Samstag, 7. Mai 2022

Adonisröschen

Das Adonisröschen ist eine Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfussgewächse. Es gibt diverse Unterarten, einige davon haben nicht gelbe, sondern rote Blüten. Die Pflanze kommt in Europa und im nördlichen Teil Asiens vor. In der Schweiz gedeiht sie nur an zwei Orten, bei Turtmann und bei Saxon. Die Blütezeit ist zwischen Anfang April und Mitte Mai.

Seit vielen Jahren ist sie in der Schweiz geschützt, das Pflücken oder Ausgraben ist streng verboten. Sie ist giftig und wird auch von Kühen oder Ziegen gemieden.

Den Namen hat die Pflanze von Adonis, dem griechischen Gott der Schönheit und Vegetation.


Freitag, 6. Mai 2022

Unterems

Ein weiterer Vorteil der Adonispfad-Wanderung lag darin, dass wir dabei Unterems, eine ehemalige Walliser Gemeinde, besuchen konnten:

2013 entstand die neue Gemeinde Turtmann-Unterems, indem die beiden ehemaligen Gemeinden fusionierten.

Unterems




Donnerstag, 5. Mai 2022

Wanderung Adonispfad

Datum: 29. April 2022
Dauer: 3h35
Länge: 12.1 km
Wetter: sonnig
Route: Turtmann Bahnhof-Turtmann-Chastlärä-Tscholischchummu-Unterems-Pt. 957-Heidnischhubil-Chrizhubil-Turtmann-Turtmann Bahnhof
Charakteristik: einfache bis mittlere Wander- und Bergwege


Adonisröschen in Vollblüte

viele Wege und Pfade kreuzen sich hier

Blick über Turtmann mit der Aufschrift "Dort ist ein Mann" auf der ehemaligen Flugpiste

die Turtmänna stürzt 42 Meter tief

Eigentlich war für Freitag eine Wanderung bei Les Paccots geplant mit über 700 hm Aufstieg. Nach den beiden vorangegangenen Wanderungen hatte ich aber keine Lust auf viel Höhenmeter. Da kam mir der Adonispfad bei Turtmann als Alternative in den Sinn. Dieser führt zwar immerhin auch 400 Meter hinauf, das schien mir aber einiges weniger anstrengend. Zudem ist die Jahreszeit für diesen Pfad ideal, denn es ist die Blütezeit der Adonisröschen, welche dem Pfad den Namen geben.

Eine gute Stunde dauert die Zugfahrt von Montreux nach Turtmann, mit Umsteigen in Leuk. Der Weg vom Bahnhof ins Dorf ist zwar nicht attraktiv, aber mit einer Viertelstunde auch nicht zu lang. Wir gehen durch das Dorf mit den vielen alten, teilweise verfallenen Häusern und stehen vor einem Wegweiser, auf welchem der Adonispfad angezeigt ist. Leicht ansteigend geht es hinauf zur Kapelle Chastlärä, wo wir die ersten Adonisröschen entdecken. Mit ihren leuchtend gelben Blüten sind sie nicht zu übersehen.

Durch lichten Wald steigen wir nach Unterems auf und lassen uns immer von den Wegweisern mit dem sehr gut markierten Adonispfad leiten. Alleine sind wir nicht, unterwegs treffen wir immer wieder auf Leute, welche die Blumen und die Aussicht bewundern und fotografieren. Auf einem schönen Waldpfad geht es hinunter zur Turtmänna, dem Bach des Turtmanntals und via Heidnischhubil und Chrizhubil zurück nach Turtmann. Der Abstieg vom Chrizhubil ist etwas kritisch, es hat einige rutschgefährtete steile Stellen.

Zum Abschluss dann noch der kurze Abstecher zum eindrücklichen Wasserfall der Turtmänna, wo wir uns etwas erfrischen können. Für ein Bad im eiskalten Wasser, so wie es eine Frau tat, reichte es uns dann aber doch nicht.

Etwas mehr über die Adonisröschen werde ich in einem separaten Eintrag schreiben.


Mittwoch, 4. Mai 2022

Treppen ins Nichts

Kürzlich sind mir auf der Westseite des Bahnhofs Winterthur zwei Treppen aufgefallen, welche für mich keinen Sinn machten. Sie führen vom Erdgeschoss etwa vier Meter nach oben, dort geht es aber nicht weiter, sie führen sozusagen ins Nichts.


Ich überlegte mir, was der Zweck der Konstruktionen sein könnte. Eine Aussichtsplattform? Ich stieg hinauf, konnte aber nichts Sehenswertes ausmachen. Eine Kunst-Installation? Könnte sein, ich bin aber zuwenig künstlerisch veranlagt für eine Beurteilung. Schlussendlich einigte ich mich darauf, dass man sich auf den Stufen hinsetzen und sein Sandwich verdrücken kann. Gesehen habe ich aber niemanden, der genau das machte. Vielleicht brauchen die Winterthurer zuerst eine Gebrauchsanleitung.


Dienstag, 3. Mai 2022

Wanderung Chamby - Caux

Datum: 28. April 2022
Dauer: 3h55
Länge: 12.3 km
Wetter: sonnig
Route: Chamby-Azot-Les Avants-Echerègnes-Glion-Caux
Charakteristik: einfache bis mittlere Wander- und Bergwege sowie Strassen


Blick über den See zu den Dents du Midi

Dent de Jaman und Rochers-de-Naye

eine der raren Narzissen

Das für die Geburtstagswanderung angepeilte Ziel Les Avants erreichten wir ja am Mittwoch nicht, deshalb haben wir den Ort als Zwischenziel auf der Donnerstagswanderung eingebaut, auf dem Weg dorthin wollen wir auf dem Narzissenweg wandern. Starten wollen wir in Chamby, welches wir wieder mit dem Nostalgiezug von Montreux aus erreichen.

Der Weg von Chamby hinauf nach Azot, dem höchsten Punkt der Route, hat es in sich. Der Bergweg ist anfangs noch ziemlich einfach, dann aber stellenweise etwas ausgesetzt. Der schmale Pfad im steilen Hang ist zudem etwas schief und man muss sich konzentrieren, um keinen Fehltritt zu riskieren.

Von Azot nach Les Avants ist der Weg wieder problemlos und wir können nach den Narzissen Ausschau halten. An zwei Stellen finden wir diese auch, jedoch in beschränktem Umfang. Auf einer Infotafel lesen wir, dass die Hänge früher mit den Blumen übersät waren, nach intensiver landwirtschaftlicher Nutzung hätten sie sich aber allmählich zurückgezogen.

Leider ist der Wanderweg durch die Gorge de Chauderon gesperrt, deshalb folgen wir bis Echerègnes der Strasse. Dort zweigen wir auf einen weiteren, schön angelegten Narzissenweg nach Glion ein, bevor wir auf einem steilen, anstrengenden Weg nach Caux aufsteigen. 


Montag, 2. Mai 2022

Montbovon

Die Geburtstagswanderung startete in der ehemaligen Gemeinde Montbovon ganz im Süden des Kantons Freiburg:

2002 fusionierte es zusammen mit Albeuve, Lessoc und Neirivue, um die neue Gemeinde Haut-Intyamon zu gründen. Der etwas seltsame Name der neuen Gemeinde geht auf den Namen des Tals der Saane zwischen Enney und Montbovon zurück, im freiburgischen Patois heisst es Intyamon, was "zwischen den Bergen" bedeutet.

Im April 2016 sind wir schon einmal in der Nähe vorbeigekommen, wir wanderten auf der östlichen Seite der Saane von Broc nach Rossinière. Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde liegt aber auf der westlichen Seite des Flusses.



Sonntag, 1. Mai 2022

Wanderung Montbovon - Caux

Datum: 27. April 2022
Dauer: 5h00
Länge: 18.6 km
Wetter: sonnig
Route: Montbovon-Pt. 779-Montbovon-Pont du Pontet-Allières-Les Cases-Col de Jaman-Pt. 1242-Caux
Charakteristik: einfache Wander- und Bergwege sowie Strassen


unser Nostalgiezug nach Montbovon

im Aufstieg zum Col de Jaman

letzte Spuren des Winters

Die Anfahrt mit dem öV zum Startort der Geburtstagswanderung war sehr stilvoll, in einem Nostalgiezug der MOB (Montreux-Oberland-Bernois) liessen wir uns von Montreux hinauf ins freiburgische Montbovon fahren. Das war keine Extrafahrt, diese Züge verkehren fahrplanmässig abwechselnd mit modernen Kompositionen, und dies ohne Zuschlag.

In Montbovon machen wir einen kurzen Abstecher über die Saane, um an eine Wanderung anzuknüpfen, welche im April 2016 von Broc nach Rossinière führte. Dann folgen wir dem Wanderweg zum Col de Jaman, welcher über Alpweiden und Wälder hinauf zum Pass auf 1512 m führt. Der Weg ist meist einfach, ab und zu sind auf Bergwegen etwas steilere Passagen zu überwinden. im obersten Teil hat es noch einige Schneefelder, welche wir entweder überschreiten oder ihnen über schneefreie Wiesen ausweichen.

Auf der anderen Seite des Passes ist alles grün und wir steigen Richtung Les Avants ab. Schon bald werden wir bei einer Abzweigung von einem Waldarbeiter angehalten. Sowohl die Strasse als auch der Wanderweg nach Les Avants seien gesperrt, sagte er. So bleibt uns nichts anderes übrig als einen anderen Zielort anzupeilen. Wir entscheiden uns für Caux, von wo das Rochers-de-Naye-Bähnli nach Montreux fährt.

Bis Caux gehen wir etwa eine Stunde auf der Strasse, auf Wanderwegen hätten wir grössere Umwege machen müssen mit entsprechendem Zeitbedarf. Der Verkehr hielt sich aber in sehr engen Grenzen, insofern war das kein Problem. Pausenlos hören wir einen Helikopter, welcher Holz aus dem abgesperrten Gebiet hinausfliegt.

Von Caux fahren wir zusammen mit vielen Studenten und Studentinnen der Hotelfachschule aus aller Welt mit dem Zahnradbähnli hinunter zum See.