Sonntag, 30. November 2025

Mein Rassegna-Menu

Am Donnerstagabend machte ich mich mit Zug und Bus auf den Weg nach Morbio Superiore, dort hatte ich im Ristorante Lattecaldo einen Tisch reserviert. Dieses Restaurant ist eines von vielen Teilnehmern am jährlichen Rassegna del Piatto Nostrano, einem Gastrofestival im und rund um das Valle di Muggio, dem südlichsten Tal der Schweiz. Jedes der teilnehmenden Restaurants bietet während des Festivals ein selbst kreiertes dreigängiges Menu an. Dabei wird grosser Wert auf lokale Produkte und Spezialitäten gelegt.

So sieht das Menu im Lattecaldo aus:

Ich hatte das Menu schon zuhause studiert, allerdings hatte ich mit den Tessiner Dialektwörtern meine Mühe und konnte mir keine klare Vorstellung machen, was ich auf den Tellern serviert bekommen werde. Einzelne Wörter wie "züca" (Kürbis) oder risott gaben zwar einen Hinweis, sie liessen aber noch einiges offen. Es war für mich dann auch eine Art Menu Surprise.

Kürbiscarpaccio

Üsei scapa

Zincarlin

Und hier ist die Auflösung des Rätsels:

  • Die Vorspeise bestand aus einer Art Kürbiscarpaccio, fein geschnittener roher Kürbis ("Taiada da züca da l'ort" = geschnittener Kürbis aus dem Garten) mit Olivenöl. Was "sigrigiöla" bedeutet hat sich mir nicht erschlossen.

  • Bei der Hauptspeise handelte es sich um eine Art Fleischvögel ("Üsei scapa" = entflogene Vögel) aus Schweinefleisch, gefüllt mit Brät und Zwetschgenkompott ("cöör da brügn"), serviert auf einem mit Käse vom nahen Hügel Dosso dell'Ora ("Doss da l'Ora") gerührten Risotto. Anscheinend ist diese Art von Fleischvögeln eine Tessiner Spezialität, was ich nicht wusste.

  • Bei der Nachspeise wusste ich, was mich erwarten würde, ich entschied mich für den Zincarlin, einen feinen Käse aus dem Valle di Muggio. Er wurde mit Honig serviert.
Übrigens, vor drei Jahren war ich schon einmal in diesem Restaurant, ich berichtete hier darüber. Und Falls jetzt jemand Lust auf einen Ausflug ins Tessin bekommen hat: Das Festival läuft noch bis 7. Dezember.

Samstag, 29. November 2025

Zurück im Norden

Mein Kurztrip ins Tessin war erfolgreich, alles funktionierte wie geplant. Angefangen von der reibungslosen Zugfahrt nach Lugano, dem leckeren Nachtessen in einem Grotto in Morbio Superiore, der ruhigen Übernachtung in Lugano Paradiso über die freitägliche Wanderung mit Besuch eines Landstädtchens bis zur ebenso problemlosen Rückfahrt gestern Nachmittag. Und auch das Wetter trug seinen Teil zum erfolgreichen Ausflug bei.

in Croglio, dem Landstädtchen

Purasca

Ponte Tresa

jedesmal wieder schön, der Blick vom Bahnhof Lugano
mit dem San Lorenzo-Turm und Monte Brè

Heute erst einmal ein paar Bilder, mehr zum Nachtessen und zur Wanderung später.

Donnerstag, 27. November 2025

Ab in den Süden

Gestern entschied ich mich nach dem Studium der Wettervorhersage spontan für einen Abstecher in den Süden, sprich Tessin. Dort herrscht in den nächsten Tagen angeblich recht anständiges Wetter, dies im Gegensatz zum nördlichen Teil der Schweiz.

Croglio, ein ehemaliges Landstädtchen

Zwei Aktivitäten stehen auf dem Programm: Heute Abend werde ich in einem Grotto einkehren, welches an einem gegenwärtig stattfindenden gastronomischen Festival teilnimmt. Und morgen ist eine Wanderung geplant, auf welcher ich in einem ehemaligen Landstädtchen vorbeikommen werde.

Ab Samstag werde ich dann über das Erlebte berichten.

Mittwoch, 26. November 2025

Titanic

Die Geschichte der Titanic, welche 1912 nach einer Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik sank und über 1'500 Todesopfer forderte, fasziniert auch nach über 100 Jahren immer wieder. Der berühmte Film "Titanic" erzählt ja ziemlich detailliert das Leben an Bord des Luxusdampfers und dessen tragisches Ende.

Gegenwärtig kann man in der Lichthalle Maag in Zürich sozusagen als virtueller Passagier miterleben, was sich auf der Jungfernfahrt ereignet hatte. In einer grossen Halle kann man Platz nehmen und den eindrücklichen bewegten Bildern zuschauen, welche rundum in der ganzen Halle projiziert werden. Man erlebt die kurze Geschichte des Schiffes von seiner Konstruktion über das Auslaufen ins offene Meer, die fatale Kollision mit dem Eisberg bis zum unvermeidlichen Untergang hautnah.

die Titanic nach dem Stapellauf in Belfast

das Wasser hat das Treppenhaus erreicht

kurz vor dem Untergang

Anschliessend betritt man den VR (Virtual Reality) - Bereich, wo einem eine fette VR-Brille mit Kopfhörer aufgesetzt wird. Dann beginnt der virtuelle Rundgang durch die Titanic. Mithilfe der aufgesetzten Brille hat man das Gefühl, im Schiffsinneren unterwegs zu sein. Man geht durch Gänge, sieht in die Kabinen und auf die berühmte Rundtreppe in der 1. Klasse und landet zum Schluss auf einem Deck mit Sicht über das Meer.

im VR-Bereich bewegen sich die Leute anscheinend planlos

Auf dem Rundgang bewegt man sich zu Fuss vorwärts und muss dabei aufpassen, nicht mit anderen realen Menschen zusammenzustossen. Diese werden durch die Brille als eine Art Strichmännchen angezeigt. Eine sehr interessante Erfahrung.

Dienstag, 25. November 2025

Ein aviatischer Meilenstein

Kürzlich bin ich per Zufall auf ein Video gestossen, in welchem ein deutscher Pilot das Projekt "Sunrise" der australischen Fluggesellschaft Qantas erklärt.

In diesem Projekt geht es um einen aviatischen Meilenstein. Erstmals sollen Nonstop-Flüge zwischen Australien und Europa, also zum Beispiel von Sydney nach London, angeboten werden. Oder auch in die andere Richtung über den Pazifik nach New York.

Mit den bestehenden Flugzeugen ist das nicht möglich. Deshalb hat Qantas die Flugzeughersteller Boeing und Airbus beauftragt, Vorschläge für neue Flugzeuge zu machen, welche die erforderliche Reichweite haben. Der beste Vorschlag stammt von Airbus, welche den bestehenden Flugzeugtyp A350 modifizieren will. Zentral im neuen Flugzeug mit der Bezeichnung A350-1000ULR (Ultra Long Range) ist dabei ein zusätzlicher Treibstofftank mit einer Kapazität von 20'000 Litern. Zudem soll das Kabinen-Layout so angepasst werden, dass die Passagiere und die Besatzung die grösstmögliche Bewegungsfreiheit haben. So soll es zum Beispiel eine Wellbeing-Zone geben, in welcher sich die Passagiere etwas bewegen und an einer Bar etwas trinken oder essen können.

Die Flugzeit von etwa 20 Stunden ist natürlich eine neue Dimension, besonders für die Passagiere in der Economy Class. Trotzdem verkürzt sich die Reisezeit gegenüber einem Flug mit Zwischenlandung um etwa 4 Stunden.

Qantas hat 12 Flugzeuge bei Airbus bestellt, das erste befindet sich schon in der Endmontage in Toulouse und soll nach intensiven Testflügen im Herbst 2026 ausgeliefert werden. Der kommerzielle Flugbetrieb wird dann 2027 aufgenommen. Qantas hat mit Airbus übrigens ein Exklusiv-Recht ausgehandelt. Bis auf weiteres darf das neue Flugzeug nur an Qantas verkauft werden. Damit soll verhindert werden, dass andere Airlines die Qantas konkurrenzieren.

Und übrigens: Genau heute vor 29 Jahren bin ich mit der Familie von Brisbane via Singapur nach Zürich geflogen.

Montag, 24. November 2025

Seelenlandschaften

Nach der Krippen-Ausstellung schaute ich mir am Samstag noch eine zweite Ausstellung an, sie hat den Titel "Seelenlandschaften". Darunter konnte ich mir nichts Konkretes vorstellen, nach dem Besuch aber schon.

Dabei geht es um Landschafts-Gemälde, welche etwas über das Befinden resp. die Seele des Malers aussagen, so wie zum Beispiel bei diesem Bild von Caspar Wolf von 1775, auf welchem der Untere Grindelwaldgletscher bei Gewitter abgebildet ist.

Seelenlandschaftsbilder sind aber nur wenige zu sehen, der grösste Teil der grossflächigen Ausstellung widmet sich der Psychologie-Forschung in der Schweiz. Einen besonderen Platz nimmt dabei Carl Gustav Jung ein, der vor 150 Jahren geborene Schweizer Psychiater. Ihm ist auch die ganze Ausstellung gewidmet.

Mandalas haben in Jung's Rotem Buch
einen grossen Stellenwert

Psychologie ist jetzt nicht mein Hauptinteresse, trotzdem machte ich einen Rundgang durch die Ausstellung. Wer sich mehr dafür interessiert kann mehrere Stunden verbringen und die vielen Tafeln und Ausstellungsobjekte studieren.


Sonntag, 23. November 2025

Krippen im Landesmuseum

In einem Monat ist ja schon fast Weihnachten. Das merkt man auch überall in den Städten, wo die Vorbereitungen auf das Fest auf Hochtouren laufen. Die Buden für die Weihnachtsmärkte stehen bereit und die Weihnachtsbeleuchtungen sind schon aufgehängt. Und im Landesmuseum in Zürich kann man sich in einer Krippen-Ausstellung auf die Adventszeit einstimmen.



In der Ausstellung sind in etwa 20 kleinen Häuschen Krippen aus verschiedenen Weltgegenden und Epochen zu sehen, die meisten sind kunstvoll verziert.

eine städtische Krippe mit vielen Tieren

diese ist aus Krakau (Polen)...

...und diese aus Peru

Bei einigen der Krippen handelt es sich um Leihgaben der Krippenwelt in Stein am Rhein, das ist ein Krippenmuseum mit einer permanenten Ausstellung. Vielleicht werde ich dort auch einmal reinschauen.

Freitag, 21. November 2025

Wo liegt Seuzach?

Wo liegt Seuzach? Klar, weiss ja jeder, es ist die nördliche Nachbargemeinde von Winterthur. Aber ich meine eben nicht die geographische Lage, sondern die politische. Diese Woche erschien in der NZZ ein grosser Artikel über den zunehmenden politischen Stadt-Land-Graben in der Schweiz. Auf einer Matrix war für jede Gemeinde ein Punkt eingetragen zwischen Links und Rechts auf der Horizontalen und zwischen Konservativ und Progressiv/Liberal auf der Vertikalen. Je grösser die Gemeinde, desto grösser war der Punkt. Als Basis für die Matrix galten die Abstimmungsresultate bei den letzten eidgenössischen Vorlagen.

Diese Matrix visualisiert eindrücklich den Stadt-Land-Graben mit den grossen Städten oben links und den ländlichen Gemeinden unten rechts. Und dort liegt auch Seuzach, im knapp konservativen und deutlich rechten Lager. Ich möchte das jetzt nicht werten, aber ich bin froh, auf der für mich richtigen Seite der Gemeindegrenze zwischen Winterthur und Seuzach zu wohnen.

Zuunterst rechts habe ich noch die stockkonservative Gemeinde Unteriberg eingezeichnet. Sie ist so konservativ, dass sie fast aus der Matrix gefallen wäre.

Donnerstag, 20. November 2025

Bodensee-Dampfschiffe

Das Seemuseum in Kreuzlingen beherbergt nicht nur die temporäre Sonderausstellung "Eiszeit", sondern auch eine Dauerausstellung. Wie es der Name des Museums erahnen lässt haben alle Ausstellungsobjekte einen Bezug zum Bodensee.

seit 112 Jahren unterwegs: DS "Hohentwiel"

seit 161 Jahren auf dem Seegrund: DS "Jura"

Den grössten Platz belegt die Ausstellung über die Schifffahrt, in vielen Vitrinen sind unzählige Schiffsmodelle ausgestellt, darunter einige Dampfschiffe. Einen ganzen Raum für sich erhielt das Dampfschiff "Jura" zugeteilt, dieses ursprünglich auf dem Neuenburgersee verkehrende Schiff wurde zerlegt und zum Bodensee verfrachtet, wo es 1864 nach einer Kollision mit einem anderen Schiff vor Bottighofen sank. Heute verkehrt übrigens nur noch ein einziges Dampfschiff auf dem Bodensee, es handelt sich um die "Hohentwiel". Sie gehört einer privaten Firma, welche Sonderfahrten anbietet.

Nostalgiegefühle löste bei mir das Modell des DS "Schaffhausen" aus, welches früher zwischen Schaffhausen und Konstanz verkehrte. Mindestens einmal bin ich damit gefahren und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass der lange Kamin bei der Unterquerung der Holzbrücke in Diessenhofen heruntergelassen werden musste. Das war für mich sehr eindrücklich.

Einen grossen Stellenwert hat auch die Ausstellung über die Berufsfischerei sowie über die Vogelwelt am See.

Mittwoch, 19. November 2025

Eiszeit am Bodensee

Letzten Freitag besuchte ich die Eiszeit-Ausstellung im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. Und gestern doppelte ich nach mit dem Besuch der Eiszeit-Ausstellung im Seemuseum in Kreuzlingen. Dieses befindet sich im riesigen, direkt am See gelegenen Park nahe des Bahnhofs Kreuzlingen Hafen.





Während sich die Ausstellung in Schaffhausen auf die lokalen Begebenheiten rund um die Munotstadt bezieht, steht in Kreuzlingen der Bodensee im Vordergrund. Dieser verdankt seine Existenz ja der letzten Eiszeit, welche den Rhein und den See zurückliess. Interessant nahm ich zur Kenntnis, dass sich der Bodensee einst bis nach Chur ausbreitete und auch andere Seen, zum Beispiel den Zürichsee, mit einbezog.

Dienstag, 18. November 2025

Stand Bodensee

Zwischenbericht zum Stand des Bodensees. Nicht des Wasserstands, sondern des Fortschritts unseres kleinen Projekts "Bodensee-Umwanderung".

Letzten Mittwoch waren wir zwischen Langenrain und Ludwigshafen am Überlinger See unterwegs. Jetzt fehlt nur noch die Strecke zwischen Ludwigshafen und Friedrichshafen. Das sind noch knapp 50 Kilometer, welche wir wahrscheinlich in drei Etappen aufteilen werden. Voraussichtlich werden wir uns dafür in einem schönen Hotel vor Ort niederlassen. Ob wir das Projekt noch dieses Jahr abschliessen werden lasse ich noch offen.

Sonntag, 16. November 2025

Eiszeit

Bei der zweiten Sonderausstellung im Schaffhauser Museum zu Allerheiligen geht es um die letzte Eiszeit in Europa resp. deren Ende. Vor rund 17'000 Jahren zogen sich die Eismassen nördlich der Alpen langsam zurück. Die eisfreie Landschaft zog bald winterfeste Tiere wie Rentiere, Mammuts oder Moschusochsen an. Wälder gab es natürlich noch keine, aber die spärliche Vegetation reichte offenbar zum Überleben.

auf dem Bild rechts ist die Landschaft in der Region Schaffhausen
zu sehen, links der entstehende Rheinfall

Und bald folgten den Tieren auch Menschen, welche sich zum Beispiel in der "Kesslerloch" genannten Höhle bei Thayngen einnisteten. Deren Überlebensstrategie bestand in der Jagd auf die genannten Tiere oder auch auf Fische und Vögel. Vor etwa 150 Jahren wurden bei Ausgrabungen im Kesslerloch unzählige Tierknochen sowie Jagdgeräte wie Speere mit handgefertigten Spitzen gefunden.



Das aussergewöhnlichste Fundstück war ein Knochen mit einem kunstvoll eingeritzten weidenden Rentier. Dieses Stück löste in der Fachwelt Begeisterung aus, niemand rechnete damit, dass die Ureinwohner solche Fähigkeiten hatten. Leider wurde der Knochen ans Rosgartenmuseum in Konstanz verkauft, wo er normalerweise ausgestellt ist. Normalerweise deshalb, weil er als Leihgabe gegenwärtig in der Sonderausstellung zu sehen ist.

Kesslerloch-Diorama

Wer sich die Ausstellung anschaut sollte in der Dauerausstellung auch das sehr schön gemachte Diorama des Kesslerlochs im Erdgeschoss ansehen.

Samstag, 15. November 2025

Spielkartenkunst

Gestern war ich wieder einmal im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen. Aus meiner Sicht eines der schönsten und interessantesten Museen der Schweiz. Es deckt unterschiedliche Interessen ab, von Archäologie über Naturwissenschaft und Technik bis zu Kunst. Und gegenwärtig sind zwei Sonderausstellungen zu sehen, eine davon mit dem Thema Spielkarten.


Karten von Salvador Dali

Präsentiert werden keine industriell produzierte Einheits-Spielkarten, sondern künstlerisch gestaltete aus verschiedenen Epochen, angefangen im 15. Jahrhundert. Damals bürgerte sich das Kartenspiel aus dem Orient stammend in Europa ein.

Karten aus dem 15. Jahrhundert


die Fabrik am Bahnhof Neuhausen

Die meisten ausgestellten Karten stammen aus der umfangreichen Sammlung des Museums mit 18'000 Kartensets. Viele davon stammen aus der Firmensammlung der AGMüller, das ist die Spielkartenfabrik mit Sitz im Nachbardorf Neuhausen.

Freitag, 14. November 2025

Wanderung Langenrain - Ludwigshafen

Datum: 12. November 2025
Dauer:
 4h05
Länge: 14.7 km
Wetter: sonnig
Route: Langenrain-Blissen-Franzos-Pt. 679-Burgruine Altbodman-Bodman-Mondäcker-Ludwigshafen
Charakteristik: einfache Wanderwege, fast alles ungeteert



Blick Richtung Ludwigshafen

Burgruine Altbodman

Bodfrau in Bodman

an der Stockacher Aa

Die öV-Fahrt nach Langenrain war am Mittwoch etwas kompliziert, aber eigentlich recht schnell, sie dauerte 2 Stunden und 10 Minuten mit Umsteigen in Winterthur, Konstanz und Allensbach. Dank pünktlicher Ankunft in Konstanz erwischten wir den Zug nach Allensbach rechtzeitig, das Ticket haben wir aber vorgängig online gelöst.

Auf der Busfahrt ins etwas erhöht gelegene Langenrain liessen wir den Nebel mehr und mehr unter uns und am Ziel schien die Sonne fast ungehindert, allerdings bei frostiger Temperatur.

Unser Weg Richtung Bodman führte auf breiten Wegen durch weite Wälder, abwechselnd ging es rauf, runter oder auf flachen Abschnitten. Den Überlingersee sahen wir nicht, höchstens ab und zu Nebelschwaden über dem See.

Kurz vor Bodman erreichten wir die Burgruine Altbodman, welche wir uns auf einem schmalen Pfad anschauten. Über einige hohe Stufen erklammen wir eine Aussichtsplattform, von welcher wir den Blick über den See geniessen konnten. Die Nebelschwaden störten uns nicht, sie gehörten bei einer Wanderung im Spätherbst dazu.

Der Abstieg nach Bodman war dann etwas anspruchsvoller, der schmale, mit Laub bedeckte Weg erforderte etwas Konzentration. Wir erreichten das touristische, direkt am See gelegene Dorf aber schadlos.

Sehr schön dann der Weg entlang des westlichen Endes des Überlingersees durch ein Naturschutzgebiet mit viel Schilf. Zwischendurch hatten wir ungehinderten Blick über den See mit vielen Gänsen, Schwänen und anderen Wasservögeln.

Unser Ziel war Ludwigshafen, von wo es via Radolfzell, Schaffhausen und Andelfingen auf einer anderen Strecke wieder nach Hause ging.