Donnerstag, 11. November 2021

Ziegen-Festival

Der zweite Grund für den Trip ins Maggiatal war neben der Wanderung das Ziegen-Festival. Acht Restaurants im Maggiatal machen dabei mit, auch das in meinem Hotel. Jedes Restaurant offeriert ein anderes Menu, bei mir sah es so aus:

  • Büscion di capra gratinato con insalatina
  • Risotto all’uva americana
  • Gigot di capra farcito con castagne, gnocchi di semola e patate, cavolo rosso al rosmarino in foglie di verza
  • Gelato al fior di panna con frutti di bosco tiepidi

oder auf deutsch

  • Ziegenfrischkäse mit Salat
  • Risotto mit amerikanischen Trauben
  • Ziegen-Gigot mit Kastanie, Gnocchi, Rotkraut in Wirzfolie
  • Rahmglacé mit Waldbeeren
So sah der Hauptgang aus:


Alles war schön angerichtet und schmeckte auch sehr gut, nur beim Gigot gab es Abzüge. Das Fleisch war für meine Kaumuskeln eine Herausforderung, es musste von einer Ziege mit langer Lebenserfahrung stammen, um es etwas diplomatisch auszudrücken.

Das Hotel ist übrigens sehr empfehlenswert, es ist ziemlich modern, alles ist sauber und an der ruhigen Lage kann man sich bestens erholen. Und die Preise sind sehr fair.

Mittwoch, 10. November 2021

Wanderung Vallemaggia

Datum: 08. November 2021
Dauer: 2h50
Länge: 11.4 km
Wetter: sonnig, fast immer am Schatten
Route: Coglio-Giumaglio-Ronchi-Lodano-Torn-Maggia-Pisola-Coglio
Charakteristik: leichte bis mittlere Wander- und Bergwege


Giumaglio

die lange Hängebrücke über die Maggia

kurz vor Maggia

elegante Brücke bei Maggia

Coglio

Die vierstündige öV-Anfahrt nach Coglio verlief problemlos. Im Hotel wurde mir ein Zimmer zugewiesen, ohne nach meinem Namen zu fragen. Ich sei heute der einzige Anreisende, deshalb sei klar, wer ich sei, sagte der freundliche Chef des Betriebes.

Ich mache mich gleich auf den geplanten Weg, eine Rundwanderung von Coglio via Giumaglio, über die Maggia, hinunter nach Maggia, wieder über die Maggia und zurück nach Coglio. Ich starte um 13:40, Coglio und Giumaglio liegen noch an der Sonne, aber ab der Hängebrücke bei Giumaglio bin ich schon am Schatten, und so sollte es auch bis am Schluss bleiben. Kein Wunder, wenn man im November in einem von hohen Bergen gesäumten Tal unterwegs ist.

Der erste Höhepunkt ist die erwähnte, ca. 300 Meter lange Hängebrücke, welche sich über die Maggia spannt. Sie ist nicht sehr hoch, aber aufgrund ihrer Wackligkeit doch etwas abenteuerlich. Auf der anderen Seite des Flusses geht es auf steinigen Wegen immer etwas rauf und runter nach Lodano. Auf den feuchten Steinen muss ich etwas aufpassen und brauche dadurch etwas länger als geplant.

Nach Lodano geht es vorbei an vielen schön renovierten Rustici, welche im Moment aber ausgestorben sind, nach Maggia, dem Hauptort des Tals. Dort überquere ich die Maggia wieder, diesmal auf einer wackellosen, aber eleganten Fussgängerbrücke.

In Maggia nehme ich aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht den Höhenweg zurück nach Coglio, sondern den einfacheren entlang des Flusses. Das hat zwar den Nachteil, dass ich ab Pisola entlang der Hauptstrasse gehen muss, das sind aber nur 600 Meter und für Radfahrer und Fussgänger hat es einen separaten Streifen.

Das war der Wander-Teil des Trips. Über den Ziegen-Teil berichte ich morgen.


Montag, 8. November 2021

Wandern und Ziege essen

Heute geht es nach Coglio im Maggiatal. Dort sind zwei Dinge geplant: wandern und Ziege essen. Coglio ist eine ehemalige Gemeinde, so wie auch das Nachbardorf Giumaglio, diese warten auf meinen Besuch. Auf unseren Wanderungen durch das Maggiatal sind wir auf der anderen Seite der Maggia vorbeigewandert, deshalb muss ich dort nochmals vorbei.

Ein weiterer Grund für den Trip ist das Ziegenfestival in diversen Restaurants im Maggiatal. Die teilnehmenden Betriebe servieren während dem Festival Gerichte, bei welchen es sich bei mindestens einem Gang um Ziegenfleisch oder Ziegenkäse handelt.

Auch in Coglio hat es so ein Restaurant und praktischerweise kann man dort sogar übernachten. So kann ich gemütlich anreisen, wandern und zum Znacht die Ziege geniessen. Und wenn alles klappt kann ich am Dienstag noch eine zweite Wanderung anhängen.

Sonntag, 7. November 2021

Mein Geschenk

Kürzlich habe ich ja von meiner Wanderung im Luzernischen geschrieben, nach welcher ich in der Autobahnraststätte mein Aktionärsgeschenk abholen wollte. Es blieb ja beim Wollen, es waren keine Geschenke mehr vorrätig.

Solche Sachen kann ich nicht einfach hinnehmen, deshalb schrieb ich ein sehr anständiges Mail an die Betreibergesellschaft, in welchem ich die Situation beschrieb. Postwendend antwortete ein Mitarbeiter und versprach mir, das Geschenk per Post zu schicken. Vor ein paar Tagen ist es eingetroffen:

Ein Geschenkpaket mit drei Fläschchen Spezialitäten der Amstutz Manufaktur aus Rothenburg nahe der Raststätte.

Weshalb ich darüber schreibe? Ganz einfach, weil ich das Verhalten der Firma gegenüber ihren Aktionären vorbildlich finde. Nur sehr wenige Firmen kompensierten die ohne Aktionäre stattgefundenen Generalversammlungen mit einem Geschenk, eine davon ist eben die Luzerner Raststätte. Und dass sie mir das Paket nachschickten finde ich nochmals toll. Diese Aktien werde ich nicht verkaufen.


Samstag, 6. November 2021

Kirche Lüen

Das kleine und abgelegene Lüen im Schanfigg hat eine eigene Kirche, welche aus dem 11. Jahrhundert stammt. Besonders daran sind die schönen Fresken an den Innenwänden, sie stammen vom gleichen Künstler, welcher in der Waltensburger Kirche malte, also vom Waltensburger Meister.


brutal, die Szene mit dem Kindermord von Bethlehem

in der Mitte der achteckige Taufstein



Freitag, 5. November 2021

Lüen

Auch auf der Wanderung am Freitag lag eine ehemalige Gemeinde auf unserer Route:

Wie die anderen Gemeinden auf der rechten Talseite des Schanfiggs wurde Lüen 2013 nach Arosa eingemeindet.





Donnerstag, 4. November 2021

Wanderung Molinis - Castiel

Datum: 29. Oktober 2021
Dauer: 4h50
Länge: 15.4 km
Wetter: sonnig
Route: Bahnhof St. Peter-Molinis - Molinis-Uf Wald-Tschiertschen-Höhi-Boda-Lüen-Castiel
Charakteristik: leichte bis mittlere Wander- und Bergwege sowie Strassen


Molinis

Tschiertschen

gegenüber unten rechts Lüen und oben links Castiel

hier ist der Weg weggerutscht

Lüen

Runter, rauf, runter, rauf, das erwartete uns auf der zweiten Schanfigg-Wanderung. Runter ging es zuerst vom Bahnhof St. Peter-Molinis hinunter nach Molinis. Das kannten wir ja schon vom Tag zuvor. Diesmal überqueren wir aber die Plessur und nehmen den Dörferweg Richtung Tschiertschen unter die Füsse. Die ersten ca. 400 Meter auf der Strasse, dann zweigen wir auf einen Bergweg ab, von welchem wir freie Sicht auf die andere Talseite haben.

An ein paar Stellen müssen wir etwas aufpassen, der Weg ist etwas schräg und schmal in einem abschüssigen Hang. Dann wird es wieder einfacher und etwas später sind wir wieder auf der Strasse, welcher wir bis Tschiertschen folgen.

Runter Nummer 2 geht es von Tschiertschen zuerst neben der Strasse, dann auf ziemlich direktem Weg den Hang hinunter. Der Weg ist kaum markiert und wir müssen zuerst den Einstieg suchen. Dann geht es steil runter in einer Art Bachbett. Unter dem Laub ist alles nass und sumpfig, dies trotz langer Trockenzeit.

Der Weg zur Plessur kommt uns endlos vor und an einer Stelle müssen wir durch einen Bach kraxeln, weil der Weg weggerutscht ist. Wir schaffen es aber ohne Schaden zur Plessur, wo es ein Kraftwerk hat. Ein Angestellter bot uns an, mit dem Werkbähnli nach Lüen hinauf mitzufahren. Die Verlockung war gross, aber wir lehnten dankend ab, schliesslich wollten wir keine Wanderlücke hinterlassen.

Also nehmen wir Rauf Nummer 2 in Angriff. Auf dem steilen Weg nach Lüen machen wir schnell Höhenmeter gut und schon bald sehen wir die ehemalige Gemeinde. Dort müssen wir unbedingt bei der Kirche vorbeischauen, Thomas Widmer hat darüber in seinem Blog geschrieben.

Den restlichen Aufstieg nach Castiel machen wir auf der wenig befahrenen Strasse, denn auf dem Dörferweg müssten wir einen riesigen Umweg machen. 20 Minuten vor der Abfahrt des Postautos nach Chur sind wir am Ziel.