Montag, 14. Februar 2022

Wanderung Bargen - Thayngen

Datum: 13. Februar 2022
Dauer: 4h25
Länge: 17.9 km
Wetter: sonnig
Route: Bargen-Hebsäcker-Wiechs am Randen-Kohlrütte-Büttenhardt-Lohn-Hüttenleben-Thayngen
Charakteristik: einfache Wander- und andere Wege


Bargen

Blick zu den Hegau-Vulkanen Hohhöwen und Hohenstoffeln

Windrad auf deutschem Gebiet

an der Biber in Thayngen

Wieder einmal eine Schaffhauser Wanderung, das wollten wir am Sonntag, inklusive Besuch eines Widmer-Steins.

Das Postauto nach Bargen ist gut besetzt, viele Leute wollen das perfekte Wetter für eine Wanderung oder auch nur für einen Spaziergang nutzen. Wir steigen in östlicher Richtung zu den Hebsäckern auf und überschreiten dabei die Landesgrenze. Hier oben haben wir einen schönen Weitblick zu zwei ex-Vulkanen.

Über Feldwege und Strässchen erreichen wir Wiechs am Randen, wo der Aufstieg durch einen grossen Wald zu den drei riesigen Windrädern beginnt. Diese haben eine Höhe von 200 Metern und die Turbine einen Durchmesser von 130 Metern. Auf einer Tafel wird vor herunterfallenden Eisbrocken gewarnt. Bei diesem Wetter besteht diese Gefahr aber nicht.

Die Navigation durch den Wald ist nicht ganz einfach. Auf der Karte sind Wege eingezeichnet, welche es vor Ort nicht oder nicht mehr gibt und umgekehrt. Auch mein GPS hilft nicht weiter, denn ich habe keine detaillierte Karte von Deutschland. Aber das Bauchgefühl führt uns zum Ziel, dem Widmer-Stein oberhalb von Merishausen, er steht wieder auf Schweizer Boden.

Weiter geht es auf dem mit der Nummer 34 markierten Klettgau-Rhein-Weg via Büttenhardt und Lohn nach Thayngen. Das letzte Stück verläuft auf einem sehr schönen Weg neben der Biber.


Sonntag, 13. Februar 2022

Weg von der Schweiz

Am Freitag wollte ich mir die Ausstellung "Weg von der Schweiz" im Landesmuseum in Zürich anschauen. Um was geht es dabei? Um Migration. Aber nicht um die heute vorherrschende Migration von Flüchtlingen oder Arbeitsmigranten nach Europa, in die USA oder andere Regionen. Vielmehr geht es um die Migration von Schweizern in alle Welt.

In der Ausstellung wird unterschieden zwischen Leuten, welche aus eigenem Antrieb ein anderes Leben ausserhalb der Schweiz beginnen wollen und solchen, welche zwangsmigriert werden.

Zur ersten Kategorie gehören zum Beispiel der Brückenbauer Othmar H. Ammann, der an der ETH Ingenieur studierte und in New York diverse Brücken konstruierte.

Oder die Ostermundigerin Ursula Andress, welche in Hollywood eine bespielhafte Karriere als Filmschauspielerin absolvierte, unter anderem als erstes Bond-Girl der Filmgeschichte.

Zur zweiten Kategorie gehören Schweizer, von welchen man in den allermeisten Fällen nichts mehr hörte. Zum Beispiel 305 Einwohner von Rothrist, welche 1855 ihre Reise in die USA antraten, dies allerdings nicht freiwillig. Die Gemeinde verarmte aufgrund der hohen Kosten für Sozialleistungen immer mehr und konnte sich die Bedürftigen einfach nicht mehr leisten.

Für die Reisekosten konnten die Betroffenen natürlich nicht selbst aufkommen, deshalb wurden diese durch die Gemeinde finanziert. Da die Kassen aber schon leer waren wurde ein Gemeindewald abgeholzt und das Holz verkauft. Vielleicht war das sowohl für die Einwohner als auch für die Gemeinde die beste Lösung, aber es ist schon unglaublich, dass ein Land seine Bürger zwangsweise "exportieren" muss.




Samstag, 12. Februar 2022

Trimstein

Die ehemalige Berner Gemeinde Trimstein lag am Mittwoch auf meiner Route:

Trimstein ist eine von wenigen Gemeinden, welche sich in der jüngeren Vergangenheit verselbständigten. 1993 wurde sie von Rubigen abgetrennt. Lange währte die Selbständigkeit allerdings nicht, 2013, also nach 20 Jahren, fusionierte sie - nein, nicht mit Rubigen, sondern mit Münsingen.





Freitag, 11. Februar 2022

Lychleustein

Auch der am Mittwoch besuchte Stein ist in Widmer's Stein-Büchlein beschrieben. Der Name des Steins hat einen etwas makabren Hintergrund. Bei einem Todesfall wurde die Leiche früher im Rahmen eines von Angehörigen begleiteten Leichenzuges zum Friedhof gebracht. Unterwegs wurde dabei an speziellen Orten angehalten, um dem Toten etwas mehr Zeit für den Abschied zu geben. Der Lychleustein oberhalb von Zäziwil war ein solcher Ort. Der Name setzt sich zusammen aus Lych für Leiche und leu für das Dialekt-Verb leue = innehalten.

vom Stein hat man einen schönen Blick in die Berner Berge, links das Stockhorn


Blick durch das sauber gebohrte Loch durch den Stein



Donnerstag, 10. Februar 2022

Wanderung Zäziwil - Rubigen

Datum: 09. Februar 2022
Dauer: 3h00
Länge: 13.8 km
Wetter: sonnig
Route: Zäziwil-Hinterlenzligen-Pt. 864-Grosshöchstetten-Thali-Herolfingen-Trimstein-Oberholz-Rubigen
Charakteristik: einfache Wander- und andere Wege


Zäziwil

Blick über Grosshöchstetten

Schloss Wyl

Es war schon eine Weile her seit ich das letzte Mal eine ehemalige Gemeinde besuchte. Deshalb machte ich mich am Mittwoch auf in den Kanton Bern, nach Zäziwil zwischen Münsingen und Langnau im Emmental.

Der erste Teil der Route verläuft auf nicht markierten Wegen, denn ich möchte noch einen Stein besuchen, welcher nicht an einem Wanderweg liegt. Auf den 200 hm Aufstieg kann ich mich aufwärmen und vom Stein aus die grossartige Aussicht  in die Berner Alpen bewundern.

Mein Weg geht weiter auf einer wenig befahrenen Strasse oberhalb von Grosshöchstetten und hinunter nach Thali. Dort biege ich auf den Wanderweg Richtung Rubigen ein, auf welchem ich bis zum Ziel bleibe. Auf meist aussichtsreichen Wegen geht es vorbei am Schloss Wyl und via Herolfingen und Trimstein nach Rubigen.



Dienstag, 8. Februar 2022

Von Guam nach Majuro

Heute Dienstag um 17 Uhr Schweizer Zeit und 2 Uhr morgens Lokalzeit starten die beiden Weltumrunder auf Guam zu ihrer nächsten Etappe, welche nach Majuro auf den Marshall-Inseln führt.


Majuro ist nicht der Name einer Stadt, sondern eines aus 64 Inseln bestehenden Atolls:

Die Marshall-Inseln wiederum bestehen aus einer Reihe von verstreuten Atollen. Die seit 1986 selbständige Republik hat 53'000 Einwohner auf einer Fläche von 181 km2. Das Land gehört damit zu den kleinsten der Welt.

Für diese Etappe ist eine Flugzeit von knapp 12 Stunden vorgesehen, die Ankunft ist um 15:48 Lokalzeit geplant.

Hier noch ein Link zu einem schönen Video mit der Landung eines Flugzeuges auf dem Majuro-Atoll.

Sonntag, 6. Februar 2022

Schneeschuhwanderung Mädems Trail

Datum: 05. Februar 2022
Dauer: 3h00
Länge: 8.0 km
Wetter: sonnig
Route: Wildenberg-Pt. 1711-Hintersäss-Tüfboden-Mädemsvorsäss-Neualp-Pt. 1482-Wildenberg
Charakteristik: markierter Schneeschuhtrail mit idealen Bedingungen, ein kurzes Stück ausgesetzt


Berghotel Schönhalden, hinten die Churfirsten

im Aufstieg zur Hintersäss

Hintersäss


Nach den kürzlichen Schneefällen wollten wir wieder einmal die Schneeschuhe anschnallen. Umgesetzt haben wir das am Samstag am Flumserberg. Aber nicht im gleichnamigen Skigebiet, sondern etwas östlich davon. Dort hat es eine kleine, ziemlich alte Gondelbahn, mit welcher man zum Wildenberg hinauffahren kann. Neben der Bergstation steht das Berghotel Schönhalden, welches auch im Winter geöffnet ist.

Zusammen mit einigen anderen Schneeschuhgängern fahren wir dort hinauf und machen uns gleich auf den Weg. Die Schneeverhältnisse sind ideal, auf einer harten Unterlage liegt eine dünne Neuschneeschicht. Der Trail ist gespurt, so müssen wir weder den Weg suchen noch Spurarbeit leisten. Das haben andere für uns erledigt. Unterwegs treffen wir viele Leute auf Schneeschuhen oder Tourenskiern an, es ist ideales Gelände für beide Varianten.

Beim Aufstieg zur Hintersäss kommen wir etwas ins Schwitzen, die Sonne sorgt für eine angenehme Temperatur. Sehr gut gefallen hat uns auch die Aussicht zu den Churfirsten, dem Pizol oder hinunter ins Tal. Und nichts ist verbaut, ausser dem Alpgebäude bei Hintersäss.

Auf einer anderen Route geht es sanft hinunter zur Neualp und zurück zum Wildenberg. Dabei müssen wir zwei etwas schwierige Stellen überwinden, einerseits ein kurzes, sehr steiles Stück hinunter und andererseits eine ebenso kurze ausgesetzte Stelle in einem Steilhang.

Eine sehr empfehlenswerte Tour, viel schöner kann es nicht sein.