Dienstag, 7. Dezember 2021

Der Höchste

Der höchste Turm der Welt - der Burj Khalifa - kann mit einigen Superlativen aufwarten. Da ist einerseits die schwindelerregende Höhe von 829 Metern an der Turmspitze. Die Aussichtsplattform auf dem 148. Stock liegt "nur" auf 555 Metern, höher hinauf kann man als Tourist aber nirgends auf der Welt. Auch das Restaurant auf dem 123. Stock ist das weltweit höchste über Boden, ob das kulinarische Niveau dort oben gleich hoch ist entzieht sich meiner Kenntnis.

Erbaut wurde Burj Khalifa ab 2004, die Eröffnung war 2010. Benannt ist der Turm nach dem Präsidenten der VAE, Chalifa bin Zayid Al Nahyan. Der Grundriss des Turms hat die Form eines Y, was die Stabilität bei starken Winden erhöht. Interessanterweise war bei Baubeginn noch nicht bekannt, wie hoch der Turm wird, anfänglich war nur geplant, etwas höher als das bisher höchste Gebäude zu bauen. Mit der Zeit wurde klar, dass das Fundament eine wesentlich grössere Höhe zulässt.

Man muss etwas Glück haben, den Turm gut sehen zu können. Besonders in den Sommermonaten ist die Luft getrübt, dann lohnt es sich kaum, auf die Aussichtsplattform zu gehen. Wir hatten aber Glück, die Sicht war recht klar.



Montag, 6. Dezember 2021

Der Grösste

Nahe Fujairah am Golf von Oman befindet sich der grösste Ölhafen der Welt, dies in Bezug auf das dort verschiffte Öl-Volumen. Auf der Fahrt von der Stadt Fujairah zu unserem Hotel in Al Aqah sind wir auf der Autobahn mitten durch die riesige Öltank-Anlage gefahren.

Unser Guide erwähnte, wieviel Fass Öl hier täglich verladen werden, leider habe ich die Zahl aber vergessen. Es muss aber eine gewaltige Menge sein, viele Öltanker reihten sich auf dem Meer draussen auf, bis sie dran kommen zum Tanken. Es handelt sich grösstenteils um Rohöl, der Anteil an raffiniertem Öl ist gering.


Sonntag, 5. Dezember 2021

Die Neueste und die Älteste

Moscheen haben wir in den Emiraten viele gesehen, grosse, kleine, neue und alte. Erst vor zwei Jahren wurde die riesige Moschee bei Fujairah fertiggestellt:

Sie hat sechs Minarette und bietet Platz für sage und schreibe 28'000 Gläubige. Es ist die zweitgrösste in den VAE, die grösste steht in Abu Dhabi.

Am gleichen Tag besuchten wir die Älteste bei Dibba, sie ist über 500 Jahre alt.

Sie kann nur 40 Personen aufnehmen und ist damit wahrscheinlich auch die Kleinste. Der Turm oberhalb der Moschee gehört zu einer von den Portugiesen errichteten Festungsanlage.



Samstag, 4. Dezember 2021

Ain Dubai

Als Nachtrag zur Reise in die VAE möchte ich noch über ein paar bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten berichten, zum Beispiel über das Riesenrad.

Ain Dubai heisst das Riesenrad offiziell, was mit Auge von Dubai übersetzt werden kann. Wie schon früher erwähnt ist es mit 250 Meter Höhe das grösste Riesenrad der Welt. Es wurde diesen Oktober eröffnet, es ist also wahrscheinlich die jüngste Sehenswürdigkeit der Megacity.

Normale Touristen fahren auf dem Riesenrad in einer "Shared Cabin", also in einer - natürlich klimatisierten - Kabine zusammen mit anderen Touristen. Man kann aber auch eine ganze Kabine für sich allein resp. für eine Gruppe reservieren. Zum Beispiel für eine Geburtstagsfeier oder eine Hochzeit, wobei optional auch gleich das Essen mitgebucht werden kann, inklusive Service-Personal, versteht sich.

Auf unserer Rundreise haben wir Ain Dubai auch besucht, gefahren sind wir aber damit nicht. Unser Guide erklärte uns, dass man sogar in einer Kabine übernachten könne, während sich das Rad die ganze Nacht dreht. Ob das auch stimmt weiss ich nicht, auf Google habe ich keine Hinweise auf diese Möglichkeit gefunden.

Freitag, 3. Dezember 2021

Das war Dubai

Kurz nach 6 Uhr setzte unser Flugzeug gestern auf dem Zürcher Runway auf, dies nach einem durchschlafenen Nachtflug, welcher um 2 Uhr nachts in Dubai begann. Damit endete unsere Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Erlebt haben wir fast nur Positives. Zum Beispiel das Wetter, auf welches man sich in dieser Gegend ja fast zu 100% verlassen kann. Der November ist wettertechnisch der beste Reisemonat, sagen die Einheimischen. Es herrschen Badetemperaturen, welche aber gegen oben keine Riesensprünge machen. Natürlich haben wir ab und zu etwas geschwitzt, aber die sommerliche Gluthitze erlebten wir zum Glück nicht.

Gegessen haben wir immer gut bis sehr gut, meistens gab es arabisch angehauchte Gerichte, darunter auch viel Fisch, auf welchen wir nach dem Besuch eines Fischmarktes richtig Appetit hatten. Auch indische und fernöstliche Gerichte gab es ab und zu, denn die VAE sind demographisch extrem gemischt. Auch auf Alkohol mussten wir nicht verzichten, in den Hotels gab es immer ein entsprechendes Angebot, wenn auch auf einem hohen preislichen Niveau.

Als sehr positiv empfanden wir auch die Willkommenskultur gegenüber Touristen. Überall wurden wir herzlich begrüsst und vorzüglich behandelt, so als gehörten wir zur Familie. Besonders in den Hotels wurden wir von jedem Angestellten, welchem wir begegneten, gegrüsst, oft verbunden mit einer Nachfrage, ob alles ok sei.

Die Schweiz ist ja als sauberes Land bekannt, im Vergleich mit den VAE ist sie aber im Hintertreffen. Überall ist alles sauber herausgeputzt, nirgends liegt Abfall. Das Wegwerfen letzterens wird mit einer hohen Busse bestraft. In Dubai haben wir einen Strassenreiniger gesehen, der Vogelkot auf dem Gehsteig weggeputzt hat.

Ungefähr gleich ist die Situation bezüglich Sicherheit. Kriminalität kennt man dort kaum, die Gefängnisse sind fast leer. Nie hatten wir auch nur den Hauch von Zweifel an unserer Sicherheit.

Bezüglich Covid-19 waren die Einschränkungen sehr überschaubar. Maskenpflicht in Innenräumen, aber sonst keine Kontrollen oder Tests.

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Um die Palme

Den Tag vor unserem Rückflug verbringen wir nochmals im Hotel, essen, schwimmen im Meer und in der riesigen Poollandschaft. Marlise hatte aber noch Lust auf eine Bootstour rund um die Palme, auf welcher unser Resort ja liegt, dies neben unzähligen anderen Hotels, Villen und Apartmentgebäuden.

Burj Al Arab und Jumeirah Beach Hotel vom Meer her gesehen

Neben dem Burj Al Arab sahen wir den neuen Stadtteil Marina, das grösste Riesenrad der Welt und viele schöne Hotels und Villen.

Kreuzfahrthafen und Riesenrad

das Hotel Atlantis

und das eigenwillige, zum Atlantis gehörende Apartmentgebäude

Nun machen wir uns auf den Weg zum Flughafen und hoffen, dass wir auf dem Nachhauseweg in der Schweiz in unseren Sommerkleidern nicht erfrieren.



Expo 2020

Für den Besuch der Expo 2020 - sie hätte ja letztes Jahr stattfinden sollen und heisst deshalb immer noch so - hatten wir in unserem Reiseprogramm einen Tag eingeplant. Gestern war es soweit. 50 Minuten dauerte die Taxifahrt zum riesigen Expo-Gelände ausserhalb der Stadt. Wie in Dubai üblich ist auch auf der Expo alles gigantisch: die Zufahrts-Autobahnen, die Parkplätze und natürlich alles in der Expo selbst.

Die wie an einem Flughafen organisierte Sicherheitskontrolle passieren wir ziemlich schnell, anstehen mussten wir nicht. Und schon sind wir mitten drin.

am 2. Dezember feiern die UAE ihr 50jähriges Jubiläum

Wir haben uns einen Rundgang durch alle Themenbereiche des Geländes vorgenommen. Das sind Sustainability, Opportunity und Mobility. Die Länder-Pavillons in diesen Themenbereichen nehmen Bezug auf die drei Themen.

im Pavillon der USA konnte man ein echtes Stück Mondstein berühren

Besucht haben wir etwa 15 Länderpavillons, darunter natürlich auch jenen der Schweiz:

der schöne Schweizer Pavillon spiegelt den Platz davor

durch eine Nebelschicht gelangt man auf den 1. Stock und erlebt eine Art Nebelmeer

Die reicheren Länder haben viel Geld in ihre architektonisch zum Teil sehr speziellen Pavillons investiert, hier ein paar Beispiele:

Saudi-Arabien

United Kingdom

Turkmenistan

Fünf Stunden waren wir unterwegs und haben dabei sicher so ca. 10 km zurückgelegt. Wenn man die Expo detaillierter anschauen will muss man natürlich mehrere Tage dafür rechnen. Aber auch wir haben viel Interessantes und Eindrückliches gesehen. An einer Weltausstellung waren wir ja noch nie.