Mittwoch, 16. August 2023

Wanderung Tinizong - Riom

Datum: 15. August 2023
Dauer: 4h20
Länge: 13.6 km
Wetter: sonnig
Route: Tinizong-Törs-Motta Gronda-Rona-Ruegna-Ave Maria-Burs-Sot Curt-Cunter-Riom
Charakteristik: einfache Wander- und Bergwege


Tinizong

in der Mitte das Tinzenhorn

Blick von der Julierstrasse nach Tinizong und Savognin

Savognin

der Badesee in Savognin lädt zum Bade

Riom

Die zweite Wanderung während unseres Exils in Davos spielte sich im Oberhalbstein (romanisch Surses) ab. Die Fahrt zum Startort in Tinizong dauerte eine Stunde und führte durch das Landwassertal und weiter sehr kurven- und aussichtsreich via Schmitten, Alvaneu und unterhalb des Brienzer Bergsturzgebietes nach Tiefencastel. Dort zweigten wir auf die Julierstrasse ab und folgten dieser bis Tinizong.

In Tinizong steigen wir zuerst auf bis zum Wanderweg zum Septimerpass, auf welchem wir 2016 von Savognin nach Bivio durchwanderten. Dieser kleine Abstecher dient nur der Verbindung in meinem Wandernetzwerk.

Dann geht es hinunter zur Julia (romanisch Gelgia), welche das Tal durchfliesst, bevor sie bei Tiefencastel in die Albula mündet. Der Julia folgen wir ein kurzes Stück, bevor wir den Anstieg nach Rona in Angriff nehmen. Vom mässig steilen Weg kann man immer wieder die schöne Aussicht geniessen, besonders das Tinzenhorn (romanisch Corn da Tinizong), auch Bündner Matterhorn genannt, beeindruckt mit seinem kühnen Zacken.

In Rona überqueren wir die Julia und die Julierstrasse und steigen nochmals etwas auf, bevor es auf einem Römerweg wieder hinunter Richtung Tinizong geht. Wieder an der Julia angelangt folgen wir dieser talwärts nach Savognin mit dem schönen Badesee. Aufgrund der hohen Temperatur wäre ein Bad angebracht gewesen, die Badehose haben wir aber nicht dabei.

Nach einem kurzen Aufstieg nach Cunter steigen wir nochmals zur Julia ab und ziemlich steil hinauf nach Riom, wo wir eine Verbindung zur Wanderung von Tiefencastel nach Savognin herstellen, welche wir ebenfalls 2016 absolvierten.


Dienstag, 15. August 2023

Wanderung Dischmatal

Datum: 13. August 2023
Dauer: 3h40
Länge: 13.2 km
Wetter: leicht bewölkt
Route: Davos Dorf-In den Büelen-Teufi-Gadme-Grossalp-Dürrboden
Charakteristik: einfache Wanderwege


Blick zurück Richtung Davos mit dem Weissfluhjoch- und Gipfel


am Dischmabach, hinten der Grialetschgletscher

Relaxen beim Dürrboden

Unsere Wohnung in Davos Dorf liegt gleich neben einem Wanderweg, welcher Richtung Dischmatal führt, wir haben also keine Anreise unter die Räder zu nehmen.

Die Temperatur ist sommerlich, deshalb beschränken wir unser Wanderkostüm auf die leichteste Variante, auch wenn wir die 2000-Meter-über-Meer-Marke knapp knacken werden.

Zuerst geteert, danach auf Naturwegen geht es ins Dischmatal hinein. So richtig steil oder schwierig ist es nirgends, aber trotzdem kommen wir ordentlich ins Schwitzen, denn wir sind fast immer an der prallen Sonne unterwegs. Bei den wenigen schattigen Stellen halten wir jeweils kurz an, um uns etwas abzukühlen.

Nach dreieinhalb Stunden erreichen wir den Talabschluss beim Dürrboden. Von hier könnte man noch viel weiter wandern, zum Beispiel über den Grialetschpass oder den Scalettapass. So weit wollen wir aber nicht mehr, vielmehr erfrischen wir uns im Restaurant beim Dürrboden und warten, bis der nächste Bus zurück nach Davos fährt.

Montag, 14. August 2023

Im Exil angekommen

Am Samstag sind wir in unserem zweiwöchigen Exil angekommen. Wir haben uns in der schönen und ruhigen Dreieinhalbzimmer-Wohnung in Davos Dorf eingerichtet.

Und am Sonntag gab es schon die erste Wanderung. Mit Start direkt bei unserer Wohnung ging es durch das Dischmatal bis zum Dürrboden. Mehr dazu später, hier nur ein Bild davon:

bei den Häusern in der Bildmitte ist der Dürrboden

Heute Montag fahre ich mit dem öV zurück nach Seuzach, um das zweite Auto abzuholen und noch ein paar Sachen mitzunehmen, welche am Freitag keinen Platz mehr hatten.

Sonntag, 13. August 2023

GV Ems Chemie

Etwas weniger als die von mir geschätzten 2'500 Aktionäre versammelten sich am Samstagmorgen im grossen Festzelt auf dem Fabrikareal der Ems Chemie in Domat Ems. Genau 2'161 wurden haben sich eingecheckt, was aber immer noch eine stattliche Zahl ist.

Eröffnet wurde die GV nicht wie üblich mit einer Rede des VR-Präsidenten, sondern mit Musik: eine Big Band aus Graubünden spielte mit Musik aus Las Vegas der 60er Jahre auf. Nach den Reden des VR-Präsidenten und der CEO Martullo-Blocher wurden Ems-Produkte vorgestellt, welche in Elektro-Autos verbaut werden.

Dann erst folgen die Abstimmungen über die Traktanden, welche natürlich aufgrund der Stimmen aus der Familie Blocher alle angenommen wurden. Und dann durften natürlich die Tambouren aus Domat Ems auftreten.

Es brauchte also ziemlich viel Geduld, bis der kulinarische Teil der GV begann. Die Geduld lohnte sich aber, das dreigängige Menu war sehr lecker.




Samstag, 12. August 2023

In Klosters

Pünktlich um 6:45 fuhr das aus 4 Mann bestehende Zügelteam bei uns vor. Zwei aus dem Team waren sozusagen wandelnde Kleiderschränke, gross und muskulös. Und es ging gleich zur Sache, einer machte sich ans Zerlegen der Wohnwände und übergrossen Schränke, die anderen trugen die Einzelteile in die Garage.

Nach etwas mehr als drei Stunden war alles weg, eine tolle Leistung. Man merkte, dass hier Profis am Werk waren. Dann waren wir am Zug, alles staubsaugen, Fenster reinigen, die etwas verwirrte Katze trösten und füttern. Und dann ab nach Klosters, wo wir im schönen Silvretta Hotel übernachten.

Blick über die Landquart Richtung Silvretta

Heute Samstag fahre ich nach Domat/Ems zur GV der Ems Chemie. Da werden sich wieder um die 2'500 Leute treffen.

Freitag, 11. August 2023

Ab ins Exil

Heute nehmen wir für zwei Wochen Abschied von Seuzach. In den letzten vier Wochen haben wir uns darauf vorbereitet. Die Kästen geräumt, Sachen entsorgt und was wir behalten wollen gut in Zügelkisten verpackt. Und heute kommt ein Zügelteam, um die Möbel in der Garage zwischenzulagern. So können die Handwerker ihre Arbeit ohne Hindernisse erledigen.

auch der Fernseher muss noch weg...

Wohnen können wir hier jetzt natürlich nicht mehr, deshalb haben wir für zwei Wochen eine Ferienwohnung in Davos gebucht. Wir wollten der Hitze etwas ausweichen, was der Grund für einen Aufenthalt im etwas höher gelegenen Davos ist. Und wenn es zuhause Probleme gibt sind wir mit dem Auto in zwei Stunden wieder in Seuzach.

Heute fahren wir aber nur bis Klosters, denn die Ferienwohnung ist noch bis Samstag besetzt. So können wir wieder einmal Klosterser Luft schnuppern, so wie früher als wir oft in Klosters weilten.

Donnerstag, 10. August 2023

Das Bilderbuch-Grotto

So, nun ist auch der 9. August in meiner Flugstatistik vertreten, der Flug von Mailand nach Zürich war zwar etwas verspätet, ansonsten aber problemlos. Wartezeiten gab es bei der Sicherheitskontrolle nur mässige, nach 10 Minuten war ich durch.

Ein zweiter Höhepunkt war aber das Mittagessen im Grotto Due Ponti in Giubiasco. Ein wahres Bilderbuch-Grotto ist das, in einer Rangliste der schönsten Tessiner Grotti wäre es bei mir in den Top Three.

Nur schon die Lage auf einer kleinen Insel im Ticino ist einzigartig. Wie der Name sagt gibt es dort zwei Brücken, welche die Insel mit dem "Festland" verbinden. Und wie es sich im Tessin gehört handelt es sich um zwei schöne gebogene Römerbrücken. Autos gibt es dort keine, man gelangt nur zu Fuss oder mit dem Fahrrad dorthin. Deshalb ist es auch sehr ruhig, ausser dem leisen Rauschen des Ticino ist nichts zu hören.

Blick auf die überwachsene Terrasse

Dann die rustikale Einrichtung: Die Terrasse ist fast ganz mit Reben überwachsen, nur in der Mitte stehen zwei schattenspendende Sonnenschirme. Unter den Reben stehen die massiven Steintische, an welchen man sich kulinarisch verwöhnen lassen kann.

Auf der Speisekarte stehen etwa 10 Gerichte, welche man mit einer Vorspeise (entweder Salat, Gazpacho oder Schinken mit Melone) ergänzen kann. Einige Gerichte sind typisch tessinerisch, andere etwas mehr italienisch. Meine Wahl fiel auf das Costine di Maiale, also eine Art Schweinskotelett. Wobei es mich eher an geschmorte Spare Ribs erinnerte, das Fleisch fiel fast von selbst vom Knochen. Als Vorspeise hatte ich eine vorzügliche Gazpacho. Und natürlich darf ein oder zwei Gläser Merlot nicht fehlen.

Ich muss dort unbedingt wieder hin, vielleicht in Kombination mit einer Baumwanderung. In der Gegend hat es ein paar speziell gewachsene Kastanienbäume, welche ich mir anschauen möchte.