Freitag, 27. Februar 2026

Treberwurst

Schon seit vielen Jahren gehört bei mir der Verzehr einer Treberwurst zum fixen Jahresprogramm. Um diese Wurst zu erwerben muss ich aber an den Bielersee reisen, bei uns ist sie nicht erhältlich. Gestern war ich in Ligerz beim Weingut Andrey, dort kann man von Januar bis März die traditionelle Wurst essen und einen feinen Wein dazu geniessen. Oder man kann - so wie ich - eine Wurst und eine Flasche Wein kaufen und mitnehmen.


Die Treberwurst wird im Brennkessel beim Brennen von Marc gegart, dadurch erhält sie einen feinen Geschmack von Weinbrand. Wobei Treber eigentlich der Abfall beim Bierbrauen ist, der Marc - auch Trester genannt - entsteht aus Abfällen bei der Weinkelterung.


Wie immer in dieser Jahreszeit kann man in der Region Bielersee überall Treberwürste essen. Eine bei uns kaum bekannte Tradition. Und zur Wurst wird an einem feinen Wein vom benachbarten Rebberg und einem Marc zum Dessert nicht gespart.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Wanderung Sihlwald - Müliberg

Datum: 24. Februar 2026
Dauer:
 4h15
Länge: 14.1 km
Wetter: bewölkt
Route: Station Sihlwald-Schnabellücken-Hochwacht-Albispass-Türlen-Setzihof-Müliberg
Charakteristik: einfache Wege


erste Frühlingsboten

auf der Hochwacht...

mit Blick nach Zürich, ganz links der Üetliberg...

und zum Zugersee

Wir stecken zwar offiziell noch im Winter, dieser macht aber gegenwärtig Pause. Deshalb war unsere Albiswanderung vom Dienstag ziemlich frühlingshaft. Das zeigte sich schon an der Station Sihlwald in Form von blühenden Märzenblüemli und dann aber auch im Aufstieg zum Albis, wo wir über die unzähligen sattgrünen jungen Bärlauchblätter staunten. Die sind dieses Jahr früher als üblich dran, dachten wir.

Bis zum "Schnabellücken" genannten Punkt auf der Albiskette müssen wir gut 300 hm überwinden. Dort können wir einen ersten Blick zum Zugersee erhaschen. Wir folgen dem Weg Richtung Üetliberg und stehen schon bald vor dem hölzernen Aussichtsturm bei der Hochwacht. Die Besteigung lohnt sich, von oben erblicken wir fast den ganzen Zürichsee und auf der anderen Seite einen Teil des Zugersees, welcher natürlich von den vielen Bergen überragt wird. Die Rigi mit seiner schroffen Nordseite ist frei sichtbar, während sich der Pilatusgipfel in Wolken verhüllt.

Weiter geht es bis zum Albipass, wo wir nach links Richtung Türlen abzweigen. Das Dorf gab dem Türlersee seinen Namen. Der See verdankt seine Existenz einem Bergsturz nach dem Gletscherrückzug, lesen wir auf einer Infotafel.

Wir folgen dem südlichen Seeuferweg auf dem Ämtlerwäg bis zum Hof Seehüsli und steigen nochmals etwas auf zum Aeugsterberg, welchem wir am Waldrand entlangwandern. Wenig später erreichen wir unser Ziel in Müliberg, wo wir am 3. Februar die 3. Etappe des Ämtlerwägs beendeten.

Damit ist unser Kleinprojekt "Ämtlerwäg" beendet und wir blicken auf vier schöne Wanderungen in einer reizvollen Gegend zurück.

Mittwoch, 25. Februar 2026

Frühlingswanderung

Nach der turbulenten Wetterphase wagten wir gestern wieder einmal eine Wanderung - eine Frühlingswanderung, wie sich herausstellte. Die milde Temperatur weit über dem Gefrierpunkt sorgte dafür, dass bei Aufstiegen einige Schweisstropfen flossen. Und wir waren überrascht, dass der Bärlauch schon im Februar einen Auftritt hat.

die Sihl bei der Station Sihlwald

Bärlauch à gogo im Sihlwald

Blick Richtung Zürich

am Türlersee

Abgespielt hat sich die schöne Wanderung am Albis. Zuerst durch den Sihlwald hinauf, dann auf dem Albis Richtung Üetliberg und via Türlersee nach Müliberg. Das war unsere letzte Etappe auf dem Ämtlerwäg.

Dienstag, 24. Februar 2026

Die KI-Ampel

In der letzten Wochenend-Beilage der NZZ erschien ein seitenlanger Artikel über eine spezielle Ampel in Konstanz, eine Ampel mit KI-Unterstützung. Normalerweise schalten Ampeln in fixen zeitlichen Abständen von Rot auf Grün und umgekehrt. Etwas intelligentere Ampeln haben Sensoren, mit welchen das Verkehrsaufkommen gemessen wird und das Umschalten davon abhängig machen.

Die Konstanzer Ampel misst aber nicht oder nicht nur den Autoverkehr, sondern das Fussgängeraufkommen. Eine spezielle Kamera erkennt sich nähernde Fussgänger und schaltet für diese erst auf Grün wenn sich diese vor der Ampel befinden. Aber sie können noch mehr: sie erkennen auch, ob ein Fussgänger mit einer Gehhilfe wie einem Gehstock oder einem Rollator unterwegs ist. Für diese wird die Grünphase entsprechend verlängert.

Gestern war ich in Konstanz und habe mir die Ampel angeschaut. Auf einer Infotafel habe ich gelesen, dass sich das KI-System im Moment noch in der Lernphase befinde. So richtig in Betrieb ist die Sache also noch nicht. Mal schauen, ob sie mich bei meinem nächsten Besuch in Konstanz erkennt und sofort auf Grün schaltet.

Montag, 23. Februar 2026

Ailsa Craig

Während den Olympischen Spielen verfolgte ich unter anderem auch ab und zu Curlingspiele, darunter auch den gestrigen Final der Frauen. Die Sportart ist zwar nicht so athletisch und spektakulär wie Alpin-Skirennen oder Skispringen, aber durchaus spannend. Ich staune immer wieder ob den von den Spielern angewendeten Taktiken und der Präzision beim Spielen der Steine.

ein Curlingstein wiegt etwa 19 kg und kostet 800 Euro

Vor dem Beginn des Finalspiels erklärte ein Fachmann die Beschaffenheit der Curlingsteine, dabei erwähnte er auch, dass fast alle von einer kleinen schottischen Insel stammen. Das wollte ich etwas genauer wissen und Google lieferte mir die Antwort prompt. Es handelt sich um die nur etwa einen Quadratkilometer grosse Insel Ailsa Craig vor der schottischen Westküste. Auf dieser Insel vulkanischen Ursprungs kommt eine seltene Granitart vor, welche für die Curlingsteine abgebaut wird. Der Stein zeichnet sich durch eine grosse Härte verbunden mit Wasserdichte aus. Da die unbewohnte Insel als Naturschutzgebiet gilt dürfen nur offene Steine abgebaut werden, es darf also nicht gegraben oder sogar gesprengt werden.

Ailsa Craig

Ich habe auch ein Bild der Insel gefunden und fand es lustig, dass die aus Distanz fotografierte Insel schon fast wie ein Curlingstein aussieht.

Sonntag, 22. Februar 2026

Flugstatistik 22. Februar

Vier Einträge habe ich in meiner Flugstatistik für den 22. Februar gefunden:

Im Jahr 1980 ging es mit dem legendären Swissair-Jumbo HB-IGA "Genève" von Zürich nach New York. Schon nach zwei Übernachtungen ging es wieder nach Hause. Das war eine meiner vielen Kurztrips in die USA. Das Retourticket auf Standby-Basis in der Economy Class kostete damals so um die 100 Franken.


1990 ging es wieder in die USA, die DC-10 HB-IHF der Swissair brachte uns von Zürich nach Chicago, wo wir einen Anschlussflug mit der American Airlines nach Denver hatten. Tags darauf ging es noch weiter mit der United Airlines nach Aspen. Dort genossen wir eine Woche lang das Skifahren auf amerikanische Art. Damals gab es noch kein Internet, deshalb war ich zwei Wochen zuvor schon einmal in Aspen, um vor Ort eine geeignete Unterkunft zu suchen und buchen.

Aspen

21 Jahre später ging es in die andere Richtung. Mit einer A-380 der Singapore Airlines ging es nach Singapur, gefolgt von einem Weiterflug mit einer B-777 nach Auckland in Neuseeland. Dort verbrachten wir drei Wochen auf der Nord- und der Südinsel. Ich habe sehr schöne Erinnerungen von diesem wunderbaren Land.

Wellington, Hauptstadt von Neuseeland

Und vor zwei Jahren waren wir auf der Rückreise von unseren Panama-Ferien. Am 22. Februar flogen wir mit der Swiss von Frankfurt nach Zürich. Dies als Anschlussflug nach dem Transatlantik-Flug mit der Lufthansa von Miami nach Frankfurt.

Samstag, 21. Februar 2026

Winterthurer Fasnacht

In katholischen Gegenden ist die Fasnacht schon vorbei, gegenwärtig läuft sie aber andernorts noch, so zum Beispiel in Winterthur. Daran erinnert wurde ich beim gestrigen Einkaufen im Einkaufszentrum Winterthur. Dort ist eine kleine, sehenswerte Ausstellung zu sehen mit vielen Masken, Ballonen und auch Info-Tafeln. Auf einer der Tafeln hat es eine Auflistung von Fasnachts-Vereinen im Raum Winterthur und ich war erstaunt, wie viele es davon gibt.



Falls jemand Lust auf einen Besuch in Winterthur hat, hier ist das Fasnachts-Programm:

  • Freitag, 20. Februar:
    • 18:00 Uhr: Narrenbaumstellen und offizielle Stadtübergabe.
  • Samstag, 21. Februar:
    • 18:45 Uhr: Guggenumzug mit anschliessender „Altstadt-Dudlätä“ (Guggenkonzerte in der Altstadt).
  • Sonntag, 22. Februar:
    • 14:14 Uhr: Grosser Fasnachtsumzug durch die Innenstadt.
  • Montag, 23. Februar:
    • 13:30 Uhr: Kinderumzug mit anschliessender Maskenprämierung und Guggenauftritten.
    • 18:00 Uhr: Fällen des Narrenbaums.
    • Ab 19:00 Uhr: Feierliches Böögg-Verbrennen auf der Zeughauswiese als Abschluss.

Mich wird man dort aber nicht antreffen, ich bin nicht als Fasnächtler vorbelastet.

Mittwoch, 18. Februar 2026

Schüblig-Ziischtig

Gestern war es wieder soweit, der traditionelle Schüblig-Ziischtig war in meinem Kalender eingetragen. Für Wurst-Liebhaber wie ich ein Freudentag, denn viele Metzgereien in der Gegend Zürcher Oberland und Tösstal produzieren für diesen Tag eine grosse Auswahl von Schübligen, darunter Sorten, welche nur an diesem Tag angeboten werden.

Der Schüblig-Ziischtig fällt immer auf den Tag vor Aschermittwoch, an welchem die bis Ostern dauernde Fastenzeit beginnt. Somit kann man sich noch einmal so richtig den Bauch mit feinen Würsten vollstopfen.

mein Einkauf: drei Sorten Schüblige

Wie schon in den Vorjahren bezog ich meine Schüblige von der Metzgerei Jucker in Kollbrunn am Eingang zum Tösstal. Diese sehr schöne Metzgerei mit einem grossen Angebot und professioneller Beratung ist auch für Einkäufe ausserhalb des Schüblig-Ziischtigs sehr zu empfehlen.

Dienstag, 17. Februar 2026

Freitag der 13. - ein Glückstag

Der vergangene 13. Februar - ein Freitag - war für unsere Familie ein Glückstag. Unsere Enkelin Rya erblickte das Licht der Welt. Alles ging gut und die stolzen Eltern sind froh, dass die mit 2770g kleine Rya gesund ist.

Jetzt sind wir Grosseltern und wir freuen uns darauf, das Aufwachsen der Enkelin miterleben zu dürfen. Gestern haben wir Rya zum ersten Mal gesehen und waren natürlich entzückt über das kleine Menschlein.

Sonntag, 15. Februar 2026

Wanderstatistik 15. Februar

Das Wandern macht bei uns gegenwärtig Pause, das unbeständige Wetter motiviert uns nicht, die Wanderschuhe zu schnüren. Stattdessen schauen wir etwas Skirennen oder andere, teils spektakuläre Sportarten an den Olympischen Spielen.

Oder ich werfe einen Blick in die Wanderstatistik und habe für den heutigen Tag drei Einträge gefunden:

2013 von Killwangen nach Altstetten

2014 von Bischofszell der Sitter entlang nach St. Gallen

2019 im Nordosten von Ibiza

Ibiza



Freitag, 13. Februar 2026

Winterthur von A bis Z - M wie Mörsburg

Nur etwa zwei Kilometer östlich von uns steht die Mörsburg auf Gebiet der Stadt Winterthur, in einer halben Stunde Fussmarsch können wir sie erreichen.

Über die ältere Geschichte der Burg ist nichts überliefert, es wird aber angenommen, dass dort im 11. Jahrhundert eine Holzburg errichtet wurde, welche im Laufe der Zeit durch ein Gebäude aus Stein ersetzt wurde. Irgendwann nisteten sich habsburgische Lehensnehmer ein, bevor die Burg im Jahr 1598 der Stadt Winterthur verkauft wurde. Seit 1900 beherbergt die Burg ein historisches Museum.


Auf Stadtgebiet von Winterthur stehen noch zwei andere Burgen, die Kyburg sowie das Schloss Hegi. Zwischen der Mörsburg und den beiden anderen Burgen besteht eine Sichtverbindung.

Bis 2000 wohnte im 3. Stock der Mörsburg ein Burgwart, seine Funktion wird heutzutage aber durch den Wirt des gleich nebenan stehenden Gasthauses Schlosshalde ausgeübt.

Mittwoch, 11. Februar 2026

Wanderung Frauenfeld - Münchwilen

Datum: 09. Februar 2026
Dauer:
 4h20
Länge: 16.5 km
Wetter: zuerst Hochnebel, später zunehmend sonnig
Route: Frauenfeld-Aumühle-Murkart-Matzingen-Jakobstal-Wängi-Rosental-Murgtal-Münchwilen
Charakteristik: einfache Wege und Strassen


Schloss Frauenfeld

die Murg ist fast überall kanalisiert

Alpacas bei Matzingen

Wohnsilo in Matzingen

Weiher in Wängi

Nicht einmal eine halbe Stunde dauert die Zugfahrt von Seuzach nach Frauenfeld mit Umsteigen in Oberwinterthur. Die Thurgauer Hauptstadt liegt sozusagen fast vor unserer Haustür. Wir waren auch schon einige Male in deren Umgebung im Wandermodus unterwegs. Noch nie aber auf der Route, welche wir für den Montag geplant hatten. Was schade ist, denn die Wanderung entlang der Murg ist sehr lohnenswert.

Unter der Bahnhofsunterführung hindurch geht es zur Nordseite des Bahnhofs und nach wenigen Schritten sind wir am Ufer der Murg. Wir folgen dem Uferweg flussaufwärts, schon bald geht es unter der Bahnlinie und einer Strasse hindurch und wenig später erblicken wir gegenüber das Schloss Frauenfeld.

Dann verlassen wir das Stadtgebiet Richtung Süden und folgen der Murg bis Matzingen. Wir staunen ob den grossen hölzernen Murgbahnen, welche wir alle paar hundert Meter antreffen. Für Familien mit Kleinkindern muss das ein sehr attraktiver Weg sein.

Auch zwischen Matzingen und Wängi sind wir meistens direkt am Murgufer unterwegs. In Wängi hat es ein längeres Stück Hartbelag durch ein Industriegebiet. Zum Glück hält sich der Verkehr dort in engen Grenzen.

Auf dem letzten Abschnitt von Wängi nach Münchwilen werden die Wanderer auf vielen Infotafeln über alles Wissenswerte der Gegend informiert. Nach etwas mehr als vier Stunden erreichen wir Münchwilen und sind uns einig, dass das eine sehr lohnenswerte Wanderung war. Und falls wir sie noch einmal machen werden nähmen wir Murmelkugeln mit.

Dienstag, 10. Februar 2026

An der Murg

Die Murg ist ein 34 Kilometer langer Nebenfluss der Thur, sie entspringt in der Nähe des St. Gallischen Mühlrüti und vermengt sich nördlich der Thurgauer Hauptstadt Frauenfeld mit der Thur.

Gestern folgten wir der Murg auf 16 Kilometern ab dem Bahnhof Frauenfeld bis Münchwilen. Natürlich war der Fluss der unbestrittene Hauptdarsteller der Wanderung, wir waren nie weit weg vom Ufer. Und wir bereuen die Wanderung nicht, ganz im Gegenteil. Der Murgweg ist grösstenteils ein bequemer Naturweg, einzig durch die Dörfer hat es Abschnitte mit Hartbelag.

Planetenweg

XXL-Murmelbahn


unübersehbare Infotafel in Wängi

Und es ist ein multifunktionaler Weg:

  • Zwischen Frauenfeld und Matzingen hat es immer wieder grosse, aus Holz gebaute Murmelbahnen in unterschiedlichsten Ausführungen. Leider hatten wir keine Murmeln dabei, gerne hätten wir die Bahnen ausprobiert.
  • Auf der gleichen Strecke hat es auch einen Abschnitt eines Planetenweges. Wir kamen aber nur an zwei Planeten vorbei.
  • Immer wieder sahen wir Tafeln mit der Bezeichnung "Gripspfad", auf diesen sind Gymnastikübungen beschrieben.
  • Im Bereich der Gemeinde Wängi hat es unzählige Infotafeln, auf welchen allerlei Wissenswertes über lokale Eigenheiten erklärt sind.

Sonntag, 8. Februar 2026

Winterthur von A bis Z - L wie Loki

Das Dialektwort Loki für Lokomotive wird in der ganzen Deutschschweiz einheitlich verwendet. Für die Einwohner der Agglomeration Winterthur hat das Wort aber noch eine zweite Bedeutung: Es wurde früher auch für die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik, kurz SLM, verwendet. Das Fabrikareal grenzte direkt an das ursprüngliche Sulzer-Areal im Zentrum von Winterthur.

Montagehalle um 1950

Gegründet wurde die SLM 1871 durch den Engländer Charles Brown, welcher bei Sulzer tätig war. Infolge von Meinungsverschiedenheiten in der Sulzer-Geschäftsleitung entschied er sich für einen Neuanfang. Aufgrund des zunehmenden Ausbaus der Eisenbahn-Infrastruktur in Europa bot sich die Gründung einer Lok-Fabrik an.

Heute hat es in der Loki ein Einkaufszentrum

hier wohnten die Angestellten gleich neben den Fabrikhallen

Die erste produzierte Lokomotive war die berühmte Lok 7, welche 1873 bei der Rigi-Bahn in Betrieb genommen wurde. Sehr speziell dabei war der stehende Dampfkessel. Diese Lok wird sogar heute noch ab und zu für Nostalgiefahrten eingesetzt.

Lok 7

Die meisten von der SLM produzierten Loks waren aber auf Normalspur-Linien für Passagier- und Güterzüge in ganz Europa unterwegs, unter anderem wurden extra starke Loks für den Gotthardverkehr gebaut, so zum Beispiel das berühmte Krokodil. Bei diesem war die SLM für den mechanischen Teil und die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) für den elektrischen Teil verantwortlich.

Samstag, 7. Februar 2026

Pinguin-Rüben

Noch ein Artikel ist mir kürzlich im Landboten aufgefallen: Es ging um die Zuckerrüben, welche länger als üblich auf ihre Verarbeitung zu Zucker auf den Feldern warten mussten.


Im Kern des Artikels ging es darum, dass die Rüben die Wartezeit relativ gut überstanden haben, dies trotz langanhaltender Kälte im Januar. Begründet wurde dies mit der Art der Lagerung. Die Rüben wurden zu Haufen aufgeschichtet und teilweise abgedeckt. Die Rübenhaufen wurden mit Pinguinen verglichen, welche sich bei garstigen Bedingungen zusammenraufen, um die Körperwärme zu nutzen. Für mich hinkt dieser Vergleich aber ein bisschen, denn die Pinguine wechseln ihre Position ja laufend um zu verhindern, dass die Äussersten, welche direkt Wind und Schnee ausgesetzt sind, nicht erfrieren. Bei den Rüben ist das nicht so gut möglich.


Anyway, ich bin beruhigt, dass es die meisten Rüben überlebt haben und dass die Rübenbauern für allfällige Verluste anscheinend entschädigt werden. In der zweiten Hälfte Februar soll die Rüben-Kampagne 2025/26 - so wird die Zeit der Rübenverarbeitung genannt - beendet sein. Und übrigens, der Rübenhaufen, welchen ich in Reutlingen fotografiert hatte, wurde in der Zwischenzeit abtransportiert.

Freitag, 6. Februar 2026

Die Zugwinker

Am Mittwoch erschien im Landboten (und wahrscheinlich auch im Tages Anzeiger) ein seitenlanger Artikel über den Zugwinker von Henggart.

Seit 27 Jahren winkt Martin Horber von seinem direkt an der Linie Winterthur-Schaffhausen stehenden Einfamilienhaus jedem vorbeifahrenden Zug zu, und dies zwischen 5 Uhr 30 und 21 Uhr. Nur während der Mittagszeit macht er Pause, dann geht er normalerweise auswärts essen. Sein Haus ist gut erkennbar, es ist auf zwei Seiten mit je einer alten Bahnhofstafel von Henggart gekennzeichnet.

Die Lokführer, welche auf dieser Strecke unterwegs sind, kennen Herrn Horber natürlich und sie winken ihm freundlich zurück. Früher grüssten sie ihn sogar mit einem Lokipfiff, darüber waren aber die Nachbarn nicht begeistert. Ab und zu winken ihm auch Passagiere zu, welche regelmässig dort unterwegs sind. Auch ich bin ab und zu auf dieser Strecke unterwegs und schaue zum Fenster hinaus, schon oft habe ich Herrn Horber winken gesehen.

Der Zugwinker war aber nicht Eisenbahner von Beruf, sondern Monteur bei der Siemens. Schon früh begeisterte er sich aber für die Eisenbahnen und er ist das ganze Schweizer Bahnnetz schon mehrmals abgefahren.

Es gibt aber noch einen zweiten Bahnwinker in der Schweiz: In Wassen an der alten Gotthardstrecke winkt Xaver Andermatt mit einer Schweizerfahne regelmässig den Zügen zu. Herr Andermatt hat aber seit der Eröffnung des Basistunnels weit weniger zu winken als sein Kollege in Henggart mit 9 Zügen pro Stunde.