Mittwoch, 31. Dezember 2025

Mexico City statt Acapulco

Genau 50 Jahre sind seit meiner ersten Reise nach Mexiko im Jahr 1975 vergangen. Von Zürich ging es via New York und Dallas nach Mexico City, wo ich die Stadt sowie die umliegenden Sehenswürdigkeiten wie die Pyramiden erkundete.

Blick vom Hotelzimmer, im Hintergrund zwei Vulkane,
links der Citlaltépetl (höchter Berg Mexikos), rechts der Popocatépetl

Besuch bei den Pyramiden Teotihuacan, der junge Typ mit blauer Jacke bin ich

Archäologisches Museum

Den Jahreswechsel wollte ich eigentlich in Acapulco an der pazifischen Küste feiern. Dafür kaufte ich mir in der Schweiz ein Flugticket, natürlich war es ein Standby-Ticket mit 90% Rabatt auf den normalen Preis. Am Silvester flog ich dann mit der Aeromexico nach Acapulco und wollte mir dort ein Hotel suchen (damals reservierte ich Hotels nie im voraus). Aber Fehlanzeige: Die Dame am Schalter der Hotelvermittlung am Flughafen erklärte mir, dass sämtliche Hotels zu 100% ausgebucht seien. Also machte ich Rechtsumkehrt und nahm den nächsten Flieger zurück nach Mexico City. Wie und wo ich den Jahreswechsel beging weiss ich nicht mehr.


Mit diesem Muster aus meinen Reiseerlebnissen schliesse ich meinen Blog für dieses Jahr ab. Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich einen guten Rutsch ins Abenteuer 2026 und wünsche für das neue Jahr gute Gesundheit und viele tolle Erlebnisse.

Dienstag, 30. Dezember 2025

Wanderung Seuzach - Winterthur Rosenberg

Datum: 29. Dezember 2025
Dauer:
 3h05
Länge: 12.8 km
Wetter: Hochnebel
Route: Brandbühl-Äschberg-Laubholz-Haufland-Bänk-Heimenstein-Freudenhalde-Müllhüsli-Oberohringen-Rosenberg
Charakteristik: einfache Wander- und andere Wege



Grenze Winterthur/Seuzach/Dinhard

Nach der Weihnachtswanderung gab es gestern nochmals eine lokale Wanderung mit Start von zuhause und Ziel beim Winterthurer Rosenberg. Dies aber nicht auf einer direkten Route, sondern mehr oder weniger entlang der Gemeindegrenze von Seuzach.

hier fragte ich mich, weshalb diese toten Bäume noch stehen

Von unserem Haus sind es nur wenige Schritte bis zum Brandholz, dem Wald im Norden von Seuzach. Dort biege ich auf einen nicht markierten Weg ein, welcher zu einer Finnenbahn führt. Auf dieser drehe ich eine Dreiviertel-Runde, bevor ich auf diversen Wegen Richtung Norden strebe.

Blick von Bänk über Seuzach...

Beim Laubholz verlasse ich den Wald und stehe vor einer Infotafel mit dem Vermerk, dass hier der nördlichste Punkt von Winterthur sei. Neben der Tafel steht denn auch ein Grenzstein, auf welchem die Grenzen von Winterthur, Seuzach und Dinhard aufeinandertreffen.

...und vom Heimenstein über Hettlingen

Weiter geht es entlang der Bahnlinie zum Haufland und hinauf nach Bänk, einem Weiler von Dägerlen. Kurze Zeit später erreiche ich den Heimenstein, ein auf einem Hügel gelegenes Anwesen mit Ställen und einem Rebberg, welcher aber auf Gemeindegebiet von Hettlingen liegt.

kurz vor dem Ziel...

...am Rosenberg

Dann geht es hinunter in die weite Ebene zwischen Seuzach und Hettlingen mit einigen verstreuten Bauernhöfen. Beim Müllhüsli überquere ich die Hauptstrasse und den durch Seuzach fliessenden Chrebsbach. Vorbei am Industriegebiet von Oberohringen geht es unter der Autobahn durch und entlang derselben zum Rosenberg, von wo ich mit dem Bus zurück nach Seuzach fahre.

Montag, 29. Dezember 2025

Winterthurer Uhrenmuseum

Uhrenmuseen gibt es in der Schweiz viele, die meisten davon befinden sich in der Region Jura, wo ja viele Uhrenfabriken entstanden sind. Eines gibt es aber auch in Winterthur, und zwar im gleichen Gebäude wie das Gewerbemuseum, welches ich am Samstag besuchte. Natürlich habe ich auch einen Blick ins Uhrenmuseum geworfen.

Zu sehen ist einerseits eine Sammlung von kunstvollen alten Taschenuhren in verschiedensten Ausprägungen. Die Uhrmacher bauten die Uhrwerke in metallene Gehäuse aller Art wie Tierchen, Instrumente oder Brillenetuis ein. Unglaublich, wie kreativ die Uhrmacher damals waren.

Tischuhr mit Globus, welcher sich zeitgerecht dreht

Zu sehen sind auch zahlreiche Wanduhren aus verschiedenen Epochen, darunter auch einige Exemplare aus der Winterthurer Uhrmacherdynastie Liechti.

Betthimmeluhr

Sehr interessant fand ich die sogenannte Betthimmeluhr aus dem 17. Jahrhundert. Die am Betthimmel aufgehängte Uhr in Kugelform wird durch ihr eigenes Gewicht angetrieben und senkt sich in etwa 30 Stunden ab, bevor sie wieder manuell nach oben geschoben werden muss. Die Zeit kann in Liegeposition abgelesen werden, am unteren Pol der Kugel wird die Zeit mit arabischen Ziffern angezeigt.

altarförmige Stockuhr

Für Uhrencracks sehr interessant ist aber ein Gast: Die in Privatbesitz befindliche altarförmige Stockuhr aus Zug, diese ist bis 22. März zu Gast in Winterthur. Die um 1730 hergestellte reich verzierte Uhr weist einige Besonderheiten auf. Zum Beispiel die Form, welche an einen Tabernakel erinnert. Oder die Wecker-Stellscheibe im Zentrum des Zifferblattes und der Schalter für das Ein- und Ausschalten der Weckerfunktion mit der lateinischen Beschriftung "Sonat" (klingeln) und "Silef" (schweigen).

Sonntag, 28. Dezember 2025

Glitzerwelt

Gegenwärtig glitzern ja die Weihnachtsbäume um die Wette, Lametta, Kugeln und Christbaumschöggeli sei Dank. Glitzern tut es momentan auch im Winterthurer Gewerbemuseum im Zentrum der Eulachstadt. "Glitzer" heisst die Sonderausstellung, welche noch bis 17. Mai zu sehen ist.


ein Kinderzimmer voller Glitzer


Mapinguari, eine mythologische Figur
aus dem Amazonas-Gebiet

Das weihnächtliche Glitzern ist aber in der Ausstellung kein Thema. Vielmehr liegt der Schwerpunkt auf Alltagsgegenständen, dem Show Business sowie kulturellen oder religiösen Eigenheiten.

Samstag, 27. Dezember 2025

Wanderung Winterthur - Seuzach

Datum: 25. Dezember 2025
Dauer:
 2h15
Länge: 10.1 km
Wetter: Hochnebel
Route: Bahnhof Winterthur-Neuwiesen-Veltheim-Rosenberg-Eggenzaa-Forrenberg-Pt. 461-Wolfgsang-Brandbühl


Bahnhof Winterthur

Sulzer-Hochhaus im Neuwiesen-Quartier

Veltheim

Schützenweiher am Rosenberg


zuhause angekommen

Zuerst wollte ich am Weihnachtstag mit dem Bus von Seuzach zum Rosenberg fahren und von dort zurückwandern. Das war mir dann aber doch etwas zu kurz, deshalb entschied ich mich, den Zug nach Winterthur zu nehmen. Das waren dann immerhin 10 Kilometer Wanderdistanz.

An einem normalen Donnerstag wimmelt es am Winterthurer Hauptbahnhof von gestressten Reisenden, an Weihnachten ist es aber viel ruhiger, die wenigen Leute machen einen entspannten Eindruck. Ich mache mich auf den Weg Richtung Westen durch das Neuwiesen-Quartier und zweige bald nach Norden ab. Jetzt bin ich auf für mich unbekannten Strassen unterwegs. Schon bald bin ich in Veltheim, einem Winterthurer Stadtkreis. Die ehemalige Gemeinde wurde 1922 eingemeindet. Das Zentrum rund um die Kirche macht auf mich einen fast ländlichen Eindruck.

Dann folgt ein kurzer Aufstieg an der Flanke des Wolfensbergs am Rande eines Villenviertels und wenig später komme ich beim Schützenweiher im Rosenberg-Quartier an. Sommers ist hier viel Betrieb, der Minigolf-Platz mit vielen XXL-Tierstatuen und der Weiher zieht viele Familien mit Kleinkindern an. Jetzt aber bin ich dort fast allein unterwegs.

Weiter geht es vorbei am Einkaufszentrum Rosenberg durch den Wald Richtung Seuzach. Hier bin ich immer auf oder wenig neben der Grenze zwischen Winterthur und Seuzach. Bei der Autobahnraststätte Forrenberg biege ich auf einen Naturweg ein, welcher auf etwa 600 Metern der Autobahn entlangführt. Ich staune über den trotz Feiertag regen Verkehr und den damit verbundenen Lärm.

Auf einer Brücke überquere ich die Autobahn und komme 20 Minuten später zuhause an. Die kurze, aber abwechslungsreiche Wanderung war übrigens ziemlich erfrischend. es blies immer eine kalte Bise um die Ohren.

Freitag, 26. Dezember 2025

Weihnachtswanderung

Sowohl in meiner Flug- als auch der Wanderstatistik klaffte bis gestern für den Weihnachtstag eine Lücke. Heute klafft sie nur noch in der Flugstatistik, dies als letzter noch offener Tag eines Jahres.


Zugdurchfahrt in Veltheim

Veltheim

das Einkaufszentrum Rosenberg wird aufgrund
seiner Fassade auch "Masernburg" genannt

Weit weg wollte ich aber nicht und auch die Länge der Wanderung war eher bescheiden. Ich fuhr mit dem Zug nach Winterthur und wanderte zurück nach Seuzach. Das dauerte zweieinviertel Stunden. Vom Winterthurer Hauptbahnhof wählte ich eine Route durch Quartiere, welche ich nicht kannte. Ab dem Rosenberg ging es durch den Wald zur Autobahnraststätte Forrenberg und auf für mich neuen Wegen nach Hause.

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Frohe Weihnachten

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Lesern und Leserinnen herzlich für ihr Interesse an meinem Blog - und damit auch an meinem Leben - bedanken. Und jetzt ist es schon wieder Zeit, allen frohe und besinnliche Weihnachten im Kreis der Lieben zu wünschen.



Die Bilder stammen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo ich 1983 zusammen mit meinen Eltern und meinem Bruder Weihnachten und Neujahr feierte. Dubai war damals noch ein Fischerdorf mit ein paar wenigen Hochhäusern, kein Vergleich mit der heutigen Mega-City mit dem höchsten Wolkenkratzer der Welt. Unter anderem haben wir uns ein Kamelrennen angeschaut. Die Kamele wurden aus Gewichtsgründen von jungen Buben geritten.

Dienstag, 23. Dezember 2025

Drei Wanderungen am Tag vor Weihnachten

Drei Einträge habe ich in meiner Wanderstatistik für den heutigen Tag vor Weihnachten gefunden:

2013: Bierwanderung von Dietikon über den Honeret nach Zürich

2014: von Flims nach Naraus

2016: von Weinfelden nach Mannenbach

Nur noch zwei Tage im Jahr haben keinen Eintrag: der 24. und 25. Dezember. Vielleicht kann ich dieses Jahr daran etwas ändern, mal schauen.

Montag, 22. Dezember 2025

Weiherstadt St. Gallen

Auf unserer St. Galler Panoramawanderung sind wir an einigen Weihern vorbeigekommen: Nestweier, Müleggweier, Wenigerweier, Eichweier, Chrüzweier, Buebenweier, Mannenweier.

Und wenn ich auf die Karte schaue finde ich noch weitere Weiher, welche nicht auf unserer Route liegen. Man könnte fast von einer Weiherstadt sprechen, ich kenne keine Stadt in der Schweiz mit so vielen Weihern.

Nestweier

Müleggweier

Soweit mir bekannt ist sind alle oder zumindest die meisten Weiher künstlich angelegt worden. Entweder für die Versorgung mit Trinkwasser, als Wasserspeicher für die Feuerwehr oder als Schwimmbad.

Wenigerweier

Buebenweier

Bei den Drei Weieren liegen der Buebenweier, der Mannenweier und im Wald versteckt der Altmannenweier. Einen Weiher für Mädchen oder Frauen gibt es nicht. Vielleicht liegt es daran, dass das öffentliche Baden für Frauen früher als unschicklich galt, besonders in einem katholischen Kanton.

Sonntag, 21. Dezember 2025

Wanderung St. Galler Panoramaweg

Datum: 19. Dezember 2025
Dauer:
 4h25
Länge: 16.2 km
Wetter: bedeckt
Route: Bahnhof St. Gallen Haggen-Wilen-Solitüde-Bernegg-Mühlegg-Sonder-Wenigerweier-Kapf-Drei Weieren-Bahnhof St. Gallen


Blick von der Solitüde zum Säntis...

...und über die Stadt

Mannenweier

Am Bahnhof Haggen beginnt der mit der Nummer 970 markierte
St. Galler Panoramaweg und endet im Quartier St. Georgen. Bevor wir diesem Weg folgen machen wir aber noch eine kurze Zusatzrunde zum Schlössli Haggen, wo wir am Silvester letzten Jahres die Wanderung auf dem St. Galler Brückenweg begannen. So haben wir eine Verbindung im Wandernetzwerk hergestellt.

Es ist noch recht frisch mit einem eisigen Wind und sind froh, dass wir uns im Aufstieg nach Wilen und zur Solitüde aufwärmen können. Auf der Solitüde geniessen wir den Panoramablick über die ganze Stadt auf der einen Seite sowie Richtung Alpstein auf der anderen Seite. Hinter der Stadt breitet sich über dem Bodensee ein Nebelmeer aus.

Dann führt der Weg hinunter durch das Riethüsli-Quartier und wieder hinauf zur Bernegg, wo linkerhand immer die Stadt zu Füssen liegt. Nach einem weiteren Abstieg erreichen wir die Mühlegg, von wo eine Standseilbahn hinunter zum Kloster fährt. Wir aber gehen ein Stück weit auf der Hauptsrasse weiter, bevor wir wieder aufsteigen, diesmal auf den Hügel Sonder.

Und wie es in hügeligem Gelände halt so ist geht es schon bald wieder runter ins Weiertal, welches von der Steinach durchflossen wird. Etwas weiter hinten im Tal liegt der Wenigerweier, der grösste Weiher auf Stadtgebiet von St. Gallen. Dann folgt der letzte Aufstieg hinauf zum Kapf, mit 920 m der höchste Punkt der Wanderung.

Im Abstieg hinunter in die Stadt kommen wir bei den Drei Weieren vorbei, wobei es eigentlich vier Weiher sind. In zwei der Weiher hat es sommers ein Schwimmbad, im Winter kann auch Schlittschuh gelaufen werden. Dafür sind die Temperaturen gegenwärtig allerdings viel zu hoch.

Durch das Mühleggtobel, durch welches sich die Steinach Richtung Bodensee stürzt, erreichen wir die Altstadt, von welcher es nur noch wenige Minuten zum Hauptbahnhof sind.

Samstag, 20. Dezember 2025

Hoch über St. Gallen

Nach längerer Pause schnürten wir gestern wieder einmal die Wanderschuhe und machten uns auf in die Ostschweiz. Eine Panoramawanderung hoch über St. Gallen stand auf dem Programm.

Blick über das Quartier Haggen...

...und über das Stadtzentrum

Schloss Falkenburg, ein edles Restaurant

Appenzeller Häuser in St. Georgen

am Wenigerweiher

Die Stadt lag uns auf einem grossen Teil der Wanderung zu Füssen, wir hatten aber auch Sicht zum Alpstein mit dem Säntis als Hauptdarsteller. Die Sonne zeigte sich zwar nie, die Wolken waren zu dicht. Aber immerhin hatte es keinen Nebel, welcher jegliche Aussicht verdeckt hätte.

Morgen kann man hier den Wanderbericht lesen.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Wunderkammer

In der Stiftsbibliothek St. Gallen ist gegenwärtig die Sonderausstellung Wunderkammer zu sehen. Die Fürstäbte von St. Gallen richteten früher einen Raum ein, in welchem Gegenstände aller Art und aus aller Welt aufbewahrt wurden. Dieser Raum wurde Wunderkammer genannt und er war der Bibliothek angegliedert.

in der Stiftsbibliothek

Einige dieser Gegenstände sind nun auch in der Bibliothek zu sehen. Sie sind in temporär in Form von kleinen Nischen in die Bücherregale integriert.

Schnecke mit aufgesetzter Koralle

Strausseneipokal

Opiumpfeifen

die Mumie aus Distanz

die Reiseapotheke mit vielen Arzneien begleitete die Äbte auf ihren Reisen

Gestern war ich vor Ort, hier eine kleine Auswahl von Bildern. Die ägyptische Mumie mit dem Namen Schepenese konnte ich nur aus Distanz fotografieren, aus der Nähe war das nicht erlaubt.