Dienstag, 22. August 2023

Trans

Wie gestern beschrieben erhielt die ehemalige Gemeinde Trans am Samstag Besuch von mir:

Feldis, Scheid, Tomils und Trans schlossen sich 2009 zusammen und tauften die neue Gemeinde Tomils. Das ist auch in einem von zwei Gedichten von Alain Neuhaus erwähnt:

Feldis, Scheid, Trans und Tomils
Nid so wit entfärnt vo Sils
Glääge i de Viamala-Region
Händ die Gmeinde beschlosse d Fusion

Trans, Port
Zwei Gemeinden - ein Wort
Eine im Bündnerland, die andere in der Nähe von Biel
Das um einen spätrömischen Hafen entstandene Dorf lag an der Zihl

Sechs Jahre später wurde auf der nächsthöheren Stufe fusioniert: aus Tomils, Almens, Paspels, Pratval und Rodels entstand die neue Gemeinde Domleschg. Somit ist Trans heute ein Dorf der Gemeinde Domleschg.

Übrigens, ein Besuch von Trans war schon im September 2022 geplant. Er scheiterte aber daran, dass es zwischen Scheid und Trans eine für mich unpassierbare Stelle gab (siehe den damaligen Eintrag).

Trans



Montag, 21. August 2023

Wanderung Trans

Datum: 19. August 2023
Dauer: 2h25
Länge: 7.1 km
Wetter: sonnig
Route: Tomils-Dusch-Meunt-Pt. 1075-Rofna-Tomils
Charakteristik: einfache Wander- und Bergwege


von der Kapelle St. Magdalena...

...hat man eine schöne Aussicht über das nördliche Domleschg

architektonische Überraschung in Tomils

Am Samstag hatten wir Besuch. Marlise's Schwester Brigitte, welche gegenwärtig in ihrer Ferienwohnung in Flims weilt, kam nach Davos für eine gemeinsame Wanderung. Allerdings ohne mich, denn die von den Schwestern geplante Wanderung vom Flüelapass zum Dürrboden wollte ich meinen Füssen nicht zumuten. Dies obwohl letztere auf den letzten Wanderungen nur noch selten schmerzten.

Ich war aber nicht tatenlos, ich wollte eine der noch wenigen ehemaligen Bündner Gemeinden im Rahmen einer kurzen Wanderung besuchen. Diese lag zwar nicht in der Gegend von Davos, aber immerhin mit einer vertretbaren Anfahrtszeit machbar.

Nachdem ich die Schwestern zu ihrem Startort ennet dem Flüelapass gefahren habe geht es mit dem Auto via Landquart und Chur ins Domleschg nach Tomils, die Fahrzeit von einer Stunde und 40 Minuten beinhaltet einen 20minütigen Stau auf der San Bernardino-Route.

Fast 700 hm oberhalb von Tomils liegt die besagte ex-Gemeinde mit Namen Trans oder romanisch Traun. Ganz so viel Höhenmeter möchte ich bei der herrschenden Hitze aber nicht überwinden. Das ist aber auch nicht nötig, denn die südliche Grenze von Trans lag nur etwa 330 hm über Tomils.

Von Tomils geht es auf einer geteerten Strasse bis zu einem kleinen Hügel bei Dusch, auf welchem die Kapelle St. Magdalena einsam steht. Dann auf einer nicht mehr befahrenen Zickzack-Strasse mit Naturbelag bis Meunt, welches auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde liegt.

Nach der nächsten Kurve geht es auf einem Bergweg via Rofna zurück nach Tomils. Der Weg scheint nicht sehr oft begangen zu werden, er ist in relativ schlechtem Zustand. Schwierigkeiten oder Gefahren hat es aber keine.

Auf dem Rückweg via Thusis und Tiefencastel nach Davos erhielt ich von Marlise die Nachricht, dass sie den Bus vom Dürrboden nach Davos verpasst hätten. So kam ich noch in den Genuss einer Fahrt durch das schöne Dischmatal, welches wir ja am Sonntag vor einer Woche durchwanderten.


Sonntag, 20. August 2023

Wanderung Sertig - Jakobshorn

Datum: 18. August 2023
Dauer: 3h30
Länge: 9.2 km
Wetter: sonnig
Route: Sertig Sand-Sertig Dörfli-Pt. 2250-Pt. 2526-Jakobshorn
Charakteristik: einfache Bergwege


Sertig Sand

Sertig Dörfli

auf halbem Weg zum Jakobshorn, in der Mitte Clavadel

kurz vor dem Ziel

Seit einer Woche sind wir jetzt schon in Davos und das Wetter motiviert uns jeden Tag, die Wanderschuhe zu schnüren, dies trotz aktuell hohen Temperaturen. Aber wenn man hoch genug hinauf geht ist auch das kein Problem. Wie zum Beispiel am Freitag die Wanderung von Sertig aufs Jakobshorn.

Auf dem Jakobshorn waren wir zwar am Mittwoch schon, dies aber von resp. nach Davos. Diesmal wollen wir in unserem Wandernetzwerk eine Verbindung von Sertig herstellen. Und zwar nicht wie am Mittwoch in entgegengesetzter Richtung, sondern beide zusammen hinauf.

Das Postauto bringt uns zuverlässig ins Sertigtal, wir fahren bis zuhinterst nach Sertig Sand auf 1858 m, von wo wir auf dem Talgrund nach Sertig Dörfli mit seiner herzigen Kapelle zurückwandern. Dort beginnt der Aufstieg zum gut 700 m höher gelegenen Gipfel.

Das erste Teilstück verläuft teilweise im lockeren Wald und der Weg wird auch von talwärts sausenden Mountainbike-Fahrern benutzt. Schon bald aber trennen sich die Wege und die Wanderer sind für sich, während es für die Mountainbikes ein separates Trassee hat.

Nach einer guten halben Stunde erreichen wir die Waldgrenze und haben perfekte Sicht übers Landwassertal mit der gegenüberliegenden Bergkette. Auf dem einfachen Weg kommen wir gut voran und erreichen das Skigebiet des Jakobshorns, das letzte Stück bis zum Gipfel legen wir auf einer Skipiste zurück. Hinunter nach Davos geht es mit der Luftseilbahn.


Samstag, 19. August 2023

Das Surses-Gedicht

Wahrscheinlich wurmte es Alain Neuhaus ein wenig, dass es in seiner Sammlung keine Gedichte für Rona und Cunter, den beiden ehemaligen Gemeinden in der Surses, in seiner Gedichtesammlung gibt. Aber er hat prompt reagiert und eines für Cunter nachgeliefert:

Herr und Frau Brauchli wandern munter
Von Tinizong via Cunter
Nach Riom hinauf ziemlich steil
Wo sie ankommen heil

Besonders freut mich, dass das Gedicht auf uns und unsere Wanderung personalisiert ist. Hier noch ein dazu passendes Bild von Riom mit der schön bemalten Kirche und daneben dem ebenso farbenfrohen Haus.




Freitag, 18. August 2023

Wanderung Jakobshorn

Datum: 16. August 2023
Dauer: 3h20
Länge: 9.5 km
Wetter: sonnig
Route: Jakobshorn-Pt. 2496-Pt. 2262-Ischalp-Mattenwald-Davos Platz
Charakteristik: einfache bis mittlere Wander- und Bergwege


Blick vom Gipfel ins Sertigtal

und nach Davos mit Weissfluhgipfel

Davos Dorf, etwa in der Bildmitte ist unsere Wohnung

Zusammen sind wir am Mittwoch von Davos aufs Jakobshorn und wieder hinunter gewandert. Aber nicht zusammen, wir haben uns die Aufgabe geteilt. Wie meistens übernahm Marlise den Aufstieg und ich den Abstieg.

Ich nehme also die Luftseilbahn via Ischalp auf den Gipfel. Dort oben kommt es mir vor als hätten sie eine Klimaanlage eingeschaltet. Verglichen mit dem Tal strömt mir dort oben recht frische Luft entgegen. Der Gipfel liegt ja immerhin auf 2590 m.

Nach einigen Fotos nehme ich den Abstieg in Angriff. Zuerst auf einer breiten Fahrstrasse, dann auf schmaleren Bergwegen. Ab und zu kommt von hinten ein rasender Mountainbike-Fahrer, dem ich ausweichen muss. Dann kommt ein ziemlich steiles und steiniges Stück, auf welchem ich nur noch langsam vorwärtskomme. Kurz vor der Ischalp dann das schwierigste Stück, ich frage mich, ob ich überhaupt noch auf dem offiziellen Weg bin.

Nach der Ischalp bis Davos dann wieder sehr einfach, die breite Forststrasse schlängelt sich fast schon langweilig hinunter nach Davos Platz.

Marlise habe ich unterwegs nicht gesehen und sie mich natürlich auch nicht. Was ist passiert? Zurück in unserer Wohnung haben wir die Karte genau studiert und haben realisiert, dass es eine kurze Passage mit zwei Varianten gibt. Genau dort müssen wir uns verpasst haben.



Donnerstag, 17. August 2023

Rona und Cunter

Auf der Dienstags-Wanderung besuchten wir zwei ehemalige Gemeinden des Kantons Graubünden:

Rona und Tinizong vereinten sich 1998 und gründeten damit die neue Gemeinde Tinizong-Rona. Und 2016 fand dann die grosse Fusion der Talschaft statt, in welcher sich alle Gemeinden des Oberhalbstein vereinten und so die neue Gemeinde Surses bildeten.

Rona

Cunter war genau eine dieser Gemeinden, seit 2016 gehört es zu Surses.

Cunter


Mittwoch, 16. August 2023

Wanderung Tinizong - Riom

Datum: 15. August 2023
Dauer: 4h20
Länge: 13.6 km
Wetter: sonnig
Route: Tinizong-Törs-Motta Gronda-Rona-Ruegna-Ave Maria-Burs-Sot Curt-Cunter-Riom
Charakteristik: einfache Wander- und Bergwege


Tinizong

in der Mitte das Tinzenhorn

Blick von der Julierstrasse nach Tinizong und Savognin

Savognin

der Badesee in Savognin lädt zum Bade

Riom

Die zweite Wanderung während unseres Exils in Davos spielte sich im Oberhalbstein (romanisch Surses) ab. Die Fahrt zum Startort in Tinizong dauerte eine Stunde und führte durch das Landwassertal und weiter sehr kurven- und aussichtsreich via Schmitten, Alvaneu und unterhalb des Brienzer Bergsturzgebietes nach Tiefencastel. Dort zweigten wir auf die Julierstrasse ab und folgten dieser bis Tinizong.

In Tinizong steigen wir zuerst auf bis zum Wanderweg zum Septimerpass, auf welchem wir 2016 von Savognin nach Bivio durchwanderten. Dieser kleine Abstecher dient nur der Verbindung in meinem Wandernetzwerk.

Dann geht es hinunter zur Julia (romanisch Gelgia), welche das Tal durchfliesst, bevor sie bei Tiefencastel in die Albula mündet. Der Julia folgen wir ein kurzes Stück, bevor wir den Anstieg nach Rona in Angriff nehmen. Vom mässig steilen Weg kann man immer wieder die schöne Aussicht geniessen, besonders das Tinzenhorn (romanisch Corn da Tinizong), auch Bündner Matterhorn genannt, beeindruckt mit seinem kühnen Zacken.

In Rona überqueren wir die Julia und die Julierstrasse und steigen nochmals etwas auf, bevor es auf einem Römerweg wieder hinunter Richtung Tinizong geht. Wieder an der Julia angelangt folgen wir dieser talwärts nach Savognin mit dem schönen Badesee. Aufgrund der hohen Temperatur wäre ein Bad angebracht gewesen, die Badehose haben wir aber nicht dabei.

Nach einem kurzen Aufstieg nach Cunter steigen wir nochmals zur Julia ab und ziemlich steil hinauf nach Riom, wo wir eine Verbindung zur Wanderung von Tiefencastel nach Savognin herstellen, welche wir ebenfalls 2016 absolvierten.