Pünten gibt es nur in Winterthur. Das stimmt nicht ganz, denn Schrebergärten gibt es natürlich vielerorts, aber diese heissen in Winterthur eben Pünten. Sozusagen ein geschützter Name für die Eulachstädter Schrebergärten. Der Name leitet sich übrigens vom althochdeutschen Wort "biunta" ab, dabei handelt es sich um ein eingezäuntes Stück Ackerland oder Garten.
Pünten haben in Winterthur eine lange Tradition. Schon im 15. Jahrhundert gab es in Winterthur sogenannte Bürgergärten. Diese wurden rund um die Altstadt angelegt und versorgten die Bevölkerung mit frischem Gemüse und Früchten. Als sich die Stadt ausserhalb der Altstadt ausbreitete mussten die Bürgergärten weichen. Sie wurden aber nicht aufgehoben, sondern in die Aussenquartiere verlegt.
Die Stadt Winterthur ist heute noch Eigentümerin von etwa 2'500 Pünten und ein Teil davon wird auch von der Stadt bewirtschaftet. Wer eine Pünt pachten möchte muss bei der Stadt einen Antrag einreichen.
Alle Pünten unterliegen einem detaillierten, 18 Seiten starken Reglement. Darin ist festgehalten, welche Pflanzen erlaubt sind, welche Abstände einzuhalten sind, wie gross ein Cheminée sein darf, welche Materialien für das Gartenhaus verwendet werden dürfen und vieles mehr.
Die Bilder stammen von den Pünten neben dem EKZ Rosenberg.



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