Donnerstag, 3. April 2025

Wanderung Jungfernstein

Datum: 01. April 2025
Dauer:
 2h55
Länge: 10.5 km
Wetter: leicht bewölkt, steife Bise
Route: Anwil-Talweiher-Oltingen-Lehmatt-Ostet-Wenslingen-Ödenburg-Tecknau
Charakteristik: leichte  Wanderwege

Für den Dienstag hatte ich mir den Jungfernstein, einen der 101 Steine in Thomas Widmer's Büchlein, vorgenommen. Dieser liegt bei der Ödenburg, einer Burgruine oberhalb von Tecknau BL. Dort war ich schon zweimal durchgewandert, dies allerdings bevor ich besagtes Büchlein kaufte und mir danach vorgenommen hatte, alle Steine zu erwandern. Bei den beiden früheren Wanderungen ist mir der Stein nicht aufgefallen und ich fotografierte ihn deshalb auch nicht.


am Talweiher

Oltingen


kurz vor Wenslingen


Nach Umsteigen in Winterthur, Zürich, Olten und Gelterkinden erreiche ich im Bus das etwas erhöht gelegene Anwil. Wie zu befürchten bläst die Bise hier nicht weniger stark als beim Umsteigen in Olten. Einen kurzen Moment lang überlege ich, ob ich bei diesem garstigen Wind überhaupt wandern will. Ich verdränge aber diesen Gedanken und mache mich auf den Weg durch das Dorf.

Am höchsten Punkt des Dorfes zweige ich auf einen Wanderweg ab, welcher durch ein Tobel zum Talweiher hinunterführt. Der Talweiher besteht aus mehreren einzelnen Weihern, welche mit einem Bach verbunden sind.

Mein Weg verläuft am Ufer der Weiher, bevor er einem schönen Bach entlang hinauf nach Oltingen führt. Die Vegetation ist noch nicht weit fortgeschritten aber ich stelle mir vor, dass es hier in ein paar Wochen recht grün und farbig aussehen wird. Für die grüne Farbe ist gegenwärtig der Bärlauch zuständig, welcher sich hier wohl zu fühlen scheint.

In Oltingen versuche ich, die noch laublosen Einzelbäume zu identifizieren, was mir aber nicht gelingt. Ohne Blätter oder Blüten ist das etwas schwierig und ich habe ja nicht Biologie studiert. Ich gehe aber davon aus, dass die von den Bäumen produzierten Früchte essbar sein werden.

Dann geht es hinauf zur Kirche, von wo man einen schönen Blick über das Dorf und die Umgebung hat. Nach einer kurzen Zusatzrunde erreiche ich wieder den Wanderweg, welcher über die Hochebene nach Wenslingen führt. Hier legt die Bise noch einen Zacken zu und bläst fast in Orkanstärke, interessanterweise aus wechselnden Richtungen.

Das hübsche Wenslingen durchquere ich und schon bald stehe ich vor der Ruine der Ödenburg. Aber wo ist der Jungfernstein? Ich weiss ja nicht einmal, wie er aussieht, was meiner Unterlassung, die Beschreibung im Büchlein vorgängig zu lesen, zuzuschreiben ist. Eine Infotafel zum Stein ist nicht auffindbar, ich vermute aber, dass es sich um zwei Steinplatten gleich neben dem Wanderweg handeln muss und fotografiere diese. Ob meine Vermutung korrekt war, kann man hier morgen lesen.

Mittwoch, 2. April 2025

Diese fiese Bise

Auf der gestrigen kurzen Wanderung im Baselland waren nicht die Landschaft oder der Widmer-Stein,  die Hauptdarsteller. Nein, es war der Wind. Eine steife Bise dominierte die Unternehmung von A bis Z. Schon beim Umsteigen im Bahnhof Olten musste ich mich in einem der Warteräume vor der kalten, zügigen Luft schützen. Und in Anwil, meinem Startort, war ich nahe daran, wieder umzukehren.

im Aufstieg nach Oltingen

den Schafen mit ihrem dicken Fell war die Bise egal

Zeitweise blies der Wind so stark, dass ich mich dagegen anstemmen musste und auf Waldstücken knackte es bedrohlich in den Ästen. Und natürlich war ich froh um die windfeste Jacke, welche ich dank einer morgendlichen Warnung am Radio mitnahm. Und abends verkündete Thomas Bucheli im SRF Meteo, dass die Bise im Baselland am stärksten wehte.

Die vielen Einzelbäume in Oltingen waren noch ohne Laub, eine Identifikation war deshalb schwierig und ich konnte auch niemanden fragen, keiner hielt sich freiwillig draussen auf. Ich tippe aber auf Kirschen, Obst und einige Nussbäume.

Dienstag, 1. April 2025

Die Oltinger Einzelbäume

Gestern suchte ich eine Wanderroute für heute, welche a) nicht zu weit weg liegt und b) nicht allzu lange ist, denn die letzte liegt schon wieder zwei Wochen zurück. Das Wetter und eine Erkältung waren dafür verantwortlich, dass ich schon länger nicht im Wandermodus war.

Zufälligerweise sah ich dabei auf der Online-Karte von SchweizMobil, dass in und um Oltingen BL hunderte von Einzelbäumen eingezeichnet sind, so viele wie kaum an einem anderen Ort. Ich nehme an, dass es sich um Kirsch- oder Obstbäume handelt. Diese möchte ich mir heute anschauen.

Auf der Route befindet sich noch eine weitere Sehenswürdigkeit, einen Stein aus Thomas Widmer's Steinbüchlein. Mehr dazu erfährt man hier morgen.

Montag, 31. März 2025

Helvetic hält Rekord in LCY

Gestern weckte ein Artikel auf einer TAMedia-Seite mit dem Titel "Schweizer Flugzeug sorgt für Rekord am London City Airport" mein Interesse. Und beim Lesen erfuhr ich viel Neues, hier das Wichtigste:

  • Der Embraer 195 der Helvetic Airways ist gegenwärtig das grösste Flugzeug, welches am Londoner City Airport (LCY) landen darf.
  • Alle Flugzeugmodelle, welche in LCY landen, müssen dafür zertifiziert werden.
  • Der Grund dafür ist der mit über 5° sehr steile Anflugwinkel (normal sind etwa 3°).
  • Nicht nur die Flugzeuge, sondern auch die Piloten müssen zertifiziert sein, Voraussetzung ist eine spezifische Schulung im Simulator.
  • An- und Abflüge müssen vom Captain durchgeführt werden, der Copilot darf das nicht übernehmen.
  • Die Flugzeuge benötigen eine spezielle Einrichtung, um den Captain vor allem beim Anflug zu unterstützen. Bei der E195 der Helvetic kann der "Steep Approach"-Knopf gedrückt werden. Damit wird ein System auf den Tragflächen aktiviert, welches für eine ausreichende Geschwindigkeit bei der Landung sorgt.
Das alles finde ich sehr interessant, dies vielleicht auch deshalb, weil mein letzter Flug ja nach LCY führte und ich keine Ahnung von diesen doch sehr speziellen Anforderungen hatte.

Bild Helvetic Airways

Wer den Artikel liest findet darin auch ein eindrückliches Video mit dem Anflug eines E195 auf LCY.

Sonntag, 30. März 2025

Begegnungen mit Chinesen

Ich kann mich noch gut an unsere Begegnungen mit Chinesen auf unserer China-Reise erinnern, besonders beim Durchsehen der Bilder. Und dies obwohl die Begegnungen schon 41 Jahre zurückliegen.

Meistens waren die Begegnungen zufällig, weil wir gerade mit dem Zug unterwegs waren trafen wir halt die Leute, welche genau am selben Tag mit dem selben Zug fuhren. Oder bei einer Stadtbesichtigung, wo wir die Frauen, Männer und Kinder in ihrem täglichen Leben antrafen. Sehr speziell waren auch die spontanen Menschenansammlungen an abgelegenen Orten, wenn unsere Gruppe aus einem Reisebus ausstieg. Das erregte die Neugier der Chinesen, welche uns westlichen Touris genauestens beobachteten. Besonders interessant muss unsere exotische Kleidung gewesen sein und auch unsere Fotoapparate mit den riesigen Linsen stiessen auf grosses Interesse.

Chinesen beim Spielen

wir werden genau beobachtet

Familie beim Einkaufen

Natürlich verliefen die Begegnungen meistens stumm und aus Distanz, nur selten gab es Gespräche oder ein Händeschütteln. Das lag sicher auch daran, dass Fremdsprachen damals in China noch weitgehend unbekannt waren. Und unsere Chinesisch-Kenntnisse hielten sich in engen Grenzen, einzig der Reiseleiter von der Swissair konnte ein paar Sätze sprechen.

glücklich über den Kauf des Güggels

ob sie zufrieden sind mit dem Resultat des Longboat-Rennens?

Disziplin beim Anstehen für's Mao-Mausoleum

Es wäre interessant, nach so langer Zeit wieder einmal nach China zu reisen. Sicher würden die Begegnungen heutzutage total anders ablaufen. Europäische Touris werden kaum mehr auffallen, man würde wahrscheinlich auf Englisch angesprochen und statt Fotoapparate hätten alle ein modernes Handy dabei.

Freitag, 28. März 2025

Die Chinesische Mauer

Der Besuch der Chinesischen Mauer durfte auf unserer China-Reise von 1984 natürlich nicht fehlen. Unser letztes "Basislager" vor der Heimreise war Peking, und von dort waren es noch etwa 70 Kilometer bis zur Mauer. Diese gilt mit ihrer Länge von 6260 Kilometern als grösstes Bauwerk der Welt.






Mittwoch, 26. März 2025

Simao

Nach dem Besuch von Kunming führte die Chinareise von 1984 ganz in den Südwesten Chinas, nach Simao. Die Stadt liegt ziemlich nahe an den Grenzen zu Vietnam, Laos und Myanmar (ehem. Burma).




Diese Ecke Chinas unterscheidet sich fundamental vom Rest des Landes. Einerseits ist das Klima tropisch mit einer entsprechend unterschiedlichen Vegetation, andererseits unterscheidet sich auch die Lebensweise und Kultur. Damals waren die Leute in Simao noch mehrheitlich buddhistisch, was sich auch in Form von  diversen Tempeln manifestierte. Und auch die Küche war etwas anders mit südasiatischem Einfluss von Thailand oder Vietnam.




Der Reiseverlauf wurde so geplant, dass unser Besuch in Simao während eines jährlichen Volksfestes stattfindet. Wie das Fest hiess weiss ich nicht mehr, ich kann mich aber daran erinnern, dass das Wasser das Hauptthema war. Die Leute machten sich zum Beispiel einen Spass daraus, andere Leute ausgiebig mit Wasser zu bespritzen. Und wir exotischen Touristen wurden natürlich nicht verschont.