Montag, 8. April 2024

Zum Abschluss eine Wurst

Auch mein Besuch im Grand Casino Luzern hielt sich zeitlich in engen Grenzen. Die 40 Franken Spielguthaben waren ziemlich schnell verbraucht, nur selten hatte ich Spielglück und auch das nur in kleinen Beträgen. Nachdem ich noch den Getränke-Gutschein an der Bar in einen Prosecco umgewandelt hatte machte ich mich auf den Weg nach Winterthur.

Ja, Winterthur, nicht Seuzach, noch nicht. Denn ich wusste, dass es bei meinem Getränkehändler, dem Erb in Seen, eine Rum-Degustation gibt. Für 20 Franken kriegt man ein Glas und eine Beschreibung der verschiedenen Rumsorten in die Hand gedrückt. Und dann kann man sich selbst bedienen. Sagenhafte 26 Flaschen verschiedener Rummarken stehen auf den Tresen im Laden. Hergestellt werden sie alle in der Karibik oder in Mittel- und Südamerika.

Der Einladung zur Degu sind viele Leute gefolgt, das Preis/Leistungsverhältnis ist einfach sehr attraktiv. Nach einer ersten Runde mit eher trockenen Sorten genehmigte ich mir zum Abschluss des Tages eine feine warme Wasserbüffel-Wurst, welche zu einem fairen Preis gekauft werden konnte.

Wer am Schluss für mindestens 200 Franken Rum kauft erhält die 20 Franken zurück. So viel wollte ich nicht investieren, aber wenigstens eine Flasche (aus Panama, schliesslich waren wir ja kürzlich dort) leistete ich mir.

Sonntag, 7. April 2024

Besuch im Casino

Lange verweilte ich am Freitagnachmittag nicht an der Calida-GV. Zu klein war das Angebot an Speis und Trank. Immerhin traf ich zwei GV-Kollegen, welche ich dieses Jahr noch nicht gesehen hatte. Die Zeit für einen Schwatz mit ihnen nahm ich mir aber.

Danach ging es dem Seebecken entlang zum Grand Casino Luzern, dort wollte ich reinschauen. Ich bin Kunde als Online-Spieler auf MyCasino.ch und erhielt kürzlich eine Einladung ins terrestrische Casino, welches das Online-Casino betreibt. Bei einem Besuch würde ich einen Gratis-Eintritt, ein Spielguthaben von 40 Franken, einen Bonus von ebenfalls 40 Franken im Online-Casino, ein Glückslos sowie einen Gutschein für einen Drink erhalten, hiess es in der Einladung. Das tönte für mich attraktiv und wenn ich eh schon in Luzern bin kann ich das ohne Aufwand abwickeln.

Genau was versprochen wurde erhielt ich auch an der Réception. Zuerst wollte ich mit den 40 Franken Spielguthaben die Automaten ausprobieren. Schon bald realisierte ich aber, dass die vorhandenen Automaten meine Erwartungen nur teilweise erfüllten. Sie waren einfach nicht so mein Ding. Dazu kam, dass beim Spielen nicht immer transparent angezeigt wurde, welchen Einsatz man aufs Spiel setzt. Und genau das ist für mich das Wichtigste. Ich will genau wissen, ob ich jetzt um 50 Rappen spiele oder um 10 Franken oder sogar noch mehr. Schon mehr als einmal habe ich zuviel verspielt, weil ich zuwenig genau hingeschaut hatte.

Übrigens, mit dem Glückslos gewann ich ein zusätzliches Spielguthaben von 20 Franken, es ist aber erst am Folgetag gültig. Einlösen werde ich es nicht, das Casino in Luzern hat mich nicht überzeugt.

Samstag, 6. April 2024

GV Calida

Zum ersten Mal nahm ich am Freitag an der Calida-GV im KKL Luzern teil. Dies neben 522 anderen Aktionären. Oder Aktionärinnen, der Frauenanteil war höher als an anderen GVs.

VR-Präsident und CEO Sulzberger eröffnete die GV pünktlich und schenkte gleich klaren Wein ein: das Jahr 2023 war mit grossen Herausforderungen gepflastert. 2022 hat das Unternehmen zwei Firmen übernommen, welche die Erwartungen nicht erfüllten. Eine davon wurde schon wieder verkauft und bei der anderen mussten grosse Abschreibungen vorgenommen werden. Insgesamt resultierten daraus Verluste von 70 Millionen Franken. Das ist für Calida ein enormer Betrag. Für mich und auch für andere Teilhaber unverständlich und schockierend, dass das passieren konnte. Ein Totalversagen des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung. Trotzdem erhalten die Aktionäre eine Dividende, wahrscheinlich um sie zu beruhigen.

Ich und wahrscheinlich viele andere Aktionäre haben bei den Abstimmungen und Wahlen ihrem Unmut Ausdruck gegeben, indem sie zum Beispiel dem Verwaltungsrat die Entlastung verweigerten oder die Verwaltungsräte nicht wiederwählten. Aber das nützte nichts, denn die Familie Kellenberger und andere Grossaktionäre überstimmten alle anwesenden Teilhaber bei weitem. Der VR-Präsident und CEO (eine eh schon fragwürdige Machtposition) wurde mit etwa 75% Ja-Stimmen wiedergewählt. Immerhin mit etwas weniger Zustimmung als üblich, normalerweise sind es über 90%.

Der anschliessende Apéro war enttäuschend, die wenigen minimalistischen Häppli waren im Nu weg und es gab keinen Nachschub. Und für die Getränke musste man anstehen, es wurde nicht nachgeschenkt.

Blick vom KKL zur Rigi

Eigentlich müsste ich die Aktien jetzt verkaufen, aber der jährliche Gutschein von 100 Franken für Calida-Produkte ist halt schon ziemlich attraktiv. Attraktiver als die Dividende oder die GV.

Donnerstag, 4. April 2024

4 Wanderungen am 4.4.

Viermal gab es für mich eine Wanderung am 4.4.:

2013 von Rheinfelden nach Basel

2014 eine Wandertrophy-Wanderung im Baselbiet

2016 von Broc nach Rossinière

und vor 2 Jahren im Tessiner Val Bavona

Eigentlich war für heute wieder eine Wanderung geplant, aber der Wetterbericht verschlechterte sich kurzfristig. Zudem ist alles noch recht nass. Vielleicht klappt es am Wochenende, für welches Sommerwetter angesagt ist.


Mittwoch, 3. April 2024

Kaviar des Balkans

In der Coopzeitung las ich kürzlich Interessantes zum Ajvar, dem Mus aus Peperoni und Auberginen, welches vor allem in den Balkanländern sehr weit verbreitet ist. Es kann auf verschiedene Arten verwendet werden: als Brotaufstrich, in Eintöpfen, Suppen, zu grilliertem Fleisch oder Würsten oder als Dip. Es gibt unzählige Rezepte, wie der Ajvar hergestellt wird, einmal sauer, einmal scharf oder auch mild. Fast jede Familie hat ihr "Geheimrezept" für den besten Ajvar.

Kürzlich war ich ja im nordmazedonischen Skopje, dort steht der Ajvar auf allen Restaurantkarten und auch ich bestellte einmal eine Portion, welche vorzüglich auf lokalem Brot schmeckte. Und vor dem Rückflug kaufte ich mir am Flughafen ein Glas davon, welches schon fast leer ist.


Aber wer hat den Ajvar erfunden? Die Schweizer ausnahmsweise definitiv nicht, hierzulande wachsen zu wenig Peperoni. Serbien ist ein Kandidat, wenn man der Geschichte in der Coopzeitung Glauben schenken möchte, diese geht so:

Früher war der Kaviar, also die Eier der Störfische, in Serbien und anderen Balkanländern sehr beliebt. Die Fische schwammen vom Schwarzen Meer die Donau aufwärts bis nach Belgrad, wo sie gefangen wurden, um die Eier zu "ernten". Der Kaviar wurde hauptsächlich als Brotaufstrich verwendet. Das funktionierte bis Ende des 18. Jahrhunderts gut, danach gab es je länger je weniger Störe, welche es bis Belgrad schafften. Also musste ein Ersatz her, und dies war die Geburtsstunde des Ajvar. Peperoni und auch Auberginen waren im Überfluss vorhanden und so war das Mus erfunden. Kaviar und Ajvar tönt auch noch ähnlich, was die Plausibilität der Geschichte noch etwas steigert.

Übrigens, Ajvar ist natürlich längst auch in der Schweiz fast in jedem Supermarkt erhältlich, schliesslich ist der Anteil der aus Balkanländern stammenden Bevölkerung recht gross.

Dienstag, 2. April 2024

Wanderung Hardwaldturm

Datum: 31. März 2024
Dauer: 5h50
Länge: 19.6 km
Wetter: sonnig
Route: Opfikon Balsberg-Gruebächer-Hardwaldturm-Majorenrüti-Bassersdorf-Homberg-Heidenburg-Mittlerzelgli-Asphof-Steigbrunnen - Winterthur-Töss
Charakteristik: leichte Wanderwege


in der Mitte oben wohnten wir dereinst

Hardwaldturm (Bild Gemeinde Dietlikon)

die Töss...

...lädt zu einem Fussbad

Die Umstellung auf Sommerzeit hat niemand verschlafen, alle vier sind zum vereinbarten Zeitpunkt am Treffpunkt beim Balsberg. Das Gebäude des ehemaligen Hauptsitzes der Swissair wurde zwar vor ein paar Jahren renoviert, ansonsten hat sich aber nicht viel verändert seit ich dort vor 50 Jahren meine Stelle als Programmierer antrat. Ich kann mich noch ziemlich genau an den Tag erinnern, als ich mich am Empfang als neuer Mitarbeiter der stolzen Schweizer Airline anmeldete.

Wir überqueren die Strasse und stehen vor dem "Im Brünnli" genannten Wohnungskomplex. Bevor wir nach Seuzach zügelten wohnten wir dort ein paar Jahre in einer sehr schönen Dachwohnung. Von dort waren es bis zum Arbeitsort nur wenige Minuten zu Fuss. Oder mit dem Bus in ein paar Minuten zum Flughafen. Und der Hardwald zum Joggen ist gleich nebenan.

Und genau diesen Wald durchqueren wir, diesmal nicht joggend, sondern wandernd. Ziemlich genau in der Mitte des Waldes und an seiner höchsten Stelle steht der vor zwei Jahren gebaute Hardwaldturm. Die 41 Meter hohe Konstruktion wurde zu 100% mit Holz aus dem Hardwald gebaut. Der Turm hat eine eigenartige, aber attraktive Form und lädt zum Besteigen ein. Auch Leute mit Höhenangst können dies wagen, denn durch die Holzverkleidung ist er weniger luftig als herkömmliche Metalltürme. Und die Aussicht in alle Richtungen lohnt die Anstrengung. Die Sicht am Sonntag war überraschend gut, ganz anders als am Samstag mit dem Saharastaub.

Wir verlassen den Hardwald, durchqueren Bassersdorf und erklimmen in einem kurzen Anstieg den Homberg. Dann geht es weiter vorbei an Birchwil, Breite und Brütten hinunter ins Tösstal. Zuerst geht es aber ein Stück der Kempt entlang, bevor diese etwas weiter unten in die Töss mündet. Nach einem Fussbad in der Töss ist es nur noch eine halbe Stunde bis zur Wohnung unserer älteren Tochter in Töss. Wir nehmen aber den Bus zum Hauptbahnhof und den Zug nach Seuzach, denn wir wollen mit einem feinen Nachtessen und Eiersuchen noch etwas Ostern feiern.

Montag, 1. April 2024

Die Nostalgiewanderung

Die gestrige Familien-Wanderung mit beiden Töchtern war für uns eine Nostalgiewanderung. Sie begann am Balsberg, dem ehemaligen Hauptsitz der Swissair beim Flughafen. Hier begann vor 50 Jahren meine Laufbahn als Programmierer bei der Airline und auch Marlise trat ein paar Jahre später der "Swissair-Familie" bei.

Start beim Balsberg vor dem ehemaligen Swissair-Hauptsitz

Gleich auf der anderen Strassenseite liegt der Wohnungs-Komplex, wo wir einige Jahre lang wohnten, in dieser Zeit kam auch unsere ältere Tochter zur Welt.

Die Wanderung führte durch den Hardwald, welchen wir aus jener Zeit aufgrund von regelmässigen Jogging-Runden gut kennen. Ziel der Wanderung war Winterthur-Töss, wo unsere ältere Tochter jetzt wohnt. Unterwegs begegneten wir noch einem guten Kollegen und seiner Frau, welche beide bei der Swissair arbeiteten. Das war ein nicht geplanter, aber sehr schöner zusätzlicher Nostalgie-Moment.

am Ziel in Winterthur-Töss mit der Wohnung der älteren Tochter

Für den Wanderbericht hatte ich noch keine Zeit, gestern haben wir nach der Wanderung noch etwas Ostern gefeiert und waren zu müde für alles andere.