5'000 Mitarbeiter, heute sind es noch 500.

Diese Gegend weist keine topographischen Herausforderungen auf, das Gelände ist topfeben. Gerlafingen liegt nur etwa 30 Meter tiefer als Bätterkinden.


Mittwoch, 28. Dezember 2022

Viermal 28. Dezember

Vier Einträge weist der 28. Dezember in meiner Wanderstatistik auf:

2011 ging es mit Schneeschuhen von Unterägeri
über die Halsegg nach Sattel

2016 von Burgdorf nach Solothurn

2018 in der Leventina von Rodi-Fiesso via Dalpe nach Faido

und 2019 von Niederbüren nach Jonschwil

Und heute wird es wieder eine Wanderung geben, wie schon 2016 werde ich im bernischen Utzenstorf vorbeikommen, mehr darüber morgen.



Montag, 26. Dezember 2022

Meine Wanderungen am Stephanstag

Dreimal war ich an meinem Namenstag wandern:

2011 mit den Schneeschuhen über den Furggelenstock

2016 eine Rundwanderung bei Biel

und 2019 im Thurgau von Sulgen nach Kradolf

Heute ist keine Wanderung geplant, unsere Töchter sind noch zu Besuch. Aber am Mittwoch könnte ich wieder einmal die Wanderschuhe schnüren, der Wetterbericht würde es zulassen.