Gestern erschien auf msn - dem Microsoft Network Service - ein Artikel über die Swissair-Pensionskasse. Das verleitete mich dazu, hier etwas darüber zu schreiben.
weinender Jumbo an einer Personalveranstaltung in der Werft
Die APK, so heisst die Pensionskasse intern, hat noch etwa 2'500 Rentenbezüger, Tendenz abnehmend. Niemand arbeitet mehr für die Swissair, deshalb kommen auch keine neuen Rentenbezüger dazu. Der Mammon kann also unter den verbliebenen Rentnern verteilt werden. Und weil die Kasse prall gefüllt ist und die Rendite des angelegten Kapitals ziemlich hoch ist werden regelmässig Zusatzrenten ausgeschüttet. Im Jahr 2024 wurden beispielsweise sagenhafte 18 Monatsrenten ausbezahlt, also 50% mehr als die eh schon beachtlichen Renten.
Viele ehemalige Swissair-Mitarbeiter wie ich wurden nicht bei der Swissair pensioniert, sondern bei Firmen, welche vor dem Grounding verkauft wurden. Beispiele dafür sind Swissport, Swissôtel oder der IT-Dienstleister Atraxis, bei welcher ich arbeitete. Die Atraxis wurde an die amerikanische EDS verkauft, ehe letztere von der HP übernommen wurde. Deshalb beziehe ich meine Rente von der HP-Pensionskasse. Klagen kann ich darüber nicht, die Rente ist nicht gefährdet und ab und zu gibt es sogar eine 13. Jahresrente. Aber ein bisschen unfair finde ich trotzdem, dass der Mammon so ungleich verteilt wurde.
Die APK hat übrigens berechnet, dass etwa im Jahr 2073 der letzte Rentner übrigbleiben wird und dass dieser den Rest des APK-Vermögens erhalten wird. Das wären dann noch 400 Millionen Franken. Ich hoffe einfach, dass "der letzte Mohikaner" dann noch etwas Gescheites mit so viel Geld anfangen kann.
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