Donnerstag, 15. Oktober 2026

Das Martinsbrünneli

Das Martinsbrünneli befindet sich südwestlich von Rüti gleich südlich der A15, auf der Karte ist es mit "Naturbrücke" bezeichnet. Ein Wanderweg führt direkt dort vorbei.


Vom Wanderweg aus führt ein kurzer, schmaler Pfad zum Wasserfall, welcher unter einer natürlichen Brücke einige Meter in die Tiefe stürzt. Bei meinem Besuch konnte man allerdings kaum von einem Wasserfall sprechen, es war eher ein Rinnsal. Aber immerhin wurde meine Befürchtung, dass das Martinsbrünneli ganz ausgetrocknet sein könnte, nicht bestätigt.


Das Naturdenkmal geht auf einen gewaltigen Bergsturz vor etwa 16 Millionen Jahren zurück. Damals riegelte ein Fessturz ein Tal ab, worauf sich ein immer grösserer See bildete. Als der Wasserdruck zu gross wurde brach der natürliche Damm, worauf sich der ganze See inklusive Schutt ins Flachland ergoss. Das Material im Umfang von 5 bis 10 Milliarden Kubikmetern deckte die Landschaft zwischen dem heutigen St. Gallen und dem Zürichsee zu.


Das Material verdichtete sich und wurde so hart wie Beton. Die über dem Wasserfall schwebende Brücke besteht aus diesem äusserst harten Material und das Wasser hat die darunterliegende weichere Schicht erodiert. Ein spektakulöser Zeuge von unendlich weit zurückliegenden Ereignissen.

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