Mittwoch, 7. Februar 2024

Wir sind gelandet

Mein 1849. Flug ist schon Geschichte, nach 10 langen Stunden sind wir gestern mit einem A-330 der Swiss in Miami gelandet. Wir sind aber noch nicht am Ziel, denn heute ist schon der nächste Flug geplant. Wohin der geht schreibe ich hier morgen. Ich verrate hier nur, dass wir in einem Land landen werden, wo wir beide noch nie waren.

Übernachtet haben wir hier im Hilton Blue Lagoon am Flughafen. Vom Zimmer aus können wir den startenden und landenden Flugzeugen zuschauen. Hier ein Bild vom Hotel, für ein Bad im Pool war die Temperatur aber etwas zu bescheiden.




Dienstag, 6. Februar 2024

Das persönliche Geburtstagsgeschenk

Zu meinem kürzlichen Geburtstag erhielt ich ein sehr persönliches Geburtstagsgeschenk. Der Gemeindeexperte und Dichter Alain Neuhaus schickte mir ein Mail mit einer Sammlung von Gedichten, welche er speziell für mich zu meinem Geburtstag ersonnen hat. Er ist ein treuer und interessierter Leser meines Blogs und hat vieles, was ich dort geschrieben habe, in Gedichte eingebunden. Ich habe grosse Freude an diesem Geschenk und danke ihm auch an dieser Stelle nochmals herzlich dafür.

Ich möchte hier einige der Gedichte auflisten und zu jedem davon noch einen kurzen Kommentar schreiben.

In den allermeisten Fällen reist er zu seinen Wanderungen mit dem öV
Eine Ausnahme gab es einmal genau
Er flog mit dem Helikopter
Bereits in Braunwald wieder stoppt er

Ja, das war wirklich sehr ungewöhnlich und ich bin froh, dass ich diese Gelegenheit nutzte. Und genau genommen war es ja auch eine Anreise per öV, denn der Heli flog ja als Ersatz für die Bergbahn.

Uf de Wanderig vo Kerns nach Buochs händ er und sini Frau entdeckt
Es Sitzbänkli mit Unterwaldner Dialekt
Druf gschtande sind sächs Wörter vo dene beide Kantön
Ich find, das tönt no luschtig und au schön

Daran konnte ich mich gar nicht erinnern, aber Alain Neuhaus hat natürlich recht, am 8. Oktober 2019 kamen wir bei diesem Bänkli vorbei:


Im Juli 2023 die Zügelkartons stapeln und die Regale leeren sich
Die Wände werden neu gestrich’
Und der Spannteppich ersetzt werden soll
Weil er sieht aus nicht mehr so toll

Die Investition hat sich gelohnt, die Handwerker haben ganze Arbeit geleistet und es sieht alles wieder neu aus. Und während den Arbeiten genossen wir zwei Wochen in Davos mit einigen schönen Wanderungen.

Der Jubilar fliegt sehr fleissig
Am 20. Januar 2023 sein Flug Nummer eintausendachthundertdreiunddreissig
Nur ein paar einzelne Sitze bleiben leer
Nach diesem Flug hat er an diesem Datum in seiner Flugstatistik keine Lücke mehr

Noch drei Lücken weist meine Flugstatistik auf: der 5. Mai sowie der 24. und 25. Dezember. Die Mai-Lücke werde ich dieses Jahr wahrscheinlich schliessen, die Weihnachtslücke wird dagegen etwas schwieriger.

Und wenn alles klappt gibt es heute meinen eintausendachthundertneunundvierzigsten Flug. Nach unserer Ankunft werde ich verraten, wo wir gelandet sind. Das wird aber frühestens morgen Mittag der Fall sein.

Sis Projekt „Länderfliegen Europa“
Es paar Lücke tuet ’s dänn scho no haa
2022 hät ’s kei grossi Fortschritt gmacht
Unter anderem wil ’s i de Ukraine hät heftig kracht

Ja, leider ist der Krieg in der Ukraine schlecht für mein Projekt "Länderfliegen Europa", einige der noch fehlenden Länder werde ich bis auf weiteres nicht besuchen können. Es gibt aber noch einige, welche problemlos besucht werden können. Eines davon werde ich Ende Februar besuchen, welches verrate ich noch nicht.


Montag, 5. Februar 2024

Wanderung Nesslau - Ebnat-Kappel

Datum: 03. Februar 2024
Dauer: 2h55
Länge: 11.1 km
Wetter: sonnig
Route: Nesslau-Sandweidli-Chammeren-Krummenau-Horben - Ebnat-Kappel
Charakteristik: leichte bis mittlere Wanderwege


Blick über die Thur nahe Neu St. Johann

Kraftwerk bei Krummenau

an der wilden Thur

An der Thur waren wir schon sehr oft unterwegs, unter anderem auch zwischen Ebnat-Kappel und Nesslau auf dem attraktiven Uferweg. Was mir noch fehlte ist ein etwa zwei Kilometer langes Stück zwischen Nesslau und Bühlerbrugg. Und genau auf diesem Stück befindet sich das Thurinseli mit der kleinen Kapelle (siehe gestrigen Eintrag).

Vom Bahnhof Nesslau-Neu St. Johann geht es zuerst in südöstlicher Richtung neben der Hauptstrasse, bevor mein Weg nach rechts abzweigt und die Thur überquert. Jetzt bin ich auf dem Weg mit der Nummer 24, dem Thurweg, welcher über 160 km von Wildhaus bis ins schaffhausische Rüdlingen führt.

Auf einem flachen und breiten Weg geht es zu besagtem Kapelleninseli, welches ich kurz erkunde. Nebst der Kapelle hat es eine Feuerstelle mit einer offenen Hütte, eine hölzerne Schaukel und eine geschlossene Hütte. Im Sommer wird es hier viel Volk haben, welches etwas brätelt und vielleicht die Füsse in der Thur badet.

Auf dem nächsten Teilstück bis Krummenau ist man meistens direkt am Fluss und das offene Gelände erlaubt schöne Blicke zu den Churfirsten und dem Säntis.

Ab Krummenau wird das Gelände etwas coupiert, angefangen durch einen Abstieg auf einer Treppe entlang einer Druckleitung des Kraftwerkes. Auf vielen Infotafeln wird erklärt, wie der Strom erzeugt wird.

Bis zum Ziel in Ebnat-Kappel fliesst die Thur in einer stellenweise tiefen Schlucht. Der Weg ist sehr abwechslungsreich mit vielen Auf- und Abstiegen, darunter auf vielen Treppen. Für einen Uferweg ist er auf diesem Stück recht anstrengend.


Sonntag, 4. Februar 2024

Die Kapelle in der Thur

Zur Kapelle in der Thur hat es in Thomas Widmer's Wunderbüchlein nur eine kurze Beschreibung. Auf 10  Zeilen wird erklärt, wo es sich befindet, nämlich auf einer Insel in der kräftig ziehenden und bisweilen auch reissenden Thur zwischen Nesslau und Krummenau.

Und dass sie einer Organisation namens Johanneum gehört, welche mit Behinderten arbeitet. Es steht auch, dass die Insel durch einen Steg mit dem "Festland" verbunden und die kleine Kapelle zugänglich ist. Darin sei eine Muttergottes zu sehen und wenn man durch die kleinen Fenster über das Wasser blicke wähne man sich auf einem spirituellen Schiff.


Das schreibe ich natürlich nicht einfach so, denn genau an diesem spirituellen Ort kam ich gestern Samstag vorbei auf einer Schönwetter-Wanderung von Nesslau nach Ebnat-Kappel. Und ich kann bestätigen, dass die Beschreibung im Büchlein zutrifft.

Und noch ein lustiges Detail: das Inseli wird lokal auch "Helgoland" genannt, also gleich wie die deutsche Insel in der Nordsee.

Mehr zur Wanderung morgen.

Samstag, 3. Februar 2024

Wanderung Magglingen - Twann

Datum: 26. Januar 2024
Dauer: 2h10
Länge: 8.9 km
Wetter: bedeckt
Route: Magglingen-Nidauberg-Tüscherzberg-Holestei-Chapf-Twann
Charakteristik: leichte Wanderwege


schöner Blick von Magglingen über Biel

viel Sturmholz auf dem Weg

Twann und die St. Petersinsel

Twann

Nachträglich noch der Wanderbericht von der Wurst- und Steinwanderung letzte Woche.

Am Freitagmorgen war es in Seuzach trocken, also machte ich mich auf den Weg an den Bielersee. Aber ob es dort bis zu meiner Ankunft auch trocken sein würde wusste ich natürlich nicht. Aber Petrus hatte ein Nachsehen und sorgte dafür, dass ich den Regenschirm nicht brauchte.

In Biel nehme ich das Magglingen-Standseilbähnli und steige 450 Meter weiter oben wieder aus. Trotz bedecktem Himmel geniesse ich zuerst die Aussicht über Biel mit dem See. Am Horizont sind sogar Berge zu sehen.

Nach ein paar Fotos geht es vorbei an diversen Gebäuden der Sporthochschule in den steilen, bewaldeten Hang über dem See. Der Weg ist breit und bis auf einige Stellen mit Sturmholz problemlos. Nach zwei Spitzkehren erreiche ich Nidauberg, eine Lichtung im Nidauwald. Durch den laublosen Wald hat man immer wieder Aussicht über den See.

Nach einer weiteren Lichtung mutiert der breite Weg zu einem schmalen Pfad, welcher hinauf zum Holestei (siehe früheren Eintrag) und hinunter nach Twann führt. Dort verspüre ich Lust auf eine Treberwurst, welche in diversen Restaurants angeboten wird, aber ich verzichte zugunsten einer nicht allzu späten Heimkehr darauf. Immerhin kaufe ich eine derselben, um sie in den nächsten Tagen zuhause zu geniessen.


Freitag, 2. Februar 2024

La Petite France

Der zweite Höhepunkt auf unserer Strassburger Stadtwanderung war das Quartier "Petite France" im südwestlichen Teil der Stadt. Man könnte es so wie in Colmar auch "Petite Venise", also Klein Venedig nennen, angelehnt an die diversen Kanäle, durch welche das Wasser des Flusses Ill fliesst. Man hat dort das Gefühl, dass das Wasser allgegenwärtig ist, wenn natürlich auch in weit geringerem Umfang als in Venedig.

Es ist aber nicht nur das Wasser, was den Höhepunkt ausmacht, sondern auch die vielen schön renovierten Fachwerkbauten, welche sich mancherorts photogen im Wasser spiegeln. In diesem Quartier wohnten früher viele Gerber, deshalb spricht man auch vom Quartier des Tanneurs. Das waren eher arme Leute, deshalb war es wohl das Armenhaus der Stadt.

In vielen der schönen Häuser werden Restaurants betrieben, in welchen man mit Blick auf die Kanäle die feinen elsässischen Gerichte geniessen kann.

Und hier möchte ich noch die Geschichte vom montäglichen Geburtstagsessen erzählen: vorgängig zu unserer Reise nach Strassburg informierten wir uns über das Angebot in den diversen Restaurants und reservierten im "Au Pont St-Martin" zum Nachtessen. Auf der Speisekarte fanden wir ein Filet de Boef mit Pfeffersauce und auch eines mit Entenleber. Und auf diese Gerichte freuten wir uns beide. Als uns der Kellner die Speisekarte an den Tisch brachte erwähnte er beiläufig, dass zwei Gerichte nicht erhältlich seien: das Filet de Boef mit Pfeffersauce und dasjenige mit Entenleber.

neben der Brücke das "Au Pont St-Marin"

Das war doch ein Dämpfer. Auf der Karte hatte es noch viele andere Gerichte, aber wir hatten uns zu sehr auf die Filets eingestellt, um einfach etwas anderes zu bestellen. Der Kellner hatte Verständnis und telefonierte herum, um ein anderes Restaurant zu finden, welche auf unseren Wunsch eingehen konnte. Und er wurde fündig. Wir mussten zwar etwa 20 Minuten zum anderen Restaurant gehen und dieses war auch nicht am Wasser, aber das Filet de Boef konnten wir bestellen, wenn auch ohne Pfeffersauce und Entenleber.



Donnerstag, 1. Februar 2024

Das Strassburger Münster

Auf unserem Stadtrundgang in Strassburg haben wir am Montag viel Schönes und Interessantes gesehen, aber ich möchte mich hier auf zwei Höhepunkte beschränken. Einer davon ist das Münster oder Cathédrale auf französisch. Wie es sich gehört steht dieses in der Altstadt, welche quasi als Insel von Seitenarmen des Flusses Ill umflossen wird.

Am Münster wurde vom 12. bis zum 15. Jahrhundert gebaut, es besteht aus Sandstein aus den nahen Vogesen. Der 142 Meter hohe Turm war lange Zeit das höchste Bauwerk weltweit. Ursprünglich waren zwei Türme geplant, der Plan wurde aber schon früh zugunsten eines einzigen Turmes verworfen. Ursprünglich wurde das Gotteshaus im romanischen Stil gebaut, aufgrund der langen Bauzeit wurde später auf Gotik umgestellt.

Das filigrane Bauwerk ist äusserst komplex, überall hat es Statuen als Bestandteil von religiösen Szenen oder Verzierungen. Insbesondere das Hauptportal ist von überragender kunsthistorischer Bedeutung. Fachleute können hier stundenlang verweilen.

das Hauptportal mit unzähligen Figuren

Besonders interessant ist auch die im Innenraum installierte astronomische Uhr. Sie zeigt nicht nur die genaue Zeit, sondern auch die Zeit von Sonnenauf- und Untergang, die Position der Planeten im Sonnensystem und viele andere Informationen. Und sie ist für eine rein mechanische Uhr sehr genau, die Abweichung beträgt wenige Sekunden im Jahr.

astronomische Uhr

Jeden Tag um 12 Uhr wird neben der Uhr ein Film gezeigt, welcher über alle Details Bescheid gibt. Zum Beispiel, dass sich neben der Uhr ein Automat befindet, mit welchem die Daten der christlichen Feiertage jedes Jahres berechnet werden können. Und auch das rein mechanisch. Und nach dem Film kann man zuschauen, wie sich die an der Uhr angebrachten Figuren, zum Beispiel die 12 Apostel, im Kreis bewegen, automatisch gesteuert von der astronomischen Uhr.

dieser Automat berechnet die Daten
der christlichen Feiertage

Danach wurde es noch sportlich, über 330 Treppenstufen ging es auf eine Plattform des Münsters, von wo wir den Panoramablick über die Stadt bewundern konnten.


Über den zweiten Höhepunkt werde ich morgen schreiben.