Im freiburgischen Bezirk Glâne liegen die beiden am Freitag besuchten ehemaligen Gemeinden:
Die beiden Winzlinge Eschiens und Villangeaux schlossen sich 1969 dem auch nicht viel grösseren Ecublens an.
Im freiburgischen Bezirk Glâne liegen die beiden am Freitag besuchten ehemaligen Gemeinden:
Die beiden Winzlinge Eschiens und Villangeaux schlossen sich 1969 dem auch nicht viel grösseren Ecublens an.
Datum: 13. Oktober 2023
Dauer: 2h45
Länge: 12.5 km
Wetter: sonnig
Route: Ecublens FR-Eschiens-Ecublens FR-La Millière-Villangeaux-Seppey-Bressonnaz-Moudon
Charakteristik: Strassen und andere Wege, fast alles Hartbelag
Das Ziel der Wanderung ist Bressonnaz nördlich von Ecublens, aber zuerst mache ich eine Schlaufe Richtung Süden, um einer der ehemaligen Gemeinden die Ehre zu erweisen. Nach einer halben Stunde bin ich wieder in Ecublens und zweige auf den markierten Wanderweg nach Bressonnaz ein.
Den Wanderweg verlasse ich aber kurz danach schon wieder, denn er führt nicht durch die zweite ehemalige Gemeinde. Bei La Millière biege ich auf eine schnurgerade Nebenstrasse ein. Dieser folge ich für ziemlich genau zwei Kilometer und bin froh, dass sich der Verkehr in engen Grenzen hält.
Nach Villangeaux überquere ich die Grenze zum Kanton Waadt und folge der Strasse via Seppey hinunter nach Bressonnaz. Ein Uhrencheck verrät, dass ich viel zu früh am Ziel bin, denn der nächste Bus fährt in 45 Minuten. Zu lange, um an diesem etwas trostlosen Ort zu warten. Deshalb beschliesse ich, bis ins nahe Moudon weiterzuwandern. Auf dem schönen Naturweg entlang der Broye kann ich mich etwas vom bisherigen Hartbelag erholen.
Datum: 10. Oktober 2023
Dauer: 2h20
Länge: 6.4 km
Wetter: sonnig
Route: Lago Tremorgio-Casorei-Amar-Rodi
Charakteristik: einfache Berg- und Wanderwege
900 Höhenmeter sind dabei zu überwinden, wahlweise nach oben oder nach unten. Wer uns kennt weiss, für welche Variante ich mich entschieden habe und welche Marlise wählte. Mit dem Rollköfferli fahren wir mit Zug und Bus nach Rodi zur Talstation der Gondelbahn. Mit dem freundlichen Angestellten der Bahn haben wir am Montag schon vereinbart, dass wir die Köfferli bei der Talstation einstellen dürfen.
Marlise macht sich auf den Weg nach oben, während ich mich in der Gondel sanft nach oben gleiten lasse und den Abstieg unter die Füsse nehme.
Der erste Teil spielt sich in steilem Gelände auf einem breiten Saumpfad ab. Ich bin mich vom Vortag an solche Wege gewöhnt und komme gut voran. Dann komme ich an einem Rad einer alten Seilbahn vorbei. Auf einer Infotafel steht, dass Ende des 19. Jahrhunderts mit der Bahn Eisblöcke vom Lago Tremorgio ins Tal transportiert wurden, welche in Mailand und anderen Städten verkauft wurden. Kühlschränke gab es damals noch nicht.
Auf ein paar kurzen Abschnitten wird der Weg im steilen Hang etwas luftig, aber er ist breit genug für eine gefahrlose Begehung. Bei der Lichtung Casorei treffe ich auf Marlise und wir tauschen uns Informationen über den Zustand des Weges aus.
Der Rest des Weges ist problemlos und aufgrund vieler Kehren weniger steil als oben. Trotz hoher Temperatur schwitze ich kaum, denn der Weg verläuft meistens am Schatten. Bei der Talstation der Gondelbahn steht schon Marlise mit den Köfferli, sie sei soeben angekommen, sagt sie. Dem Angestellten danke ich für das Aufpassen auf die Köfferli und drücke ihm noch einen Fünfliber für ein Bier in die Hand.
Datum: 09. Oktober 2023
Dauer: 4h30
Länge: 11.7 km
Wetter: sonnig
Route: Lago Tremorgio-Alpe Campolungo-Passo Campolungo-Alpe Pianascio-Colla-Fusio
Charakteristik: einfache bis schwierige Bergwege
Um 10 Uhr besteigen wir die Gondel und erreichen in wenigen Minuten die Bergstation gleich neben dem See auf 1840 müM. Wir nehmen den Weg gleich unter die Füsse und steigen auf der Ostseite des Sees zur Alpe Campolungo auf. Dabei geniessen wir den Blick auf den fast kreisrunden See mit den Bergen und in die Leventina. Das Wasser des Sees wird übrigens zur Stromproduktion genutzt, es wird durch eine unterirdische Leitung ins Kraftwerk von Rodi geleitet.
Nach der Durchquerung der flachen Alpe Campolungo wird es dann deftig. Der Weg führt steil hinauf durch zerklüftete Kalkfelsen. Zwei Füsse reichen nicht aus, wir müssen stellenweise auch beide Hände zuhilfe nehmen. Dazu kommt, dass der Untergrund aufgrund von losen Steinen und Sand sehr rutschig ist. Wir erreichen aber den Passo Campolungo auf 2318 m unversehrt und geniessen den Ausblick ins Tal der Maggia bei einem erfrischenden Wind.
Der Abstieg beginnt mit einem Umweg, denn der Weg, den wir einschlagen entpuppt sich schon bald als "Holzweg". Also kehren wir zurück zum Pass und steigen auf dem richtigen, aber kaum erkennbaren Weg ab. Der Weg ist hier wieder einfacher, aber immer noch recht stotzig mit vielen hohen Stufen. Nach einer guten Stunde erreichen wir ein Alpsträsschen mit Naturbelag, welchem wir eine Zeit lang folgen, teilweise mit Abkürzungen auf Bergwegen.
Dann sehen wir die Staumauer, welche die Maggia zum Lago del Sambuco staut und wissen, dass es nicht mehr weit ist bis Fusio, dem hintersten Dorf im Tal der Maggia, welches hier wie erwähnt Val Lavizzara heisst.
Bis zur Abfahrt des Postautos bleibt nur noch wenig Zeit und so können wir das hübsche Dorf nicht besichtigen. Wir müssen die Besichtigung auf später verschieben, wenn wir die Netzwerk-Lücke zwischen Fusio und Camlee schliessen werden.
Die lange Fahrt mit dem Bus nach Locarno und mit dem Zug nach Bellinzona verdeutlicht dann, wie unglaublich abgelegen Fusio ist. Fast noch abgelegener als Soglio von letzter Woche.
Datum: 04. Oktober 2023
Dauer: 7h15
Länge: 17.9 km
Wetter: sonnig
Route: Maloja-Gletschermühlen-Torre Belvedere-Orden d'Ent-Lägh da Cavloc-Alp da Cavloc-Plan Canin-Lägh da Cavloc-Pt. 1877-Lägh da Bitabergh-Mota d'Orden-Maloja
Charakteristik: einfache bis mittlere Bergwege
Einige der noch pendenten ehemaligen Gemeinden liegen sehr abgelegen, so zum Beispiel Soglio im Bergell:
Nur schon das Bergell ist abgelegen, aber Soglio fast zuunterst und weit oben am Hang ist noch abgelegener.
2010 schloss sich die ganze Talschaft zur neuen Gemeinde Bregaglia zusammen, dazu gehörte natürlich auch Soglio.
Auf meiner Pendenzenliste hat es jetzt nur noch eine einzige ehemalige Gemeinde im Kanton Graubünden: Landarenca im Calancatal, dies ist jetzt auch die Östlichste in meiner Liste.
N.B. Montag und Dienstag sind wir am Wandern, der nächste Eintrag folgt am Mittwoch.