Samstag, 7. Oktober 2023

Wanderung Via Panoramica Val Bregaglia

Datum: 03. Oktober 2023
Dauer: 5h25
Länge: 15.2 km
Wetter: sonnig
Route: Casaccia-Pt. 1348-Roticcio-Durbegia-Parlongh-Soglio
Charakteristik: einfache bis mittlere Bergwege


kurz nach dem Start, links der Mitte der Albigna-Staudamm

immer wieder öffnet sich die Sicht über das Bergell

Soglio voraus

gegenüber die Pizzi Cengalo und Badile

Am Dienstag mussten es mindestens 14 Kilometer sein, so sieht es die Hochzeitstag-Regel vor, nach welcher wir jährlich am 3. Oktober einen Kilometer weniger weit wandern als im Vorjahr. Genau so lang ist die mit der Nummer 796 markierte Via Panoramica Val Bregaglia gemäss Beschreibung auf SchweizMobil.

Startort ist Casaccia, welchen wir mit dem Postauto ab Maloja in einer Viertelstunde erreichen, dies nach einer sehr kurvenreichen Fahrt, auf welcher wir fast 400 hm verlieren. Das erste Stück verläuft auf einem schnurgeraden Feldweg neben der Strasse, bevor es in den Wald rechts der das Tal durchfliessenden Maira geht, welcher wir eine halbe Stunde folgen.

Jetzt wird der Weg zum Höhenweg, er steigt an und der Fluss ist immer weiter unten. Immer wieder hat man eine schöne Sicht über das Tal mit den Dörfern und den zackigen Gipfeln gegenüber. Der Weg ist auf der ersten Hälfte meistens einfach, danach häufen sich aber die Schwierigkeiten. Nichts Gefährliches, aber unebenes Gelände mit unzähligen Steinen, Wurzeln und Bächen. Zudem geht es munter rauf und runter und wir kommen nur noch langsam voran.

Nach über fünf Stunden (in Casaccia waren 4 Stunden angegeben) kommen wir in Soglio an. Unser Bus fährt in wenigen Minuten und so bleibt uns kaum Zeit für eine Dorfbesichtigung. Respektive müssen diese auf später verschieben, wenn wir die entstandene Lücke in unserem Netzwerk zwischen Soglio und Castasegna schliessen werden.

Dichter Neuhaus liest meinen Blog regelmässig, deshalb weiss er, dass wir im Bergell wanderten und hat dazu dieses Gedicht ersonnen:

Gewandert wird, was das Zeug hält
Weil dies uns so gut gefällt
Momentan sind wir im Bergell
Unser Wandertempo ziemlich schnell

Nun, so schnell war unser Wandertempo nicht, aber es reimt sich halt so schön.

Freitag, 6. Oktober 2023

Wanderung Senda Ils Lejins

Datum: 02. Oktober 2023
Dauer: 4h30
Länge: 11.4 km
Wetter: sonnig
Route: Furtschellasbahn Mittelstation-Lejin Cristal-Lejin Magnetit-Lejin Malachit-Lejin Rhodonit-Lejin S-chaglia-Lejin Epidot-Furtschellasbahn Mittelstation-Alp Prasüra-Furtschellasbahn Talstation
Charakteristik: einfache Bergwege


Blick über den Silvaplanersee

Lejin Cristal, rechts der Piz Corvatsch

Lejin Malachit

Marlise fährt in der Kabine ins Tal

Am Montag wollten wir eine Bergsee-Wanderung oberhalb von Sils im Engadin machen. Der mit der Nummer 721 markierte Rundweg beginnt und endet bei der Mittelstation der Furtschellasbahn. Soweit, sogut, aber eine Wanderung ohne Verbindung zu anderen Wanderungen in unserem Netzwerk wollten wir vermeiden. Zum Beispiel mit einer Verbindung nach Sils, wo wir vor 8 Jahren durchwanderten.

Da Marlise nach wie vor lieber hinauf- und ich lieber hinunterwandere, nimmt Marlise den Aufstieg von der Talstation der Bahn in Angriff. Etwas später fahre ich mit der Luftseilbahn - zusammen mit vielen Wanderlustigen - hinauf, wo wir uns treffen und die Rundwanderung in Angriff nehmen.

Die Wanderung vorbei an 6 Bergseen ist 6 km lang und führt 420 hm hinauf und wieder hinunter. Speziell an den Seen ist, dass jeder nach einem in der Gegend vorkommenden Mineral benannt ist. An jedem See kann man auf einer Infotafel Wissenswertes über das jeweilige Mineral lesen.

Der Rundweg ist sehr populär, unzählige Leute sind dort an einem schönen Tag unterwegs, viele davon sind Familien mit Kleinkindern. Für Kinder ideal, der Weg ist nicht unendlich lang und man kann bei jedem See eine Pause einlegen und sich verpflegen.

Zurück bei der Mittelstation tauschen wir die Rolle, Marlise fährt mit der Bahn ins Tal und ich nehme den Abstieg unter die Füsse. Marlise hat aber noch nicht genug, sie wandert noch weiter von Sils entlang des Silsersees bis zu unserem Hotel in Maloja.


Donnerstag, 5. Oktober 2023

Die Mittwochs-Wanderung

Gestern Mittwoch mussten wir für die Wanderung weder das Auto noch den öV in Anspruch nehmen, denn sie begann und endete gleich bei unserem Hotel in Maloja.

Sie bestand aus drei Teilen, erstens dem Besuch der Gletschermühlen gleich oberhalb des Dorfes, dann aus einer Wanderung zu einem schönen Bergsee und schliesslich auf einer Zusatzrunde dem Besuch eines abgelegenen weiteren kleinen Bergsees.

Sieben Stunden waren wir unterwegs und legten 18 Kilometer zurück, mit einigen schwierigen Stellen und vielen Auf- und Abstiegen eine recht anstrengende Sache.

der tiefblaue Lägh da Cavloc

Blick vom Torre Belvedere über Maloja zum Silsersee

Heute geht es wieder nach Hause, mit den Wanderberichten beginne ich am Freitag.

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Maloja

Seit Sonntag weilen wir in Maloja, dem Dorf im Bergell, welches gleichzeitig das Hospiz des gleichnamigen Strassenpasses ist. Man könnte das Dorf zwar auch zum Engadin zählen, aber politisch gehört es zur Gemeinde Bregaglia, welche seit 2010 die ganze Talschaft des Bergells umfasst.

Natürlich wird hier beim gegenwärtig prächtigen Spätsommerwetter gewandert was das Zeug hält, auch wir haben schon zwei Wanderungen hinter uns, eine dritte ist für heute geplant. Die Wanderberichte folgen später, hier nur zwei Bilder vom Montag und Dienstag:

Blick vom Furtschellas über den Silsersee, links Maloja

auf dem Bergeller Höhenweg: rechts der Pizzo Badile

Unser Logis ist im komfortablen und rustikalen Hotel Schweizerhaus. Dabei handelt es sich um ein riesiges Holzchalet, welches Ende des 19. Jahrhunderts von einem belgischen Grafen erbaut wurde. Der Stil passt allerdings nicht so recht in diese Gegend, eher ins Berner Oberland.


Dienstag, 3. Oktober 2023

GV Davos-Klosters Bergbahnen

Genau eine Woche nach der Sunstar-GV war am Freitag schon wieder ein GV-Termin in der Alpenstadt: diejenige der Davos-Klosters Bergbahnen. Wie immer versammelten sich die Aktionäre im Kongresszentrum, also sozusagen im Zentrum des WEF. Diesmal fanden 221 Aktionäre den Weg nach Davos.

Wie üblich verlor VR-Präsident Schertenleib nicht zuviele Worte, er wollte den Teilhabern keine endlose GV zumuten. Dieses Jahr dauerte es aber doch etwas länger, denn ein Aktionär schlug eine höhere als die beantragte Dividende vor. Über dieses Begehren musste separat abgestimmt werden, was etwas Zeit brauchte. Der Antrag wurde aber haushoch verworfen.

Nach 40 Minuten schloss Schertenleib die Versammlung und lud zum Apéro ein, welcher in Form eines edlen Champagners stattfand. Dies zum 20jährigen Jubiläum der Fusion zwischen der Gotschnabahn und der Parsennbahn.


Und auch das anschliessende Mittagessen erfreute die Teilnehmer:




Montag, 2. Oktober 2023

Der Uristier bei Negrentino

In Thomas Widmer's Wunderbüchlein fand der Uristier bei Negrentino Einzug. Bei diesem bin ich auf der zweiten Bleniotal-Wanderung am Mittwoch vorbeigekommen.

Auf dem freistehenden Turm der Kapelle San Carlo di Negrentino prangt der riesige Kopf des Uristiers in Gestalt des Urner Wappens. Und darunter hat es noch zwei kleinere Wappen, links dasjenige des Bleniotals mit einer schwörenden Hand und rechts das der Leventina mit einer segnenden Hand. Die beiden Talschaften waren Untertanengebiete der alten Eidgenossenschaft.

Die Kapelle ist schon 1000 Jahre alt, wann die Wappen angebracht wurden weiss ich nicht, aber vor 1000 Jahren gab es ja noch keinen Kanton Uri. Und hier noch ein Blick ins Innere der Kapelle:




Sonntag, 1. Oktober 2023

Fünf Ehemalige im Bleniotal

Auf den beiden Wanderungen im Bleniotal konnte ich fünf ehemalige Gemeinden besuchen:


Torre, Aquila, Campo, Ghirone und Olivone schlossen sich 2006 zur neuen Gemeinde Blenio zusammen.


Schon 1928 fusionierte Grumo mit Torre und gehört jetzt demzufolge zu Blenio.

2004 entstand die neue Gemeinde Acquarossa, indem sich 9 Gemeinden zusammenschlossen, darunter Lottigna, Marolta und Leontica.




Damit sind alle ehemaligen Gemeinden im Bleniotal bewandert, aber in anderen Gegenden des Tessins warten noch einige auf meinen Besuch.

Und dann noch ein auf meine zweite Wanderung massgeschneidertes Gedicht von Alain Neuhaus:

Bi chüehler Tämperatur nimm ich de Wäg unter d Füess
S Dorf Ponto Valentino mich als erschts begrüesst
Mängisch isch de Verlauf vom Wäg echli unklar
Aber mithilf vom GPS findet me sich zrächt wunderbar

 Und gleich noch eins zum Nachtessen im Grotto:

Am Rand vo Biasca git ’s unter de Bäum öppe 5 Grotti
Ich weiss, jo, i so eis wott i
En Salametto zur Vorschpiis und Polenta mit Brasata zur Hauptschpiis
Sehr beliebt im Tessin au de Risotto, e schpezielli Form vo Riis