Das Dialektwort Loki für Lokomotive wird in der ganzen Deutschschweiz einheitlich verwendet. Für die Einwohner der Agglomeration Winterthur hat das Wort aber noch eine zweite Bedeutung: Es wurde früher auch für die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik, kurz SLM, verwendet. Das Fabrikareal grenzte direkt an das ursprüngliche Sulzer-Areal im Zentrum von Winterthur.
Gegründet wurde die SLM 1871 durch den Engländer Charles Brown, welcher bei Sulzer tätig war. Infolge von Meinungsverschiedenheiten in der Sulzer-Geschäftsleitung entschied er sich für einen Neuanfang. Aufgrund des zunehmenden Ausbaus der Eisenbahn-Infrastruktur in Europa bot sich die Gründung einer Lok-Fabrik an.
Die erste produzierte Lokomotive war die berühmte Lok 7, welche 1873 bei der Rigi-Bahn in Betrieb genommen wurde. Sehr speziell dabei war der stehende Dampfkessel. Diese Lok wird sogar heute noch ab und zu für Nostalgiefahrten eingesetzt.
Die meisten von der SLM produzierten Loks waren aber auf Normalspur-Linien für Passagier- und Güterzüge in ganz Europa unterwegs, unter anderem wurden extra starke Loks für den Gotthardverkehr gebaut, so zum Beispiel das berühmte Krokodil. Bei diesem war die SLM für den mechanischen Teil und die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) für den elektrischen Teil verantwortlich.




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