Mittwoch, 28. Januar 2026

Vierte Winterwanderung

Gestern stand die vierte Winterwanderung auf dem Programm. Wobei sie recht spontan stattfand. Ursprünglich plante ich einen Museumsbesuch, aufgrund des schönen Wetters entschied ich mich erst im Laufe des Morgens für eine Programmänderung.


Bergblick bei Steinmüri

trotz Umleitung riskierte ich den Weg links

ein Ort, von dem ich noch nie etwas hörte

Auch die Route kam auf spontane Art zustande. Auf meinem Wandernetzwerk entdeckte ich einen noch unbewanderten Flecken bei Oberembrach in der Nähe von Kloten. Mit einer Stunde An- und Rückreise war das problemlos am Nachmittag machbar.

Montag, 26. Januar 2026

Geduldige Rüben

Was mir auf meiner Wanderung am Mittwoch zwischen Seuzach und Winterthur auch aufgefallen ist: Es liegen noch tonnenweise Zuckerrüben auf den Feldern. Schön aufgehäuft und mit Planen abgedeckt, aber im Januar ein eher ungewöhnliches Bild.

Rübenberg beim Bahnhof Reutlingen...

...und beim Stinkberg

Das hängt natürlich mit dem temporären Ausfall der Frauenfelder Zuckerfabrik im letzten Spätherbst zusammen. Soweit mir bekannt ist läuft die Fabrik immer noch mit reduzierter Kapazität. Die Rüben müssen sich also noch etwas gedulden. Ideal ist das sicher nicht, das Herumliegen ist der Qualität kaum zuträglich. Und die Rübenbauern erhalten ihr wohl verdientes Geld wahrscheinlich erst, wenn die Rüben in Frauenfeld sind. Ob sie eine Versicherung für allfällige Ertragsausfälle haben weiss ich nicht.

Sonntag, 25. Januar 2026

Der Stinkberg

Gestern habe ich über den Goldenberg berichtet, ein passender Name für den schönen Aussichtspunkt mit dem gehobenen Restaurant. Am anderen Ende der Beliebtheitsskala dürfte der Stinkberg nördlich des Wallrüti-Quartiers liegen. Das ist der 30 Meter hohe Hügel, welchen ich am Mittwoch auf meiner Wanderung für etwas ungewöhnlich hielt. Sein unschmeichelhafter Name ist darauf zurückzuführen, dass dort bis ins Jahr 1965 Kehrichtabfälle deponiert wurden, was natürlich besonders in der warmen Jahreszeit zu entsprechenden Gerüchen führte. Dies wurde von den Anwohnern immer wieder kritisiert. Ab 1965 wurde der Kehricht dann in der neu gebauten KVA verbrannt.

der Stinkberg, links die Treppe

das Stinkberg-Areal ist eingekreist

Die Strasse, welche am Stinkberg vorbeiführt hiess früher übrigens offiziell "Stinkbergstrasse" und bis vor wenigen Jahren hatte sie auf Google Maps immer noch diesen Namen. Im Jahr 2003 wurde der Hügel auf "Rietberg" umbenannt und seither trägt auch die Strasse diesen Namen.

Interessanterweise wurden auf dem Hügel, welcher oben flach ist, Schrebergärten (in und nur in Winterthur heissen diese "Pünten") eingerichtet und vermietet. Ich bin aber nicht so sicher, dass ich den dort gezüchteten Salat oder das Gemüse so schmackhaft fände. Stinken tut es zwar nicht mehr, aber die Gewissheit, dass darunter 30 Höhenmeter alter Kehricht liegt, würde bei mir den Genuss beeinträchtigen.

der Stinkberg in früheren Jahren

In der Nähe des Hügels hat es übrigens immer noch eine Deponie, wo man Abfälle entsorgen lassen kann. Diese werden aber nicht wie früher wild entsorgt, sondern säuberlich getrennt und wenn möglich rezykliert.

Samstag, 24. Januar 2026

Winterthur von A bis Z - G wie Goldenberg

Der Goldenberg genannte Hügel zwischen Oberwinterthur und der Altstadt von Winterthur erhebt sich 100 Meter über das Niveau der Stadt. An schönen Tagen tummeln sich dort unzählige Leute, welche den Blick über die Stadt geniessen. Einen schöneren Aussichtspunkt kenne ich in Winterthur nicht, ausser vielleicht den Roten Turm beim Hauptbahnhof. Dort hatte es bis vor Kurzem eine kleine Bar, welche aus finanziellen Gründen schliessen musste. Gegenwärtig wird ein neuer Mieter gesucht. Momentan kann man dort also nicht rauf.


links das Sulzer-Hochhaus, rechts davon der Rote Turm

Auf dem Goldenberg kann man sich auch kulinarisch verwöhnen lassen. Das gleichnamige Restaurant neben der Aussichtsplattform kocht auf relativ hohem Niveau - nicht nur aufgrund der erhöhten Lage, sondern auch aus gastronomischer Sicht. In der warmen Jahreszeit lädt die grosse Terrasse mit uneingeschränkter Sicht zu kulinarischen Genüssen ein.

Freitag, 23. Januar 2026

Wanderung Goldenberg

Datum: 21. Januar 2026
Dauer:
 3h10
Länge: 12.9 km
Wetter: Hochnebel, zeitweise sonnig
Route: Seuzach-Reutlingen-Fallenstetten-Lindberg-Goldenberg-Zinzikon-Wallrüti-Tägerlen-Stadel-Seuzach
Charakteristik: einfache Wege und Strassen, oft schnee- und eisbedeckt


winterliche Stechpalme

im Aufstieg zum Lindberg

Aussicht vom Goldenberg

Wandern ohne An- und Rückreisestress, das gab es bei mir am Mittwochnachmittag, mit Start und Ziel zuhause. Obwohl für mich Zug- und Busreisen grundsätzlich nicht stressig sind, einmal ausgenommen bei Unregelmässigkeiten wie Verspätungen und verpasste Anschlüsse. Oder wenn das Verkehrsmittel pumpenvoll ist.

Nichts dergleichen musste ich am Mittwoch befürchten, ich konnte entspannt von zuhause loslaufen und dies erst um 13 Uhr. Und konnte sicher sein, in 3 bis 3.5 Stunden wieder zuhause zu sein.

Gleich hinter unserem Haus hat es einen schönen Wanderweg am Waldrand. Diesem folge ich für wenige Minuten und biege nach rechts den Hang hinunter ab Richtung Reutlingen, welches zu Winterthur gehört. Bei der Brücke über die Autobahn steht ein Polizeiauto und ich frage mich, weshalb. Ich komme zum Schluss, dass die Brücke überwacht werden soll für den Fall, dass Trump mit dem Auto nach Davos ans WEF fahren muss. Das war aber schlussendlich nicht der Fall, er nahm den Helikopter.

Weiter geht es durch das bäuerliche Dorf Reutlingen und vorbei am Hof Fallenstetten hinauf durch den Wald zum Lindberg. Es ist etwas Vorsicht geboten, denn die Waldstrassen sind über längere Strecken mit Schnee und Eis bedeckt. Am südlichen Ende des Lindberg-Waldes erreiche ich den Goldenberg mit der grossen Parkanlage, von wo man den Blick über Winterthur schweifen lassen kann. Es hat ordentlich Leute, welche die Aussicht an der Sonne geniessen.

Dann biege ich auf eine Quartierstrasse ein, welche an der östlichen Flanke des Lindbergs durch ein Villenquartier führt. Dass man hier in einer der besten Wohnquartiere von Winterthur ist erkennt man an den gepflegten, teils feudalen Villen mit viel Aussicht.

Bei Zinzikon überquere ich eine Hauptstrasse und beim speziellen Sek-Schulhaus (siehe Bild von gestern) auch die Eisenbahnlinie. Kurz danach stehe ich vor einem Hügel, welcher so gar nicht in die sonst flache Landschaft zu passen scheint. Was es mit diesem Hügel auf sich hat erfuhr ich wenig später auf meiner Wanderung. Dazu folgt ein separater Eintrag.

Da es eine Treppe auf den Hügel hat beschliesse ich, einen kurzen Umweg über diesen zu machen, um später wieder auf meine geplante Route zurückzukehren. Dies erweist sich aber schwieriger als angenommen, denn ein auf der Karte eingezeichneter Weg führt durch ein Industriegelände mit schweren Lastwagen und Baggern. Ich entdecke aber einen etwas abenteuerlichen Schleichweg, auf welchem ich wieder auf den richtigen Weg gelange.

Dann noch unter der Autobahn durch und nach Stadel, welches ebenfalls zu Winterthur gehört. Jetzt ist es nur noch eine halbe Stunde hinauf zum Gusslihaus und nach Hause.

Donnerstag, 22. Januar 2026

Winterwanderung

Am Mittwochmorgen hatte ich einen Termin bei meiner Augenärztin. Eine Kontrolle nach dem Nachstar-Lasern war angesagt. Alles war ok, sie war mit dem Resultat zufrieden.

winterlich verzierte Büsche überall

im Wald liegt noch viel Schnee und Eis

das vor wenigen Jahren gebaute Sek-Schulhaus Wallrüti,
es hat als Besonderheit kein Treppenhaus im Innern

vereister Weiher beim Rietberg

kurz vor Sonnenuntergang wenige Minuten von zuhause

Den freien Nachmittag verbrachte ich dann draussen, ich entschied mich spontan für eine Winterwanderung mit Start und Ziel zuhause und dem Zwischenziel Goldenberg, einem Aussichtspunkt oberhalb von Winterthur. Ich plante den grössten Teil der Route auf von mir noch nie begangenen Wegen und Strassen. Dabei kam ich bei einigen interessanten Orten vorbei.

Mittwoch, 21. Januar 2026

Unvernebelter Blick

Vor etwa drei Jahren hatte ich eine Augen-Operation zur Behandlung des Grauen Stars. An beiden Augen wurde die natürliche durch eine künstliche Linse ersetzt. Mit der Zeit entwickelte sich dann der sogenannte Nachstar, das ist eine Eintrübung der Linsenhülle. Das führt zu einem vernebelten Blick, was mich vor allem beim Lesen etwas behinderte.

Aber zum Glück hat die Medizin auch dafür eine Lösung bereit. Die getrübte Linsenhülle kann mit einem Laserstrahl beschossen werden, womit eine kleine Öffnung entsteht, durch welche das Licht wieder ungehindert auf die Netzhaut durchdringen kann.

Gestern Morgen wurde diese einfache und schmerzlose Therapie bei mir durchgeführt. Nach wenigen Minuten konnte ich wieder nach Hause, und dies ohne Augenbinden oder sonstigen Behinderungen. Jetzt macht das Lesen wieder viel mehr Spass. Nur mein PC hat sich noch nicht an meine behandelten Augen gewöhnt. Ich habe die biometrische Erkennung eingeschaltet, ich muss jeweils beim Einloggen nur in die Kamera blicken. Heute Morgen hat das aber nicht funktioniert und ich musste mich mit dem PIN einloggen.