Sonntag, 7. November 2021

Mein Geschenk

Kürzlich habe ich ja von meiner Wanderung im Luzernischen geschrieben, nach welcher ich in der Autobahnraststätte mein Aktionärsgeschenk abholen wollte. Es blieb ja beim Wollen, es waren keine Geschenke mehr vorrätig.

Solche Sachen kann ich nicht einfach hinnehmen, deshalb schrieb ich ein sehr anständiges Mail an die Betreibergesellschaft, in welchem ich die Situation beschrieb. Postwendend antwortete ein Mitarbeiter und versprach mir, das Geschenk per Post zu schicken. Vor ein paar Tagen ist es eingetroffen:

Ein Geschenkpaket mit drei Fläschchen Spezialitäten der Amstutz Manufaktur aus Rothenburg nahe der Raststätte.

Weshalb ich darüber schreibe? Ganz einfach, weil ich das Verhalten der Firma gegenüber ihren Aktionären vorbildlich finde. Nur sehr wenige Firmen kompensierten die ohne Aktionäre stattgefundenen Generalversammlungen mit einem Geschenk, eine davon ist eben die Luzerner Raststätte. Und dass sie mir das Paket nachschickten finde ich nochmals toll. Diese Aktien werde ich nicht verkaufen.


Samstag, 6. November 2021

Kirche Lüen

Das kleine und abgelegene Lüen im Schanfigg hat eine eigene Kirche, welche aus dem 11. Jahrhundert stammt. Besonders daran sind die schönen Fresken an den Innenwänden, sie stammen vom gleichen Künstler, welcher in der Waltensburger Kirche malte, also vom Waltensburger Meister.


brutal, die Szene mit dem Kindermord von Bethlehem

in der Mitte der achteckige Taufstein



Freitag, 5. November 2021

Lüen

Auch auf der Wanderung am Freitag lag eine ehemalige Gemeinde auf unserer Route:

Wie die anderen Gemeinden auf der rechten Talseite des Schanfiggs wurde Lüen 2013 nach Arosa eingemeindet.





Donnerstag, 4. November 2021

Wanderung Molinis - Castiel

Datum: 29. Oktober 2021
Dauer: 4h50
Länge: 15.4 km
Wetter: sonnig
Route: Bahnhof St. Peter-Molinis - Molinis-Uf Wald-Tschiertschen-Höhi-Boda-Lüen-Castiel
Charakteristik: leichte bis mittlere Wander- und Bergwege sowie Strassen


Molinis

Tschiertschen

gegenüber unten rechts Lüen und oben links Castiel

hier ist der Weg weggerutscht

Lüen

Runter, rauf, runter, rauf, das erwartete uns auf der zweiten Schanfigg-Wanderung. Runter ging es zuerst vom Bahnhof St. Peter-Molinis hinunter nach Molinis. Das kannten wir ja schon vom Tag zuvor. Diesmal überqueren wir aber die Plessur und nehmen den Dörferweg Richtung Tschiertschen unter die Füsse. Die ersten ca. 400 Meter auf der Strasse, dann zweigen wir auf einen Bergweg ab, von welchem wir freie Sicht auf die andere Talseite haben.

An ein paar Stellen müssen wir etwas aufpassen, der Weg ist etwas schräg und schmal in einem abschüssigen Hang. Dann wird es wieder einfacher und etwas später sind wir wieder auf der Strasse, welcher wir bis Tschiertschen folgen.

Runter Nummer 2 geht es von Tschiertschen zuerst neben der Strasse, dann auf ziemlich direktem Weg den Hang hinunter. Der Weg ist kaum markiert und wir müssen zuerst den Einstieg suchen. Dann geht es steil runter in einer Art Bachbett. Unter dem Laub ist alles nass und sumpfig, dies trotz langer Trockenzeit.

Der Weg zur Plessur kommt uns endlos vor und an einer Stelle müssen wir durch einen Bach kraxeln, weil der Weg weggerutscht ist. Wir schaffen es aber ohne Schaden zur Plessur, wo es ein Kraftwerk hat. Ein Angestellter bot uns an, mit dem Werkbähnli nach Lüen hinauf mitzufahren. Die Verlockung war gross, aber wir lehnten dankend ab, schliesslich wollten wir keine Wanderlücke hinterlassen.

Also nehmen wir Rauf Nummer 2 in Angriff. Auf dem steilen Weg nach Lüen machen wir schnell Höhenmeter gut und schon bald sehen wir die ehemalige Gemeinde. Dort müssen wir unbedingt bei der Kirche vorbeischauen, Thomas Widmer hat darüber in seinem Blog geschrieben.

Den restlichen Aufstieg nach Castiel machen wir auf der wenig befahrenen Strasse, denn auf dem Dörferweg müssten wir einen riesigen Umweg machen. 20 Minuten vor der Abfahrt des Postautos nach Chur sind wir am Ziel.


Mittwoch, 3. November 2021

Peist und Langwies

Peist und Langwies waren zwei der drei mir noch fehlenden ehemaligen Gemeinden auf dem Dörferweg.


2013 wurden alle Gemeinden auf der rechten Talseite des Schanfigg nach Arosa eingemeindet, darunter eben auch Peist und Langwies. Die einzige Ausnahme war Maladers im untersten Teil des Tals, welches bis 2019 selbständig blieb. 2020 wurde es nach Chur eingestädtert.

Gefährlich sieht das Wappen von Langwies mit der blauen Keule aus:





Dienstag, 2. November 2021

Wanderung Molinis - Arosa

Datum: 28. Oktober 2021
Dauer: 5h15
Länge: 17.3 km
Wetter: sonnig
Route: Bahnhof St. Peter-Molinis - Molinis-Peist-Gründji-Palätsch-Langwies-Dürrboden-Litzirüti-Stausee-Arosa
Charakteristik: leichte Wander- und Bergwege


Peist

das Gründjitobel mit den Felspyramiden

Langwieser Viadukt

Arosa

Für den Donnerstag hatten wir uns den Dörferweg von Molinis bis Arosa vorgenommen. Der vor wenigen Wochen eröffnete Dörferweg verbindet die Dörfer des Schanfigg zwischen Chur und Arosa auf beiden Talseiten. Die drei mir noch fehlenden ehemaligen Gemeinden im Schanfigg liegen genau auf dieser neu angelegten Route.

Vom Bahnhof St. Peter-Molinis steigen wir hinunter nach Molinis, das einzige im Talgrund liegende Dorf des Schanfigg. Kaum unten angekommen geht es schon wieder hinauf zu unserem ersten Zwischenziel, Peist.

Nach der Durchquerung des hübschen Dorfes geht es auf aussichtsreichem Weg immer leicht rauf und runter zum Frauentobel, wo wir auf die alte Strasse einbiegen. Diese ist aber teilweise verschüttet, deshalb müssen wir die Stelle auf einem steilen Auf- und Abstieg überwinden. Dort trafen wir einen Gemeindearbeiter, der die steilsten Stellen mit zusätzlichen Zickzack-Schlaufen etwas entschärft.

Gleich danach sind wir im nächsten Tobel, dem Gründjitobel. Sehr eindrücklich ist dort die Steinwüste mit diversen Felspyramiden. Jetzt sehen wir aus der Ferne auch schon das Langwieser Viadukt. Die aus Beton gebaute 284 Meter lange Brücke ist die grösste der Rhätischen Bahn.

Jetzt geht es auf einer asphaltierten Nebenstrasse nach Langwies. Dort beschliessen wir, bis Litzirüti nicht auf dem Dörferweg, sondern auf dem Uferweg an der Plessur weiterzugehen. Das hat sich gelohnt, der Weg dem Bach entlang war sehr ruhig und angenehm.

Von Litzirüti bis Arosa folgen wir wieder dem Dörferweg entlang der Plessur und vorbei am Stausee. Von Arosa zurück nach Litzirüti nehmen wir den Bahnersatzbus, da der Bahntunnel in Arosa saniert wird ist die Zugstrecke gesperrt. Ab Litzirüti bis Chur nahmen wir im Open-Air-Wagen Platz.





Montag, 1. November 2021

Brienz/Brinzauls

Das auf einer Sonnenterrasse über dem Albulatal gelegene Brienz durchwanderten wir am Mittwoch:


Die ehemalige Gemeinde hiess Brienz/Brinzauls, sie fusionierte 2015 mit einigen anderen Gemeinden, seither gehört sie zur neuen Gemeinde Albula/Alvra.

Wie gestern erwähnt ist Brienz ein Rutschdorf. Die südliche Flanke des Piz Linard ist sehr instabil und rutscht fast permanent talwärts Richtung Albula. Und mit dem Hang rutscht natürlich auch das ganze Dorf, pro Jahr immerhin etwa einen Meter. Das bedeutet unter anderem, dass die Zufahrtsstrassen regelmässig geflickt werden müssen.

die Geröllhalde hinter dem Dorf ist auf der Karte mit "Igl Rutsch" bezeichnet

Natürlich wird die Rutschung mit Sensoren genau gemessen und die Gemeinde informiert in einem monatlichen Bulletin über den Stand. Im Moment ist die Rutschung auf hohem Niveau stabil, es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass einst das ganze Dorf abstürzt. Für diesen Fall gibt es einen Evakuations-Plan. Dieser sieht vor, dass die Bevölkerung das Dorf in östliche Richtung über die Brücke Belfort nach Alvaneu-Dorf verlässt.

die kühne Brücke Belfort