Freitag, 19. November 2021

Wanderung Collina d'Oro

Datum: 17. November 2021
Dauer: 3h25
Länge: 13.9 km
Wetter: trüb und zeitweise nass
Route: Montagnola-Agra-Barbengo-Campagnore-Carabietta-Montagnola-Noranco-Pambio-Gentilino
Charakteristik: leichte bis mittlere Wanderwege


Agra

trüber Blick von Carabietta zum Monte Caslano

Carabietta

Überquerung der Autobahn bei Pambio

Pambio

Ja, die Wanderung am Mittwoch hat geklappt, immerhin. Allerdings nicht bei Sonnenschein, sondern bei waschküchenartigen Bedingungen mit wenig Sicht und zeitweise etwas Regen. Das war etwas schade, denn der Collina d'Oro böte schöne Sichten zum San Salvatore und über den See. Weshalb der Hügelzug den Namen Collina d'Oro oder deutsch Goldhügel hat, weiss ich nicht. Vielleicht liegt es daran, dass es hier unzählige teils protzige Villen mit schönster Aussicht hat. Normalverdienende- und Habende leben woanders.

Mit dem Bus geht es von Lugano ins Zentrum von Montagnola, wo meine Route beginnt. Vorbei an einigen der erwähnten Villen geht es Richtung Süden via Bigogno zum ersten Zwischenziel in Agra. Hier ist auch der höchste Punkt meiner Wanderung.

Auf dem Weg hinunter nach Barbengo beginnt es zu regnen und ich packe meinen Schirm aus. Der steinige, mit Laub bedeckte Weg ist nass und ich muss gut aufpassen um nicht auszurutschen. Ich komme aber heil unten am See an und kann den Schirm wieder einpacken.

Bis Carabietta folge ich dem Seeufer, bevor es auf einem anfänglich steilen, mit viel Kastanienhüllen gepolsterten Weg wieder hinauf nach Montagnola geht. Hier bin ich wieder am Ausgangspunkt, aber es fehlen noch zwei ehemalige Gemeinden, deshalb verlängere ich die Wanderung bis nach Gentilino.

Von Montagnola geht es hinunter ins Tal zwischen dem Collina d'Oro und dem San Salvatore. Der Talboden ist mit riesigen Industriekomplexen überbaut und gleich daneben ist die Autobahn. Das sieht natürlich für Wandereraugen nicht sehr schön aus, ich finde aber einen relativ ruhigen Weg am Rand des Geschehens und der Weg hinauf nach Gentilino ist sogar wieder recht schön.


Donnerstag, 18. November 2021

Keine Polenta

Folgende Aktivitäten standen für meinen Tessin-Trip auf dem Programm:

Leider hat nicht alles reibungslos geklappt. Zum Beispiel das Polentaessen in Sessa. Auf einem Flyer habe ich gelesen, dass es dort auf dem Marktplatz ab 11:30 Polenta gibt. Ich war kurz nach 12 dort. Ein paar Marktleute räumten gerade ihre Sachen zusammen. Nein, Polenta gebe es keine mehr, die sei schon weg, sagte ein Verkäufer.

auf diesem Platz war der kleine Markt und die Polenta, die Polentapfanne sieht man unter dem Jesusbild

Also weiter nach Balerna. Die Brauerei sollte wenige Minuten vom Bahnhof entfernt sein. Fehlanzeige: an der angegebenen Adresse fand ich eine Papierfabrik, aber weit und breit keine Brauerei. Aber wenigstens war die Cooperativa Popolare dort, wo sie sein sollte. Irgendwann las ich, dass es dort viele Tessiner Spezialitäten zu kaufen gebe. Es gab tatsächlich einige Käse und Trockenfleisch aus der Gegend, überwältigend war das Angebot aber nicht. Immerhin kaufte ich ein lokales Bier (nicht von der erwähnten Brauerei).


Um 18 Uhr war ich bei der Osteria del Giardino in Morbio Inferiore und fragte, ob ich nachtessen könne. Ja, sicher, war die Antwort, aber erst ab 19 Uhr. Das war ein Problem, denn der letzte Bus zurück nach Mendrisio fährt um 19:35. Also nehme ich den Bus um 18:35 nach Mendrisio und geniesse im Hotel-Restaurant eine feine Holzofen-Pizza. Also wieder keine Polenta.


Ob es mit der Wanderung klappte schreibe ich hier morgen.


Dienstag, 16. November 2021

Fasnacht!

Am Donnerstag war ich in der Winterthurer Altstadt nichtsahnend am Einkaufen. Und dann plötzlich Action, tatü tata! Dann kam es mir in den Sinn, es war ja der 11.11. An diesem Tag beginnt ja um 11 Uhr 11 traditionellerweise die Fasnacht.


Eine von diversen Guggenmusiken zug direkt an mir vorbei durch die Marktgasse. Das freute mich für die schön angezogenen und geschminkten Musikanten, dass sie wieder einmal in der Öffentlichkeit auftreten dürfen. Allerdings las ich dann gleichentags in der Zeitung, dass die Umzüge im Februar, also wenn die Fasnacht so richtig läuft, jetzt schon abgesagt sind. So langsam habe ich das Gefühl, dass gewisse Leute die Pandemie zum Vorsatz nehmen, um von ihnen ungeliebte Traditionen zu verhindern.

Heute geht es nochmals durch den Gotthard, morgen möchte ich in der Nähe von Lugano ein paar ehemalige Gemeinden besuchen. Der nächste Eintrag folgt deshalb am Donnerstag.



Montag, 15. November 2021

Ääs go züche

Am Mittwoch war ich im ausserrhodischen Herisau zu Besuch im Museum. Dort wollte ich mir die Sonderausstellung "Ääs go züche" anschauen. Dabei geht es um die Geschichte der Gastwirtschaften im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Gezeigt werden viele Bilder aus früheren Zeiten sowie Dokumente, welche die Entwicklung der Gasthäuser belegen.

Die Gasthäuser waren früher für die Bevölkerung sehr wichtig für soziale Kontakte, dort konnte man sich austauschen und erfuhr alles Wichtige und auch Unwichtige. Heutzutage benutzen die Leute aber natürlich die sozialen Online-Medien wie Facebook. Das ist mit ein Grund, weshalb das Beizensterben in den letzten Jahren ungebremst weiterging, und das nicht nur im Appenzellischen.

das wunderschöne Wirtshausschild des ehemaligen Pfauen

Neben der Sonderausstellung kann auch die permanente Ausstellung des Museums auf zwei Stockwerken besichtigt werden. Besonders beeindruckt war ich von den alten Kleiderschränken, zum Beispiel von diesem:

man beachte die Aufschrift "Gehört der Jungfer Anna Barbara Erbar"





Sonntag, 14. November 2021

Neue Nachbarn

Das gegenüber von uns neu erbaute Haus ist seit etwa zwei Monaten fertiggestellt, abgesehen von Handwerkern, welche ab und zu vorbeischauen um etwas zu erledigen.

In der Zwischenzeit ist auch Leben eingekehrt, unsere neuen Nachbarn sind eingezogen. Kürzlich wurden alle Nachbarn, Verwandte und Freunde zu einem Willkommens-Apéro eingeladen (deshalb auch die Zelte auf dem Bild). So konnte man sich in ungezwungenem Ambiente kennenlernen.

Der Nachbar ist Schweizer und in Seuzach aufgewachsen, seine Frau kommt von den Philippinen und sie hat dafür gesorgt, dass es feine asiatische Köstlichkeiten zu geniessen gab. Sie haben zwei kleine Buben mit 3 und 5 Jahren. Wir finden es schön, dass eine junge Familie eingezogen ist, so ist für die nächsten Jahre für Betrieb gesorgt.


Samstag, 13. November 2021

Schloss Wildegg

Vor zwei Jahren wanderte ich am Schloss Wildegg vorbei. Ich war beeindruckt und nahm mir vor, dieses dereinst zu besichtigen. Kürzlich war ich dort und war auch von den Innenräumen und den Einrichtungen begeistert.


Die im 13. Jahrhundert von den Habsburgern errichtete Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte in ein barockes Schloss umgebaut. Seit 2011 ist es im Besitz des Kantons Aargau und wird als Museum betrieben.

Wenn man durch die verwinkelten Räume des Schlosses geht fühlt man sich wie auf einer Zeitreise. Alles ist mit originalen Gegenständen authentisch eingerichtet und man hat das Gefühl, dass die einstigen Bewohner nur rasch im Garten sind und gleich wiederkommen werden. In diversen Zimmern hat es sprechende Bilder von ehemaligen Bewohnern, welche über viel Interessantes und Amüsantes aus ihrer Zeit berichten.


im Gästezimmer können diese Glocken im Treppenhaus mit einer Kordel geläutet werden,
um das Dienstmädchen herbeizurufen

wunderschöner Kachelofen aus Steckborn

Rund um das Schloss hat es grosszügige Gärten, welche ebenfalls besichtigt werden können. Da es aber bei meinem Besuch praktisch keine Blumen hatte verzichtete ich darauf.

Das Schloss ist im Winter zu, es öffnet erst im April wieder.



Freitag, 12. November 2021

Coglio und Giumaglio

Die beiden links von der Maggia gelegenen ehemaligen Gemeinden waren am Montag auf meiner Route:


Seit 2004 gehören sie zur Gemeinde Maggia, welche durch diverse umliegende Dörfer angereichert wurde.



ehemaliges Gemeindehaus