Samstag, 31. Januar 2026

Nochmals ins Museum

Mein Museumspass lief gestern Freitag ab. Verlängern werde ich ihn vorläufig nicht, denn es gibt nur noch wenige Museen, welche mich interessieren, sie aber noch nicht besucht habe. Und in vielen bedeutenden Museen ist der Pass nicht gültig oder nur mit Rabatt.


Am Donnerstag war ich aber nochmals in einem Museum, dem Winterthurer Kunst Museum beim Stadthaus. Ausschlaggebend dafür war ein Artikel im Landboten über die Sonderausstellung mit Bildern des amerikanischen Malers Jack Goldstein. Der Künstler ist bekannt für seine grossformatigen, fast fotografisch genauen Bilder, auf welchen das Licht eine zentrale Rolle spielt.


Das Kunst Museum wird gegenwärtig umgebaut, deshalb stehen für die Ausstellung nur zwei Räume zur Verfügung. Es sind nur 8 Bilder ausgestellt, viel Zeit muss man für den Besuch also nicht einplanen. Ausser man besuche noch das Natur Museum gleich nebenan, dort ist gegenwärtig eine Sonderausstellung zum Thema Eichhörnchen zu sehen.

Freitag, 30. Januar 2026

Winterthur von A bis Z - J wie Jonas Furrer

Eine der bedeutendsten aus Winterthur stammenden Persönlichkeiten war der Politiker und Rechtsanwalt Jonas Furrer. Zwischen 1834 und 1847 war er im Zürcher Kantonsparlament sowie im Regierungsrat tätig. 1848 wurde er bei den ersten Bundesratswahlen gewählt und amtierte gleichzeitig als erster Schweizer Bundespräsident. Im Laufe seiner Amtszeit hatte er vermehrt gesundheitliche Probleme, 1861 verstarb er im Amt während eines Kuraufenthalts in Bad Ragaz im Alter von 56 Jahren.

links des Albani das Geburtshaus von Jonas Furrer

In Winterthur gibt es drei Orte, welche an den bedeutenden Politiker erinnern. Da ist einerseits die Statue in der Nähe des Bahnhofs, wo er auch begraben ist. Dann eine Tafel an seinem Geburtshaus an der Steinberggasse 18 in der Altstadt. Und die nach ihm benannte Strasse im Heiligberg-Quartier.

die Statue im Zentrum von Winterthur...

...und die Quartierstrasse im Heiligberg

Wer mehr über Jonas Furrer lesen möchte kann das im Winterthur Glossar machen.

Donnerstag, 29. Januar 2026

Wanderung Oberembrach

Datum: 27. Januar 2026
Dauer:
 3h00
Länge: 12.8 km
Wetter: anfangs sonnig, zunehmend bewölkt
Route: Oberembrach-Asp-Steichel-Steinmüri-Strubikon-Sonnenbühl-Unterwagenburg-Hausen-Oberembrach
Charakteristik: einfache Wege und Strassen, ab und zu schnee- und eisbedeckt


namenloser Weiher

elektrisierter Bergblick

Strubikon

in der Oberembracher Mühle wird noch gemahlen

Das kleine Oberembrach hat einen direkten öV-Anschluss vom und zum Flughafen, alle 30 Minuten fährt ein Bus. Dort beginnt und endet meine Rundwanderung am Dienstag.

Der Einstieg ist etwas schwierig, mein GPS-Gerät lotst mich auf einen Weg, welchen es vor Ort nicht gibt. Mittels gedruckter Karte, welche ich immer mitführe, finde ich ihn aber doch noch. Es geht zuerst auf einer Strasse bergauf, bevor der Wanderweg in den Asp-Wald einbiegt. Durch einige Kurven geht es mässig steil aufwärts zu einem Weiher am Rande eines Golfplatzes.

Kurz danach erreiche ich den Hof Steinmüri mit einem überraschenden Alpenpanorama in der Ferne. Gipfel wie Säntis, Churfirsten, Glärnisch oder Tödi sind gut zu erkennen. Dann geht es unter diversen Hochspannungsleitungen durch, welche hier fast zum Landschaftsbild gehören. Etwas weiter unten hat es eine grosse Elektro-Anlage, wo die Leitungen zusammenkommen.

Via Strubikon mit schönen Riegelhäusern geht es auf Feldwegen hinauf zum Sonnenbühl, dem höchsten Punkt der Wanderung (631 m). Dort muss ich mich entscheiden, ob ich auf der für Autos markierten Umleitung nach Oberembrach zurückwandern will oder auf der mit einer Sackgasse-Tafel versehenen Normalroute. Ich gehe das Risiko ein, bei einer Baustelle oder einem Hangrutsch umkehren zu müssen und wähle die Normalroute. Die Risikobereitschaft hat sich gelohnt, ausser einer Strassensperrung, welche als Fussgänger problemlos umgangen werden kann, gab es keine Hindernisse. Und dank der Sperrung hatte es natürlich auch keinen Verkehr.

Genau drei Stunden nach dem Start erreiche ich wieder die Bushaltestelle in Oberembrach, zeitgleich mit dem Bus, welcher in wenigen Minuten zum Flughafen fährt.

Mittwoch, 28. Januar 2026

Vierte Winterwanderung

Gestern stand die vierte Winterwanderung auf dem Programm. Wobei sie recht spontan stattfand. Ursprünglich plante ich einen Museumsbesuch, aufgrund des schönen Wetters entschied ich mich erst im Laufe des Morgens für eine Programmänderung.


Bergblick bei Steinmüri

trotz Umleitung riskierte ich den Weg links

ein Ort, von dem ich noch nie etwas hörte

Auch die Route kam auf spontane Art zustande. Auf meinem Wandernetzwerk entdeckte ich einen noch unbewanderten Flecken bei Oberembrach in der Nähe von Kloten. Mit einer Stunde An- und Rückreise war das problemlos am Nachmittag machbar.

Montag, 26. Januar 2026

Geduldige Rüben

Was mir auf meiner Wanderung am Mittwoch zwischen Seuzach und Winterthur auch aufgefallen ist: Es liegen noch tonnenweise Zuckerrüben auf den Feldern. Schön aufgehäuft und mit Planen abgedeckt, aber im Januar ein eher ungewöhnliches Bild.

Rübenberg beim Bahnhof Reutlingen...

...und beim Stinkberg

Das hängt natürlich mit dem temporären Ausfall der Frauenfelder Zuckerfabrik im letzten Spätherbst zusammen. Soweit mir bekannt ist läuft die Fabrik immer noch mit reduzierter Kapazität. Die Rüben müssen sich also noch etwas gedulden. Ideal ist das sicher nicht, das Herumliegen ist der Qualität kaum zuträglich. Und die Rübenbauern erhalten ihr wohl verdientes Geld wahrscheinlich erst, wenn die Rüben in Frauenfeld sind. Ob sie eine Versicherung für allfällige Ertragsausfälle haben weiss ich nicht.

Sonntag, 25. Januar 2026

Der Stinkberg

Gestern habe ich über den Goldenberg berichtet, ein passender Name für den schönen Aussichtspunkt mit dem gehobenen Restaurant. Am anderen Ende der Beliebtheitsskala dürfte der Stinkberg nördlich des Wallrüti-Quartiers liegen. Das ist der 30 Meter hohe Hügel, welchen ich am Mittwoch auf meiner Wanderung für etwas ungewöhnlich hielt. Sein unschmeichelhafter Name ist darauf zurückzuführen, dass dort bis ins Jahr 1965 Kehrichtabfälle deponiert wurden, was natürlich besonders in der warmen Jahreszeit zu entsprechenden Gerüchen führte. Dies wurde von den Anwohnern immer wieder kritisiert. Ab 1965 wurde der Kehricht dann in der neu gebauten KVA verbrannt.

der Stinkberg, links die Treppe

das Stinkberg-Areal ist eingekreist

Die Strasse, welche am Stinkberg vorbeiführt hiess früher übrigens offiziell "Stinkbergstrasse" und bis vor wenigen Jahren hatte sie auf Google Maps immer noch diesen Namen. Im Jahr 2003 wurde der Hügel auf "Rietberg" umbenannt und seither trägt auch die Strasse diesen Namen.

Interessanterweise wurden auf dem Hügel, welcher oben flach ist, Schrebergärten (in und nur in Winterthur heissen diese "Pünten") eingerichtet und vermietet. Ich bin aber nicht so sicher, dass ich den dort gezüchteten Salat oder das Gemüse so schmackhaft fände. Stinken tut es zwar nicht mehr, aber die Gewissheit, dass darunter 30 Höhenmeter alter Kehricht liegt, würde bei mir den Genuss beeinträchtigen.

der Stinkberg in früheren Jahren

In der Nähe des Hügels hat es übrigens immer noch eine Deponie, wo man Abfälle entsorgen lassen kann. Diese werden aber nicht wie früher wild entsorgt, sondern säuberlich getrennt und wenn möglich rezykliert.

Samstag, 24. Januar 2026

Winterthur von A bis Z - G wie Goldenberg

Der Goldenberg genannte Hügel zwischen Oberwinterthur und der Altstadt von Winterthur erhebt sich 100 Meter über das Niveau der Stadt. An schönen Tagen tummeln sich dort unzählige Leute, welche den Blick über die Stadt geniessen. Einen schöneren Aussichtspunkt kenne ich in Winterthur nicht, ausser vielleicht den Roten Turm beim Hauptbahnhof. Dort hatte es bis vor Kurzem eine kleine Bar, welche aus finanziellen Gründen schliessen musste. Gegenwärtig wird ein neuer Mieter gesucht. Momentan kann man dort also nicht rauf.


links das Sulzer-Hochhaus, rechts davon der Rote Turm

Auf dem Goldenberg kann man sich auch kulinarisch verwöhnen lassen. Das gleichnamige Restaurant neben der Aussichtsplattform kocht auf relativ hohem Niveau - nicht nur aufgrund der erhöhten Lage, sondern auch aus gastronomischer Sicht. In der warmen Jahreszeit lädt die grosse Terrasse mit uneingeschränkter Sicht zu kulinarischen Genüssen ein.

Freitag, 23. Januar 2026

Wanderung Goldenberg

Datum: 21. Januar 2026
Dauer:
 3h10
Länge: 12.9 km
Wetter: Hochnebel, zeitweise sonnig
Route: Seuzach-Reutlingen-Fallenstetten-Lindberg-Goldenberg-Zinzikon-Wallrüti-Tägerlen-Stadel-Seuzach
Charakteristik: einfache Wege und Strassen, oft schnee- und eisbedeckt


winterliche Stechpalme

im Aufstieg zum Lindberg

Aussicht vom Goldenberg

Wandern ohne An- und Rückreisestress, das gab es bei mir am Mittwochnachmittag, mit Start und Ziel zuhause. Obwohl für mich Zug- und Busreisen grundsätzlich nicht stressig sind, einmal ausgenommen bei Unregelmässigkeiten wie Verspätungen und verpasste Anschlüsse. Oder wenn das Verkehrsmittel pumpenvoll ist.

Nichts dergleichen musste ich am Mittwoch befürchten, ich konnte entspannt von zuhause loslaufen und dies erst um 13 Uhr. Und konnte sicher sein, in 3 bis 3.5 Stunden wieder zuhause zu sein.

Gleich hinter unserem Haus hat es einen schönen Wanderweg am Waldrand. Diesem folge ich für wenige Minuten und biege nach rechts den Hang hinunter ab Richtung Reutlingen, welches zu Winterthur gehört. Bei der Brücke über die Autobahn steht ein Polizeiauto und ich frage mich, weshalb. Ich komme zum Schluss, dass die Brücke überwacht werden soll für den Fall, dass Trump mit dem Auto nach Davos ans WEF fahren muss. Das war aber schlussendlich nicht der Fall, er nahm den Helikopter.

Weiter geht es durch das bäuerliche Dorf Reutlingen und vorbei am Hof Fallenstetten hinauf durch den Wald zum Lindberg. Es ist etwas Vorsicht geboten, denn die Waldstrassen sind über längere Strecken mit Schnee und Eis bedeckt. Am südlichen Ende des Lindberg-Waldes erreiche ich den Goldenberg mit der grossen Parkanlage, von wo man den Blick über Winterthur schweifen lassen kann. Es hat ordentlich Leute, welche die Aussicht an der Sonne geniessen.

Dann biege ich auf eine Quartierstrasse ein, welche an der östlichen Flanke des Lindbergs durch ein Villenquartier führt. Dass man hier in einer der besten Wohnquartiere von Winterthur ist erkennt man an den gepflegten, teils feudalen Villen mit viel Aussicht.

Bei Zinzikon überquere ich eine Hauptstrasse und beim speziellen Sek-Schulhaus (siehe Bild von gestern) auch die Eisenbahnlinie. Kurz danach stehe ich vor einem Hügel, welcher so gar nicht in die sonst flache Landschaft zu passen scheint. Was es mit diesem Hügel auf sich hat erfuhr ich wenig später auf meiner Wanderung. Dazu folgt ein separater Eintrag.

Da es eine Treppe auf den Hügel hat beschliesse ich, einen kurzen Umweg über diesen zu machen, um später wieder auf meine geplante Route zurückzukehren. Dies erweist sich aber schwieriger als angenommen, denn ein auf der Karte eingezeichneter Weg führt durch ein Industriegelände mit schweren Lastwagen und Baggern. Ich entdecke aber einen etwas abenteuerlichen Schleichweg, auf welchem ich wieder auf den richtigen Weg gelange.

Dann noch unter der Autobahn durch und nach Stadel, welches ebenfalls zu Winterthur gehört. Jetzt ist es nur noch eine halbe Stunde hinauf zum Gusslihaus und nach Hause.

Donnerstag, 22. Januar 2026

Winterwanderung

Am Mittwochmorgen hatte ich einen Termin bei meiner Augenärztin. Eine Kontrolle nach dem Nachstar-Lasern war angesagt. Alles war ok, sie war mit dem Resultat zufrieden.

winterlich verzierte Büsche überall

im Wald liegt noch viel Schnee und Eis

das vor wenigen Jahren gebaute Sek-Schulhaus Wallrüti,
es hat als Besonderheit kein Treppenhaus im Innern

vereister Weiher beim Rietberg

kurz vor Sonnenuntergang wenige Minuten von zuhause

Den freien Nachmittag verbrachte ich dann draussen, ich entschied mich spontan für eine Winterwanderung mit Start und Ziel zuhause und dem Zwischenziel Goldenberg, einem Aussichtspunkt oberhalb von Winterthur. Ich plante den grössten Teil der Route auf von mir noch nie begangenen Wegen und Strassen. Dabei kam ich bei einigen interessanten Orten vorbei.

Mittwoch, 21. Januar 2026

Unvernebelter Blick

Vor etwa drei Jahren hatte ich eine Augen-Operation zur Behandlung des Grauen Stars. An beiden Augen wurde die natürliche durch eine künstliche Linse ersetzt. Mit der Zeit entwickelte sich dann der sogenannte Nachstar, das ist eine Eintrübung der Linsenhülle. Das führt zu einem vernebelten Blick, was mich vor allem beim Lesen etwas behinderte.

Aber zum Glück hat die Medizin auch dafür eine Lösung bereit. Die getrübte Linsenhülle kann mit einem Laserstrahl beschossen werden, womit eine kleine Öffnung entsteht, durch welche das Licht wieder ungehindert auf die Netzhaut durchdringen kann.

Gestern Morgen wurde diese einfache und schmerzlose Therapie bei mir durchgeführt. Nach wenigen Minuten konnte ich wieder nach Hause, und dies ohne Augenbinden oder sonstigen Behinderungen. Jetzt macht das Lesen wieder viel mehr Spass. Nur mein PC hat sich noch nicht an meine behandelten Augen gewöhnt. Ich habe die biometrische Erkennung eingeschaltet, ich muss jeweils beim Einloggen nur in die Kamera blicken. Heute Morgen hat das aber nicht funktioniert und ich musste mich mit dem PIN einloggen.

Montag, 19. Januar 2026

40 pro Tag

Als Verfasser meines Blogs interessiert mich natürlich, ob dieser überhaupt gelesen wird. Es wäre ja vergeudete Zeit, fast täglich über etwas zu berichten, was niemanden interessiert. Ab und zu schaue ich deshalb auf den Zählerstand der Anzahl Aufrufe. Dieser hat vor ein paar Tagen den Wert von 100'000 überschritten, gerechnet ab der Erstellung des Blogs im Mai 2019. Auf den Tag heruntergerechnet sind das etwa 40 Aufrufe täglich.

Sehr viel ist das nicht, aber mehr muss es auch nicht sein, ich bin mit der Anzahl zufrieden und ich habe deshalb beschlossen, vorläufig damit weiterzufahren. Für mich ist es jeweils eine Aufarbeitung meiner Erlebnisse, wenn ich die Einträge formuliere. Und es gibt mir auch etwas Ansporn, nicht zu lange auf der faulen Haut zu sitzen. Ich möchte ja regelmässig über etwas Schönes oder Interessantes berichten.

Das ist wieder einmal eine Gelegenheit, den Lesern und Leserinnen für ihr Interesse und Treue zu danken. Und falls jemand eine Anregung, Kritik oder andere Kommentare loswerden möchte: Ich freue mich über jede Rückmeldung auf s.brauchli@bluewin.ch.

N.B. Ich habe den Zählerstand jetzt in meinen Blog integriert, er ist oben rechts zu sehen.

Sonntag, 18. Januar 2026

Besuch in Schwyz

Unter dem Dach des Schweizerischen Nationalmuseums gibt es drei Museen: Das Bekannteste ist das Landesmuseum in Zürich, etwas weniger bekannt sind das Château de Prangins und das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz. Letzteres habe ich am Freitag besucht.


Aufmerksam auf das Museum in Schwyz wurde ich aufgrund einer Werbung für die gegenwärtig laufende Ausstellung "Schweizer Volksmusik". Ich bin zwar nicht unbedingt ein grosser Fachmann für Volksmusik, aber ich finde es schön, dass es in der Schweiz eine so grosse Vielfalt verschiedener Volksmusik-Stilrichtungen gibt.


Die Ausstellung befindet sich im Untergeschoss des Museums. Zu sehen sind Musikinstrumente aus vergangenen Zeiten wie Schwyzerörgeli, Kontrabass oder Alphörner. An vielen Stationen kann man mit Kopfhörern alte Stücke von berühmten Musikern hören. Und wer Lust hat kann sich selbst als Musiker versuchen, dafür stehen ein Alphorn, ein Schwyzerörgeli und ein Hackbrett zur Verfügung.

Das Museum hat aber auch eine Dauerausstellung mit Thema Schweizer Geschichte. Dieses konnte ich mir aus Zeitgründen nur im Schnellzugtempo anschauen. Es hat mir aber sehr gut gefallen und ich werde es mir einmal in Ruhe ansehen.

Samstag, 17. Januar 2026

Znacht im Rüden

Nach der "Flow-Show" in der Zürcher Wasserkirche war es nur ein kurzer Weg zum Zunfthaus zum Rüden am Limmatquai. Dort hatten wir einen Tisch reserviert. Um halb Sieben trafen wir dort ein und staunten, dass wir die ersten Gäste waren. Die Kellnerin führte uns an einen schönen Tisch am Fenster mit Blick auf Limmat und Stadt.

Zunfthaus zum Rüden mit St. Peter-Kirche

der Speisesaal im 1. Stock

Marlise bestellte zur Vorspeise einen Salat und eine Entenleber-Trilogie und als Hauptgang geschmorte Kalbsbäggli mit Gemüse und Serviettenknödel. Bei mir ging es mit einem getrüffelten Kalbstatar los, gefolgt von der Zürcher Spezialität schlechthin, einem Züri-Gschnätzelten. Die Kellnerin versicherte mir, dass dieses Gericht im Rüden als das Beste der Stadt gelte.

Zurich by night

Sowohl an der Qualität der Gerichte als auch an der Bedienung und dem Ambiente gab es nichts zu kritisieren. Im Rüden wird auf hohem Niveau gekocht und auch die Bedienung in Form einer Schweizerdeutsch sprechenden Kellnerin ist professionell. Natürlich hat das auch seinen Preis, welcher selbst für Zürcher Verhältnisse auf hohem Niveau liegt. Aber man gönnt sich ja sonst nichts...

Freitag, 16. Januar 2026

Flow in der Wasserkirche

Am Mittwochabend waren wir in Zürich im Ausgang. Aufgeteilt in einen kulturellen und einen gastronomischen Teil. Zuerst möchte ich über den kulturellen Teil berichten.

Wasserkirche mit Zwingli-Statue

Gegenwärtig läuft in der Zürcher Wasserkirche - diese steht direkt an der Limmat unterhalb des Grossmünsters - die Licht- und Ton-Show mit dem Namen "Flow". Die Show basiert auf Smetana's Sinfonie "Moldau". Die neu interpretierte und mit zusätzlichen Effekten angereicherte Sinfonie bildet sozusagen den Roten Faden in der halbstündigen Show. Angereichert wird das Spektakel mit auf die Musik abgestimmten bewegten Bildern. Anlehnend am Titel "Moldau" der Sinfonie spielen Wasser und darin lebende Fische die Hauptrolle der Lichtshow. 


Sehr eindrücklich bei der Show ist die Bespielung des ganzen Innenraums der Kirche, inklusive Wände, Deckengewölbe und Orgel. Mich würde interessieren, mit welchen technischen Hilfsmitteln die Show entwickelt wurde. In der ehemaligen Kirche hat es keine Kirchenbänke mehr, die Zuschauer nehmen auf Stühlen entlang der Wände oder auf grossen Kissen am Boden Platz.

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich die Show anzuschauen: sie läuft noch bis 3. Februar. Pro Person haben wir 12.50 Franken (AHV) bezahlt, Tickets sind hier erhältlich.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Wanderung Sennhof - Deutweg

Datum: 13. Januar 2026
Dauer:
 2h40
Länge: 10.5 km
Wetter: sonnig
Route: Sennhof-Hinterwald-Pt. 535-Sternenweiher-Winterthur Töss-Vogelsang-Breite-Deutweg
Charakteristik: einfache Wege, meist schnee- und eisbedeckt


an der Töss bei Sennhof

zwei Kilometer schnurgerade

namenloser Weiher

Storchenbrücke

abendlicher Blick über Winterthur

Am Dienstag war ein Besuch bei unserer älteren Tochter in Winterthur-Töss angesagt mit dem Zweck, ihre Katze kennenzulernen resp. umgekehrt, denn wir werden sie demnächst füttern müssen. Dabei soll sie uns nicht als Fremdlinge wahrnehmen.

Da das Wetter gerade ruhig war beschloss ich spontan, den Besuch mit einer Wanderung zu kombinieren. Auf meinem Wandernetzwerk suchte ich eine geeignete Route, es sollte vorzugsweise etwas Neues sein. Fündig wurde ich am Eschenberg, wo es noch viele von mir unbegangene Wege hat. Der Eschenberg südlich von Winterthur ist das grösste zusammenhängende Waldgebiet im Grossraum Winterthur. Unter anderem befindet sich auf dem Eschenberg der Wildpark Bruderhaus sowie eine Sternwarte, beide mit je einem Restaurant.

Mit dem Zug fahre ich nach Sennhof am südöstlichen Ende des Eschenbergs, dort beginnt meine Wanderung. Vorbei an vielen in den letzten Jahren erbauten Wohnsiedlungen geht es ans Ufer der Töss. Dort zweige ich auf einen schmalen Treppenweg ein, auf welchem ich etwa 60 hm hinauf auf den Hügel überwinde. Ich bin froh um meinen Wanderstock, denn die Tritte sind teilweise schnee- oder eisbedeckt.

Dann geht es auf einem schnurgeraden Weg etwa zwei Kilometer in nordwestlicher Richtung flach durch den Wald und weiter vorbei an einem namenlosen Weiher und dem Sterneweiher hinunter nach Töss, dies bei zunehmendem Lärmpegel, für welchen die Autobahn und die Eisenbahn hauptverantwortlich sind.

Nachdem uns Leo, so heisst die Katze, kennengelernt hat setze ich meine Wanderung fort. Zuerst entlang der Bahnlinie, dann auf der Storchenbrücke über die Gleise und durch das Vogelsang-Quartier hinauf zum Rand des Eschenberg-Waldes, von wo man einen schönen Blick über die Stadt hat. Ich folge dem Waldrand noch eine Weile, bevor ich wieder in die Stadt eintauche und die Wanderung beim Deutweg beende.

N.B. Weshalb wir die Katze unserer Tochter füttern werden werde ich zu gegebener Zeit hier verraten.