Wer sich auch nur ein Bisschen für Fussball interessiert kennt die beiden in der Englischen Premier League spielenden Klubs Manchester City und Manchester United. Gegenwärtig liegt City auf Platz 2 und United auf Platz 6. United ist mit 20 Meistertiteln zusammen mit Liverpool das erfolgreichste Team.
Matches finden in dieser Jahreszeit nur an Wochenenden statt, aber das Stadion von Manchester United kann auch unter der Woche besucht werden, was ich am Donnerstagmorgen ausnützte. Das Stadion liegt etwas ausserhalb der Stadt nahe der Tramstation Old Trafford, die Tramfahrt dauert etwa eine Viertelstunde. Nach 10 Minuten Fussmarsch stehe ich vor dem Stadion und kaufe mir für 22 £ ein Ticket für eine Stadionführung, welche in einer Viertelstunde beginnt.
Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des 1910 eröffneten und mehrfach erweiterten Stadions führt uns der Guide hinaus auf die Tribüne. Erst jetzt realisiere ich die eindrückliche Dimension der Arena. Auf den rund um das Spielfeld bis zu 45 Meter aufragenden Tribünen finden über 78'000 Zuschauer Platz. Damit ist es nach dem Wembley-Stadion in London das zweitgrösste Fussballstadion in Grossbritannien.
Dann geht es in die Eingeweide des Stadions durch endlose Gänge zur Umkleidekabine für die Spieler von Manchester United und durch den Spielertunnel hinaus aufs Spielfeld resp. an den Rand desselben, denn das Betreten des Rasens wird mit einer saftigen Busse geahndet.
Der Rasen besteht zu 97% aus Naturrasen, der Rest aus synthetischem Material. Das Spielfeld ist leicht gewölbt, die Mitte des Feldes ist einige Zentimeter höher als der Rand. Damit wird verhindert, dass bei starkem Regen Pfützen entstehen. Der Rasen wird in regelmässigen Abständen mit Knoblauch behandelt, was allfällige Schädlinge vernichten soll.
Bevor es wieder ins Innere des Stadions ging versuchte ich mir vorzustellen, wie sich die Spieler fühlen, wenn sie bei vollbesetztem Stadion auf das Spielfeld hinauslaufen. Das muss wohl sogar für die hartgesottenen Profispieler immer wieder eindrücklich sein.





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen