Datum: 01. April 2025
Dauer: 2h55
Länge: 10.5 km
Wetter: leicht bewölkt, steife Bise
Route: Anwil-Talweiher-Oltingen-Lehmatt-Ostet-Wenslingen-Ödenburg-Tecknau
Charakteristik: leichte Wanderwege
Für den Dienstag hatte ich mir den Jungfernstein, einen der 101 Steine in Thomas Widmer's Büchlein, vorgenommen. Dieser liegt bei der Ödenburg, einer Burgruine oberhalb von Tecknau BL. Dort war ich schon zweimal durchgewandert, dies allerdings bevor ich besagtes Büchlein kaufte und mir danach vorgenommen hatte, alle Steine zu erwandern. Bei den beiden früheren Wanderungen ist mir der Stein nicht aufgefallen und ich fotografierte ihn deshalb auch nicht.
Nach Umsteigen in Winterthur, Zürich, Olten und Gelterkinden erreiche ich im Bus das etwas erhöht gelegene Anwil. Wie zu befürchten bläst die Bise hier nicht weniger stark als beim Umsteigen in Olten. Einen kurzen Moment lang überlege ich, ob ich bei diesem garstigen Wind überhaupt wandern will. Ich verdränge aber diesen Gedanken und mache mich auf den Weg durch das Dorf.
Am höchsten Punkt des Dorfes zweige ich auf einen Wanderweg ab, welcher durch ein Tobel zum Talweiher hinunterführt. Der Talweiher besteht aus mehreren einzelnen Weihern, welche mit einem Bach verbunden sind.
Mein Weg verläuft am Ufer der Weiher, bevor er einem schönen Bach entlang hinauf nach Oltingen führt. Die Vegetation ist noch nicht weit fortgeschritten aber ich stelle mir vor, dass es hier in ein paar Wochen recht grün und farbig aussehen wird. Für die grüne Farbe ist gegenwärtig der Bärlauch zuständig, welcher sich hier wohl zu fühlen scheint.
In Oltingen versuche ich, die noch laublosen Einzelbäume zu identifizieren, was mir aber nicht gelingt. Ohne Blätter oder Blüten ist das etwas schwierig und ich habe ja nicht Biologie studiert. Ich gehe aber davon aus, dass die von den Bäumen produzierten Früchte essbar sein werden.
Dann geht es hinauf zur Kirche, von wo man einen schönen Blick über das Dorf und die Umgebung hat. Nach einer kurzen Zusatzrunde erreiche ich wieder den Wanderweg, welcher über die Hochebene nach Wenslingen führt. Hier legt die Bise noch einen Zacken zu und bläst fast in Orkanstärke, interessanterweise aus wechselnden Richtungen.
Das hübsche Wenslingen durchquere ich und schon bald stehe ich vor der Ruine der Ödenburg. Aber wo ist der Jungfernstein? Ich weiss ja nicht einmal, wie er aussieht, was meiner Unterlassung, die Beschreibung im Büchlein vorgängig zu lesen, zuzuschreiben ist. Eine Infotafel zum Stein ist nicht auffindbar, ich vermute aber, dass es sich um zwei Steinplatten gleich neben dem Wanderweg handeln muss und fotografiere diese. Ob meine Vermutung korrekt war, kann man hier morgen lesen.