Samstag, 30. November 2024

In der Sternstadt

Gestern Freitag war ich an einem ganz besonderen Ort, ich nenne ihn heute einfach "Sternstadt". Die Anfahrt dorthin dauerte lange, viereinhalb Stunden, wobei es an einem Umsteigeort einen längeren Aufenthalt von fast einer Stunde gab. Heute verrate ich nur, dass der Ort in Frankreich liegt und ich zeige ein paar Bilder:



Wenn jemand schon einmal dort war wird er/sie sich vielleicht daran erinnern. Ansonsten wird es schwierig sein, den Ort zu lokalisieren. Falls jemand eine Idee hat bitte ein Mail an s.brauchli@bluewin.ch.

Morgen folgt die Auflösung und weitere Informationen zur Sternstadt.

Freitag, 29. November 2024

Hölde

Hölde - Die stillen Helden vom Säntis, so heisst ein Film, der seit gestern in Kinos zu sehen ist. Dabei geht es um die Säntisträger, welche zwischen 1879 und 1935 die Wetterstation auf dem Säntis versorgten. Zum Beispiel mit Geräten für die Wetterstation, aber auch Holz zum heizen, Lebensmittel oder Kleider.

Die Wetterstation wurde - und wird noch immer - ganzjährig betrieben, was heisst, dass die Säntisträger auch winters bei extremen Bedingungen arbeiten mussten. Viele verloren ihr Leben bei Lawinengängen oder Abstürzen. Nach dem Bau der Säntis-Schwebebahn 1935 mussten die Hölde (Appenzellisch für Helden) einen neuen Job suchen.

Der Film wurde zu einem grossen Teil am Säntis gedreht, die Darsteller treten in originalen Kleidern auf und tragen die Last in echten oder mindestens echt aussehenden Körben am Rücken.

Ich habe mir vorgenommen, den Film demnächst anzuschauen, ich muss aber noch abklären, in welchen Kinos er zu sehen ist. Ein kurzes Video über den Film ist hier zu finden.

Donnerstag, 28. November 2024

Flugstatistik 28. November

Sechs Einträge für einen 28. November habe ich in meiner Flugstatistik gefunden:

1976

Von Lissabon nach Zürich mit der B-727 CS-TBQ der TAP Air Portugal. Der Flug hatte 3 Stunden und 40 Minuten Verspätung, weil der Flughafen Lissabon wetterbedingt geschlossen war.

1986

10 Jahre später ging es nach einer einwöchigen Fernostreise nach Singapur und Kuantan wieder nach Hause, zuerst mit der B-737 9M-MBI der Malaysian Airlines von Kuantan nach Singapur, danach weiter mit einer DC-10 der Swissair via Bangkok und Abu Dhabi nach Zürich.

1990

Von Zürich nach Genf mit der Swissair-DC-10 HB-IHG.

1995

Von Genf nach Zürich mit der Swissair-MD-11 HB-IWG.

1998

Nach zwei Nächten in New York Heimflug mit der Swissair-A-310 HB-IPH. Speziell an dieser Reise war der Hinflug von London nach New York mit einer Concorde von British Airways.

2016

Nach gut zwei Wochen Ferien in Japan Rückflug von Tokyo nach Zürich mit der Swissair A-340 HB-JMM.

typisch japanische Leckereien in Tokyo



Mittwoch, 27. November 2024

Walliser Tracks

Kürzlich war ich ja in Mex im Wallis, das war die letzte ehemalige Gemeinde des Kantons. Zeit, einen Blick auf die im Wallis absolvierten Wanderungen zu werfen:


Wie schon im Tessin sind auch im Wallis die Haupttäler gut ersichtlich. Wenn man aber genau hinschaut gibt es noch einige Lücken in diversen Seitentälern. Dort hätte es sicher noch Potenzial für schöne Wanderungen. Allerdings sind die Wanderwege im Wallis bezüglich Schwierigkeitsgrad vielfach eher auf der anspruchsvollen Seite.


Montag, 25. November 2024

Wanderung Bichelsee - Turbenthal

Datum: 23. November 2024
Dauer: 3h35
Länge: 10.6 km
Wetter: Hochnebel, zeitweise etwas Sonne
Route: Bichelsee-Niederhofen-Schüürli-Huggenberg-Hüttstall-Hutziker Tobel-Hutzikon-Turbenthal
Charakteristik: Einfache Wanderwege


Zu viert fährt Familie Brauchli am Samstagmittag von Winterthur nach Eschlikon und mit dem Bus weiter ins thurgauische Bichelsee. Alle sind wintertauglich gekleidet, was bei den winterlichen Bedingungen auch erforderlich ist.

am Bichelsee

Huggenberg

im Hutziker Tobel

Und es geht gleich los, viel Zeit dürfen wir nicht verlieren, denn die Tage sind kurz und im Dunkeln wollen wir ja nicht wandern. Auf flachen Wegen oder besser gesagt Spuren im Schnee geht es Richtung Westen nach Niederhofen, welches wir durchqueren und wenig später den Bichelsee erreichen. Vom Weiler Schüürli haben wir einen schönen Blick über den See, weit hinten zeigt sich der Säntis.

Nach einem sehr kurzen Stück auf der Strasse geht es auf einem Wanderweg weiter, jetzt sind wir im Kanton Zürich. Und schon bald stehen wir vor einer Verzweigung, bei welcher wir uns entscheiden müssen, ob wir auf dem Wanderweg bleiben oder auf einem weiss markierten Weg aufsteigen wollen, um das Hutziker Tobel zu durchwandern. Wir entscheiden uns für letzteres, obwohl der Aufstieg nicht gespurt ist.

Nach etwa 20 Minuten erreichen wir das hübsche Huggenberg, von wo es auf Strassen via Tiefenstein und Hüttstall zu einem grossen, gut besetzten Parkplatz geht. Von hier führen diverse Wege auf den nahen Schauenberg, einem populären Ausflugsziel. Zudem können die Kinder auf einem offenen Hang schlitteln.

Jetzt geht es hinunter zum Hutziker Tobel. Auf dem Weg hat es zum Glück schon viele Spuren im Schnee und wir kommen gut voran. Der schmale Weg entlang des Hutzikerbaches durch das Hutziker Tobel ist sehr schön und auch bei Schnee problemlos. Er ist ziemlich flach mit einigen kurzen Treppen.

Rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir in Turbenthal an, der Zug nach Winterthur fährt schon bald. Vor dem gemeinsamen Nachtessen in Winterthur geniessen wir noch einen heissen Apéro in der Wintialp, einem kleinen Hüttendorf, wo man sich in der Weihnachtszeit verköstigen kann. An einem Holzofen können wir uns auch von aussen aufwärmen.

Sonntag, 24. November 2024

Samstagnachmittag im Schnee

Vor einigen Wochen vereinbarten wir mit unseren Töchtern einen Termin für eine gemeinsame Wanderung. Gestern war dieser Termin. Dass dieser Tag so winterlich werden würde konnten wir natürlich nicht voraussehen. Aber umso schöner und spezieller war die Wanderung durch das Winterwunderland.

Den Wanderbericht werde ich heute verfassen, aber ein paar Bilder möchte ich schon heute aufschalten.

wer kennt den Berg links hinten?







Samstag, 23. November 2024

Menu Rassegna

Das in der Osteria del Giardino angebotene Menu Rassegna, also das Gourmetfestival-Spezialmenu, besteht aus drei Gängen:

Urzada (minestra d'orz)
Butùn da paiàsc e pulénta da Brüzela
Turta da castégn o büsciun dala Vall

Diese präsentierten sich wie folgt auf den Tellern:

zur Vorspeise die Gersten-Minestrone

als Hauptgang der "mächtige Mann vom Lande" mit Polenta

und zum Dessert der Käse vom Muggiotal

Das war ein feiner, schnörkelloser Zmittag. Bei den mit dem Hauptgang servierten Fleischbällchen handelt es sich um gehacktes Kalbfleisch, die grobkörnige Polenta stammt von einer Mühle in Bruzella im Muggiotal. Frische Steinpilze rundeten das Gericht ab.


Freitag, 22. November 2024

Osteria del Giardino

Drei Stunden und 20 Minuten dauert die öV-Reise von Seuzach nach Morbio Inferiore. Das tönt zwar nach viel, wenn man aber berücksichtigt, dass die Reise bis fast zum südlichsten Punkt der Schweiz führt, finde ich das recht schnell. Die Anschlüsse sind schlank und der Basistunnel verkürzt die Reise ebenso.

Die Fahrt war entspannt, ausgenommen von der Strecke Winterthur-Zürich waren die Züge ziemlich schwach belegt. Zwischen Zürich und Lugano war ich in meinem Wagen fast allein, dies auch dank dem mit zwei Kompositionen geführten langen Zug.

Wenige Schritte von der Bushaltestelle Morbio Inferiore, Posta entfernt befindet sich die Osteria del Giardino, wo ich wie gestern erwähnt den Butùn da paiàsc probieren wollte. Reserviert hatte ich nicht, was aber kein Problem war. Der freundliche Kellner liess mich den von mir bevorzugten Tisch aussuchen. Dies in einem kleinen, gemütlichen Raum mit nur vier Tischen.

Morgen kann man hier lesen, was zum dreigängigen Menu dazugehörte und wie es schmeckte. Und natürlich, was genau der Butùn da paiàsc war.

Donnerstag, 21. November 2024

Butùn da paiàsc

Gegenwärtig läuft das jährliche Gastronomie-Festival im Muggiotal, dem südlichsten Tal der Schweiz bei Chiasso. Auf der Website sind nebst anderen Informationen auch die in den teilnehmenden Restaurants angebotenen Spezial-Menus ersichtlich, wer sich interessiert kann sie hier anschauen.

Wer allerdings des Tessiner Dialektes nicht mächtig ist wird Mühe haben, die Karte zu verstehen, so wie ich. Hier ein Beispiel: In der Osteria del Giardino in Morbio Inferiore wird als Hauptgericht "Butùn da paiàsc e pulénta da Brüzela" angeboten. Ok, was pulénta ist sollte jedem klar sein, aber Butùn da paiàsc?

Mit Google kam ich nicht weiter, Marlise hat aber mit ChatGPT herausgefunden, dass Butùn da paiàsc im Tessiner Dialekt so etwas wie ein mächtiger Mann vom Land ist. Sie hat dann nachgehakt und gefragt, ob es ein Gericht mit diesem Namen gibt. Als Antwort kam zurück, dass im Tessin ein Gericht mit grossen Fleischstücken (z.B. Rind oder Schwein) so heisst. Spannend, oder?

Ob ChatGPT recht hat werde ich heute überprüfen. Ich reise nach Morbio Inferiore und bestelle mir das Menu zum Zmittag. Wenn alles klappt und es in der Osteria Platz hat. Ich hoffe einfach, dass mir kein  echter mächtiger Mann vom Land aufgetischt wird, mächtige Männer braucht das Land, je länger je mehr.

Mittwoch, 20. November 2024

Nänikon-Greifensee

Soeben las ich in der NZZ einen für Gemeindewanderer interessanten Artikel. Dabei geht es um eine Abstimmung am kommenden Wochenende, bei welcher in Uster über eine Abspaltung von Nänikon und dem Weiler Werrikon befunden wird. Nänikon und Werrikon würden dabei der Gemeinde Greifensee zugeschlagen.

Auslöser für die Abstimmung ist eine Initiative mit dem Titel "Zusammenführen, was zusammengehört" des Komitees "Pro 8606". 8606 ist die Postleitzahl von Greifensee und Nänikon, insofern gehören sie schon etwas zusammen. Und wenn man die Karte anschaut scheint ein Gemeindewechsel auch plausibel. Nebst der Postleitzahl teilen sich Greifensee und Nänikon übrigens auch den Bahnhof "Nänikon-Greifensee".

Keine Freude an einem Gemeindewechsel hat die Stadt Uster, mindestens auf politischer Ebene. In Nänikon hat es grosse Industriegebiete mit vielen Arbeitsplätzen, welche nach einer Abspaltung nicht mehr zu Uster gehörten.

Bei einer Annahme der Initiative würde der Gemeindewechsel aber nicht sofort vollzogen, der Gemeinderat von Uster hätte nur den Auftrag, Verhandlungen mit Greifensee aufzunehmen.

Dienstag, 19. November 2024

Die Kasse hat geklingelt

Ab und zu spiele ich in diversen Schweizer Online-Casinos, welche ein grosses Angebot an Spielautomaten anbieten. Ich verstehe mich aber nicht als Zocker, welcher grosse Beträge einsetzt und sozusagen sein ganzes Vermögen aufs Spiel setzt. Meine Einsätze sind tief, vielleicht 20 oder 30 Rappen pro Spin und ich habe ein kleines Budget, welches ich immer einhalte.

Natürlich macht es Spass, wenn ab und zu die Kasse klingelt, meistens sind aber auch das kleine Beträge. Fast bei allen Spielen kann man auch einen Bonus gewinnen, welcher zum Beispiel in Form von Freispielen eingelöst werden kann. So geschehen letzte Woche im Spiel "Royale with Cheese Megaways". Dort dreht das Rad nach jedem Gewinn weiter und weiter und bei jedem Spin wird der Gewinn-Multiplikator erhöht, bis zum Schluss stand dieser auf 45, das heisst jeder Gewinn wird mit diesem Faktor multipliziert.

Nach der Bonus-Runde stand der Gewinn-Saldo auf 764 Franken, und dies mit einem Einsatz von 20 Rappen. Da war natürlich auch eine grosse Portion Glück mitverantwortlich, so oft kommt das nicht vor.

Montag, 18. November 2024

Wanderung Radolfzell - Hegne

Datum: 16. November 2024
Dauer: 3h45
Länge: 16.8 km
Wetter: zuerst Hochnebel, später sonnig
Route: Radolfzell-Hirschbrunnen-Markelfingen-Bündlisried-Allensbach-Hegne
Charakteristik: Einfache Wanderwege und Strassen


Nebelstimmung in Radolfzell

Markelfingen


Blick über Allensbach zur Insel Reichenau

Am Samstag stand die zweite Etappe der Bodensee-Umrundung auf dem Programm. Die erste Etappe führte im Gegenuhrzeigersinn von Radolfzell nach Stein am Rhein. Diesmal in umgekehrter Richtung von Radolfzell nach Hegne, also zu 100% auf deutschem Boden.

Bei Hochnebel geht es am Hafen von Radolfzell los. Zuerst entlang der Bahnlinie, dann durch weitläufige Wohnquartiere geht es in nordöstlicher Richtung und leicht ansteigend hinauf zu einem Wald, welchen wir auf einer Waldstrasse mit viel Laub durchwandern.

Schon bald erreichen wir Markelfingen, durchqueren es und folgen einem Feldweg, welcher über die Autobahn führt. Dann folgt ein längeres, ruhiges Waldstück auf flachen Wegen, bevor wir in Allensbach ankommen.

In der Zwischenzeit hat sich die Sonne fast ganz gegen den Hochnebel durchgesetzt und wir können eine Schicht ablegen. Den Rest der Route bis nach Hegne geniessen wir an der etwas wärmenden Sonne. Das letzte Stück zum Bahnhof von Hegne ist etwas mühsam, aufgrund einer Grossbaustelle bei der Schnellstrasse müssen wir einen langen Umweg machen. Den Zug nach Konstanz erwischen wir aber in der letzten Sekunde.

Samstag, 16. November 2024

Die Tessiner Tracks

Vor zwei Wochen besuchten wir die letzten ehemaligen Tessiner Gemeinden, der Kanton ist also auf meiner Pendenzenliste abgehakt. Das ist ein guter Zeitpunkt, um einen Blick auf mein Tessiner Wandernetzwerk zu werfen:

Im alpinen Teil des Kantons sind vor allem die Tracks in den diversen Tälern wie Leventina, Bleniotal, Verzascatal, Maggiatal oder Centovalli zu erkennen. Im südlichen Teil, dem Sottoceneri, sind die Tracks etwas dichter, was unter anderem auf die vielen noch existierenden und ehemaligen Gemeinden zurückzuführen ist.

Aber auch wenn es keine Gemeinden mehr zu besuchen gibt werde ich dem Südkanton noch den einen oder anderen Besuch abstatten. Es gibt zum Beispiel noch ein paar Baumwanderungen oder Wanderungen zu Steinen und Wundern aus Thomas Widmer's Büchlein, welche ich geplant habe. Oder zum Beispiel eine Verbindungswanderung zwischen Fusio und Mogno im Val Lavizzara.

Freitag, 15. November 2024

Morcles

Das zwischen Bergen versteckte Morcles war am Montag Startpunkt meiner Wanderung nach St-Maurice:


Vor sage und schreibe 172 Jahren, also anno 1852, fusionierten die Gemeinden Lavey im Rhônetal und Morcles auf 1160 Metern und gründeten damit die neue Gemeinde Lavey-Morcles, dies übrigens gegen den Willen der Einwohner von Morcles. Damit handelt es sich um die erste Gemeindefusion der modernen Schweiz, also seit Gründung des Bundesstaates 1848. Zum Vergleich: 5 Jahre vor der Fusion nahm die Spanisch-Brötli-Bahn den Betrieb auf und Autos gab es noch lange keine.





Donnerstag, 14. November 2024

Wanderung Morcles - St-Maurice

Datum: 11. November 2024
Dauer: 2h40
Länge: 10.6 km
Wetter: sonnig
Route: Morcles-La Sasse-Pt. 1049-La Fiogère-Eslex - Lavey-les-Bains - St-Maurice
Charakteristik: Einfacher Bergweg und Strassen


Morcles

rechts der Cime de l'Est, ein Gipfel der Dents du Midi

Blick über das Rhônetal, hinten St-Maurice

Die zweite Wanderung spielte sich am Montagmorgen auf der rechten Seite der Rhône ab, gegenüber von St-Maurice. Dort ragt der Kanton Waadt mit seinem südöstlichen Zipfel fast bis zum Rhôneknie hinunter. Hoch über dem Tal liegt zwischen den Bergen versteckt das Dorf Morcles, welches ich mir als Ausgangspunkt der Wanderung vorgenommen habe.

Eine Busverbindung nach Morcles gibt es nicht, deshalb bestelle ich ein Taxi zum Bahnhof St-Maurice, welches mich in einer 20minütigen kurvenreichen Fahrt zum Startort bringt. Dort werde ich gleich von einer sehr anhänglichen Katze in Beschlag genommen. Wahrscheinlich ist es ihr langweilig, was im ausgestorben wirkenden Dorf auch kein Wunder ist. Wie schon am Sonntag in Mex ist auch in Morcles kein Einwohner zu sehen.

Vier Wanderwegvarianten sind von resp. nach Morcles auf der Karte eingetragen, drei davon rot und eine gelb. Ich wähle die gelbe, also die leichte Variante, da ich nicht riskieren will, auf einer schwierigeren Variante umkehren zu müssen und damit Zeit zu verlieren.

Nach der zweiten Strassenkurve zweige ich nach links auf einen breiten Weg ein, welcher zuerst etwas ansteigt und dann flach wird. Bei einer Lichtung hat man eine schöne Aussicht zur Walliser Seite mit den Dents du Midi.

Nach einigen weiteren Minuten erreiche ich eine Verzweigung, wo ich mich entscheiden muss, ob ich auf dem Wanderweg bleiben oder auf der Strasse ins Tal wandern will. Ich entscheide mich für die Strasse, denn der Wanderweg macht einen grossen Umweg in Form einer weiten Schlaufe.

Nach 18 Strassenkurven wird die Strasse auch zum Wanderweg, denn der untere Teil des Wanderweges verläuft bis Lavey-les-Bains auf der Strasse. Beim Thermalbad biege ich auf den Rhôneuferweg ein, welchem ich bis St-Maurice folge.


Mittwoch, 13. November 2024

Mex

Die letzte mir noch fehlende ehemalige Walliser Gemeinde stand im Zentrum meiner sonntäglichen Wanderung:


Im Jahr 2013 wurde das Dorf mit St-Maurice vereint. Von den 143 Einwohnern (Stand Ende 2012) sah ich auf der Dorfdurchquerung niemanden.

ehemaliges Gemeindehaus


In Alain Neuhaus' Gedichtesammlung habe ich dazu diesen Vers gefunden:

Fusion Saint-Maurice und Mex
De Bezirkshauptort gränzt au as waadtländische Bex
Sälber sind die beide im Kanton Wallis glääge
Das han i eifach nur no welle säge

Auf diesem Link kann man ein kurzes Filmli über Mex anschauen.

Dienstag, 12. November 2024

Wanderung Vérossaz - Evionnaz

Datum: 10. November 2024
Dauer: 4h05
Länge: 12.2 km
Wetter: sonnig
Route: Vérossaz-La Daille-Pt. 910-Les Praz-Mex-La Rasse-Evionnaz
Charakteristik: Mittlere Bergwege und Strassen


Vérossaz

leichte Kletterei auf der Umleitung

Mex

Mex

Eine Kaltfront sei im Anzug mit Schnee bis auf 1000 Meter wurde Mitte letzter Woche von den Meteorologen verkündet. Das gab für mich den Ausschlag für einen Kurztrip ins Wallis, um zwei Wanderungen, welche über 1000 Meter führen, vor dem Schneefall durchzuführen. Auf dieser Höhe im Schnee zu wandern ist nicht mein Ding. Am Sonntagmorgen reiste ich deshalb nach St-Maurice im Unterwallis. Mit dabei war ein Rollköfferli, denn ich buchte dort eine Übernachtung.

Nachdem ich das Köfferli im Hotel deponiert habe geht es mit dem Postauto nach Vérossaz auf der linken Seite der Rhône oberhalb St-Maurice. Punkt 12 Uhr mittags geht es los, auf einem recht steilen, breiten Weg geht es hinauf vorbei an einem Fussballplatz bei La Daille, dann etwas weniger steil auf einer Alpstrasse bis zu einer Sperrung infolge Baumschlag. Darauf bin ich vorbereitet, denn die Sperrung war auf der Online-Karte eingetragen.

Auf einer Umleitung kann die Sperrung umgangen werden. Diese führt durch eine tiefe Schlucht über den Mauvoisin-Bach und wieder hinauf nach Les Praz. Dieser Weg hat es in sich, einerseits ist es schattig und alles feucht, andererseits ist er recht anspruchsvoll mit einigen abschüssigen Passagen.

Ich bin froh, heil auf der geteerten Strasse nach Mex angekommen zu sein und geniesse den Ausblick hinüber zum Dent de Morcles auf der waadtländischen Seite der Rhône. Das hübsche, kleine Mex liegt ziemlich abgelegen auf 1119 Metern. Es wirkt ziemlich ausgestorben, ich habe keinen Einwohner gesehen und die einzige Beiz ist bis Ende November geschlossen.

Der Abstieg nach Evionnaz ist nicht schwierig, aber mit vielen unter Laub versteckten Steinen gespickt, was grosse Vorsicht erfordert. Ein Teilstück des Wanderweges umgehe ich auf der wenig befahrenen Strasse.

Sonntag, 10. November 2024

Basel in Festlaune

Seit 1471 wird herbstens in Basel gefeiert, die Basler Herbstmesse gilt als die älteste und grösste Vergnügungsmesse der Schweiz. Am Donnerstag schaute ich dort rein.

Die Messe findet nicht wie in anderen Städten üblich an einem zentralen Ort statt, sondern auf diversen über die Stadt verteilten Plätzen. Wer alles sehen will muss deshalb Zeit einrechnen für die Transfers. So viel Zeit wollte ich mir nicht nehmen, deshalb beschränkte ich meinen Besuch auf zwei Plätze, den Petersplatz in Grossbasel und den Messeplatz in Kleinbasel.

viili Hääfeli...

...am Hääfelimäärt

Natürlich sind solche Messen weitgehend austauschbar, das Angebot ist zu einem grossen Teil identisch, einmal abgesehen von lokalen Spezialitäten wie in Basel die Läckerli, welche an vielen Ständen angeboten werden. Und doch ist ein Besuch der Basler Herbstmesse lohnenswert, die ganze Stadt ist in Festlaune, alle sind gut aufgelegt und die Stadt erscheint in einem ganz anderen Licht als sonst.

au Läckerli häts viili

wer will kann hoch hinauf und im Freefall wieder runter

Wer jetzt Lust auf einen Ausflug nach Basel hat muss sich beeilen, heute ist für dieses Jahr der letzte Tag. Aber nach der Messe ist auch vor der Messe, ich bin sicher dass diese alte Tradition auch nächstes Jahr fortgeführt wird.

Heute geht es für einen Kurztrip ins Wallis, geplant sind heute und morgen je eine kurze Wanderung. Ab Dienstag erfährt man hier, wohin es genau ging.