Donnerstag, 26. März 2020

Moldawien muss warten

Letzten Dezember buchten wir eine einwöchige Reise nach Moldawien mit Abflug am 30. April. Es sollte ein weiterer Baustein in meinem Projekt "Länderfliegen Europa" sein. Die Lage hat sich bekanntlich dramatisch verändert und Reisen ist gegenwärtig keine gute Idee, schon gar nicht in ein so abgelegenes Land. Selbst wenn wir noch hinfliegen könnten müssten wir damit rechnen, dass der Rückflug annulliert wird.


Deshalb machten wir das, was unzählige andere Leute jetzt auch machen, die Reise annullieren und hoffen, dass sie später stattfinden kann.

Für die Mitarbeiter in den Reisebüros muss es höchst frustrierend sein, all die Absagen entgegenzunehmen und zu bearbeiten. Kaum jemand bucht jetzt eine neue Reise.

Mittwoch, 25. März 2020

Wanderung Äschberg Teil 1

Datum: 24. März 2020
Dauer: 2h45
Länge: 11.6 km
Wetter: sonnig
Route: rund um und durch den Äschberg-Wald
Charakteristik: leichte Wanderwege

Schon fast eine Woche ohne Wanderung, so kann es nicht weitergehen. Muss es auch nicht, denn wir wohnen direkt neben dem bewaldeten Äschberg, wo es sich sehr gut wandern lässt. Ehemalige Gemeinden, Steine oder andere Ziele hat es zwar nicht, aber man kann ja auch mal ziellos wandern.
Obwohl, ein Ziel habe ich mir trotzdem vorgenommen: ich möchte alle Wege in diesem Wald begehen. Das gibt dann wahrscheinlich drei Wanderungen.

Blick durch den Rebberg nach Stadel

und zur Mörsburg

Einmal direkt vor der Haustür mit einer Wanderung zu beginnen, das kam bei mir schon lange nicht mehr vor. Im Gegenuhrzeigersinn umrunde ich den Äschbergwald, was 90 Minuten in Anspruch nimmt. Zurück beim Haus konnte ich praktischerweise etwas trinken und eine leichtere Jacke anziehen (ich war ohne Rucksack unterwegs).

Anschliessend geht es auf diversen Wegen - inklusive Finnenbahn - durch den Wald, was nochmals 90 Minuten braucht.

Mein GPS-Gerät hatte Probleme auf dieser Wanderung. Anfänglich war alles noch in Ordnung, dann verlor es aber die korrekte Position und zeigte einen um mehrere hundert Meter danebenliegenden Standort an. Später blockierte es ganz und ich konnte es nur mit einem Neustart zum Leben erwecken. An was das lag weiss ich nicht, normalerweise wird die Position sehr genau angezeigt. Der aufgezeichnete Track sah dann so aus:








Dienstag, 24. März 2020

Das globale Beinahe-Grounding

Was in der Fliegerei derzeit läuft - oder besser gesagt nicht läuft - ist beispiellos. Innerhalb von wenigen Tagen kam die weltweite Luftfahrt fast ganz zum Erliegen. Ähnliches gab es zwar schon während dem Zweiten Weltkrieg, aber die zivile Luftfahrt war dannzumal noch auf einem sehr bescheidenen Niveau, gemessen an der Anzahl Passagiere und Flugzeuge. Auch mit dem Grounding der Swissair ist die heutige Situation nicht vergleichbar, weil es ja nur die Swissair betraf und die meisten anderen Airlines normal weiterflogen.

Ich habe mal die Abflüge von Zürich angeschaut. Am Montag waren über den ganzen Tag gerade noch 37 Abflüge geplant, ein Teil davon wurde aber noch kurzfristig annulliert. Noch krasser am Dienstag, da stehen noch 19 Flüge auf der Abflugtafel, auch davon wurden einige annulliert. Wieviel es an einem normalen Tag vor der Krise waren, weiss ich nicht genau, sicher einige hundert.

Auf flightradar24 kann man weltweit die Flugbewegungen sehen, über der Schweiz herrschte gestern Morgen gähnende Leere, nur ein paar vereinzelte Flieger waren unterwegs:




Montag, 23. März 2020

Leerer Kalender

Mein Kalender, den ich im Outlook führe, sieht gegenwärtig ziemlich leer aus. Der Kalender dient mir einerseits dazu, fixe Termine einzutragen, ich verwende ihn aber auch als eine Art Pendenzenliste, auf welcher ich geplante Wanderungen, Ausflüge, Besichtigungen oder Anlässe eintrage.

Das alles muss jetzt hinausgeschoben werden. Alle Anlässe sind verschoben oder ganz abgesagt, Museen geschlossen und wahrscheinlich bald auch alles andere. Mein GA habe ich hinterlegt, öV-Fahrten sind - vor allem in meiner Altersgruppe - als hochriskant einzustufen.

Normalerweise wimmelt es in meinem Kalender in dieser Zeit auch von Generalversammlungs-Terminen. Bis auf absehbare Zeit wird aber keine GV im gewohnten Rahmen durchgeführt werden können. Die einen Firmen verschieben den Anlass auf unbestimmte Zeit, andere führen die GV wie geplant durch, allerdings unter faktischem Ausschluss der Aktionäre, diese müssen ihr Stimmrecht auf schriftlichem Weg geltend machen. Es gibt für mich momentan auch keinen Grund mehr, an eine Geister-GV zu gehen. Apéro, Mittagessen oder Unterhaltungsprogramm: alles gestrichen. Ich rechne damit, dass ich bis Mitte Jahr zu keiner einzigen GV gehen werde. Vielleicht im Herbst wieder, aber das wären dann nur noch vereinzelte GVs.

Sonntag, 22. März 2020

768 Seiten, 2028 Bilder

So viele Seiten und Bilder umfasst das Buch, welches die Geschichte der Swissair von der Gründung im Jahr 1931 bis zum tragischen Grounding und der anschliessenden Auflösung im 2002 beschreibt.


Das Buch habe ich jetzt von A bis Z durchgelesen. Dabei habe ich viele Details kennengelernt, welche ich vorher nicht wahrgenommen habe, dies insbesondere aus den Jahren nach der Gründung der Swissair.

Alle für die Swissair wichtigen Ereignisse sind auf Tagesbasis erwähnt, das sind zum Beispiel:
  •  die Einführung neuer Flugstrecken
  •  die Auslieferung neuer Flugzeuge
  •  organisatorische Änderungen
  •  Flugunregelmässigkeiten wegen Wetter, Streik usw.
  •  Unfälle
  •  Sonderflüge
Viele dieser Ereignisse sind mit einem oder mehreren Bildern illustriert, hier als Beispiel zwei Seiten:




Es ist höchst beeindruckend, wie viel Arbeit in diesem Buch steckt. Ein grosses Dankeschön geht meinerseits an den Autor Fredy Peter, langjähriger Stationsleiter bei der Swissair, sowie seinen Helfern.

Samstag, 21. März 2020

Baldeggersee

Noch ein paar Bemerkungen zum Baldeggersee, welchen wir am Mittwoch umrundeten.

Bild Wikipedia


Der See ist in Privatbesitz, seit 1940 gehört er der Naturschutzorganisation Pro Natura. Damit ist er der grösste sich in Privatbesitz befindliche See der Schweiz. Dabei handelt es sich um ein grosses Schutzgebiet, welches nur sehr beschränkt für Freizeitaktivitäten genutzt werden darf. Bootshäfen gibt es keine und gebadet werden darf nur in den beiden Badis in Baldegg und Gelfingen. Fischen ist erlaubt, aber nur innerhalb bezeichneten Abschnitten und nur mit einem Fischerpatent.

Der See liegt mitten in einem landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiet. Die vielen Bäche, welche in den See münden, transportieren die Düngemittel ungefiltert in das Gewässer, was zu einem akuten Sauerstoffmangel führte. Deshalb wird der See seit 1982 künstlich mit Sauerstoff versorgt. Mehr darüber erfährt man hier.




Freitag, 20. März 2020

Sulz und Retschwil

Zwei ehemalige Luzerner Gemeinden besuchten wir am Mittwoch:



Die Gemeinden Gelfingen, Hämikon, Mosen, Müswangen, Retschwil und Sulz fusionierten 2009 mit Hitzkirch.