Donnerstag, 8. Januar 2026

Unser Haus im Rebberg

Die offizielle Landeskarte der Schweiz gibt es seit vielen Jahren nicht nur als gedruckte Karte, sondern auch online auf dem "swisstopo" genannten Portal. Das Portal unterstützt eine Vielzahl von Funktionen. Die Karte kann natürlich beliebig gezoomt werden, man kann zum Beispiel aber auch in die Vergangenheit blicken, und dies bis ins Jahr 1850. Wobei die alten Karten natürlich qualitativ nicht mit heute vergleichbar sind. Weiters können verschiedene Ebenen ausgewählt werden, zum Beispiel Grundwasservorkommen, aeronautische Karten oder sogar eine Karte der letzten Eiszeit.

Ich habe kürzlich etwas damit gespielt und herausgefunden, dass unser Haus auf einem ehemaligen Rebberg steht:

Karte von 1921 mit dem Rebberg rechts,
der Standort unseres Hauses wird mit dem Pfeil angezeigt

aktuelle Karte

Wie die aktuelle Karte zeigt ist dieses Gebiet längst überbaut. Etwa einen Kilometer östlich von uns hat es aber noch einen Rebberg, welcher noch bewirtschaftet wird.

Mittwoch, 7. Januar 2026

Im Weissen Haus

Gestern war ich im Weissen Haus. Nein, nicht zu Besuch bei Trump in Washington, sondern etwas näher in Flims. Eigentlich ist es offiziell das Gelbe Haus, aber wie auf dem Bild zu sehen ist, ist es weiss. Möglicherweise war es einmal gelb und wurde weiss übertüncht.


Zu sehen gibt es darin eine Ausstellung zum Thema Wandern. Für mich als Oft-Wanderer fast ein Muss, dort reinzuschauen. Im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes sind Wanderutensilien wie alte Rucksäcke, Wanderschuhe oder Trinkflaschen ausgestellt. Zudem sind an den Wänden diverse Plakate mit Bezug zum Wandern zu sehen.

Rote Wandersocken sieht man nur noch selten, leider

Im 1. Stock stehen 8 Laufbänder, auf welchen man sozusagen an Ort und Stelle wandern kann und sich dabei auf dem Bildschirm ein Filmchen zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit dem Wandern anschauen kann.


Und zuoberst stehen einige Picknick-Tische, auf welchen man sich zum Beispiel über den Permafrost oder Bergstürze informieren kann.

Wer sich das selbst anschauen will hat noch etwas Zeit, die Ausstellung ist bis 6. April geöffnet.

Dienstag, 6. Januar 2026

Haufland oder Hanfland?

Auf meiner Wanderung entlang der Seuzacher Grenzlinie bin ich am 29. Dezember bei der Bushaltestelle "Hanfland" auf Gemeindegebiet von Dägerlen vorbeigekommen. Und wunderte mich über den Namen. Ich fragte mich, ob hier irgendwann Hanf angebaut wurde oder sogar heute noch wird.

Zuhause habe ich mal auf der Online-Karte von SchweizMobil nachgeschaut und wunderte mich, dass das betreffende Gebiet dort nicht mit "Hanfland", sondern mit "Haufland" bezeichnet ist.

Ich schaute dann auch noch in der swissstopo-Karte des Bundesamtes für Landestopografie nach, dort heisst das Gebiet "Hanfland". Dies aber erst seit 2008, zuvor hiess es auch "Haufland".

Daraus schliesse ich, dass dort seit 2008 Hanf angebaut wird. Aber das ist natürlich nur mein persönlicher Schluss, gerne lasse ich mich von einem anderen Sachverhalt überzeugen.

Montag, 5. Januar 2026

Wanderung Greifensee - Zürichsee

Datum: 03. Januar 2026
Dauer:
 4h10
Länge: 15.8 km
Wetter: bedeckt
Route: Riedikon Chis-Pt. 438-Mönchaltorf-Gossauerriet-Tägernau-Roggesbüel-Grüningen-Spilhalden-Lützelsee-Hombrechtikon-Feldbach
Charakteristik: einfache Wanderwege, meist schneebedeckt


Winterlandschaft bei Mönchaltorf

Grüningen

Weiss in Weiss am Lützelsee

Lutikon bei Hombrechtikon

unten der Bahnhof Feldbach, unser Ziel

Für die mit fast 16 Kilometern recht lange Winterwanderung haben wir uns zuhause gut eingepackt, was sich als richtig erwies. Die Temperatur lag zwar etwa zwischen minus 3 bis 0 Grad, aber der Schnee liess sie eher tiefer erscheinen. Eine Art Snowchill-Faktor, angelehnt an den Windchill-Faktor. Zudem liess sich die Sonne fast nie blicken, erst am Zürichsee fand sie eine Lücke zwischen den dichten Wolken.

Via Stettbach geht es mit dem Zug nach Uster und mit dem Bus weiter nach Riedikon, Chis am südöstlichen Ende des Greifensees gleich neben einem Naturschutzzentrum. Für 10 Minuten folgen wir dem Seeuferweg, bevor wir nach links abbiegen und der Mönchaltorfer Aa entlang Richtung Mönchaltorf wandern, welches wir nach einer halben Stunde erreichen.

Wir durchqueren das Dorf und folgen besagtem Bach weiter Richtung Grüningen. Das Gelände ist hier total flach und man merkt nicht, dass der Weg leicht ansteigt. Erst kurz vor dem auf einem Hügel thronenden Grüningen gibt es einen kurzen Aufstieg.

Vom Wanderweg aus haben wir einen schönen Blick auf das alte Landstädtchen mit der Kirche. Die Zeile mit den schmalen, zusammengebauten Häusern macht wirklich einen städtischen Eindruck, welchen wir fotografisch festhalten.

Dann wird es etwas hügeliger, Richtung Süden geht es mal rauf, mal runter in etwa einer Stunde zum Lützelsee. Dort treffen wir auf viele Wanderer oder Spaziergänger, welche den See umrunden. Der See selber ist gar nicht so einfach auszumachen, da alles Weiss in Weiss ist, auch auf dem See liegt Schnee.

Bevor wir das südlich des Lützelsees gelegene weitläufige Hombrechtikon durchqueren erklimmen wir einen Aussichtspunkt mit einem lohnenswerten Blick zum Zürichsee mit Rapperswil und dem Seedamm. Unser Ziel am Bahnhof Feldbach erreichen wir dann in etwa 45 Minuten.

Sonntag, 4. Januar 2026

Winterwanderung

Nach dem nächtlichen Schneefall machten wir gestern eine schöne Winterwanderung, damit eröffneten wir das Wanderjahr 2026.

am Greifensee

Mönchaltorfer Aa


Während vier Stunden waren wir fast immer auf einem schönen, feinen Schneeli unterwegs. Zu Beginn waren es vielleicht drei Zentimeter, am Schluss dann aber doch etwa zehn.

Grüningen

alter Bahnhof Hombrechtikon

am Ziel in Feldbach, hinten der Zürichsee mit Rapperswil und dem Damm

Die Route planten wir zwischen dem Greifensee und dem Zürichsee, das ist ein Gebiet, welches in unserem Wandernetzwerk noch eine grosse Lücke aufwies. Das Gelände ist dort ziemlich flach oder leicht hügelig, was sich für eine Schneewanderung als ideal herausstellte.

Samstag, 3. Januar 2026

Noch 2110

Seit dem Neujahrstag gibt es wieder 5 Gemeinden weniger in der Schweiz, jetzt sind es noch 2110. Zum Vergleich: 2016, als ich mein Gemeindewandern-Projekt begann, waren es noch 2287.

Bild watson

Dies sind die vollzogenen Fusionen, welche für netto fünf Gemeinden weniger verantwortlich sind:

  • Im Kanton Freiburg schlossen sich Fétigny und Ménières zusammen und gründeten damit die neue Gemeinde Fétigny-Ménières.
  • Ebenfalls im Freiburgischen, aber im deutschsprachigen Teil, wurde Ulmiz zur einiges grösseren Nachbargemeinde Gurmels eingemeindet.
  • Im Kanton Solothurn fusionierten Halten, Oekingen und Kriegstetten. Kriegstetten als grösste der drei Gemeinden durfte seinen Namen behalten.
  • Und das aargauische Villnachern beschloss in einer Abstimmung im Juni 2024, sich nach Brugg einzugemeinden, was jetzt vollzogen wurde.
Und noch eine wichtige Änderung wurde am 1. Januar umgesetzt: Die Gemeinde Moutier wechselte vom Kanton Bern zum Kanton Jura, dies aufgrund einer ziemlich knapp ausgegangenen Abstimmung im Jahr 2021.

Jura mit dem "Anhängsel" Moutier unten rechts



Freitag, 2. Januar 2026

Rund um Seuzach

Mit den beiden Wanderungen am 25. und am 29. Dezember habe ich die Gemeinde Seuzach mehr oder weniger umrundet. Da nur ein kleiner Teil der Grenze auf einem Weg verläuft musste ich vielerorts entweder auf Wege innerhalb oder ausserhalb der Grenzlinie ausweichen. Schwierig war es bei der Autobahn im Südwesten von Seuzach, dort verläuft die Grenze zwischen den Ein- und Ausfahrten.

Diese Karte zeigt den Track meiner Wanderungen...

...und diese den Grenzverlauf

Bewandert habe ich auf der Umrundung Seuzach sowie die Nachbargemeinden Winterthur, Dinhard, Dägerlen und Hettlingen.

N.B. Ich habe jetzt probeweise eine neue Funktion in der Blogger-App eingeschaltet. Diese fügt im Text automatisch Links ein, so wie hier bei den Gemeindenamen. Hinter diesen Links verbergen sich weitergehende Informationen.