Dienstag, 12. September 2023

Swissair-Wanderung Teil 1

Datum: 09. September 2023
Dauer: 4h40
Länge: 13.0 km
Wetter: sonnig
Route: Preda-Lai da Palpuegna-Naz-Punt Ota-Plan digls Bouvs-Bergün
Charakteristik: einfache bis mittlere Wander- und Bergwege


Fussbad im Lai da Palpuegna

an der Albula kurz vor Naz


die "Kleine Rote" zwischen Bergün und Preda

Das Swissair-Wander-Wochenende begann schon am Freitagnachmittag mit der Anreise nach Bergün. Im Zürcher Hauptbahnhof trafen sich die Teilnehmer und fuhren gemeinsam ins Bündnerland. Gewandert wurde am Freitag aber noch nicht.

Das OK hat für den Samstagmorgen eine Führung durch das hübsche Dorf organisiert, mehr dazu später. Danach nahmen wir die "Kleine Rote", wie die Rhätische Bahn auch genannt wird, hinauf durch das Albula-Bahn-Karussell nach Preda.

In Preda wird immer noch am neuen Albula-Bahntunnel gebaut, er soll nächstes Jahr eröffnet werden. Schön sieht es auf der Grossbaustelle nicht aus und wir sind froh, dass wir sie bald nicht mehr sehen. Hundert Höhenmeter und 30 Minuten später erreichen wir den Lai da Palpuegna bei schönstem Sommerwetter. Beim postkartenmässigen Anblick des Sees mit den Bergen im Hintergrund vergisst man schnell, dass es sich um einen Stausee handelt. Die Albula, welche etwas weiter oben entspringt, wird hier zum ersten Mal gestaut.

Wir umrunden den See, bevor die Gruppe den Abstieg nach Bergün in Angriff nimmt. Die etwas weniger sportlichen Teilnehmer nehmen ab Preda wieder den Zug nach Bergün. Wir sind aber fit genug für den Abstieg zu Fuss.

Bei Naz biegen wir auf die mit der Nummer 33 markierte Via Albula ein. Diese führt mehr oder weniger der berühmten Albula-Bahnstrecke entlang, welche zum UNESCO-Welterbe gehört. Dabei werden die Viadukte, auf welchen die Bahn das Tal mehrmals überquert, unterquert. Besonders spannend ist es, den Zügen zuzuschauen, wie sie sich durch die Kehrtunnels und über die Viadukte hinauf- oder hinunterschrauben.

Der Weg ist sehr abwechslungsreich, aber stellenweise auch etwas anspruchsvoll mit vielen Steinen, Wurzeln und Treppen. Nach 4 Stunden und 40 Minuten Gehzeit (inklusive einige Pausen) sind wir wieder in unserem Hotel am schönen Dorfplatz von Bergün.

Zusammen mit anderen Teilnehmern geniessen wir ein erfrischendes Bier, bevor es zum Nachtessen geht. Dieses wird leider von einem medizinischen Notfall einer Teilnehmerin überschattet. Sie muss von der Rega ins Spital Chur überflogen werden. Laut Information des Personals geht es ihr den Umständen entsprechend gut, die Stimmung in der Gruppe ist aber etwas getrübt.



Montag, 11. September 2023

Eine Waadtländerin und vier Freiburgerinnen

Gleich fünf ehemalige Gemeinden konnte ich am Mittwoch in meinem Projekt abhaken:


Das winzige Arrissoules VD schloss sich 2005 Rovray im Süden an.


Alain Neuhaus hat die Fusion in einem coolen Gedicht festgehalten:

Rovray nimmt uuf Arrissoules
Jetzt schuldefrei, weisch wie cool
Die neu Gmeind gränzt a s friburgische Cheyres
D Fusion isch scho es Zitli her

Montborget und La Vounaise gaben ihre Unabhängigkeit 1981 auf und gaben sich in die Obhut von Murist. 2017 verlor auch Murist seine Selbständigkeit, es gehört seither zu Estavayer.


Und auch an diese Fusion hat Alain Neuhaus gedacht:

Fusion von La Vounaise, Montborget und Franex mit Murist
Für alle doch das Beste ist
Diese Gemeinde gehört heute zu Estavayer
Nicht alle Ortsteile liegen am Neuenburgersee

2006 fusionierten Seiry und Bollion mit Lully.


Leider habe ich dazu kein Gedicht gefunden, deshalb habe ich eines erfunden:

Südlich von Estavayer liegen Bollion und Seiry
Seit 2006 sind sie ein Teil von Lully
Lully hat jetzt ein neues Wappen, welche Sensation!
Es ist von den drei Wappen eine Kombination

Und hier noch das neue Wappen von Lully:




Freitag, 8. September 2023

Wanderung Cheyres - Estavayer-le-Lac

Datum: 06. September 2023
Dauer: 3h50
Länge: 15.0 km
Wetter: sonnig
Route: Cheyres-Champs d'Amont-Arrissoules-Essert du Violon-La Vounaise-Les Encrognes-Seiry-Bollion-Châtillon-Estavayer-le-Lac
Charakteristik: einfache Wander- und andere Wege sowie Nebenstrassen, relativ viel Hartbelag


genau dort wo die Farbe der Strasse wechselt verläuft die Kantonsgrenze Freiburg/Waadt,
der Hof hinten gehört zu Arrissoules VD

Zur unterschiedlichen Farbe des Strassenbelages hat Alain Neuhaus sofort mit einem neuen Gedicht reagiert:

Wie merkt man, ob man ist im Kanton Freiburg oder Waadt
In diesen beiden die Strasse nicht die gleiche Farbe hat
In einem ist sie dunkel, im anderen hell
So weiss man den Kanton sehr schnell


Montborget FR

La Vounaise FR

kurz vor dem Ziel

Die Nacht im Hotel beim Bahnhof Payerne war etwas unruhig. Vom Zimmer aus blickte ich zum Bahnhof, dazwischen verlief eine verkehrsreiche Strasse. Die ganze Nacht war etwas los, mehrmals fuhren Idioten auf lautstarken Motorrädern vorbei, um die ganze Gegend zu wecken. Und frühmorgens rangierten Züge mit quietschenden Bremsen hin und her.

Aber um 6:45 läutet der Wecker und nach dem Frühstück nehme ich den Zug Richtung Yverdon und steige um 8 Uhr in Cheyres aus. Zum Glück ist die Sonne noch versteckt, denn meine Wanderung beginnt mit einem Anstieg über 200 hm hinauf durch den Wald nach Champs d'Amont. Auf dem steilen Weg kann ich mich aufwärmen und komme sogar leicht ins Schwitzen.

Jetzt geht es flach weiter zuerst auf einem Naturweg, dann auf einer Nebenstrasse nach Arrissoules. Kurz vor dem Dorf wechsle ich in den Kanton Waadt, zu welchem die ehemalige Gemeinde auch gehört. Dann drehe ich scharf nach links und steige zu einem Wald auf, bei welchem ich den Tunnel d'Arrissoules der A1 und auch die Grenze zum Kanton Freiburg überquere.

Schon bald sehe ich Montborget aus Distanz und folge einer Nebenstrasse nach La Vounaise. Der Name der ehemaligen Gemeinde ist abgeleitet vom Freiburger Dialektwort vaunaise, was schlechte Erde bedeutet.

Jetzt steigt der Weg nochmals an, bevor es wieder sanft nach Seiry und Bollion weitergeht. Ab Bollion ist es noch eine Stunde bis zum Ziel in Estavayer-le-Lac, wo meine Wanderung durch eine einsame und unbekannte Gegend endet.

Heute geht es nach Bergün, das Swissair-Wander-Wochenende steht auf dem Programm. Wir freuen uns auf zwei leichte Wanderungen mit vielen ex-Kollegen und Kolleginnen. Der nächste Eintrag folgt am Montag.

Donnerstag, 7. September 2023

Nochmals Estavayer-le-Lac

Gestern Mittwoch gab es gleich noch eine Wanderung in der Gegend von Estavayer-le-Lac. Ein paar weitere ehemalige Gemeinden riefen danach. Eigentlich sind mir die gegenwärtig herrschenden Tagestemperaturen zu hoch zum Wandern, aber man kann diesen ja ausweichen, indem man die kühleren Morgenstunden nutzt. Dies wiederum setzt eine Übernachtung vor Ort voraus, und genau das machte ich. In Payerne buchte ich gleich beim Bahnhof ein Zimmer.

Und es hat sich bewährt, um 8 Uhr startete ich zur Wanderung und kam vor 12 Uhr am Ziel an. Ich erlebte von A bis Z angenehme Temperaturen, dies auch dank der Tatsache, dass die Sonne in dieser Jahreszeit schon etwas schief am Himmel hängt.

Der Wanderbericht folgt morgen, heute nur zwei Bilder:

Arrissoules ist eine der besuchten ehemaligen Gemeinden

vollreifer Holunder, ich wunderte mich, dass die Vögel hier nicht abräumen



Montag, 4. September 2023

Frasses und Montbrelloz

Unweit von Estavayer-le-Lac liegen die beiden ehemaligen Gemeinden, welche ich auf der freitäglichen Rundwanderung besuchte:


Frasses, Granges-de-Vesin, Montet und Aumont gaben ihre Selbständigkeit 2004 auf, um die neue Gemeinde Les Montets zu gründen.


Und hier das dazu passende Werk von Alain Neuhaus:

Aumont, Granges-de-Vesin, Montet und Frasses
Sueche en Name, wo für sie passt
Sie einige sich uf Les Montets
Das isch doch e gueti Idee

2006 fusionierten Montbrelloz, Autavaux und Forel, damit entstand die neue Gemeinde Vernay. Der Name der neuen Gemeinde wurde von einer früheren Gemeinde übernommen, welche im Spätmittelalter aufgegeben wurde.





Sonntag, 3. September 2023

Am Flughafenfest

An diesem Wochenende wird am Zürcher Flughafen das 75jährige Jubiläum gefeiert. Von Freitag bis heute Sonntag ist jedermann auf dem für das Fest eingezäunten Areal willkommen, ein Eintritt wird nicht erhoben.

Swiss A-330 in der Werft

Heli der Zürcher KP

Für mich als Aviatik-Interessierten war der Besuch natürlich Pflicht, am Samstagmorgen war ich dort. Natürlich gibt es dort allerlei Flugzeuge zu sehen, zum Beispiel von der Swiss oder der Edelweiss. Auch einige noch flugtüchtige Oldtimer sind zu sehen, zum Beispiel die wunderschöne DC-3 mit Red Bull-Bemalung. Interessant war auch die Präsentation eines Flugzeug-Turnarounds, also die Abfertigung eines Flugzeugs zwischen der Landung und dem nächsten Abflug. Fachleute erklärten dabei Schritt für Schritt, was genau passiert. Dabei ist nichts dem Zufall überlassen, jeder Handgriff ist auf die Minute genau geplant, schliesslich soll das Flugzeug in der kürzestmöglichen Zeit wieder in die Luft.


ein russischer Oldtimer

die F-35, der neue Kampfjet der Schweizer Armee

In der Schweiz muss es unendlich viele Aviatik-Interessierte haben, die Leute strömten pausenlos und in riesiger Anzahl auf das Gelände, viele davon mit Kind und Kegel. Die Fliegerei fasziniert halt die Menschen, auch wenn es ihnen gewisse Kreise ausreden wollen.

Samstag, 2. September 2023

Wanderung Estavayer-le-Lac

Datum: 01. September 2023
Dauer: 3h05
Länge: 12.4 km
Wetter: sonnig
Route: Estavayer-le-Lac - Lully-Frasses-Sévaz-Montbrelloz-Grattalau - Estavayer-le-Lac
Charakteristik: einfache Wege und Nebenstrassen, 85% Hartbelag und fast nirgends markiert


Lully

Blick Richtung Frasses...

...zum Jura...

...und in die Berge, mittig der Moléson

Estavayer-le-Lac

Die erste Wanderung nach den intensiven Davoser Wanderwochen führte an den östlichen Teil des Neuenburgersees, ins bekannte Estavayer-le-Lac. Von dort war eine Rundwanderung durch das Hinterland des hübschen Städtchens geplant. Um es gleich vorwegzunehmen: sie hatte zwei gegensätzliche Seiten. Einerseits viel langweilige Strecken auf Hartbelag, kein Wald, ich war die ganze Zeit an der prallen Sonne. Andererseits hatte ich viel Aussicht zum Jura und in die Berge, ich konnte sogar die Dents du Midi im Wallis ausmachen. Die Sicht war also klar.

Natürlich hätte ich diese Wanderung nie gemacht, hätte es auf dieser keine ehemaligen Gemeinden, welche es zu besuchen galt. Darüber später mehr. Auf eine detaillierte Beschreibung verzichte ich in diesem Fall, ausser der erwähnten Aussicht gab es unterwegs nichts Erwähnenswertes. Einzige Ausnahme ist das Städtchen Estavayer-le-Lac selbst, das mittelalterliche Zentrum und die Lage am See sind immer einen Besuch wert.