Mittwoch, 10. Juli 2019

Flims

Am Dienstagnachmittag dislozierten wir nach Flims. Dort wollen wir das Zwischenhoch mit nicht allzu hohen Temperaturen für zwei Wanderungen nutzen. Mehr darüber morgen.

der Flimserstein ist noch etwas benebelt



Dienstag, 9. Juli 2019

GV Burckhardt Compression

Eine so kurze Anreise an eine GV wie am Samstag habe ich sonst nie. Mit dem Zug drei Stationen von Seuzach nach Oberwinterthur und noch 5 Minuten zu Fuss, dann stehe ich vor den Toren der Burckhardt Compression. Die auf mittlere bis grosse - um nicht zu sagen riesige - Kompressoren spezialisierte Firma feiert heuer das 175jährige Jubiläum. 1844 wurde sie in Basel gegründet, 4 Jahre bevor die Schweiz ihre erste Verfassung hatte. Zwischenzeitlich gehörte sie zum Sulzer-Konzern, deshalb auch der Standort Oberwinterthur. Nach einem Management Buy-out wurden die Aktien an der Börse kotiert.

Das Geschäft lief in den letzten paar Jahren etwas harzig, weil sich die Öl- und Gas-Verarbeiter, also die wichtigsten Kunden, mit Investitionen zurückhielten. Im Moment füllen sich die Auftragsbücher aber allmählich wieder.


traditionellerweise werden nach der GV die Lehrlinge, welche die Lehre abgeschlossen haben, geehrt, sie erhalten alle eine Aktie der Firma

in einer benachbarten ehemaligen Industriehalle wird anschliessend das dreigängige Mittagessen serviert

eine Jubiläums-Dividende gibt es nicht, dafür immerhin ein nützliches Jubiläums-Sackmesser


Montag, 8. Juli 2019

Von Palermo nach Zürich

Nach dem mittwöchlichen Stadtrundgang in Palermo konnte ich mich in meinem Hotel in der Nähe des Flughafens etwas erholen:

im schönen Pool konnte ich mich erfrischen

das Hotel hat auch einen gepflegten Garten


Das Hotel liegt nur etwa 2 km Luftlinie vom Flughafen entfernt. Normalerweise bietet es einen Privat-Transfer vom Flughafen zum Hotel und umgekehrt an. Leider ist das dafür verwendete Fahrzeug gegenwärtig nicht fahrtüchtig, deshalb musste ich ein Taxi nehmen. Der Taxifahrer wollte satte 40 Euro für die kurze Fahrt, erst nach hartnäckigem Verhandeln reduzierte er den Preis auf 35 Euro. Ok, die Fahrt zum Hotel dauerte dann doch 15 Minuten, weil man fast den ganzen Flughafen umrunden muss. Es war aber trotzdem ein sehr stolzer Preis. Wahrscheinlich kassiert die Mafia einen grossen Teil davon.

Für die Rückfahrt zum Flughafen am Donnerstagmorgen organisierte mir das Hotel entgegenkommenderweise einen Transfer für 20 Euro. Das war dann zwar kein Taxi, sondern vermutlich ein Student mit seinem Privatfahrzeug.

Noch ein paar Bilder vom Rückflug:

in der Nähe des Gotthards

speziell war der Flug über Zürich auf grosser Höhe

Zürichsee



Sonntag, 7. Juli 2019

Palermo

In der sizilianischen Hauptstadt Palermo war ich noch nie. Deshalb plante ich bei der Reise nach Lampedusa eine Übernachtung in der Stadt ein.

Am Mittwochmorgen verliess ich die kleine Insel Lampedusa in Richtung der grossen Insel Sizilien.

noch ein Blick auf Lampedusa


der Osten der kleinen Insel im Gegenlicht, oben rechts der Flughafen


Pünktlich landet die ATR-72 der Danish Air Transport auf dem Flughafen von Palermo, wo ich den nächsten Zug ins Stadtzentrum nehme. Die Zugstrecke wurde kürzlich total erneuert, inklusive Rollmaterial. Der moderne, sehr saubere und zum Glück klimatisierte Zug braucht für die Strecke etwa 50 Minuten. Der Zug fährt relativ schnell und hält nur an wenigen Orten, da der Flughafen aber 35 km ausserhalb der Stadt liegt braucht das halt seine Zeit.

Am Hauptbahnhof beginnt mein Stadtrundgang, auf welchem ich einige Sehenswürdigkeiten besuche:


Quattro Canti ist ein von Palästen umrahmter Platz mitten im Zentrum


Fontana Pretoria



die Kathedrale aus dem 12. Jh.



Palazzo Reale

auf der Flaniermeile

am Yachthafen

Auf dem dreistündigen Rundgang habe ich einen guten Eindruck von der Metropole erhalten. Es hätte zwar noch mehr anzusehen gegeben, aber aufgrund der hohen Temperatur war mir das zu mühsam. Deshalb machte ich mich wieder auf den Weg zurück zum Flughafen, in dessen näherer Umgebung mein Hotel auf mich wartete. Mehr dazu morgen.




Samstag, 6. Juli 2019

Lampedusa

Den ganzen Dienstag hatte ich auf Lampedusa zur freien Verfügung. Da ich von der Insel etwas mehr als die Umgebung des Hotels sehen wollte, mietete ich ein kleines Motorrad, mit welchem ich eine Inselrundfahrt unternehmen konnte. Diese führte vom Hotel im Osten der Insel der Nordküste entlang in den Westen und der Südküste entlang zurück. Obwohl ich ziemlich langsam unterwegs war benötigte ich dafür nicht mehr als 2 Stunden. Die Insel ist etwa 9 Kilometer lang und 3 Kilometer breit.

Blick vom Hotel auf den kleinen aber feinen Strand, der morgens noch ziemlich leer ist



Steilküste im Norden

Mittags ist am Strand schon einiges los

dafür ist die Hauptstrasse mit den vielen Läden und Restaurants leergefegt

in der Kirche ein Geschenk von Papst Franziskus, der die Insel im 2013 besuchte

nochmals der Strand, mein Hotel oben rechts


Viel Sehenswürdigkeiten gibt es auf der Insel nicht. Wer hierherkommt, muss sich mit kleinen Stränden und einem Dorf ohne spezielle Bauwerke begnügen. Trotzdem scheint die Insel bei den Italienern recht beliebt zu sein. Der Strand vor meinem Hotel war ab Mittag ziemlich belebt, fast jeder Liegestuhl war belegt. Auch der rege Verkehr auf den Strassen zeugte davon, dass viele Touristen unterwegs sind. Ich als Schweizer war aber definitiv ein Exote, man sieht resp. hört kaum etwas anderes als Italiener.

Positiv ist zu vermerken, dass alles sehr sauber ist, auf der Strasse oder am Strand findet man praktisch keine Abfälle. Auch die Häuser sind allgemein in einem guten Zustand, was in Italien nicht immer zutrifft. Auch die Restaurants machen einen guten Eindruck, die meisten sind recht gepflegt. Das kulinarische Angebot ist natürlich hauptsächlich darauf ausgerichtet, was das Meer hergibt. Auch ich konnte nicht widerstehen, eine Spaghetti Vongole oder den Catch of the day zu versuchen. Frischer geht es nicht.

Geographisch gehört Lampedusa zu den Pelagischen Inseln, zu welchen auch noch Linosa und das unbewohnte Lampione gehören. Lampedusa ist die südlichste Landmasse von Italien, die Insel liegt südlicher als Tunis, die Hauptstadt von Tunesien.

Noch ein paar Worte zu den Migranten. Diese waren für mich nicht sichtbar. Ich habe zwar ein paar wenige Afrikaner gesehen, diese sahen aber nicht wie Flüchtlinge aus, welche soeben angekommen sind. Am HB in Zürich hat es prozentual wesentlich mehr Afrikaner als auf Lampedusa. Kurz vor meiner Ankunft ist ja die Sea Watch 3 illegal im Hafen von Lampedusa mit Flüchtlingen gelandet. Wo diese jetzt sind, entzieht sich meiner Kenntnis.

Mehr zu Lampedusa findet man hier auf Wikipedia.

Donnerstag, 4. Juli 2019

Flug nach Lampedusa

Lampedusa steht auf der Liste der europäischen Länder des TCC, obwohl es ja zu Italien gehört. Aber für den Club sind eben nicht nur die politischen Länder massgebend, sondern auch geographisch isolierte Territorien oder eben Inseln. Aber natürlich nicht jede Insel, sonst gäbe es auf der Liste zigtausend Einträge.

In meinem Projekt Länderfliegen Europa ist nur diese Liste massgebend, deshalb war Lampedusa auch auf meiner Pendenzenliste. Am Montag konnte ich den Eintrag löschen.

Ohne Umsteigen kommt man aus der Schweiz natürlich nicht auf die kleine italienische Insel, welchem Schweizer käme es auch in den Sinn, Lampedusa als Ferienziel auszusuchen. Die Insel wird von jedem Schweizer - oder wahrscheinlich von jedem Europäer - mit afrikanischen Migranten, welche die Insel auf überfüllten Booten ansteuern, assoziiert. Mehr darüber in einem der nächsten Einträge.

Es gibt verschiedene Varianten, nach Lampedusa zu fliegen, alle führen über Italien, entweder Mailand, Rom, Catania oder Palermo. Ich wählte die letzte Variante, weil ich auch noch nie in Palermo war. Auf dem Hinflug gab es zwar eine mehrstündige Wartezeit am Flughafen in Palermo, tagsüber war das aber im gut klimatisierten Terminal kein grosses Problem.




die kleine Airline Danish Air Transport betreibt die Fluglinien von Palermo und Catania nach Lampedusa

geflogen wird mit der ATR 72

kurz vor der Landung auf Lampedusa




Montag, 1. Juli 2019

Adebar

Adebar werden Störche in Fabeln benannt. Adebar wurde aber auch ein Bier getauft, welches in der Brauhaus Sternen AG in Frauenfeld gebraut wird. Wie die darauf kommen? Ganz einfach, seit einigen Jahren nisten Störche auf einem hohen Kamin gleich neben der Brauerei. So hat sich auch kürzlich wieder ein Storchenpaar dort oben eingenistet. Scheinbar fühlen sie sich dort oben wohl, vielleicht lieben sie den Duft des Hopfen.


das Storchenbier

der Fassanstich findet auf dem Brauereiareal statt, links der Schatten des Kamins

diesmal erledigt der VR-Präsident den Fassanstich

Zwei Wochen nach der GV war ich diesmal am Fassanstich dabei. Neben Freibier wurde man mit Weiss- und Whiskywürsten mit Brezen verpflegt. Die Würste muss man bezahlen, man kann dafür aber Gutscheine verwenden, welche die Aktionäre jährlich erhalten.

P.S. Von Montag bis Donnerstag bin ich unterwegs, ich werde am Projekt Länderfliegen Europa arbeiten. Ich bin ohne Laptop unterwegs und werde am Donnerstagnachmittag oder Freitag verraten, wo es hinging.